Süditalien als Kontakt- und Grenzregion im Frühmittelalter. Religiös-kulturelle Heterogenität und konkurrierende Mächte in lokalen, transregionalen und universalen Dimensionen / Southern Italy as Contact Area and Border Region during the Early Middle Ages

Ort
Rom
Veranstalter
Deutsches Historisches Institut Rom; Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Datum
04.04.2016 - 06.04.2016
Von
Theresa Jäckh, Transkulturelle Studien, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; Thomas Kieslinger, Department Geschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Der italische Süden des Frühmittelalters ist räumlich, politisch und im weiteren Sinne kulturell schwer fassbar. Noch heute ist das Bild des Mezzogiorno wesentlich durch Meistererzählungen des 19. Jahrhunderts geprägt, die kritisch zu hinterfragen und schrittweise zu revidieren Bestreben der neueren Forschung ist. Vor diesem Hintergrund untersuchte die Tagung „Süditalien als Kontakt- und Grenzregion im Frühmittelalter“ und stellte dabei „[r]eligiös-kulturelle Heterogenität und konkurrierende Mächte in lokalen, transregionalen und universalen Dimensionen“ ins Zentrum des Interesses.

Der von der DFG geförderte, internationale Kongress tagte vom 4. bis 6. April 2016 am Deutschen Historischen Institut in Rom und wurde gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg veranstaltet. Kooperationspartner waren die Regesta Imperii der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und die Regesta Pontificum Romanorum der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Nach einem Grußwort von MARTIN BAUMEISTER (Rom) führten die Veranstalter KLAUS HERBERS (Erlangen) und KORDULA WOLF (Rom) in das Tagungsprogramm ein und stellten dessen Konzeption mit übergreifenden Leitfragen vor. Anliegen der Konferenz sei es zum einen, den Forschungsstand aus verschiedenen nationalen und disziplinären Perspektiven heraus zu bilanzieren, um zum anderen gemeinsam über neue Tendenzen zu reflektieren, die sich sowohl aus den historiographischen Traditionen als auch aus aktuellen theoretischen Diskursen ergeben. Hervorzuheben sind dabei raumtheoretische Ansätze, die auffordern, räumliche, sozio-kulturelle und politische Konfigurationen, deren Zugehörigkeiten und Wahrnehmungen zu hinterfragen.

Ausgehend von der Frage, ob und inwieweit Süditalien als Teil verschiedener Mittelmeerräume angesehen werden kann, diskutierte die erste, von NIKOLAS JASPERT (Heidelberg) geleitete Sektion multiperspektivisch die Rolle Süditaliens zwischen der byzantinischen, lateinischen und islamischen „Welt“.

In diesem Kontext stellte LUTZ BERGER (Kiel) verschiedene Konzepte des Begriffs Empire vor und setzte Konstruktionen von Zentrum und Peripherie in Bezug zu frühmittelalterlichen Konstellationen in muslimisch dominierten Regionen – vor allem des westlichen Mittelmeerraums. Maßgeblich waren hierbei unter anderem Gabriel Martinez-Gros’ Interpretation von Ibn Ḫaldūn und die Weltsystem-Theorie von Immanuel Wallerstein, aber auch weitere Modelle wie das des Trading Empire. Besonders betonte Berger, dass islamische Herrschaften das Mittelmeer eher als Grenzregion, den Indischen Ozean hingegen als Zentrum betrachtet hätten. RUDOLF SCHIEFFER (Bonn) legte anschließend dar, dass und warum Süditalien nie Teil des Fränkischen Reiches geworden sei. Die Karolinger seien jeweils nur temporär an einer Intervention in dieser Region interessiert gewesen. Schieffer sah vor allem in den Langobarden, Byzantinern, der römischen Kirche und kleineren lokalen Herrschaften Süditaliens wichtige Akteure für eine karolingische Süditalienpolitik, welche jedoch nie gezielt von fränkischer Seite aus betrieben worden sei. Von einer Mittelmeerpolitik der Karolinger könne demnach keine Rede sein. EWALD KISLINGER (Wien) unterstrich in seinem Vortrag, dass Süditalien für das Byzantinische Reich vor allem eine Brückenfunktion erfüllte. Als Seemacht habe Byzanz Stützpunkte wie Sizilien verteidigen müssen, da sie eine wesentliche strategische Rolle zur Aufrechterhaltung der byzantinischen Thalassokratie gespielt hätten. Erst mit den massiven Angriffen von Seiten der „Sarazenen“ auf Kreta und Sizilien sei ab den 820er-Jahren die balance of power im Mittelmeerraum bedroht gewesen und habe zu einer Verschiebung des Fokus auf Apulien und Kalabrien geführt.

