Iberien zwischen Rom und Iran von Pompeius bis Herakleios

Ort
Jena
Veranstalter
Timo Stickler / Frank Schleicher / Udo Hartmann, Institut für Altertumswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena
Datum
07.07.2016
Von
Hansjoachim Andres, Institut für Altertumswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Im Rahmen des am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelten DFG-Projektes „Iberien in der Spätantike“ fand vom 7. bis zum 9. Juli 2016 eine internationale Tagung mit dem Titel „Iberien zwischen Rom und Iran von Pompeius bis Herakleios“ statt. Iberien, das durch seine Lage an der Peripherie der römischen und der iranischen Welt einerseits sowie an der Grenze zu den reiternomadischen Völkern nördlich des Kaukasus andererseits ein bedeutender Kontaktraum politischer, kultureller, wirtschaftlicher und religiöser Sphären war, hat in der Forschung bisher nur unzureichende Aufmerksamkeit gefunden, deren Ursachen nicht zuletzt die problematische Quellenlage und die mangelnden Vorarbeiten sind. Daher war es das Ziel der Tagung, hinsichtlich ihrer Fächer und oftmals auch räumlich weit voneinander entfernte Wissenschaftler zusammenzuführen, die ein besonderer Forschungsschwerpunkt auf dem Kaukasusraum vom 1. vorchristlichen bis zum 7. nachchristlichen Jahrhundert vereint. Dieser interdisziplinäre Blick auf Iberien in Kaiserzeit und Spätantike führte so Althistoriker, Byzantinisten, Archäologen, Theologen, Iranisten und Kaukasiologen nach Jena.

Nach der Eröffnung durch TIMO STICKLER (Jena) sprach TASSILO SCHMITT (Bremen) in seinem Abendvortrag über den Argonautenmythos und die mit ihm verbundene Topographie im archaischen Griechenland. Dabei wurde herausgestellt, dass geographische Verortungen in der ursprünglichen Gestalt des Mythos nicht von Bedeutung gewesen sein können. „Phasis“ ist ein Flussname, der stellvertretend für den jeweilig letzten bekannten Fluss vor dem Okeanos am Ende der Welt stehen kann. Die realen Verhältnisse der Kaukasusländer lagen, von gelegentlichen Kontakten abgesehen, bis nahe an die klassische Zeit außerhalb des Gesichtskreises der griechischen Welt. Die Stadt Phasis muss nach der Abfassung von Xenophons Anabasis im 4. Jahrhundert v.Chr. gegründet worden sein, ihr Name ist nicht mit dem einheimischen „Poti“ zu verbinden, sondern als griechischer Name erklärbar. Daneben äußerte sich Schmitt zu Problemen der Forschung und zu nationalistischen Strömungen in Georgien, welche die Tradition ihres Landes als singulär darstellen und so historischen Vergleichen entgegenstehen, durch die georgische wie ausländische Forscher ihre Untersuchungsgegenstände kontextualisieren können.

Der Bearbeiter des DFG-Projektes, FRANK SCHLEICHER (Jena), referierte über die schwierig zu bestimmende Chronologie als Grundproblem der Erforschung iberischer Geschichte. Dabei wandte er sich gegen die auf Basis der georgischen Chroniken erstellte Chronologie Cyril Tourmanoffs und stellte dieser eine eigene unter vorrangiger Benutzung der griechisch-römischen Texte und der epigraphischen wie archäologischen Quellen entgegen. So sei das iberische Königtum spätestens 539 im Zuge der Vorbereitungen für den Einmarsch Xusros I. in römisches Gebiet beendet worden. In der anschließenden Diskussion wurden die Terminologie der Titel iberischer Herrscher in den verschiedenen Sprachen und ihre Vergleichbarkeit thematisiert.

Über ein Thema aus der vorchristlichen Geschichte Iberiens sprach BALBINA BÄBLER (Göttingen), die den Kaukasus-Feldzug des Pompeius untersuchte und besonders Quellenprobleme herausstellte. Oftmals sind die Handlungsschauplätze und Grenzen der einzelnen Gebiete nicht identifizierbar. Obwohl die Kaukasusregion in den militärischen Horizont der Römer eingegliedert wurde, blieb sie stets auch ein Land des Mythos, was für die Rezeption der Quellen zu bedenken ist. Auch in der anschließenden Diskussion spielte die Quellenforschung eine erhebliche Rolle.

