Objektkulturen der Universität. Heute und morgen Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen

Ort
Hamburg
Veranstalter
Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg; Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V.
Datum
21.07.2016 - 23.07.2016
Von
Oliver Zauzig, Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland an der Humboldt-Universität zu Berlin

Das Thema der 8. Sammlungstagung „Objektkulturen der Universität. Heute und morgen“ weist in die richtige Richtung. Die Zentralstelle für wissenschaftliche Sammlungen der Universität Hamburg und die Gesellschaft für Universitätssammlungen e.V. machen damit deutlich, dass universitäre Sammlungen zu Gegenwart und Zukunft gehören.[1]

Die Universität Hamburg und ihre Sammlungen sind innerhalb der deutschsprachigen Universitäts- und Sammlungslandschaft eine Besonderheit. Auch wenn die Universität eine eher jüngere Gründung ist, so lassen sich Qualität und Quantität der Sammlungen mit denen der altehrwürdigen almae matres ohne Abstriche vergleichen. Zudem besitzt die Universität Hamburg unikale und exzeptionelle Sammlungen und Objekte, weil sich das Verständnis als Hafen- und Handelsstadt in den Objektkulturen der Universität widerspiegelt. Es lässt sich bereits von einer Tradition sprechen, dass Besuche ausgewählter Sammlungen der gastgebenden Universität mit auf dem Tagungsprogramm standen. Diese fanden auch gleich am ersten Tag statt, was zeitlich insofern eine gute Wahl war, da die Tagungsteilnehmenden ohne Umschweife ins Gespräch kamen. Und noch eins muss erwähnt werden, wenn von den Sammlungen der Universität Hamburg die Rede ist: Innerhalb kürzester Zeit ist eine Zentralstelle für die Belange aller Sammlungen geschaffen worden. Das hat in diesem Tempo bisher nur Hamburg geschafft.

In seinem Grußwort griff DIETER LENZEN (Hamburg) den Bildungsgedanken auf und betonte die Bedeutung der Hamburger Sammlungen nicht nur für die Universität, sondern auch für die ganze Stadt und für die Region. Für die Zukunft sind konkrete Projekte geplant wie z.B. die Einrichtung eines Naturkundemuseum. JOCHEN BRÜNING (Berlin), Vorsitzender der Gesellschaft für Universitätssammlungen, stellte in seiner Begrüßungsrede die provokante Frage, ob Sammlungen Notwendigkeit oder Luxus seien. Mit Blick auf die zunehmend wichtiger werdende Rolle in der universitären Lehre plädierte er dafür, die Sammlungen noch stärker als bisher in das Curriculum einzubinden.

MATTHIAS GLAUBRECHT (Hamburg) sprach im Einführungsvortrag über Strategien und Visionen für ein Hamburger Naturkundemuseum. Des Weiteren stellte er die Frage nach dem Wert wissenschaftlicher Expeditionen, wenn das dabei gesammelte Material nicht aufgearbeitet werde. Allein mit dieser Frage ist die Realität nicht nur in den naturwissenschaftlichen Sammlungen bereits beschrieben: Es gibt einen großen Nachholbedarf, was die wissenschaftliche Nutzung der Sammlungen betrifft. Matthias Glaubrecht erläuterte an eindrücklichen Exempeln, worum es gehen kann. Zum Beispiel kann der bis heute anhaftende Blütenstaub an einem zoologischen Präparat einer Biene aus dem 19. Jahrhundert von ForschernInnen analysiert werden, um unterschiedlichste Aussagen z.B. zu Klimabedingungen der Vergangenheit zu formulieren. Um jedoch genau solche Forschungen betreiben zu können, bedarf es der Objekte. Aus dem gestern Gesammelten entsteht Wissen für heute und morgen.

