Was ist städtische Geschichtsschreibung? Revision eines Forschungsfeldes

Ort
Freiburg
Veranstalter
Pia Eckhart / Marco Tomaszewski, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte 2, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Datum
22.03.2017 - 24.03.2017
Von
Gero Schreier, Universität Bern

Die im Titel der Tagung gestellte Frage war seitens der Veranstaltenden weniger im Glauben lanciert, die Konferenz würde am Schluss mit einer dezidierten Antwort aufwarten können, vielmehr wollte man zur thematischen und methodischen Selbstreflexion anregen und so, wie die Veranstaltenden formulierten, "einen neuen Ausgangspunkt für die Forschung" geben, zumal „ein systematischer Zugriff und ein einheitlicher Diskussionsstand" bisher fehlten. Zweifellos ein Desiderat angesichts der vielfältig differenzierten Lage der Forschung, der – während der Tagung oft benannten – Heterogenität des Gegenstandes und seiner politischen, sozialen, medialen Kontexte.

Die Vortragenden blickten etwa zur Hälfte auf abgeschlossene Forschungen zur städtischen Geschichtsschreibung zurück, zur anderen berichteten sie aus laufenden Untersuchungen. Die bestehende Vielfalt der Perspektiven reflektierte der Zuschnitt der Tagung, indem man komplementär zu den Vorträgen mehrfach den Raum für Diskussionen zu jeweils vorgegebenen Leitthematiken öffnete. Da die zahlreichen Aspekte dieses ebenso lebendigen wie fokussierten Austauschs hier nicht im Detail festgehalten werden können, seien nach einem Durchgang durch die einzelnen Vorträge einige immer wieder aufscheinende Themen als eine etwas ausführlichere Bilanz an den Schluss dieses Berichtes gestellt.

„Städtische Geschichtsschreibung“ – die Benennung ruft nicht nur einen bestimmten Kommunikationsgegenstand und -modus auf, sondern auch einen ihnen als spezifisch zugeordneten Raum. In den Schnittpunkt dieser beiden Aspekte könnte man den Begriff der Öffentlichkeit setzen, und in diesem terminologischen Dreieck bewegte sich die erste Vortrags-Sektion. DANIEL BELLINGRADT (Erlangen) plädierte nachdrücklich dafür, sich von der Fokussierung auf Geschichts-Schreibung zu lösen und diese in den plurimedialen städtischen Resonanzraum einzubetten, der von vielfältigen Rückkopplungseffekten in medialen Konstellationen, aber auch zwischen diesen und dem Feld des Politischen, selbst der konkreten politischen Aktion gekennzeichnet gewesen sei. Welche eigenen Wege solche Resonanzen gehen können, wies INA SERIF (Freiburg) auf: Anders als die Forschung lange meinte, sei die Chronik des Jakob Twinger von Königshofen im sogenannten Straßburger Frauenhaus keineswegs das Herzstück einer öffentlichen Verständigung über städtische Geschichte gewesen, habe aber in bestimmten historiographischen und literarischen Diskursen des 16. bis 17. Jahrhunderts, die sich auf eine „Frauenhauschronik“ beriefen, dieses Ansehen gewonnen. DANIELA SCHULTE (Zürich) nahm den Impuls einer Abwendung vom Textfokus auf und zeigte, wie die Städte Bern und Thun in chronikalischen Bildprogrammen in unterschiedlichen politischen Kontexten situiert wurden; seien für Bern eher überregionale und familiäre Parameter zentral gewesen, so habe im Fall Thuns die Eidgenossenschaft als Bezugsrahmen eine größere Rolle gespielt.