Den Vortrag des leider verhinderten HENNING BÖRM (Konstanz) stellte Timo Stickler vor. Darin wurde festgestellt, dass die Idee einer gegenüber der parthischen prinzipiell wesentlich aggressiveren sasanidischen Westpolitik nach einer „sasanidischen Revolution“ nicht zu halten ist. Die Aggression des zumindest in seiner früheren Geschichte organisatorisch nur wenig vom Partherreich verschiedenen Sasanidenreiches war eine Reaktion auf die römische Festsetzung in Nordmesopotamien unter Septimius Severus und die aggressive Außenpolitik der Soldatenkaiser, die so ihre innenpolitische Position stärken wollten. Im Parther- und frühen Sasanidenreich stand der starke Adel königlichen Eroberungen entgegen, erst mit dem Erstarken der Krone ab Xusro I. konnte der König dauerhafte Eroberungen im Westen anstreben; dies trug freilich später zum Sturz Xusros II. wesentlich bei. Der Kaukasusraum spielte aus strategischen Gründen stets eine besondere Rolle als Zankapfel im Verhältnis der iranischen Reiche zum römischen, an dem sich Wandlungen der Monarchien ablesen lassen und der nicht selten eine folgenreiche Bedeutung im ereignisgeschichtlichen Verlauf der Auseinandersetzungen hatte.

GIUSTO TRAINA (Paris) untersuchte das beständig im Wechselspiel mit Rom zu betrachtende dynastische Verhältnis Armeniens und Iberiens in den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten. Dabei fand besonders eine Eigenheit der kaukasischen dynastischen Verbindungen, die Institution des Ziehvaters (mamamžuže im Georgischen, dayeak im Armenischen) Aufmerksamkeit.

Fünf Vorträge beschäftigten sich mit der Christianisierung Iberiens: Den Verbindungen des kaukasischen Christentums mit dem Heiligen Land widmete sich KONSTANTIN KLEIN (Bamberg). Es lassen sich spätantike armenische und georgische Pilger in Jerusalem nachweisen, wobei die epigraphischen Zeugnisse der letzteren zum Teil die ältesten Beispiele georgischer Schriftkultur sind. Während sich in Georgien keine Nachweise für Pilgersouvenirs oder mit Pilgerschaft verbundene Reliquien finden, sind diese in Armenien nicht selten. Kaukasische Pilgerschaft ins Heilige Land zeichnet sich durch ein besonderes Interesse an den heiligen Bergen und auf armenischer Seite durch das frühe Motiv der Bußpilgerschaft aus. Das im 6. Jahrhundert auftretende georgische Mönchtum ist von sabaitischen Strömungen beeinflusst.

JOSEF RIST (Bochum) betrachtete die Christianisierung Iberiens im Vergleich mit der Armeniens. Die Christianisierung Armeniens ist nicht punktuell, sondern nur als Prozess zu beschreiben, der erst mit der Errichtung der autonomen armenischen Kirche endete. Die schwerer zu fassende georgische Tradition muss mit den armenischen Vorgängen synchronisiert werden. Den frühesten Quellen zum Wirken der heiligen Nino ist dabei ein historisches Substrat zuzubilligen. Nino ist keine klassische Glaubensbotin, sondern primär eine Asketin, die keine Jünger hat und keine große Volksmengen in der Predigt begeistert. Sie bietet ihre Anweisungen gleichermaßen Männern und Frauen und wirkt in relativ großer Unabhängigkeit von kirchlichen Strukturen. Besonders bemerkenswert sind ihre schamanistisch anmutenden Heilungswunder, wobei gerade Heilungen ihr Mittel der Glaubensverbreitung sind, was an die Abgarlegende erinnert.

