Processes of Transcultural Entanglement and Disentanglement

Ort
Münster
Veranstalter
Wolfram Drews, Arbeitsplattform „Transkulturelle Verflechtungen“ des Exzellenzclusters „Religion und Politik“
Datum
07.06.2017 - 09.06.2017
Von
Colin Arnaud / Marcel Bubert, Historisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Nadeem Khan, Exzellenzcluster „Religion und Politik“, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Sebastian Rothe, Sonderforschungsbereich „Kulturen des Entscheidens“, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Die internationale und interdisziplinäre Tagung, die im Rahmen der Arbeitsplattform „Transkulturelle Verflechtungen“ des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfram Drews vom 07. bis 09. Juni 2017 in Münster stattfand, hatte Prozesse transkultureller Verflechtung und Entflechtung zum Thema. Während Verflechtungsprozesse in der globalgeschichtlichen Forschung und den postcolonial studies schon seit geraumer Zeit untersucht werden, ist rezent ein Interesse an Prozessen der Entflechtung auszumachen. Ziel der Tagung war es daher, vermehrt Entflechtungsprozesse in den Blick zu nehmen und nach ihrem Verhältnis zu Verflechtungsprozessen zu fragen. Daneben sollten mit dem Gebrauch materieller Objekte und den Narrativen von Ver- bzw. Entflechtung zwei weitere Dimensionen von Verflechtung näher beleuchtet werden.

Neben der Zielsetzung der Tagung und einem Einblick in die mediävistische Erforschung transkultureller Ver- und Entflechtungsprozesse thematisierte WOLFRAM DREWS (Münster) in seinen einführenden Worten die Mannigfaltigkeit von analytischen und Quellenbegriffen im Zusammenhang mit Ver- und Entflechtung; was für die Begriffsdefinition zuweilen als problematisch aufgefasst werde, berge zugleich einen analytischen Vorteil, denn mit Verflechtung kämen nicht nur Prozesse, sondern auch Resultate in den Blick. Anhand des Beispiels der Identitären Bewegung, die bei der Formulierung ihres politischen Ziels, die vermeintlichen kulturellen Grenzen zwischen Europa und Asien bzw. Afrika wiederherzustellen, Narrative der Entflechtung heranziehe, stellte Drews die Aktualität des Tagungsthemas und die Relevanz heraus, solche Narrative und Diskurse von angeblicher ethnischer und kultureller Homogenität in Erziehung, Forschung und öffentlichem Raum zu hinterfragen.

KRISTIN SKOTTKI (Bayreuth) präsentierte das Forschungsdesign eines transkulturellen Vergleiches zwischen dem christlichen Diskurs über Hexerei im gegenwärtigen Afrika und demjenigen im frühneuzeitlichen Westeuropa. Hexenverfolgung in Afrika ist ein seit Beginn der 2000er-Jahre greifbares Phänomen, welches bereits mehrere Tausend Todesopfer forderte und mit der Verbreitung der evangelikalen, charismatischen und Pfingstbewegung seit den 1980er-Jahren erklärt wird. Theologisierung und Juridifizierung konnte Skottki durch die vergleichende Analyse als die beiden wesentlichen Praktiken herausstellen, die zur Legitimierung und Verbreitung des Dämonen- und Hexenglaubens beitrügen: So wurde etwa in Simbabwe 2006 ein aus der Kolonialzeit stammendes Gesetz außer Kraft gesetzt, welches Anklagen wegen Hexerei verbot; das von Opoku Onyinah in die theologische Forschung eingebrachte Konzept der „witchdemonology“ stellt die Exklusion der Dämonologie aus der christlichen Lehre durch den rationalen Cartesianismus wieder infrage. Funktionale Äquivalente der Theologisierung und Juridifizierung für das frühneuzeitliche Westeuropa fänden sich etwa in Heinrich Kramers „Malleus maleficarum“ und den entsprechenden kirchenrechtlichen Vorschriften.