An der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Jochen Brüning moderiert wurde, beteiligten sich ULRIKE BEISIEGEL (Göttingen), Matthias Glaubrecht und ULRICH JOHANNES SCHNEIDER (Leipzig). Alle Beteiligten der Podiumsdiskussion waren sich darin einig, dass Sammlungen und Objekte in der Lehre zu selten genutzt werden und dies auch erst einmal vordergründig nicht unbedingt notwendig erscheine. Damit jedoch – und das stellte Frau Beisiegel besonders heraus – werden dadurch den Studierenden wichtige Praktiken und entscheidendes Wissen vorenthalten. Es sei eine „Pflicht“ der Universitäten, die Studierenden an materielle Objekte heranzuführen. Neben dem Thema der Nutzung der Sammlungen in der Lehre wurde ein weiteres „großes“ Thema angesprochen und diskutiert: die Digitalisierung. Dass das Digitalisat nicht das Objekt ersetzen könne, war Konsens. Das Übereinkommen der Runde kann in folgendem Fazit zusammengefasst werden. Erstens, Studierende müssen den Umgang mit Objekten lernen. Zweitens erlauben neue technische und analytische Möglichkeiten die Generierung von Wissen aus alten Dingen. Und drittens fördert die Digitalisierung die weltweite Vernetzung und Kooperationen.

Am zweiten Tag präsentierte die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland (Berlin) in ihrem Bericht neue Materialien, Angebote und digitale Erweiterungen. SARAH ELENA LINK (Berlin) stellte die Handreichung „Besitz- und Eigentumsfragen“ vor und machte deutlich, dass es sich bei den Begriffen juristisch um zwei verschiedene Aspekte handelt. Die Frage nach dem Eigentumsverhältnis kann sich auf den Umgang und die Nutzung einer Sammlung auswirken. Zudem sprach sie die Neufassung des Kulturgutschutzgesetztes an und bemerkte, dass die Koordinierungsstelle aktuelle Entwicklungen verfolge und an Empfehlungen arbeiten wird. Die Leiterin der Koordinierungsstelle CORNELIA WEBER (Berlin) stellte die Nachwuchsförderung in den Fokus ihres Vortrages und verwies auf die neue Workshopreihe „Junges Forum für Sammlungs- und Objektforschung“, die von der VolkswagenStiftung fünf Jahre finanziert und jährlich an einer anderen Universität stattfinden wird. Der Auftakt dazu erfolgt Ende September 2016 in Berlin. OLIVER ZAUZIG (Berlin) präsentierte die Handreichung „Gesamtuniversitäre Strategie zur Entwicklung von Sammlungen“ und betonte dabei, dass die Entwicklung der Sammlungen einer Universität als Ganzes zentrales Anliegen aller beteiligten AkteurInnen sein sollte. MARTIN STRICKER (Berlin), zuständig für die digitalen Angebote der Koordinierungsstelle, stellte das „Wiki Digitalisierung“ vor und verwies auf die in den Kennzahlen neu angezeigten „digitalen Sammlungen“. Er betonte auch die Möglichkeit für Sammlungsverantwortliche, die Datensätze im Portal „Wissenschaftliche Sammlungen“ selbst zu pflegen.

Anschließend standen Vorträge auf dem Programm, die ethische Fragen des Umganges mit Objekten und ethische Aspekte der Geschichte von Sammlungsobjekten thematisierten. Die Leiterin des Restaurierungszentrums der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen KATRIN JANIS (München) machte in ihrem Beitrag „Was darf ich, was darf ich nicht, was soll ich tun? Die Bewahrung von Natur- und Kulturgut“ deutlich, dass der zentrale Punkt für Bestandserhaltung das „Bewusstsein für das Thema“ an sich ist. Nachhaltige Pflege und präventive Konservierung sind das Gebot der Stunde, Restaurierung dagegen ist die letztmögliche denkbare Maßnahme. In der anschließenden Diskussion wurde die Frage nach dem Erhalt der Objekte gestellt, die tagtäglich in der Universität benutzt werden. Nutzung führe immer zum Verschleiß und manchmal müssten die Objekte „in Würde sterben“, so Katrin Janis. Bei der Suche nach geeigneten ExpertenInnen verwies die Rednerin auf die Datenbank des Verbandes des Restauratoren (VdR) und schlug vor, auch den Kontakt mit den Fachhochschulen zu suchen, wo immer wieder „Material“ für die eigene Lehre in den Konservierungswissenschaften gesucht wird.