Über die Christianisierung Iberiens im überregionalen und kulturübergreifenden Zusammenhang sprach STEPHEN H. RAPP JR. (Huntsville). Die Christianisierung der Kaukasusländer muss nicht als ein Übertritt auf die Seite Roms und damit auf die der europäischen Zivilisation verstanden werden, wie auch Rom nicht mit dem Christentum und der Iran nicht mit dem Zoroastrismus gleichgesetzt werden darf. Die kaukasischen Formen des Christentums sind vielmehr auf iranischen und zoroastrischen Fundamenten errichtet, so auch die Formen des Königtums. Rapp postuliert die Existenz eines verlorenen georgischen Werkes des 6. Jahrhunderts, Hambavi mepʽetʽa, welches die iberische mythhistorische Königsgeschichte in der Form des iranischen Epos bot. Die kaukasischen Bekehrungsberichte müssen kritisch und im größeren historischen, historiographischen und kulturellen Kontext gelesen werden, so auch die Nino-Tradition. In der anschließenden Diskussion wurde besonders die Natur der Quellen thematisiert.

Der Vortrag von JAN-MARKUS KÖTTER (Düsseldorf) behandelte die Bedeutung der Christianisierung für die diplomatischen Beziehungen Iberiens zum Imperium in einem Modell. Das Bekenntnis zum Christentum bedeutet weder generelle Nähe zu Byzanz noch Ferne zu Persien. Der Glaube wird politisch genutzt, eine dogmatische Übereinstimmung zwischen den Herrschern ist dabei aber nicht nötig, denn die im Sinne eines dogmatischen Universalismus nötige Einheit im Dogma muss nicht die Stoßrichtung eines Herrscher sein, für den ein Primat politischer Erwägungen gilt. Das Christentum gab Iberien eine Alternative zu persischen Bündnissen, schloss aber andere Optionen nicht aus. In der Diskussion wurden indes der Aspekt der persönlichen Religiosität der Akteure und die insgesamt problematische Quellenlage betont.

Das bereits von Klein angesprochene Verhältnis der kaukasischen Formen des Christentums zum Heiligen Land in der Spätantike wurde von CORNELIA B. HORN (Washington D.C. / Freie Universität Berlin) vertieft. Es lassen sich vielgestaltige Beziehungen Georgiens ins Heilige Land und umgekehrt feststellen. Beispiele bilden das Leben Peters des Iberers und allgemein das georgische Mönchtum im Heiligen Land und auf dem Sinai mit seinen Zeugnissen unter Einbeziehung des Komplexes um die Bessier.

Einem mit der unzureichenden Betrachtung kaukasischer Schriftquellen verbundenen Thema widmete sich ALEXANDER SCHILLING (Jena). Er untersucht die georgische Überlieferung der Diegesis ophelimos (BHG 1060), wobei die ältere georgische Fassung (Tʻḫrobay didebuli) des griechischen Textes interessante Ergänzungen bietet. Als Übersetzungsvorlage dieser erweiterten Fassung lässt sich die verlorene Diegesis eudoxos postulieren, die einer historischen Exempelsammlung des Kreises um Theodoros Studites zugeordnet werden kann. Deren Vorlage wiederum könnte das verschollene Geschichtswerk des Johannes von Epiphaneia sein. Der Vortrag lässt neues Licht auf Zeremonien beim Empfang fremder Herrscher in Byzanz fallen und ist unter Einbeziehung der handschriftlichen Überlieferung allgemein als ein Aufruf zu tieferem Studium der Quellen zu verstehen.

Als ein Beispiel für den Einfluss lokaler Amtsträger an der Peripherie Roms und Persiens auf den Handel stellte TOMMASO GNOLI (Bologna) den Palmyrener Septimius Vorodes aus der Mitte des 3. Jahrhunderts vor. Eine wesentliche Rolle spielt dabei dessen in der Forschung oft anders verstandene inschriftliche Bezeichnung als argapetes, die sich auf Basis iranischer Belege als ‚Zolleintreiber‘ und als analoges Phänomen zu den arabarchoi verstehen lässt, die in der Arabischen Wüste die Einnahme von Steuern und das Verhältnis zu den einheimischen Stämmen überwachten. In der anschließenden Diskussion wurden die wirtschaftlichen Begleitumstände und die sprachlichen Phänomene angesprochen.

