„Heimatbriefe“ der Deutschen in und aus dem östlichen Europa nach 1945. Perspektiven der Forschung und Erschließung

Ort
Freiburg
Veranstalter
Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa, Freiburg (IVDE); Institut für Volkskunde, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Datum
26.10.2016 - 28.10.2016
Von
Jan Moritz Dolinga, Universität Basel

„Heimatbriefe“ bzw. „Heimatblätter“, wie die Heimatzeitschriften der Deutschen im und aus dem östlichen Europa häufig bezeichnet werden, besitzen einen großen Quellenwert für eine ganze Bandbreite sozial-, literatur- und kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Besser als andere Formen der Vertriebenenpublizistik bieten sie einen herausragenden Einblick in gruppeninterne Diskurse und ermöglichen es, diese aus einer diachronen Perspektive zu erschließen. Von der neueren Forschung wurde das Phänomen jedoch bislang eher stiefmütterlich behandelt. Die Arbeitstagung bot daher erstmals Raum, grundsätzliche Aspekte dieses Quellentypus zu erörtern sowie zukünftige Perspektiven der Forschung zu diskutieren.

Die erste Sektion „Systematische und typologische Aspekte“ eröffnete WOLFGANG KESSLER (Viersen) mit einem Gesamtüberblick über Forschungsstand und bestehende Sammlungen, Entstehung und Entwicklung sowie Inhalte, Wert und Bedeutung von Heimatbriefen – mit einem Schwerpunkt auf die im engeren Sinne „ostdeutschen“ Titel. Insbesondere freue es Kessler, dass auf der Tagung erstmalig diese von der Öffentlichkeit wenig beachtete Publikationsform genauer in den Blick genommen werde. Seien Heimatzeitungen neben dem Heimatbuch doch die zweite wichtige Publikationsform der Vertriebenen, die sich auf die engere Herkunftsregion bezieht, womit sie sich deutlich von den landsmannschaftlich herausgegebenen Periodika sowie der allgemeinen Vertriebenenpresse unterschieden.

MATHIAS HEIDER (München) stellte in seinem Vortrag sodann die Spezifik der in sich sehr heterogenen Quellengattung „Heimatbriefe“ ins Zentrum. In Abgrenzung zu anderen Periodika aus dem Bereich der Vertriebenenpublizistik versuchte Heider anhand von Beispielen aus dem sudetendeutschen Bereich, Kriterien und Eigenschaften zu definieren, welche zur begrifflichen Eingrenzung der Quellengattung „Heimatbrief“ beitragen können. Aufgrund des seit 1945 stetigen Wandels ihrer Formen und Funktionen erweise sich dies allerdings als schwieriges Unterfangen. Als der zentrale Funktionsunterschied der Heimatbriefe im Vergleich zu anderen Periodika könne jedoch ihr inhaltlicher Schwerpunkt auf Familiennachrichten, Glückwunschbezeugungen und Beileidsbekundungen angesehen werden. Heimatbriefe seien so in der Lage eine Gruppe, deren Mitglieder sich im Unterschied zu den Mitgliedern von „imagined communities“ persönlich kennen würden, über Zeit und Raum hinweg zu verbinden.