In seinem Abendvortrag ging HUGH KENNEDY (London) auf unterschiedliche Vorstellungen von Grenzen und Grenzregionen aus arabisch-islamischer Perspektive ein. Anhand des Kitāb al-Ḫarāǧ (Buch über Steuerwesen und Staatsverwaltung) des für die Abbasiden tätigen Qudama b. Ǧa'far arbeitete Kennedy verschiedene Aspekte muslimischer Grenzperzeptionen und Grenzpolitik heraus. Er verdeutlichte in diesem Kontext auch, wie unterschiedlich das Verhältnis islamischer Herrschaft zu den jeweiligen Nachbarn bewertet wurde und dabei zwischen ökonomischen und ideologischen Motivationen changierte.

Die zweite, disziplinär breit gefächerte Sektion widmete sich unter Leitung von AMEDEO FENIELLO (Rom) der muslimischen Präsenz in Süditalien und den sich daraus ergebenden kulturellen Transformationsprozessen.

VIVIEN PRIGENT (Paris) befasste sich mit dem Desintegrationsprozess Siziliens als byzantinische Provinz zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert. Er bezog hierfür umfassendes Material aus Archäologie, Hagiographie, Numismatik und Sphragistik ein und kontrastierte dieses mit mittelbyzantinischen historiographischen Texten. Unter Rückgriff auf das Modell von Zentrum und Peripherie strich Prigent dabei heraus, wie Sikillia unter dem Druck islamischer Eroberungen recht bald von Konstantinopel abfiel und auf lokaler Ebene neue Verbindungen mit den Eroberern einging. Islamische und jüdische Einflüsse in Sizilien untersuchte ALESSANDRO VANOLI (Bologna) anhand ausgewählter Dokumente der Kairoer genizah, die Auskunft über medizinisches und pharmakologisches Wissen sowie heilkundliche Praktiken geben. Nachzuvollziehen sei hier einerseits eine „Arabisierung“ medizinischer Praxis, andererseits eine Zunahme in Verfügbarkeit und Gebrauch bestimmter Ingredienzen, die in Zusammenhang stehe mit dem gesteigerten Einfluss muslimischen Handels. Deutlich wurde hier nicht zuletzt auch die Problematik, dass die Zuschreibungen ebraico und arabo kaum eindeutig bestimmbar und voneinander abgrenzbar sind. Dem islamisch-politischen Einfluss auf dem italienischen Festland wandte sich MARCO DI BRANCO (Rom) zu. Anhand einer Neulektüre arabischer, griechischer und lateinischer Historiographie stellte er die bisher eher als Ausnahmeerscheinung betrachtete Etablierung Baris zum Emirat in den weiteren Zusammenhang muslimischer Präsenz auf der Apenninhalbinsel und zeigte auf, dass auch in anderen Fällen nicht von spontanen Überfällen und Beutezügen die Rede sein könne. Darüber hinaus nahm Di Branco eine zeitliche Präzisierung der Einnahme Baris durch Ḫalfūn (zwischen August 847 und Ende 848) vor. Mit islamischen Plünderungs- und Beutezügen (ġazawat) beschäftigte sich TOMMI P. LANKILA (Princeton/Rom). Rund 300 Erwähnungen von ġazawat ermittelte Lankila auf der Basis historiographischer Quellen für die süditalienische Halbinsel sowie für Korsika, Sardinien und Sizilien. Mit Hilfe von Graphiken und Statistiken nahm er für seinen Betrachtungszeitraum vom 7. bis ins 11. Jahrhundert eine Binnenperiodisierung der „Saracen raids“ vor und unterschied dabei „private“ und „offizielle“ Überfälle, wobei er betonte, dass sich in den Darstellungen „christlicher“ und „islamischer“ Texte kaum Übereinstimmungen finden ließen. ANNLIESE NEF (Paris) erweiterte den Blick um die Stellung Siziliens im zentralen Mittelmeerraum. Sie referierte über die Zeit der kalbidischen Herrschaft und zielte bei ihrer Darstellung auf eine Revidierung der Annahme, das kalbidische Ṣiqillīya sei als ein vom fatimidischen Kalifat unabhängiges und eigenständiges Emirat zu begreifen. Sie führte für ihre Argumentation kartographisches und historiographisches Material zusammen und strich heraus, dass weder die Fatimiden die Zugehörigkeit Siziliens zu ihrem Kalifat jemals in Frage gestellt, noch die Insel selbst diese angezweifelt hätte. Des Weiteren betonte Nef einmal mehr die enge Verbindung von Ifrīqiya und Ṣiqillīya. Aus archäologischer Perspektive analysierte LUCIA ARCIFA (Catania) innere Dynamiken während der frühen islamischen Zeit in Sizilien und ging dabei vor allem auf neue Grabungsergebnisse im Flusstal von Platani (zwischen Palermo und Agrigent) ein. Materielle Befunde zeigen, wie dieses als Wasserscheide eine innere Grenze zwischen den bereits sehr früh von Muslimen besiedelten Gebieten im Westen der Insel und den noch länger von der byzantinischen „Hauptstadt“ Syrakus aus kontrollierten Territorien im Osten bildete.