Nach diesen Situierungen historiographischer Überlieferungen der Städte war es konsequent, zu fragen, mit welchem Recht man sie eigentlich unter das vereinheitlichende gattungsmäßige Rubrum der „städtischen Geschichtsschreibung“ fasse. Die Vorträge von OLIVER PLESSOW (Rostock) und HEIKO DROSTE (Stockholm), beides Rückblicke auf seit Längerem abgeschlossene Dissertationsprojekte, schienen in dieser Hinsicht eher zur Vorsicht zu mahnen. In seinem theoretisch informierten und perspektivenreichen Überblick führte Plessow die epistemologischen Fährnisse des Umgangs mit der städtischen Überlieferung vor Augen. Mit Blick auf die deutschsprachigen Quellen bekräftigte er den Befund einer regelrechten „Gattungsverweigerung“ und warnte davor, spätere Klassifikationsansätze mit zeitgenössischen Formungskonventionen zu verwechseln. Mit der Lüneburger Überlieferung führte Droste einen Fall vor, der sich fast allen gängigen Erwartungen an die „Gattung“ widersetzt. Diese Quellen schienen keine Adressaten und kein Publikum zu haben, schienen in keinem Bezug zu der öffentlichen Erinnerungskultur der Stadt zu stehen und ließen sich daher auch nicht mit der Konstruktion städtischer Identität zusammenbringen. Dass der Kommentar von PETER JOHANEK (Münster), dem Doyen der Forschung zur städtischen Geschichtsschreibung, dann fast das Gewicht eines eigenen Vortrages hatte, verwunderte nicht. Dem Begriff der Gattung zog er in diesem Zusammenhang den des Textfeldes vor und betonte die Wichtigkeit von Reich und Stadtherr als Bezugs- bzw. Abgrenzungspunkten der entsprechenden historiographischen Projekte.

Nicht nur bezüglich ihrer Formen ist die historiographische Überlieferung der Städte heterogen, sie steht auch in sozialen Kontexten, in denen das Fehlen von Einheitlichkeit der einzige einheitliche Zug zu sein scheint. Diesem Sachverhalt widmeten sich gleich zwei Sektionen aus je eigener Perspektive; zunächst lag das Augenmerk eher auf konkurrierenden oder konvergierenden Machtsphären, dann kamen Positionen von Stadtbewohnern in den Blick, die nicht oder kaum an ratsnahen Elitendiskursen beteiligt waren.

In die flandrische historiographische Tradition der sogenannten „Flandria Generosa C“ schrieb sich nach LISA DEMETS (Gent) anfangs des 15. Jahrhunderts eine dem burgundischen Fürstenhof und seiner Politik günstige Agenda ein; darin hätten sich die sozialen und politischen Interessen der miteinander verflochtenen Milieus von Kloster, Hof und Maklergilden in Brügge gespiegelt, die sich in der Person Lubert Hautscilts, des Abtes von Eeckhout, überschnitten. Konfliktlinien zwischen rivalisierenden städtischen Elitegruppen wies dagegen MARC VON DER HÖH (Rostock) in der Kölner Geschichtsschreibung des 15. Jahrhunderts auf. Daraus, dass die sogenannte Geschlechterlegende, welche die Familien der alten Machthaber aus dem römischen Altertum herleitet, nach deren Sturz 1395 und unter dem Regime ihrer Gegner weitertradiert wurde, schloss er auf die Fortdauer zeitweise dysfunktionaler „Gedächtnisresiduen“ in der Überlieferung. Auch JAIME CÁRDENAS ISASI (Göttingen) ging von der Verarbeitung eines stadtgeschichtlichen Umbruchs aus. Der plötzliche Aufstieg Madrids zur königlichen Residenz im Jahr 1561 führte dort zu Versuchen, Herkommen und Bedeutung der Stadt in der griechischen Antike zu verankern. In einer späteren Ausweitung der Geschichtskultur in den 1620er-Jahren hätten sich dann die konkurrierenden Deutungsansprüche von Hof- und Stadtadel widergespiegelt.

Dass es auch abseits des Eliten-Milieus eine Rede von Städtischem gab, und vor welche Probleme sie die Forschung stellt, zeigten die Beiträge von PATRICK SCHMIDT (Rostock) und JULIA BRUCH (Köln). Ersterer verwies in seinem Beitrag zur Erinnerungskultur von Zunftangehörigen auf die methodischen Schwierigkeiten, dieser Überlieferung mit dem Begriff der „städtischen Geschichtsschreibung“ gerecht zu werden, und erinnerte daran, dass derlei Konzepte als Zuschreibungen seitens moderner Historiker aufzufassen seien, geleitet von deren Erkenntnisinteressen und ihrerseits wiederum der Erkenntnis bestimmte Bahnen vorgebend. Bruch problematisierte in ihrem Werkstattbericht den Begriff der "Handwerkerchronistik": Handwerker seien nur bedingt als geschlossene Gruppe zu greifen, vielmehr seien in vielen Fällen die Grenzen zwischen Handwerk und Handel fließend. Die Aufzeichnungen von Verfassern aus diesem Milieu seien inhaltlich und formal häufig unbestimmt, hätten chronikalische Elemente, unterschieden sich aber deutlich von historiographischen Projekten aus dem Ratsumfeld.