HARALD LÖNNEKER (Koblenz) widmete sich in seinem Beitrag der Genese und Entwicklung akademischer Heimatblätter einzelner Burschenschaften oder ihrer lokalen Verbände nach 1945. Diese akademischen Periodika dienten zunächst der Suche nach dem Verbleib einzelner Mitglieder sowie dem Zusammenhalt mittels Nachrichtenübermittlung und Austausch von Erinnerungen. Ein Spezifikum der akademischen Heimatblätter sei, dass sie in Struktur und Aufbau an Periodika von Korporationen anknüpfen und diese um regionale Bezüge erweiterten. Darüber hinaus seien sie geprägt von den spezifischen Formen, Symbolen und Ritualen, die für das Studentenvereinswesen charakteristisch sind. Am Beispiel des Nachlasses von Walter Ullrich (1911–1981, u. a. zentrale Persönlichkeit der Burschenschaft Ghibellinia in Prag und nach 1945 in Saarbrücken) stellte Lönnecker fortan die Notwendigkeit einer Kenntnis der korporativ organisierten „studentischen Metakultur“ heraus, die für das Verständnis und die Erforschung akademischer Heimatblätter unabdinglich sei.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen katholischen Heimatbriefen und den nichtkirchlichen Publikationsorganen arbeitete GREGOR PLOCH (Berlin) in seinem Vortrag am Beispiel des schlesischen Heimatbriefs „Der schlesische Katholik“ heraus. Bereits 1947 begannen sich die katholischen Heimatvertriebenen aus Schlesien mit Gründung der „Eichendorffgilde“ zu organisieren. Ziel der „Eichendorffgilde“ war die religiöse Erneuerung nach dem Verlust der Heimat, die soziale Hilfe für Heimatvertriebene, die Erhaltung des schlesischen „Brauchtums“ und die Herausgabe ihres Publikationsorgans „Der schlesische Katholik“. Neben der Auseinandersetzung mit der schlesisch-katholischen Volkskultur wurden hier jedoch auch heimatpolitische Fragen thematisiert, um die jüngeren Generationen auf die erhoffte künftige Rückkehr in die Heimat vorzubereiten und ihrer vollständigen Assimilierung in der BRD etwas entgegenzusetzen. Wie Ploch darstellte, vertreten somit auch die kirchlichen Heimatblätter einen eindeutig politischen Standpunkt.

Nach diesem einführenden Block eröffneten SANDRA KREISSLOVÁ (Praha) & JANA NOSKOVÁ (Brno) am nächsten Morgen den zweiten Teil der Tagung, welcher den „Analysen von Fallbeispielen“ gewidmet war. Anhand dreier Fallbeispiele (Komotauer Zeitung, Egerer Zeitung, Brünner Heimatbote) zeichneten sie inhaltsanalytisch nach, welche Bilder über die „alte Heimat“ in den Heimatblättern konstruiert wurden, wie die Ereignisse in der Tschechoslowakei nach 1945 in diesen Bildern präsentiert und interpretiert wurden und wie sich diese Interpretationen und Konstruktionen unter Einbezug der zeitgenössischen Diskurse der deutschen, sudetendeutschen und tschechoslowakischen Politik gewandelt haben. Als allen drei von den Autorinnen vorgestellten Zeitschriften gemeinsames Moment arbeiteten sie die mehrheitlich negativ konnotierten Berichte über die alte Heimat, eine starke antikommunistische Haltung sowie die gleichen Topoi von Rückkehrhoffnungen, Verfall und Tschechen als „Devisenräuber“ heraus.

MIRIAM BRAUN (Mainz) betrachtete anschließend Heimatzeitschriften aus einer Akteur-Netzwerk-Perspektive. Im Mittelpunkt ihres Vortrages „Die Karlsbader Zeitung – Akteure und Netzwerke“ stand die Frage, wie die Netzwerke aus Schriftführer/innen, Verleger/innen, Redakteur/innen, Leser/innen und Autor/innen zusammen auf die Inhalte der Periodika einwirken. Heimatzeitschriften erscheinen aus dieser Perspektive als Produkte und gleichzeitig als Produzenten zwischenmenschlicher, politischer und hierarchischer Strukturen. Auf der Grundlage von Archivmaterialien sowie mittels einer historischen Netzwerkanalyse versuchte Braun zu zeigen, wie die schon in Karlsbad bestehenden akademischen Eliten-Netzwerke nach der Vertreibung die Deutungshoheit über die Zeitschrift innehatten, während die (etwas undifferenziert in den Blick genommene) „breite Masse“ in dem Heimatbrief zunächst bloß marginal vertreten gewesen sei. Mit dem Wandel der Netzwerke gelang es später jedoch auch der „breiten Masse“, immer mehr Raum in der Zeitung einzunehmen. Die Heimatzeitung wurde von Braun dabei auch als ein „(Kultur-)Broker“ betrachtet, d.h. als ein Medium mit dem Kontakte gepflegt, vermittelt und aufgebaut werden.