Die dritte Sektion, welche von VIVIEN PRIGENT (Paris) moderiert wurde, konzentrierte sich wiederum auf lokal-politische Dynamiken in Süditalien im Kontext griechisch-byzantinischer Einflüsse und Herrschaftsansprüche.

Eröffnet wurde dieses Feld von JEAN-MARIE MARTIN (Rom/Paris) mit einem Vortrag zu den Muslimen im byzantinischen Süditalien und den kampanischen Dukaten. Martin rekonstruierte das Tableau politischer Interaktionen, struktureller Verwaltungseinheiten und deren lokaler Untergliederung. Dabei zeichnete er nach, wie sich der Einfluss der Muslime in Süditalien mehrte – bereits zu Beginn des 10. Jahrhunderts waren sizilische ṭarī bis nach Neapel nachweisbar. Das griechische Kalabrien büßte in diesem Zuge bald an Bedeutung für die Byzantiner ein, wohingegen Apulien zu ihrem wesentlichen Bezugspunkt wurde und dies, obwohl Apulien seine langobardische Verwaltung beibehielt. Martin wies damit auf, wie sich im Falle Süditaliens geopolitische Faktoren gegenüber der Verwaltungsorganisation als handlungsbestimmend erwiesen. Einen theoretischen Impuls lieferte FEDERICO MARAZZI (Neapel), der den süditalienischen Raum und dessen Kontakte zu angrenzenden Territorien in der bedeutenden Transformationsphase des 8. und 9. Jahrhunderts unter Bezugnahme auf die viel diskutierte Pirenne-These untersuchte. Marazzi ging nicht nur auf politische Dynamiken, sondern zumal auf ökonomische Faktoren und Kontakte ein. Er beschrieb Süditalien dabei als multipolare Peripherie und strich heraus, wie sich lokale Handelsnetzwerke etablierten, womit er zum einen gegen den in der Historiographie häufig essentialistisch verwendeten Begriff des Mezzogiorno und zum anderen gegen eine Geschichte des ökonomischen Niederganges argumentierte. ANNICK PETERS-CUSTOT (Nantes) diskutierte anhand der sogenannten Italo-Greci die Rolle Süditaliens zwischen dem lateinischen und dem byzantinischen Kaiserreich. Mit dem Bemühen Ottos III. um eine renovatio imperii und damit einer verstärkten romanitas habe zwischen Italo-Griechen und dem westlichen Kaiser ebenso wie mit Rom eine Annäherung stattgefunden. Die reziproke Frage nach Selbstverständnis und Zugehörigkeit beantwortete Peters-Custot mit dem Begriff der duplicità, einer Zweifachheit, welche eine Zweideutigkeit zwischen altem und neuen Rom erlaube. CLAUDIA ALRAUM (Erlangen) stellte in ihrem Vortag heraus, dass ein päpstliches Eingreifen in die Kirchenhierarchie, Wahlen oder Rechtsprechung im Süditalien des 8. und 9. Jahrhunderts vor allem in den Regionen Benevent, Capua und Gaeta festzustellen sei. Fragen der kirchlichen Jurisdiktion seien jedoch nur in einem Bruchteil der überlieferten päpstlichen Kommunikation behandelt worden. Die Quellen ließen zudem erkennen, dass nur wenige Kontakte der Päpste in weiter entfernte Regionen Süditaliens wie Kalabrien, Apulien oder Sizilien festzustellen seien. JUDITH WERNER (Erlangen) erklärte am Beispiel des päpstlichen (Re-)Agierens in Süditalien, wie die Neuedition von Philipp Jaffés Regesta Pontificum Romanorum – dessen erste drei Bände noch 2016 erscheinen werden – von Historikern genutzt werden könne. Anhand von Papstbriefen für die Region Süditalien zeigte Werner auf, dass der Einfluss der Rezipienten auf Form und Inhalt maßgeblicher war, als bisher angenommen. Dieses Phänomen habe vor allem gegen Ende des Frühmittelalters zugenommen.

