Kaufhäuser an Mittel- und Oberrhein im Spätmittelalter. Funktionen und Funktionalisierungen

Ort
Mainz
Veranstalter
Heidrun Ochs, Universität Mainz; Gabriel Zeilinger, Universität Kiel
Datum
03.03.2016 - 04.03.2016
Von
Kristin Zech, Institut für Geschichte, Technische Universität Darmstadt

Nach dem Cultural Turn wenden sich die Geschichtswissenschaften – noch zögerlich, aber zunehmend – wieder wirtschaftshistorischen Fragen zu. „In Zeiten, in denen über die Vor- und Nachteile globalen Freihandels, aktuell insbesondere anhand von TTIP, heftig diskutiert wird, wird oft auch die Frage nach dem Spannungsverhältnis von Marktfreiheit und -regulierung in anderen geschichtlichen Epochen gestellt“, formulierten die Organisatoren der Tagung, Heidrun Ochs und Gabriel Zeilinger, entsprechend.

Am 3. und 4. März 2016 widmete sich in diesem Sinne eine von der Fritz Thyssen-Stiftung geförderte Tagung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den spätmittelalterlichen Kaufhäusern als permanenten Orten des Handels in den Städten am Mittel- und Oberrhein. Ziel der Tagung war es, die bisher in der wirtschaftshistorischen Forschung weniger als zum Beispiel die Messen untersuchten Kaufhäuser in ihrer Funktionsweise und ihren Funktionalisierungen übergreifend in den Blick zu nehmen.

HEIDRUN OCHS (Mainz) und GABRIEL ZEILINGER (Kiel) charakterisierten in ihrer Einleitung Kaufhäuser als seit dem 12. Jahrhundert durch die städtischen Räte für das Gemeinwohl der Stadt eingerichtete Stätten, die den Handel gleichzeitig förderten und normierten und damit auch eine Überwachung des Groß- und Fernhandels gewährten. Zudem sei die Partizipation am Gewinn seitens der Städte eine Motivation für die Etablierung solcher Einrichtungen sowie die Kontrolle der Qualität von Waren für die einheimischen Kaufleute und Bürger von Vorteil gewesen. Auch der auswärtige Kaufmann habe durch Verlässlichkeit bei der Bestimmung der Maße und durch die sichere Lagerung seiner Waren von den Kaufhäusern profitiert. Ochs und Zeilinger verwiesen auf die Ausbildung neuer Bautypen, die schließlich durch die Verlagerung des städtischen Handels von offenen Plätzen in den Kaufhausraum das wirtschaftliche Geschehen in der Stadt veränderten. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts würden mittelalterliche Kaufhäuser erforscht, allerdings in überwiegender Zahl in Einzelstudien. Entsprechend dürfe das Werk von Gerhard Nagel[1] aus dem Jahr 1971, das mehrere Städte vergleichend untersucht, als grundlegend gelten. Eine ortsübergreifende Synthese zur Geschichte des Kaufhauses, die neue Fragestellungen der historischen Kulturwissenschaften aufgreift, fehle aber bislang. Ochs und Zeilinger wollten entsprechend mit dieser Tagung die bisherige Engführung der Forschung aufbrechen. Die Region des Ober- und Mittelrheins bewerteten sie wegen ihrer dichten Urbanisierung, wegen des Rheins als Transportwegs sowie der Möglichkeit der Entmetropolisierung, also der Betrachtung vieler Klein- und Mittelstädte, als besonders geeignet.

Ganz im Sinne der Zielsetzung, Funktionsweisen und Funktionalisierungen von Kaufhäusern mit „Blick auf die konkreten Praktiken des Wirtschaftens“[2] zu untersuchen, teilte sich die Tagung in zwei Teile: 1. Ein vergleichender Überblick in räumlichen Querschnitten, um ihre Funktionsweisen in Abhängigkeit von Stadtgröße und Stadttypen zu analysieren, sowie 2. Eine Perspektiveinnahme verschiedener Akteure, um der Frage nach Funktionalisierungen der Kaufhäuser nachzugehen.