Der politischen Bedeutung der Heimatblätter für die Vertriebenen widmete sich anschließend LIONEL PICARD (Dijon). Am Beispiel des „Grafschafter Boten“ demonstriert Picard die Entwicklung des politischen Inhalts als auch das Verhältnis der Zeitschrift zu ihren Leser/innen. Bezeichnend für die Zeitung sei, dass auch Themen, die auf den ersten Blick keine politische Bedeutung besäßen, auf vielfältige Weise politisch aufgeladen würden. Im Selbstverständnis des „Grafschafter Boten“ besitze nahezu jedes Thema politische Implikationen. Der scharfe antikommunistische, revanchistische und teilweise rechtsextrem-konservative Tonfall präge dabei die politische Linie des „Grafschafter Boten“. „Politisch“ bedeutet hier Polemik, Streit und Kampf mit dem Ziel die Aufmerksamkeit auf die heimatpolitischen und erinnerungspolitischen Interessen der Vertriebenen zu richten, wodurch die Zeitung letzten Endes ein symbolisches Ziel verfolge. Aktuell könne beobachtet werden, dass diese Agenda auch rechtspopulistischen Diskursen angeglichen wird und so angesichts der demographischen Entwicklung innerhalb der Bezieher die Zukunft des Titels gesichert werden soll.

Den nächsten Block „Methoden und Quellenwerte“ eröffnete SARAH SCHOLL-SCHNEIDER (Mainz) mit einem Beitrag, der die Themen Heimatreisen und Heimatpublizistik miteinander verknüpfte. Heimatreisen, so Scholl-Schneider, seien zwar schon lange Gegenstand volkskundlicher Forschungen, allerdings seien Heimatzeitschriften und -zeitungen als Quellen für Berichte noch nicht systematisch reflektiert worden. Anhand zweier Periodika (Siebenbürgische Zeitung; Wir Heldsdörfer), die Scholl-Schneider auf den Themenkomplex Heimatreisen ausgewertet hat, lieferte sie eine solche quellenkritische Reflektion nach. Die ab Mitte der 1950er-Jahre in Heimatbriefen erscheinenden Reiseberichte böten einen hervorragenden Einblick in Finanzierung, Probleme und Möglichkeiten sowie die Selbstreflexionen der Heimatreisenden über ihre Rolle als „West-Touristen“. Die Periodika seien somit besonders gut geeignet, Heimatreisen historisch zu rekonstruieren und auch inhaltliche Fragestellungen ließen sich anhand dieses Quellenmaterials realisieren.

Explizit um „Heimatbriefe als historische Quelle“ ging es anschließen in dem gleichnamigen Vortrag von ALBERT A. FEIBER (München). Obwohl der Quellenwert von Heimatbriefen je nach Herausgeberschaft, Häufigkeit des Erscheinens, Aufmachung und Adressatenkreis sehr unterschiedlich sei, stellten vor allem die in den ersten Nachkriegsjahren von den ehemaligen Dorfhonoratioren und Pfarrern verschickten hektographierten Rundschreiben eine ergiebige, aber bislang in der Forschung kaum berücksichtigte Quelle für mentalitäts- und alltagsgeschichtliche Fragestellungen dar. Durch ihren persönlichen Charakter zeugten diese Frühformen der Heimatbriefe von der Perspektive der „einfachen“ Vertriebenen, ihren Selbstwahrnehmungen und politischen Einstellungen, Wünschen und Hoffnungen unmittelbar nach Flucht und Vertreibung. Indem in ihnen etwa für Verständnis für die oft ablehnende Haltung der Einheimischen geworben wird oder das Verhältnis zur NS-Zeit und Schuld klar angesprochen werden, relativierten sie auch das Bild der Vertriebenen als homogene, den Einheimischen diametral entgegengesetzte Gruppe. In ihnen würden Themen verhandelt, die in den späteren Verbandszeitungen der Vertriebenenverbände aus politischen Gründen nicht mehr auftauchen.