Die vierte Sektion, moderiert von IRMGARD FEES (München), warf abschließend einen Blick auf lateinische Konfigurationen von Macht auf der süditalienischen Halbinsel.

Einen Einblick in ihre Forschung über das langobardisch-meridionale Italien des 8. und 9. Jahrhunderts gewährte GIULIA ZORNETTA (St. Andrews/Padua). Sie betonte die zweifache Stellung Süditaliens als Peripherie kaiserlicher Gebiete und stellte die Rolle als Grenzregion heraus, wobei sie Übernahmen und Abgrenzungen anhand von herrscherlicher Repräsentation untersuchte. Anhand des Herzogtums von Benevent veranschaulichte sie, dass dieses sich um die Behauptung und Darstellung unabhängiger Herrschaft bemühte. Neben der Betonung von Unabhängigkeit und langobardischen Traditionen wies Zornetta allerdings auch auf ein ambivalentes Bemühen um kaiserliche Anerkennung hin. VERONIKA UNGER (Erlangen) analysierte die Beziehungen zwischen Johannes VIII. und kleineren lokalen Herrschaften Süditaliens. Eine gezielte Süditalienpolitik im Sinne eines wirtschaftlichen oder militärischen Eingreifens sei nicht festzustellen. Unger sah die Hauptmotivation des Papstes darin, die „Sarazenengefahr“ – mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – einzudämmen. Aktive Maßnahmen wie Geldschenkungen oder Exkommunikationen hätten immer im Zusammenhang mit der „Sarazenenpolitik“ gestanden. CLEMENS GANTNER (Wien) beschäftigte sich in seinem Referat mit den Beziehungen Ludwigs II. mit dem Byzantinischem Reich und den „Sarazenen“. Laut Gantner hätten byzantinische Einflüsse für Ludwig II. zu Beginn seiner Herrschaft noch eine wichtige Rolle gespielt und in engem Zusammenhang mit der erstarkenden muslimischen Macht in Süditalien gestanden. Anhand des sogenannten „Kaiserbriefes“ und der überlieferten Texte zu den Heiratsverbindungen der Karolinger nach Byzanz und ins Langobardenreich zeichnete er Motive für Ludwigs Eingreifen in Süditalien nach. KLAUS HERBERS (Erlangen) zeigte auf, dass Reaktion und Verteidigung die Hauptursachen für ein päpstliches militärisches Vorgehen gegen die Muslime gewesen seien. Nur in vereinzelten Fällen lasse sich ein aktives militärisches Vorgehen Hadrians I. im Sinne eines bellum iustum nachweisen. Symbolik, Gebet und Liturgie seien päpstliche „Waffen“ gewesen, worüber Gebete an den Apostelgräbern für den Sieg der Christen Zeugnis ablegten. Strafe und Belohnung der christlichen Kämpfer seien die wesentlichen Motivationsgründe für christliche Kämpfer im Auftrag des Papstes gewesen.

Die abschließende Diskussion wurde durch JOCHEN JOHRENDT (Wuppertal) und DANIELA RANDO (Padua) eingeleitet, indem zunächst eine Zusammenfassung der einzelnen Sektionen unter besonderer Herausstellung der fokalen Punkte gegeben wurde. Dabei sei zumal das Beziehungsgefüge von Politik und Macht von den Vortragenden in den Vordergrund gerückt und vorrangig unter Bezugnahme auf das Konzept „Zentrum und Peripherie“ analysiert worden. Fragen nach Kultur, Identität oder Selbstdeutung seien hingegen weniger beachtet worden. Vielleicht hätte die Einbeziehung dieser und anderer Aspekte (wie beispielsweise eine eingehendere Kontextualisierung bestimmter Texte oder eine stärkere Einbeziehung materieller Befunde) einen Perspektivwechsel ermöglicht. Kritisch reflektiert wurden des Weiteren Konzepte und Termini der Forschung, auf die bereits im Titel der Tagung Bezug genommen wurde. Dabei traten disziplinäre und sprachliche Prägungen unterschiedlicher Wissenschaftskulturen deutlich hervor, die auch das Plenum zur Diskussion anregte. Dem Anliegen der Organisatoren, einen Beitrag zum Überdenken von historiographischen Traditionen zu leisten, dürfte nicht zuletzt damit nachgekommen sein.