Aus literaturwissenschaftlicher Sicht näherte sich ARMENUHI DROST-ABGARJAN (Halle) dem Bild der Iberer in der armenischen Literatur. Das Selbstbild der Völker des Kaukasus als „Nordvölker“ verweist auf eine sich in der Hymnographie widerspiegelnde Metaphorik, in welcher der Norden heidnisch und negativ, der Süden aber christlich und positiv besetzt ist. Die Schaffung eines eigenen armenischen Alphabets ist als Mittel der Festigung des Glaubens und der damit verbundenen Strukturen zu sehen.

Der Vortrag des leider verhinderten JOHANNES NIEHOFF-PANAGIOTIDIS (Freie Universität Berlin) wurde von Manolis Marudis Ulbricht vorgestellt. Das Auftreten der armenischen und georgischen Schriftsprachen in der Spätantike ist in einem größeren Kontext der Verschriftung bis dahin schriftloser Sprachen wie Arabisch, Syrisch und Äthiopisch zu sehen, die in ihrer Funktion an die Stelle des bisher geschriebenen Griechischen traten. Dies ist nicht mit einer etwa erlahmenden Kraft des Hellenismus zu erklären, sondern in der politischen Bedrohung der Klientelkönigreiche zwischen Rom und Iran, denen die einzelnen Sprachen zuzuordnen sind und die zu einer Gefährdung der in den Sprachen ausgedrückten Identität führte. Als Beispiel wurde das Aufkommen des Syrischen im 3. Jahrhundert besprochen. Für das Georgische bedeutet dies, dass die Einheit und Unabhängigkeit Kʽartʽlis nur mehr ideell und kulturell zu verwirklichen war, was sich in der Verschriftung der Sprache ausdrückte. Unter den Anwesenden waren die historischen und religiösen Aspekte des Entwurfs Thema.

Einem archäologischen Thema wandte sich NODAR BAKHTADZE (Ilia-Universität Tbilisi) zu. Neben zahlreichen anderen Gebäuden wurden in Nekresi zwei bemerkenswerte Basiliken freigelegt, die Chabakauri-Basilika und die Dolochopi-Basilika. Die hölzerne Deckenkonstruktion der ersteren entspricht nicht den von georgischen Basiliken bekannten steinernen Gewölben, sondern byzantinischen Vorbildern. Andere Elemente sprechen ebenfalls für eine Beeinflussung durch die benachbarten christlichen Länder. Der Bau wurde über einem paganen Tempel errichtet. Die einzelnen Elemente und der Fundkontext sind Indizien für eine Errichtung der Basilika kurz nach der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion. Die Dolochopi-Basilika übertrifft in ihren Ausmaßen alle bisher bekannten georgischen Basiliken und weist in ihrer Ausstattung auch auf byzantinische Parallelen. Durch diese und den Fundkontext lässt sich der Bau auf die zweite Hälfte des fünften Jahrhunderts datieren. Ein Vorgängerbau kann auf das vierte Jahrhundert datiert werden. Die Errichtung großer Basiliken ist mit dem raschen Bau derartiger Kirchen in der gesamten römisch geprägten Welt ab der Zeit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion im Imperium in Verbindung zu bringen. In der georgischen Forschung wurde Iberien innerhalb dieses Prozesses bisher weitgehend als Ausnahme betrachtet.

Ebenfalls archäologisch ausgerichtet war der Vortrag von ANNEGRET PLONTKE-LÜNING (Jena), in dem der Pilgerweg von Dmanisi nach Bolnisi unter Betrachtung bemerkenswerter Bauten an diesem Weg vorgestellt wurde. Besonders wurde auf die Basilika von Bolnisi mit ihren epigraphischen Zeugnissen eingegangen. Neben der engen Verknüpfung der frühen armenischen und georgischen Kirchen war es wiederum der sasanidische Einfluss, der sich an vielen Stellen zeigte.