JÜRGEN ZIMMERER (Hamburg), wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe / Hamburg und die frühe Globalisierung“, sprach in seinem Beitrag „Wissenschaftliche Sammlungen und Kolonialismus oder die Universität als kolonialer Erinnerungsort“ über das zunehmende Bewusstsein für dieses oft kontrovers diskutierte Thema, was gleichzeitig deutlich machte, dass es sich eben nicht nur um ein Randthema handelt. Im Gegenteil, er bezeichnete den Postkolonialismus als den „wirkmächtigsten Paradigmenwechsel des 21. Jahrhunderts“, da der Kolonialismus elementarer Teil der europäischen Geschichte gewesen sei, da erst dadurch der wirtschaftliche und kulturelle Aufstieg des Westens ermöglicht wurde. Er stellte anschließend das erst kürzlich bewilligte Forschungsprojekt „Koloniale Sammlungen des Übersee-Museums Bremen“ vor, das in Kooperation von Universität Hamburg und dem Bremer Museum durchgeführt wird. Zudem verwies er auf die Schwierigkeiten der Provenienzforschung im Allgemeinen.

Im Anschluss fanden sechs Workshops zu verschiedenen Themen statt. Die Zusammenfassung der Ergebnisse erfolgte am Samstag. Der Abendvortrag von ULRICH RAULFF (Marbach) trug den Titel „Die Dinge und ihre Verwandten. Zur Entwicklung von Sammlungen“. Einleitend fragte der Gastredner nach der Möglichkeit, Literatur auszustellen. Anhand ausgewählter Beispiele von Objekten des Literaturarchivs, z.B. Kafkas Gabel oder Jüngers Füllfederhalter, erläuterte er, dass die Dinge in Geschichten verstrickt sein wollen. Sie bräuchten den Bezug zu großen Namen. Dann erst bekämen sie ihre Bedeutung. Dass Jüngers Manuskripte für die Forschung zu Selbstklebebändern von Interesse sind, zeige nur allzu deutlich, welches oft unerwartete Potenzial den Sammlungen inhärent sei. Die entscheidende Aussage des Vortrages war jedoch die Aufforderung, selbst Forschung zu betreiben, und zwar in den eigenen Beständen.

Der dritte Tag begann mit der Präsentation der Workshop-Ergebnisse durch die ModeratorInnen. Martin Stricker berichtete über „Digitale Welten – Sammlungen digital vernetzen und nutzen“ und konstatierte, dass der Grad der Digitalisierung in den Universitätssammlungen eine enorme Bandbreite bietet, jedoch von Fach zu Fach sehr variieren kann. CHRISTIAN VOGEL (Göttingen) fasste den zweiten Workshop „Ethik und Objekt“ zusammen, wobei es in diesem Workshop vor allem um Konservierung und Restaurierung ging. Dabei standen Standardisierung des Restaurierungsvorgangs und Dokumentation der Entscheidungsprozesse (was soll warum restauriert werden) im Mittelpunkt. Er schloss mit dem Fazit, dass das Thema einer eigenständigen Tagung bedürfe. Der Workshop „Brisante Objekte“ wurde von VERA HIERHOLZER (Mainz) zusammengefasst. Provenienzforschung ist eine große Herausforderung für Museen und Universitäten, sie sollte als Chance für die Sammlungen begriffen und proaktiv angegangen werden. Im Workshop ist die Grundlage für einen Leitfaden entstanden, dessen Eckpunkte ebenfalls präsentiert wurden. Die Ergebnisse von „Sammlungen in der Lehre“ wurde von UDO ANDRASCHKE (Erlangen) vorgestellt. Er betonte, dass die Zielgruppe für eine nachhaltige Objektlehre klar benannt werden sollte. Dabei haben sich Lehramt-Studierende als entscheidende Multiplikatoren herausgestellt, da sie objektbasiertes Lernen dann in den Schulunterricht tragen könnten. Auch über die Lernziele muss Klarheit bestehen. Udo Andraschke plädierte darüber hinaus dafür, Lernprozesse und Lernwirkungen, d.h. die Lehre mit Objekten, selbst zum Forschungsgegenstand zu machen. DANIEL BEIN (Hamburg) berichtete über den Workshop „Bildung und Vermittlung“. Grundsätzlich sind Sammlungen für die Kommunikation innerhalb der Universität und nach außen ein hervorragendes Mittel für Wissenschaftskommunikation. Doch nicht alle Sammlungen haben „Präsentationspotential“, manche sind „sperrig“ anzuschauen oder auszustellen. Zudem sind Aktivitäten in Bildung und Vermittlung nicht gerade karrierefördernd, auch die Anerkennung des Formats Ausstellung als wissenschaftliche Publikation ist in der akademischen Sphäre noch nicht wirklich anerkannt. Zudem sollte über Formate an sich nachgedacht werden. Im Anschluss stellte VICTORIA ASSCHENFELDT (Hamburg) die Ergebnisse zum Workshop „Ausstellen“ vor. Im Mittelpunkt stand das partizipative Ausstellen (mit SchülerInnen). Bei dem vorgestellten Ausstellungsprojekt handelte sich um einen ergebnisoffenen Prozess ohne formulierte Erwartungen. MATHIAS RÖSCH (Erlangen) hatte diesbezüglich seine beobachteten Erfahrungen vorgetragen und konstatiert, dass die Beteiligten vor allem ernst genommen werden wollen. Das lässt sich am besten dadurch umsetzen, dass die Beteiligten selbst entscheiden, wie und was sie thematisch bearbeiten und ausstellen wollen.