MELINDA MARINKA (Debrecen) berichtete in ihrem Vortrag über ihre Erfahrungen mit dem Quellentypus „Heimatbrief“ in ihrer ethnographischen Forschung über die Sathmarer Schwaben. Sie diskutierte verschiedene Aspekte unter denen die Auswertung von Heimatbriefen für die ethnographische Forschungen fruchtbar gemacht werden können. Wie Marinka argumentiert, kann die Zeitung als Mittel der Identitäts- und Vergangenheitskonstruktion betrachtet werden. Zudem erfülle sie eine Brückenfunktion, indem sie als standardisiertes Kommunikationsmittel weit entfernte Ereignisse miteinander verbinde und somit die gemeinsame Speicherung im Gruppenbewusstsein ermögliche. Aus ethnographischer Perspektive erweise sich die Zeitschrift somit als wertvolles Quellendokument für die Forschung.

Der letzte Tag stand ganz im Zeichen der Vorstellung von „Projekten und Beständen“. Im ersten Vortrag gaben NADJA HARM (Freiburg) und TILMAN KASTEN (Freiburg) unter dem Titel „Handbuchprojekt zur Publizistik der Deutschen im und aus dem östlichen Europa“ einen Einblick in Konzeption und Aufbau des im Entstehen begriffenen gleichnamigen Online-Handbuchs. Ziel des Online-Handbuchs sei es, die Heimatzeitschriften der Vertriebenen vollständig und systematisch zu erfassen und durch Verschlagwortung und Angabe zusätzlicher Informationen für die wissenschaftliche Forschung zu erschließen. Die Datenbank ist dabei so offen angelegt, dass später auch andere Gattungen der Vertriebenenpublizistik (Kalender etc.) aufgenommen werden können.

Einen Überblick über die Bestände des Sudetendeutschen Archivs und die Heimat-Presse-Sammlung der Martin-Opitz-Bibliothek sowie den Stand ihrer Erfassung und Zugänglichkeit gaben anschließend INGRID SAUER (München) und HANS-JAKOB TEBARTH (Herne). JAN LIPINSKY (Marburg) regte gegen Ende der Tagung noch zu einer neuen Verortung und Ausweitung des Themas „Heimatbriefe“ an. In Anbetracht der Tatsache, dass auch Vertriebene und Flüchtlinge anderer Nationen Heimatbriefe herausgeben, diese somit kein spezifisch deutsches Phänomen darstellen, schlug Lipinsky vor, Heimatbriefe zukünftig als einen Teilbereich innerhalb der allgemeineren Exilforschung zu verorten. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass es auch vor 1945 schon Heimatbriefe in Form von Berichterstattung über die je aktuelle Heimat gegeben hat, das Phänomen „Heimatbrief“ also nicht erst mit der Vertreibung eingesetzt hat. BEATA MACHE (Duisburg) schließlich gab einen Einblick in das laufende Forschungsprojekt „Posener Heimat in Publizistik und Literatur der deutschen Juden 1919-1938“. Als Zeugnisse einer jüdisch-deutschen „Heimatpflege“ stellte sie die „Posener Heimatblätter“ als Quelle zur Rekonstruktion des Heimatbildes der ehemals Posener Jüdinnen und Juden vor.