Das Schlusswort mit einem Fazit der gesamten Veranstaltung sprach Timo Stickler. Es wurde festgestellt, dass selbst die verhältnismäßig kleine iberische Welt noch so groß ist, dass stets nur bestimmte Aspekte untersucht werden können. Ein großes Maß notwendiger Arbeit fehlt auf diesem Gebiet bisher, so sind noch immer literarische, archäologische und epigraphische Quellen zu erschließen. Drei grundsätzliche Fragenkomplexe haben sich im Laufe der Tagung ergeben: Was bedeutet es in der Spätantike, Iberer zu sein und was muss erforscht werden, um diese Identität näher beschreiben zu können? Was bedeutet eine Bezeichnung als König im iberischen Zusammenhang und lassen sich die Handlungsträger auf Quellenbasis genauer einordnen? Was bedeutet conversio im spätantiken kaukasischen Kontext und was hieß es für einen König damals überhaupt, Christ zu werden? Insgesamt gilt es, mehr auf den armenischen, syrischen und vor allem iranischen Raum zu blicken und die Zustände weniger vor dem römischen Hintergrund zu beachten, da die iranischen Bezüge in der behandelten Zeit die dominanten gewesen zu sein scheinen. In diesem Zusammenhang müssen die drei Fragenkomplexe auch auf den Iran angewandt werden.

Konferenzübersicht:

Tassilo Schmitt (Bremen): Argo und Argumente. Historische Perspektiven auf den und aus dem Kaukasus

Sektion I: Iberien im Spannungsfeld der Großmächte (Moderation: Tassilo Schmitt, Bremen)

Frank Schleicher (Jena): Die Chronologie der kartvelischen Könige und das Ende des iberischen Königtums

Balbina Bäbler (Göttingen): Pompeius im Kaukasus. Geographie und Topographie des Feldzugs

Henning Börm (Konstanz): Die Grenzen des Großkönigs? Grundzüge der arsakidisch-sasanidischen Politik gegenüber Rom (in Abwesenheit vorgetragen von Timo Stickler)

Giusto Traina (Sorbonne, Paris): Dynastic connections in Armenia and Iberia (I–III CE)

Sektion II – Zur Christianisierung Iberiens (Moderation: Diana Forker, Bamberg)

Konstantin Klein (Bamberg): Ein Königssohn, zwei Rabbinen und (fast) vierzig Nonnen – die Konversion Iberiens in der lateinischen, griechischen und armenischen Überlieferung

Josef Rist (Bochum): Nino versus Gregor. Die Christianisierung Iberiens und seine Stellung zur Reichskirche im Vergleich mit Armenien

Stephen H. Rapp Jr. (Huntsville): The Conversion of Eastern Georgia: Cross-Cultural and Pan-Regional Perspectives

Sektion III – Zur Religiosität der Iberer (Moderation: Udo Hartmann, Jena)

Jan-Markus Kötter (Düsseldorf): Bekenntnis als Mittel der Diplomatie – Die Stellung der iberischen Kirche zum Reich

Cornelia B. Horn (Washington D.C. / Freie Universität Berlin): Die Georgier und das Heilige Land. Hagiographische, apokryphe und historische Elemente einer Beziehung

Sektion IV – Zu den Quellen (Moderation: Timo Stickler, Jena)

Alexander Schilling (Jena): Die ‚Diegesis ophelimos‘ (BHG 1060) in georgischer Überlieferung: historische und historiographische Kontexte

Tommaso Gnoli (Bologna): A Notable Palmyrénien: Septimius Vorōd

Armenuhi Drost-Abgarjan (Halle): Das Bild der Iberer in der armenischen Literatur (5.–7. Jh.)

Johannes Niehoff-Panagiotidis (Freie Universität Berlin): Griechisch, Aramäisch oder was? Die historischen Voraussetzungen für die Genese der georgischen Literatursprache (in Abwesenheit vorgetragen von Manolis Marudis Ulbricht)

Sektion V – Archäologisches (Moderation: Frank Schleicher, Jena)

Nodar Bakhtadze (Ilia-Universität Tbilisi): The Oldest Basilicas Revealed in Nekresi Former City and Assumptions on Architectural Design of the First Georgian Christian Churches

Annegret Plontke-Lüning (Jena): Von Dmanisi nach Bolnisi. Ein alter Pilgerweg in Niederkartli

Zitation
Tagungsbericht: Iberien zwischen Rom und Iran von Pompeius bis Herakleios, 07.07.2016 Jena, in: H-Soz-Kult, 08.08.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6649>.