Anschließend sprach MARTHA FLEMING (Reading, UK) über „Collections based research in the UK now: ideals, innovations, contexts and case studies“. Doch bevor sie inhaltlich begann, richtete sie einen Appell an die ZuhörerInnen, trotz der für die Wissenschaft in Großbritannien desaströsen Entscheidung für einen Austritt aus der EU internationale Kooperationen und wissenschaftlichen Austausch zu erhalten. In ihrem Vortrag erläuterte Martha Fleming das „dual funding system“, das jedoch in seiner Konsequenz dazu führe, dass Universitätssammlungen kaum davon profitierten, da nur Kooperationen zwischen Universitäten und außeruniversitären Museen gefördert werden. Im zweiten Teil ihres Vortrages berichtete sie über „Collection Based Research“ in Reading, bei dem GeisteswissenschaftlerInnen im Umgang mit Objekten geschult werden, die später die erlernten Fähigkeiten als Multiplikatoren weitergeben. Diesen sehr dichten und informativen Vortrag in allen Punkten zusammenzufassen, sprengt den Rahmen dieses Berichts. Als entscheidend für die Zukunft der Sammlungen sieht Martha Fleming eine „culture of collaboration“, wobei Sammlungsfachleute und Wissenschaftler_innen gemeinsam Forschung betreiben müssen.

Die Ethnologin und Ausstellungskuratorin ARIANE KARBE (Berlin) diskutierte in „Hollywood Meets Museum – Ausstellungen spannend erzählen“ ihre These, wonach die Affekte „Spannung“ und „Emotionen“ – wie im (Hollywood-)Film – auch für Ausstellungen anwendbar seien. Sie plädierte dafür, in Ausstellungen mehr Geschichten zu erzählen. Das System der Hollywoodfilme, die die Geschichte als eine, an eine/n Protagonistin/en und an sie oder ihn gekoppelte Emotionen erzählen kann zwar nicht eins zu eins auf Ausstellungen übertragen werden, aber wichtige Impulse für die Schaffung spannender Ausstellungserzählungen könne die Betrachtung geben. Ziel sei hierbei die BesucherInnen zu fesseln wie bei einem spannenden Film. Die Filme tun dies, indem eine Kette von Fragen und Antworten entwickelt wird, bei der letztendlich keine Frage offen bleibe, so Karbe. Dass das Thema Diskussionspotential hatte, bewiesen die regen Wortmeldungen, Nachfragen und Kommentare im Anschluss.

Mit einer Abschlussdiskussion fand diese sehr gut organisierte und inhaltlich vielfältige Tagung ihr Ende. Mit rund 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Österreich und der Schweiz war die Jahrestagung in Hamburg sehr gut besucht. Am Ende der dreitägigen Veranstaltung herrschte Aufbruchsstimmung: „Sammlungen an Universitäten bieten – neben ihrer Funktion als Forschungsinfrastruktur – viel: Sie können Studierenden Grundlagen des Umgehens mit materieller Kultur vermitteln, mit ihnen kann Wissen ‚anschaulich‘ gemacht werden und sie fordern eine multiperspektivische Sicht inhärent geradezu heraus. Universitäre Sammlungen bieten damit Alleinstellungsmerkmale für die Universitäten.