1. Funktionsweisen von Kaufhäusern

NINA KÜHNLE (Köln) führte in die Geschichte der Kaufhäuser im Breisgau und am Bodensee ein. Dazu verglich sie die Städte Freiburg, Konstanz, Überlingen und Meersburg, die sich sowohl in Größe als auch in ihrer Verfasstheit deutlich voneinander unterschieden, im Hinblick auf die Entstehungsbedingungen und die Funktionsweisen ihrer Kaufhäuser. Allen sei gemein, dass sie extern dazu dienten, die wirtschaftliche Lage zu verbessern und/oder neue Handelsbeziehungen zu knüpfen, und gleichzeitig intern die städtische Finanzverwaltung im Hinblick auf erworbene Zollrechte zu optimieren. Die Funktionsweisen erschloss Kühnle insbesondere aus den normativen Kaufhausordnungen und zeichnete daran den Prozess des Warenumschlags in den Städten nach, der für auswärtige Waren zwangsläufig über das Kaufhaus führte. Diesen Prozess bezeichnete Kühnle als das Bemühen um hochgradige Transparenz. Nach einem Überblick über die Aufgabenbereiche im Kaufhaus, das einen Hausherrn als Leiter kannte, der stets aus einer alteingesessenen Familie stammte, verwies Kühnle auf alternative Funktionalisierungen von Kaufhäusern, so etwa beim Freiburger Kaufhaus, das ab dem 16. Jahrhundert die Figuren habsburgischen Kaiser als Außenschmuck präsentierte und dadurch auf seine Stadtherren verwies oder die „prominenteste Zweckentfremdung“ eines Kaufhauses, nämlich des Konstanzer für das Konklave beim Konzil 1417.

Mit den linksrheinischen Verhältnissen beschäftigte sich OLIVIER RICHARD (Mulhouse) in seinem Beitrag zu den elsässischen Kaufhäusern und ihrer Multifunktionalität. Er konnte zwei Gründungswellen ausmachen, nämlich eine in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts sowie eine weitere um 1500 und ging damit von einer regionalen Dynamik aus. Die elsässischen Kaufhäuser hätten grundsätzlich an zentralen Orten in den Städten gelegen, so etwa an Handelsstraßen, an schiffbaren Gewässern oder auf dem Rathausplatz. Richard bestätigte zunächst die wirtschaftliche Bedeutung, denn die Lagerung, Verzollung und der Verkauf im Kaufhaus böten Schutz und Kontrolle für Handeltreibende. Daneben stellte er die rathausähnliche Funktion des Kaufhauses in einigen elsässischen Städten heraus (Begehung des Schwörtags) und betrachtete das Kaufhaus als Ort der Demonstration politischer Macht wie in Colmar. Besonders in kleineren Orten hätten sich politische und wirtschaftliche Funktion deutlich überlappt. Richard verwies schließlich auf die Öffentlichkeit des Raums ‚Kaufhaus‘. So hätten beispielsweise die Unterkäufer geschworen, alle Preise öffentlich zu machen und in den Städten hätte der Wunsch zur Öffentlichkeit der Rechnungslegung in den Kaufhäusern bestanden. Im Elsass sei das Kaufhaus grundsätzlich offener und zugänglicher gewesen als Rathäuser, ähnlich wie Mendikantenkirchen für die Stadtbürger zugänglicher waren als die Kathedralen.

RAOUL HIPPCHEN (Mainz) ergänzte die räumlichen Querschnitte mit einem Überblick über die Kaufhäuser im Mittelrheintal – ein herrschaftlich stark zersplittertes Gebiet. Seit etwa 1400 habe man dort wirtschaftlich enger zusammengearbeitet, wobei das Haupthandelsgut der Wein gewesen sei sowie in geringerem Umfang Tuche. Wie Richard für das Elsass, so konnte auch Hippchen eine Gründungswelle um das Jahr 1400 konstatieren, wobei man nur 15 eigenständige Kaufhäuser im Mittelrheingebiet kenne. Daneben existierten aber Lederhäuser, Tuchhallen oder Brothallen, die Teilfunktionen eines Kaufhauses übernommen hätten. Auffällig sei, dass Kaufhäuser nicht selten auf Initiative des Stadtherrn errichtet wurden und gerade kleinere Ansiedlungen im Sinne eines Standortausbaus vorangebracht werden sollten. Hippchen stimmte mit Richard überein, dass Kaufhäuser als Orte von Handel und Politik verstanden werden müssten. Sie könnten geradezu als Bühne des Politischen dienen, so wenn das Gerauer Kaufhaus für Rechtstage der Grafen von Katzenelnbogen genutzt wurde. Hippchen stellte heraus, dass er eine funktionelle Verbindung von Stapel und Kaufhaus sehe und forderte schließlich dazu auf, das Kaufhaus als Sonderrechtsraum eigens zu untersuchen.