Ausgehend von der Überlegung, dass Gruppen nicht als explanans, sondern als explanandum der Geschichte zu verstehen seien, untersuchte JÜRGEN HEYDE (Halle an der Saale) Gruppenbildungsprozesse und -interaktionen im spätmittelalterlichen Lemberg. Auf der Grundlage einer besonderen Klausel im Stadtrecht von 1356 etablierte sich vor 1400 eine armenische Selbstverwaltung neben derjenigen der Bürger und der Juden. Heyde beschrieb den Prozess der Desintegration der armenischen Kaufleute, die sich eher der sozialen Gruppe der Kaufleute als der ethnischen der Armenier zugehörig fühlten, aus der armenischen Jurisdiktion, was in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur Auflösung derselben und zugleich zur Marginalisierung der Armenier führte. Eine erneute ethnische Separierung der politischen und gerichtlichen Strukturen der Stadt fand 1519 durch das vom König geforderte Armenische Statut statt, welches hauptsächlich auf dem „Datastanagirk'“, dem Rechtsbuch des armenischen Gelehrten Mxit'ar Goš, aber auch auf dem Magdeburger Recht beruhte und so als Zeugnis transkultureller Verflechtung zu verstehen sei. Heyde warb für die analytische Unterscheidung zwischen „Desintegration“ zur Bezeichnung sozialer, ökonomischer, politischer und religiöser Prozesse und „Entflechtung“ als kulturelles und normatives Konzept, welches sich in der Konstruktion binärer Oppositionen unter Ausblendung von Multipolarität ausdrücke.

JENNY OESTERLE (Heidelberg) beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit Schutzkonzepten im frühen Islam. Die historische Entwicklung lässt sich dabei laut Oesterle in drei Phasen unterteilen: Die mekkanische Periode, in der Muslime auf Basis tribaler Ehrvorstellungen ihre eigene Sicherheit mit der polytheistischen Mehrheitsgesellschaft aushandeln mussten; das abessinische Exil, in das einige Muslime nach Erlöschen tribaler Schutzgarantien fliehen mussten; und die medinensische Periode, in der Muslime als Mitbegründer einer neuen polity in einem interkulturellen Aushandlungsprozess Schutzmechanismen für Fremde entwickelten. Auf Basis der Prophetenbiografie des Ibn Isḥāq stellte Oesterle die hiǧra ins abessinische Axum vor und bezeichnete diese als interreligiösen Aushandlungsprozess. Während die Mekkaner von ihren abbesinischen Verbündeten die Auslieferung der in ihren Augen abtrünnig gewordenen Muslime forderten, beriefen sich letztere auf die religiösen Gemeinsamkeiten mit den christlichen Abessiniern und konnten so den Negus als Schirmherrn gewinnen. Der Herrscher wurde daraufhin der Apostasie verdächtigt, woraufhin er sich öffentlich zum Christentum bekannte, dabei aber – so die islamische Überlieferung – durch List und ambige Aussagen seine tatsächliche Konversion zum Islam habe verheimlichen können.

JOHN TOLAN (Nantes) analysierte die polemische Rezeption Muḥammads im frühneuzeitlichen Europa. Im europäischen Mittelalter wurde der Prophet wahlweise als Häresiarch oder Antichrist bezeichnet. Dieses Bild war auch während der Reformation noch prägend und wurde dementsprechend polemisch verwendet; unter anderen wurden der Papst und Luther mit Muḥammad verglichen und als schlimmer als dieser bezeichnet. Eine andere Tradition entstand laut Tolan in unitarischen Kreisen, in denen die muslimische Kritik an der Trinitätslehre geteilt und Muḥammad als ein für eine rein-monotheistische Lehre eintretender Reformer wahrgenommen wurde. Im Zuge der Aufklärung verschob sich der Diskurs erneut. Voltaire benutzte Muḥammad etwa als Spiegel, um seine eigentlich an den Klerus gerichtete Kritik zu platzieren. Tolan stellte dabei allerdings fest, dass der Islam nun als rational-philosophischer Monotheismus wahrgenommen wurde, was auch mit zunehmender Zugänglichkeit islamischer Texte zusammenhängen könne. Er konstatierte, dass im Europa der Frühen Neuzeit das tradierte negative Bild Muḥammads zunehmend durch ein positives ersetzt oder zumindest ergänzt wurde.