Waren auf diese Weise soziale und politische Orte und Kontexte städtischer Geschichtsschreibung thematisiert, so lag es nahe, zum Schluss noch einmal den Blick auf Textbestände selbst und ihre Überlieferung zu richten. Drei Beiträge verwiesen auf die Transformationsvorgänge, in denen sich städtische Geschichtsüberlieferung konstituierte. Einen Musterfall führte BRAM CAERS (Brüssel) an dem Schlachtenepos des „Grimbergschen Oorlog“ (14. Jahrhundert) vor. Ursprünglich als dichterisches Loblied auf den Adel Brabants konzipiert, wurde der Text, wie Caers anhand charakteristischer Umakzentuierungen zeigte, immer mehr in die chronikalische Tradition Brabants und insbesondere Mechelens übernommen. JULIAN HAPPES (Freiburg) stellte Fälle von Textrecycling in einen politischen Kontext. Er zeigte, dass die Chronik des Konstanzer Konzils (1414-1418) auf dem Gebiet der heutigen Schweiz in Sammelhandschriften kompiliert wurde, und wertete dies als Refunktionalisierung, in der sich ein verstärkter politischer und historiographischer Austausch zwischen Konstanz und den Schweizer Städten dokumentiere. Sammelhandschriften waren dann auch das Thema des Vortrages von GREGOR ROHMANN (Göttingen / Frankfurt am Main). An Beispielen aus Augsburg zeichnete er das Bild einer Geschichtsüberlieferung, die bis ins 18. Jahrhundert hinein von netzwerkartigen Strukturen, von einer Praxis des Austausches in einer Komplexität bestimmt gewesen sei, die in diesem Fall die Machbarkeit und das analytische Erkenntnispotenzial (selbst digitaler) editorischer Projekte zweifelhaft erscheinen ließen.

Eines der Themen, die in den Diskussionen immer wieder aufgegriffen wurden, verband sich mit dem Stichwort der „Identität“, deren Konstruktion für den städtischen Rahmen der hier diskutierten Geschichtsschreibung in der früheren Forschung oftmals – und vielleicht allzu selbstverständlich – zugeschrieben wurde. Relativ bald wurde auf der Tagung denn auch ein Unbehagen an dieser Vorstellung artikuliert. Die Überlieferung sah man als zu vielgestaltig, die Aushandlungsprozesse, in denen sie stand, als zu komplex, die Vielfalt ihrer Deutungsangebote als zu groß, deren Rezeption und Akzeptanz jedoch als zu wenig geklärt, als dass man an dem Postulat der Identitätsstiftung durch Geschichtsschreibung unreflektiert festhalten zu können meinte.

In ihrem Impulsreferat schlug CARLA MEYER (Heidelberg) vor, sich von diesem Postulat zu lösen, um viele (auch nicht-historiographische) Texte präziser analysieren, ein- und zuordnen zu können. Indes wollte sie keineswegs ausschließen, den Begriff „Identität“ pragmatisch als Bezeichnung für das Stabilisierende, Einheitsstiftende weiterzuverwenden, das Gruppen brauchen, um sich zu konstituieren. Aber man solle diese Momente nicht ausschließlich in der Geschichtsschreibung suchen. FRANZ-JOSEF ARLINGHAUS (Bielefeld) relativierte für spätmittelalterliche Städte die kurrente Ansicht, Identitätsangebote würden vor allem durch Abgrenzung konstruiert, indem er die Rolle von Ähnlichkeit und Partizipation für die Stiftung von (sozial gestaffelter) Einheit hervorhob. Daran, dass Identitätsbildung Aushandlungsprozesse zugrunde liegen, erinnerte PIERRE MONNET (Frankfurt am Main), der zugleich vorschlug, die städtische Überlieferung nach bestimmten systematischen Gesichtspunkten (wie z.B. Interessenbildung, Vergleich mit anderen Formen der Geschichtsschreibung, Entstehungssituationen) zu gliedern.