Einen wichtigen Vergleich über das Ober- und Mittelrheingebiet hinaus ermöglichte STEPHAN SELZER (Hamburg) mit einem Einblick in die Institutionen des hansischen Handels. Der Begriff ‚Kaufhaus‘ könne im Niederdeutschen ganz verschiedene Dinge meinen und so sei eine Unterscheidung zwischen Kaufhäusern als Orten des Fernhandels und Orten des Lokalhandels geboten. Während es in den Hansestädten sehr wohl tägliche Kaufpunkte als Lokalmarkt gab, so sind Kaufhäuser des Fernhandels im Hanseraum nur in seltenen Fällen greifbar, etwa in Köln, wo es Kaufhäuser für Leinen und Fisch gab oder in Lüneburg. Öffentliche Kaufhäuser, die wirtschaftliche und gar politische Funktionen erfüllten, habe es sonst nicht gegeben. Hansische Kaufleute nutzten stattdessen private Speicherräume und konnten auf ein schon länger bestehendes System der Qualitätsprüfung durch städtische Amtsleute zurückgreifen. Nicht-hansische Gäste hätten vermutlich von einem Kaufhaus erheblich profitiert, da es ihnen verbesserten Zugang zum Markt verschafft hätte. Selzer verwies auf die von Fritz Rörig ausgehende Hanseforschung, die die Kaufhäuser sehr negativ als protektionistisches städtisches Zwangsregime gegen den freien Warenverkehr beschrieb und das Fehlen der Kaufhäuser in der Hanse als „freiheitliches Prinzip der Frühzeit“ ansah. Die Auswirkungen dieses Forschungsparadigmas wirkten bis heute nach.

Ein öffentlicher Abendvortrag von MICHAEL MATHEUS, KAI-MICHAEL SPRENGER, MANFRED GROßE und ELMAR RETTINGER (alle Mainz) ging auf die Rekonstruktion des Mainzer Kaufhauses am Brand in einer 3D-Visualisierung ein.[3] Um den zweigeschossige Bau mit seinem reichen Figurenschmuck, dessen Obergeschoss auch als Festraum genutzt und der als Ensemble mit Spital und Rathaus erbaut worden sei, visuell erfahrbar zu machen, wurde auf neuzeitliche Bilder und Zeichnungen zurückgegriffen.

2. Funktionalisierungen

KURT WEISSEN (Heidelberg) führte anhand des spätmittelalterlichen Basler Kauf-, respektive Ballhauses in den Alltag und die Praxis des Wirtschaftens im Kaufhaus ein. Da von keinem deutschen Kaufhaus ein Kaufhausbuch im engeren Sinn erhalten sei, sei man zur Rekonstruktion des Handelns der Akteure insbesondere auf Störungen der Ordnung in gerichtlichen Aufzeichnungen angewiesen, wie es in Basel durch die reiche Überlieferung des Schultheißengerichts ab 1394 möglich sei. Während das Kaufhaus grundsätzlich dem Großhandel der Kaufleute offen gestanden habe, diente es montags und freitags auch dem heimischen Einzelhandel. Dadurch seien zum einen Spannungen zwischen verschiedenen Zünften, besonders denjenigen, die Leder und Tuch verkauften, entstanden, da viele Handwerker nach Zusatzeinkünften strebten, die Kaufhäuser aber die Abgrenzung der Zünfte beachten mussten. Zum anderen seien durch das Drängen der Handwerker auf den Markt Proteste der Händler bekannt. Weissen erläuterte, dass es für das Kaufhaus eine eigene Jurisdiktion gegeben habe, die einen erhöhten Friedenswert hatte. Sie wurde von den Kaufhausherren, zwei kaufmännischen Ratsherren, ausgeübt, die für eine rasche Erledigung insbesondere in Schuldverfahren gesorgt hätten. Ein Beleg für die erfolgreiche Jurisdiktion seien die wenigen Fälle, die vor dem Schultheißengericht hätten verhandelt werden müssen. Zusätzlich zu den Kaufhausherren habe der Kaufhausschreiber die Funktion eines Notars und Kontrolleurs zugleich eingenommen, der bei Prozessen als Zeuge angerufen werden konnte. Dass die Frau des Kaufhausschreibers beinahe gleichberechtigt mit ihm wirkte, schien besonders interessant. Weissen verwies schließlich auf die Funktion des Kaufhauses als Nachrichtenzentrum für Neuigkeiten aus ganz Europa.