Betrachtet man die Vorträge und anschließenden Diskussionen zusammen, so ergibt sich ein umfassendes Bild über die Spezifik, die Probleme, das Potential und den Wert dieser doch sehr heterogenen und zu Unrecht vernachlässigten Quellengattung „Heimatbrief“. Immer wieder angesprochen, aber zugunsten des Fokus auf die unmittelbare Nachkriegszeit nicht tiefer herausgearbeitet blieben jedoch Bezüge zu das Auslandsdeutschtum betreffenden publizistischen Traditionen vor 1945. Genannt seien nur die von NS-Forschungsstellen an Auswanderer/innen versandten Heimatbriefe, Auswandererbriefe sowie Publikationen der Heimatbewegungen im Allgemeinen. Auch Bezüge zu aktuellen theoretischen oder methodischen Debatten blieben zugunsten bewährter genealogischer, funktionalistischer und inhaltsanalytischer Fragestellungen weitgehend ausgespart. Heimatzeitungen wurden so meist als erinnerungskulturelle Medien von Vertriebenengruppen behandelt, ohne dass die Referentinnen und Referenten über die spezielle Natur dieser Gruppen im Einzelnen weiter Rechenschaft abgelegt hätten. Diese Tendenz, die selbstverständliche Existenz von Vertriebenengruppen als erklärende Kategorie der Analyse heranzuziehen sowie ihnen als substantiellen Einheiten Interesse und Handeln zuzuschreiben, lässt sich mit Roger Brubaker dabei treffend als „Gruppismus“ bezeichnen. Dass Heimatbriefe aber noch viel mehr sein könnten als bloßer Ausdruck des „kulturellen Gedächtnis“ (Assmann) von Vertriebenengruppen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes mit dazu beitragen, diese Gruppen erst zu produzieren, deutete einzig Miriam Braun in ihrem Beitrag an. Ihren theoretischen Ansatz weiterdenkend empfiehlt sich beispielsweise die von einer ganz anderen Sozialontologie ausgehende Akteur-Netzwerk-Theorie (Latour) als Alternative zu diesem verdinglichenden Denken. Aus Perspektive der ANT ist die Festigkeit und Dauer einer Gruppe selbst alles andere als selbstverständlich. Gruppen stellen hier keine festen Entitäten per se dar. Damit eine Gruppe sich in der Existenz halten kann, bedürfe es im Gegenteil einer unaufhörlichen Arbeit des Gruppenbildens, wobei die hierfür je konkret aufgewendeten Mittel und Werkzeuge es sind, die den ganzen Unterschied zwischen Existenz und nicht Existenz einer nicht auf etwas anderes zurückführbaren Entität ausmachen. Jenseits von Fragen nach Identitäts- und Vergangenheitskonstruktionen „der Vertriebenen“ eigneten sich alternative Perspektiven auf Gruppenbildung, wie sie beispielsweise die ANT formuliert, hervorragend, um die Bedeutung von Heimatzeitungen für die Konstruktion von Vertriebenengruppen neu in den Blick zu nehmen. 

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung

Werner Metzger (Freiburg) / Markus Tauschek (Freiburg) / Tilman Kasten (Freiburg)

Systematische und typologische Aspekte

Wolfgang Kessler (Viersen), Die „ostdeutschen“ Heimatblätter in der Bundesrepublik Deutschland
Mathias Heider (München), Lokal, regional, egal? Der Heimatbrief in Abgrenzung zur übrigen Publizistik der Deutschen aus dem östlichen Europa
Harald Lönnecker (Koblenz), Akademische Heimatblätter
Gregor Ploch (Berlin), „Aber als Oberhirte muß ich mir eine Sprachrohr schaffen…“ – Der Heimatbrief der Katholiken des Erzbistums Breslau

Analysen von Fallbeispielen

Sandra Kreisslová (Praha) / Jana Nosková (Brno), Das Bild der Tschechoslowakei in „sudetendeutschen“ Heimatzeitschriften der 1950er-Jahre
Miriam Braun (Mainz), Die Karlsbader Zeitung – Akteure und Netzwerke
Lionel Picard (Dijon), „Tout est politique!“ – Eignet sich die politische Komponente für die Bewertung eines schlesischen Heimatbriefs?

Methoden und Quellenwert

Sarah Scholl-Schneider (Mainz), „Bericht erstatten“. Heimatzeitungen als Quelle zur Erforschung von Heimatreisen
Alber A. Feiber (München), Heimatbriefe als historische Quelle
Melinda Marinka (Debrecen), Sathmarer Heimatbriefe als Erinnerungsorte und als ethnographische Quellen

Projekte und Bestände

Nadja Harm (Freiburg) & Tilman Kasten (Freiburg), Handbuchprojekt zur Publizistik der Deutschen im und aus dem östlichen Europa
Ingrid Sauer (München), Bestände des Sudetendeutschen Archivs mit Bezügen zu Heimatbriefen
Hans-Jakob Tebarth (Herne), Die Heimat-Presse-Sammlung der Martin-Opitz-Bibliothek
Jan Lipinsky (Marburg), Periodika-Bestände des Herder-instituts
Beata Mache (Duisburg), Projekt zu Posener jüdischen Heimatblättern der Zwischenkriegszeit

Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: „Heimatbriefe“ der Deutschen in und aus dem östlichen Europa nach 1945. Perspektiven der Forschung und Erschließung, 26.10.2016 – 28.10.2016 Freiburg, in: H-Soz-Kult, 25.02.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7023>.