Damit war ein anderer Punkt angeschnitten, über den in den Diskussionen weitgehend Einigkeit herrschte: dass man sich die heuristische (Vor-)Leistung des Rubrums „Geschichtsschreibung“ stärker bewusst machen und – komplementär – diesen Begriff von Formen der „Nichtgeschichtsschreibung“ klarer abgrenzen müsse. Indes, so wurde gefordert, sei Geschichtsschreibung nicht nur von bestimmten literarischen Gattungen abzugrenzen, sondern auch stärker als bisher in Verflochtenheit mit ihnen zu sehen – genannt wurden insbesondere Panegyrik und Städtelob.

Freilich können, das wäre im Überblick zu konstatieren, solche Interferenzen letztlich wohl nur im größeren Rahmen der Stadt als eines plurimedialen Resonanzraumes adäquat erfasst werden, ein Aspekt, den BIRGIT STUDT (Freiburg) in ihrer Zusammenfassung vor der Abschlussdiskussion nochmals hervorhob. Gerade vor dem Hintergrund dieser Beschreibung, die unter den Diskutierenden anscheinend weithin akzeptiert wurde, wuchs in den Diskussionen dem Phänomen der Sammelhandschrift immer größere Bedeutung zu. In diesen findet, so schien es, die auf der Tagung versuchsweise formulierte Beschreibung von städtischer Geschichtsschreibung als Praxis und Netzwerk vielleicht ihr paradigmatisches Substrat, da sich gerade in dieser Überlieferung der Austausch, das Exzerpieren, das Aus- und Weiterschreiben von Geschichtsüberlieferungen verfolgen lasse. Diese Texte und Textkonvolute ließen sich so gleichsam als materielles Korrelat der vielfältigen sozialen und medialen Bezüge sehen, in denen ihre Verfasser standen.

Freilich wurden auch Grenzen dieses Ansatzes benannt: Die Atomisierung von rezipiertem Material stehe einer Erkundung der tatsächlichen textuellen und sozialen Bezüge im Weg, zudem bleibe es oftmals schwer, wenn nicht unmöglich, festzustellen, wie diese Konvolute wirklich zirkulierten, wie sie gebraucht wurden und welche Ansprüche auf Verbindlichkeit ihre Verfasser erhoben (und ob sie akzeptiert wurden). Manchmal sei die Grenze zwischen solchen Sammlungen und persönlichen Notizbüchern ohne historisch rekonstruierbare oder analytisch verwertbare Bedeutung schwer zu ziehen.

Damit zeichnete sich ab, dass die Vielgestaltigkeit der städtischen Geschichtsaufzeichnungen und ihrer medialen und sozialen Kontexte wohl noch weiterhin für Forschungs- und Diskussionsbedarf sorgen werden. Abschließend seien daher noch einige Punkte angeführt, die als Desiderate benannt bzw. erkennbar wurden. Offen blieb etwa die Frage, wie eigentlich der größere Rahmen „Stadt“, in dem diese Überlieferungen verortet werden, genau zu definieren sei – rechtlich-politisch als Kommune oder medien- und kulturgeschichtlich als Ort der „Urbanität“, um die beiden Möglichkeiten aufzugreifen, die Birgit Studt in ihrem Resumé ansprach. Selbst wenn damit zwei Paradigmen vorliegen, deren Gewichtung man ggfs. von den jeweiligen Erkenntnisinteressen abhängig machen kann, wird dies die Forschenden nicht der stärkeren Reflexion auf diese Problematik überheben. Ähnliches gilt für die zeitliche Dimension des Gegenstandes. Im Sinne des Vormoderne-Paradigmas wurde städtische Geschichtsschreibung hier als Phänomen der langen Dauer betrachtet, aber gerade vor diesem Hintergrund wurde wiederholt eingefordert, den historischen Wandel in der und um die Stadt stärker zu berücksichtigen. Schließlich wurde die Frage aufgeworfen, ob es genüge, die Funktion städtischer Geschichtsschreibung allein aus ihrer Stellung in medialen, politischen und sozialen Netzwerken herzuleiten, oder ob man nicht die Inhalte und auch die narrativen Strukturen dieser Überlieferungen stärker als bislang beachten müsse, um ihren Geltungsangeboten und -ansprüchen auf die Spur zu kommen.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung

Pia Eckhart / Marco Tomaszewski (Freiburg)

Sektion I Offene Diskussion: Die vormoderne Stadt – Kommunikation, Raum, soziale Verdichtung / The premodern town – communication, space, social density
Moderation: Marco Tomaszewski
Impuls: Franz-Josef Arlinghaus (Bielefeld)

Sektion II: Verdichtete Kommunikation und urbane Öffentlichkeiten / Communication and urban public spheres
Moderation: Olivier Richard (Straßburg)

Daniel Bellingradt (Erlangen): Mediale Resonanzräume: Kommunikationen einer frühneuzeitlichen Stadt
Ina Serif (Freiburg): Es lige da und weiß niemans nüt darumb. Zur Öffentlichkeit städtischer Geschichtsschreibung
Daniela Schulte (Zürich): Die Stadt in Bild und Text. Medialisierungen von Urbanität in eidgenössischen Bilderchroniken

Sektion III: Städtische Geschichtsschreibung als Nicht-Gattung? / Reflexions on the term ‚urban historiography’
Kommentar und Moderation: Peter Johanek (Münster)

Oliver Plessow (Rostock): Was ist ‚städtisch‘ an städtischer Geschichtsschreibung?
Heiko Droste (Stockholm): Noch einmal zum Gebrauch vormoderner städtischer Geschichtsschreibung

_Sektion IV Offene Diskussion: Städtische Identität(en) – imagined communities / Urban identity/ies – imagined communities
Moderation: Pia Eckhart
Impuls: Carla Meyer (Heidelberg), Pierre Monnet (Frankfurt am Main)

Sektion V: Urbane Zugehörigkeiten und Machtsphären: Soziale Heterogenität in der Stadt I / Affiliations and spheres of power: social diversity in the town I
Moderation: Matthias Herm (Karlsruhe)

Lisa Demets (Gent): Rewriting Flemish history in urban contexts: the case of the Flandria Generosa chronicles
Marc von der Höh (Rostock): Geschichtsschreibung und die Strukturen städtischer Kommunikationssysteme. Traditionsabbrüche als Testfall
Jaime Cárdenas Isasi (Göttingen): Muy antigua, noble y coronada: Madrid und die städtische Geschichtsschreibung im Habsburgischen Spanien

Sektion VI: Konkurrenz und Harmonie: Soziale Heterogenität in der Stadt II / Competition and harmony: social diversity in the town II
Moderation: Steffen Krieb (Freiburg)

Patrick Schmidt (Rostock): Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein von Zunftangehörigen. Erinnerungsmedien und -praktiken in frühneuzeitlichen städtischen Korporationen
Julia Bruch (Köln): gern welt ich hetts auch auffgschryben es ist aber versaumbt. Spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Handwerker als Autoren städtischer Chroniken

_Sektion VII: Text-Transformationen und Recycling / Text transformations and recycling
Moderation: Katharina Jeckel (Freiburg)

Bram Caers (Brüssel): Re-inventing the past: the recuperation of chivalric epic in urban historiography
Julian Happes (Freiburg): Austausch historiographischen Wissens im deutschsprachigen Südwesten. Transformation und Nutzung der Konstanzer Konzilschronik im 15. Jahrhundert
Gregor Rohmann (Göttingen / Frankfurt am Main): Mittelalterliche Stadtgeschichte aus der Sicht der frühen Neuzeit: Chronikalische Sammelhandschriften als Wissensspeicher (15.-17. Jahrhundert) – der Fall Augsburg

Birgit Studt (Freiburg): Zusammenfassung

Abschlussdiskussion
Moderation: Pia Eckhart / Marco Tomaszewski (Freiburg)

Zitation
Tagungsbericht: Was ist städtische Geschichtsschreibung? Revision eines Forschungsfeldes, 22.03.2017 – 24.03.2017 Freiburg, in: H-Soz-Kult, 01.06.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7193>.