Einen kunstgeschichtlichen Zugang zu Kaufhäusern samt einem methodischen Vorschlag zur systematischen Analyse der Bauten bot JULIA VON DITFURTH (Kiel). Sie konstatierte, die Kaufhäuser seien die Stiefkinder der Kunstgeschichtsforschung, da außer wenigen Einzeluntersuchungen kunst- und baugeschichtlich keine geographisch übergreifende Studie vorliege. Von Ditfurth betonte daher die Bedeutsamkeit vergleichender Forschung und schlug für eine Inangriffnahme dieses Forschungsdesiderats vor, erstens die Lage und Ausrichtung von Kaufhäusern (am Markt, an Handelsstraßen, am Wasser) sowie ihre visuelle Markanz (Hauptschauseite, Rückseite) in den Blick zu nehmen. Zweitens den Grund- und Aufriss von Kaufhäusern im Hinblick auf Bautypen (Saalgeschossbau, Tuchhallen, mehrgeschossige Vierflügelanlage) und Fassadengestaltung (Proportionen des Baus, Auszeichnungen, Außentreppen, Erker etc.) zu untersuchen und dabei die Baugestaltung in Zusammenhang mit dem Nutzen für die Warenlagerung zu bringen, aber ebenso den repräsentativen Charakter und die Außenwirkung nicht außer Acht zu lassen. Zuletzt solle eine Analyse der bildkünstlerischen Details an Kaufhäusern vorgenommen werden, die sich besonders mit den Skulpturen und der Malerei auseinandersetzen müsste. Von Ditfurth verwies abschließend auf den möglichen Zusammenhang der Heterogenität der Architektur mit der Multifunktionalität der Funktionalisierungen von Kaufhäusern.

Mit dem Vortrag von JOACHIM SCHNEIDER (Dresden) rückten schließlich die historiographischen Quellen und damit die Wahrnehmung der Kaufhäuser durch Zeitgenossen in den Blick. Zeugnisse über Kaufhäuser seien relativ dünn gesät, da über das Alltägliche, also das Marktgeschehen, meist nicht berichtet worden sei und sie somit nur zu besonderen Anlässen, häufig ihrer Errichtung, oder als Orientierungspunkt Erwähnung fanden. Schneider zeigte eben dies anhand von Städtechroniken, so nenne beispielsweise Eberhard Windeck in seiner Mainzer Chronik das Kaufhaus drei Mal im Zusammenhang mit Rheinhochwassern. Städtelobe hingegen folgten häufig festen Mustern und verherrlichten die Stadt, so dass Topoi schwer von der Realität zu trennen seien. Orte des Handels stünden nicht im Zentrum ihrer Beschreibungen mit Ausnahme von Nürnberg, dessen Marktgeschehen prominent thematisiert wurde. Doch auch dort fehle eine Beschreibung des Kaufhauscharakters des Nürnberger Rathauses. In den Reiseberichten zumeist italienischer Reisender seien Kaufhäuser ebenso selten Gegenstand der Niederschrift gewesen, sehe man vom Konstanzer Konklave 1417 und den niederländischen Handelsstätten wie Brügge einmal ab. Aus diesem Befund sei allerdings keine grundsätzlich sekundäre Wahrnehmung der Kaufhäuser durch die Zeitgenossen abzuleiten, so werde die herausragende Bedeutung der Kaufhäuser etwa bei Gebhard Dacher, dem Konstanzer Stadtchronisten, deutlich, für den Rathaus und Kaufhaus für das städtische Gemeinwesen elementar gewesen seien.