Konferenzübersicht

Martin Baumeister (Roma): Welcome
Klaus Herbers (Erlangen), Kordula Wolf (Roma): Introduction

Section I: Southern Italy as Part of Different Mediterranean Spaces
Chair: Nikolas Jaspert (Heidelberg)

Lutz Berger (Kiel): Centres and Peripheries in the Early Medieval Muslim Mediterranean
Rudolf Schieffer (Bonn): Die Politik der Karolinger in Süditalien und im Mittelmeerraum
Ewald Kislinger (Wien): Das byzantinische Italien: Imperiale Kontinuität und marginale Provinz

Hugh Kennedy (London): The World of the Muslim Frontier (Public Evening Lecture)

Section II: Muslim Presence in Southern Italy – Transformations and Challenges
Chair: Amedeo Feniello (Roma)

Vivien Prigent (Paris): La Sicilia, terra d’imperi (VII–X secoli)
Alessandro Vanoli (Bologna): Una società mediterranea: i materiali della genizah e alcune prospettive di indagine sulla Sicilia musulmana
Marco Di Branco (Roma): L’emirato di Bari e la presenza musulmana sulla terraferma durante l’età aghlabita. Bilancio e prospettive
Tommi P. Lankila (Princeton/Roma): ‘Saracen Raids’ in Southern Italy and the Early Medieval Central Mediterranean
Annliese Nef (Paris): Il ruolo della Sicilia kalbita nel Mediterraneo centrale
Lucia Arcifa (Catania), Fabiola Ardizzone (Palermo): Una ‘frontiera’ interna? La Sicilia tra IX e X secolo alla luce dei nuovi dati archeologici

Section III: Local Dynamics between Constantinople and Rome
Chair: Vivien Prigent (Paris)

Jean-Marie Martin (Roma, Paris): I musulmani come sfida per l’Italia meridionale bizantina e i ducati campani (IX–inizio X secolo)
Federico Marazzi (Napoli): Vittime di Pirenne? I confini del Mezzogiorno negli scenari economico-politici di Europa e Mediterraneo (secoli VII–IX)
Annick Peters-Custot (Nantes): Gli Italo-Greci e la duplicità degli imperi e della ‘romanitas’
Claudia Alraum (Erlangen): Wirkungsfeld Roms? Tendenzen in der süditalienischen Kirchenlandschaft im 8. und 9. Jahrhundert
Judith Werner (Erlangen): Päpstliches (Re?-)Agieren im frühmittelalterlichen Süditalien – diplomatische Aspekte

Section IV: Latin Configurations of Power – Perceptions and Contacts
Chair: Irmgard Fees (München)

Giulia Zornetta (St Andrews, Padova): Alla periferia di due imperi: l’Italia meridionale longobarda nell’VIII e nel IX secolo
Veronika Unger (Erlangen): Johannes VIII. und sein Verhältnis zu den kleineren Herrschaften Süditaliens
Clemens Gantner (Wien): Ad utriusque imperii unitatem? On the relations between Louis II of Italy and the Byzantine Empire
Klaus Herbers (Erlangen): Frühformen des Kreuzzugs in den päpstlichen Verlautbarungen des 9. Jahrhunderts

Abschlussdiskussion: Daniela Rando (Pavia), Jochen Johrendt (Wuppertal)

Zitation
Tagungsbericht: Süditalien als Kontakt- und Grenzregion im Frühmittelalter. Religiös-kulturelle Heterogenität und konkurrierende Mächte in lokalen, transregionalen und universalen Dimensionen / Southern Italy as Contact Area and Border Region during the Early Middle Ages, 04.04.2016 – 06.04.2016 Rom, in: H-Soz-Kult, 21.07.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6623>.
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Veröffentlicht am
21.07.2016
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