Konferenzübersicht:

Dieter Lenzen (Hamburg): Grußwort
Jochen Brüning (Berlin): Grußwort

Einführungsvortrag
Matthias Glaubrecht (Hamburg): Ein Naturkundemuseum für Hamburg – Strategien und Visionen

Podiumsdiskussion
Moderation: Jochen Brüning
Ulrike Beisiegel (Göttingen) / Matthias Glaubrecht / Ulrich Johannes Schneider (Leipzig): Sammlungsobjekte in Forschung und Lehre

Moderation: Eva Fuhry (Kiel)
Sarah Elena Link / Oliver Zauzig / Cornelia Weber / Martin Stricker (Berlin): Bericht der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland (Berlin)
Katrin Janis (München): Was darf ich, was darf ich nicht, was soll ich tun? Die Bewahrung von Natur- und Kulturgut
Jürgen Zimmerer (Hamburg): Wissenschaftliche Sammlungen und Kolonialismus oder die Universität als kolonialer Erinnerungsort

Workshop 1: Digitale Welten – Sammlungen digital vernetzen und nutzen
Moderation: Martin Stricker

Herdis Kley (Berlin): Sammlungsdaten für die DDB
Matthias Schultz (Hamburg): Digitalisierung von Herbarbelegen und ihre Vernetzung

Workshop 2: Ethik und Objekt
Moderation: Christian Vogel (Göttingen)

Sabina Carraro (Zürich): Bis ans bunte Ende – Historische Restaurierungen aus der Moulagensammlung des Universitätsspitals und der Universität Zürich
Corinna Krömer (Kiel): E pluribus unum – Gebrauchsgegenstände in Museen und Sammlungen aus restauratorischer Sicht

Workshop 3: „Brisante Objekte“ – Provenienzforschung
Moderation: Vera Hierholzer (Mainz)

Ute Haug (Hamburg): Nimm mir meine Sammlung nicht weg! Wie aus Ressentiments Chancen für die Sammlung werden
Larissa Förster (Köln)

Workshop 4: Sammlungen in der Lehre
Moderation: Udo Andraschke (Erlangen)

Ulrich Kotthoff (Hamburg): Wie bekommt man einen Dinosaurier auf die Waage? Sammlungsbezogene Übungen in der geowissenschaftlichen Lehre
Petra Schwarz (Hamburg): Das ist ja alles tot – Lehramtsstudierende als Multiplikatoren

Workshop 5: Bildung und Vermittlung
Moderation: Daniel Bein (Hamburg)

Vera Neukirchen (Hamburg): Strukturen, Netzwerke und Kooperationen – positive Faktoren für eine nachhaltige Bildungs- und Vermittlungsarbeit
Pia Kreuzer (Mainz): Forschungsexpedition ins Museum oder Forschen mit Sammlungen im Unterricht

Workshop 6: Ausstellen
Moderation: Victoria Asschenfeldt (Hamburg)

Mathias Rösch (Erlangen): Schule im Nationalsozialismus – Ausstellen als Experiment und Forschungsgegenstand

Abendvortrag
Ulrich Raulff (Marbach): Die Dinge und ihre Verwandten. Zur Entwicklung von Sammlungen

Moderation: Kirsten Vincenz (Dresden)

Präsentation der Workshop-Ergebnisse durch die Moderatorinnen und Moderatoren

Martha Fleming (Reading, UK): Collections based research in the UK now: ideals, innovations, contexts and case studies

Ariane Karbe (Berlin): Hollywood Meets Museum – Ausstellungen spannend erzählen

Vera Hierholzer (Mainz) / Stefan Wiederkehr (Zürich) / Josef Focht (Leipzig): „Die schnelle Vorstellung“: Sammlungsbeauftragte zu ihren Ideen, Plänen und Visionen

Abschlussdiskussion
Moderation: Claudia Feigl (Wien)

Anmerkung:
[1] Begleitend zur Konferenz fand in den Tagungsräumen eine Kunstintervention in Form einer Ausstellung des niederländischen Künstlers Gurt Swanenberg statt. Die nächste Sammlungstagung findet in Leipzig vom 13. - 15. Juli 2017 statt.

Zitation
Tagungsbericht: Objektkulturen der Universität. Heute und morgen Jahrestagung der Gesellschaft für Universitätssammlungen, 21.07.2016 – 23.07.2016 Hamburg, in: H-Soz-Kult, 21.10.2016, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6759>.