In seiner Zusammenfassung schlug UWE ISRAEL (Dresden) verschiedene Zugänge zu einem funktionalen und teils hybriden Phänomen ‚Kaufhaus‘ vor: Ökonomie, Soziologie, Funktionalität, Normativität, Topographie, Politik, Architektur und die Kulturgeschichte. Israel griff die Auffälligkeit der Gründungswellen und Imitationen in bestimmten Regionen auf und machte die Notwendigkeit eines Vergleichs mit verschiedenen anderen Orten des Handelns auch innerhalb der Städte stark. Insgesamt verwiesen Kaufhäuser auf eine gesteigerte Kommunikation und Mobilität im Spätmittelalter.

Die Tagung stand sinnbildlich dafür, dass nach dem Cultural Turn das Interesse an Wirtschaftsgeschichte wieder wächst – bereichert durch kulturwissenschaftliche Ansätze. Die Kaufhäuser, deren Funktionsweisen und Funktionalisierungen in vergleichender Perspektive noch weitgehend unerforscht sind, versprechen dabei einen neuen Blickwinkel auf den spätmittelalterlichen Handel in den Städten und darüber hinaus zu eröffnen. In Mainz ist es entsprechend hervorragend gelungen, erste Impulse zur weiteren Beschäftigung mit den Kaufhäusern zu geben und den erheblichen Forschungsbedarf herauszustellen. Eine Publikation der Beiträge in einem Band der „Schriften zur südwestdeutschen Landeskunde“ ist erfreulicherweise vorgesehen.

Konferenzübersicht:

Gabriel Zeilinger (Kiel) / Heidrun Ochs (Mainz): Begrüßung und Einführung

Nina Kühnle (Köln): Vom Breisgau bis zum Bodensee: Kaufhäuser als Zentren von Handel und Profit

Olivier Richard (Mulhouse): Zur Multifunktionalität der Kaufhäuser im Elsass

Raoul Hippchen (Mainz): Die Kaufhäuser vom Mittelrheintal bis zur Weinstraße als Orte von Handel und Politik

Stephan Selzer (Hamburg): Kophus, sellebode, spiker, stapel. Institutionen des hansischen Handels und ihre Erforschung

Michael Matheus, Kai-Michael Sprenger, Manfred Große, Elmar Rettinger (Mainz): Das Mainzer Kaufhaus. 3D-Visualisierung, Impulsreferate und Diskussion [Öffentliche Abendveranstaltung]

Kurt Weissen (Heidelberg): Ordnungsprinzipien und Störungen. Alltag im spätmittelalterlichen Basler Kaufhaus

Julia von Ditfurth (Kiel): Kaufhäuser und städtische Repräsentation. Ein methodischer Vorschlag zur systematischen Analyse

Joachim Schneider (Dresden): Orte des Handels in der Wahrnehmung der spätmittelalterlichen Zeitgenossen

Uwe Israel (Dresden): Zusammenfassung und Abschlussdiskussion

Anmerkungen:
[1] Gerhard Nagel, Das mittelalterliche Kaufhaus und seine Stellung in der Stadt. Eine baugeschichtliche Untersuchung an südwestdeutschen Beispielen, Berlin 1971.
[2] Hartmut Berhoff / Jakob Vogel, Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte. Ansätze zur Bergung transdiziplinärer Synergiepotentiale, in: Dies., Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte. Dimensionen eines Perspektivwechsels, Frankfurt 2004, S. 9-41.
[3] Am Institut für Geschichtliche Landeskunde in Mainz wird zum Mainzer Kaufhaus, das 1317 erstmals erwähnt wird, intensiv geforscht: <http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/mainz/kulturdenkmaeler/kaufhaus-am-brand/startseite.html> (18.06.2016).

Zitation
Tagungsbericht: Kaufhäuser an Mittel- und Oberrhein im Spätmittelalter. Funktionen und Funktionalisierungen, 03.03.2016 – 04.03.2016 Mainz, in: H-Soz-Kult, 02.08.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6639>.
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Veröffentlicht am
02.08.2016
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