Die entflechtenden Aspekte jüdischer Speisevorschriften beleuchtete GERHARD LANGER (Wien). Das Befolgen der rabbinischen Vorschriften sei als Beweis der religiösen Selbstverpflichtung zu verstehen und führe somit zu einer Abgrenzung von Nichtjuden einerseits und nichtrabbinischen Juden andererseits. Am Beispiel des Verbots, Fleisch in Milch zuzubereiten, zeigte Langer auf, dass europäische Juden im Mittelalter Vorschriften strikter auslegten, was einen stark entflechtenden Effekt hatte. Die vorgeschriebene Trennung von Geschirr für Fleisch- und Milchprodukte führte dazu, dass rabbinische Juden nicht mehr bei Nichtjuden speisen konnten. Das gemeinsame Essen wurde in rabbinischen Texten häufig als erster Schritt zu intimen Beziehungen mit Nichtjuden dargestellt, was wiederum als große Gefahr für die jüdische Identität der Nachkommen wahrgenommen wurde. Juden, die den verschärften Regeln nicht Folge leisteten, wurden der Apostasie verdächtigt. In der Moderne kam es im Rahmen des Reformjudentums zu einer Gegenbewegung, die sich durch explizites Brechen dieser Speisevorschriften von rabbinischen Juden abgrenzte.

ORI PREUSS (Tel Aviv) untersuchte das gleichzeitige Zusammentreffen von Übersetzung und Nicht-Übersetzung in den brasilianisch-argentinischen Beziehungen um 1900. Im Prinzip markiere die Notwendigkeit einer Übersetzung eine unüberwindbare Distanz zwischen den Kulturen. Da Portugiesisch und Spanisch aber eng verwandte Sprachen sind, sei jedoch diese Distanz nicht immer so unüberwindbar, wie manche „translation events“ der Zeit suggerieren: Die umfangreiche Übersetzung der Kataloge von brasilianisch-argentinischen literarischen Großveranstaltungen war eher der Bemühung geschuldet, beide Sprachen gleichzustellen – Original und Übersetzung sahen sehr ähnlich aus. Tatsächlich veröffentlichten manche literarischen Zeitschriften Texte in beiden Sprachen. Zudem kam es nicht selten vor, dass brasilianische Politiker in Argentinien Reden auf Portugiesisch hielten und umgekehrt. Diese Gleichzeitigkeit von Übersetzung und Nicht-Übersetzung zeigte beispielhaft, wie Verflechtung und Entflechtung zugleich vorkommen können.

TONY BALLANTYNE (Otago) bekräftigte seinerseits die Verflechtungsdynamik des britischen Empires. Während die Historiker in den 1990er-Jahren gerne die Ungleichheiten und Abgrenzungen im Mittelpunkt der Kultur des britischen Empires sahen, ordnete sich Ballantyne in eine neuere historiographische Strömung ein, die das Empire als „incorporatist regime“ studiert. Die Verflechtungen verliefen in beiden Richtungen zwischen Metropole und Kolonien, aber auch unter den Kolonien selbst. So gesehen sei das Empire keine Pyramide, sondern ein Netz von Beziehungen gewesen. Das Ende der Kolonialzeit bezeichnete eine Periode der Entflechtung, die jedoch keine Aufhebung von alten kulturellen Grenzen bedeutete. Die Teilung Indiens zeigte, wie neue Grenzen entstanden und wie schmerzhaft der Entflechtungsprozess erfolgen konnte. Australien oder Südafrika stellten ähnliche Beispiele dar: Nach einer Periode der „Métissage“ im 18. und 19. Jahrhundert folgte dort im 20. Jahrhundert eine Politik, die die Einschränkung der Vermischung zwischen ethnischen und sozialen Gruppen förderte.

BIRGIT SCHÄBLER (Erfurt) erörterte die komplexen Verhältnisse zwischen Orient und Okzident. Die Elite des osmanischen Reiches schaute im 19. Jahrhundert mit Bewunderung nach Westeuropa und schickte ihre Söhne zum Studium nach London und Paris. Dieser Periode der Verflechtung folgte ab den 1880er-Jahren jedoch eine Periode der Entflechtung, denn der Orient war vom Okzident enttäuscht. Nicht nur die britische Okkupation Ägyptens, sondern auch die kulturelle Debatte in Europa gab Anlass zu dieser Abwendung. In einer Vorlesung an der Pariser Sorbonne erklärte der französische Orientalist Ernest Renan die semitischen Völker im Jahre 1883 für unfähig, Mythen zu erfinden und daraus folgend Wissenschaften zu entwickeln. Die islamischen Theologen Ataullah Bayazitov und Dschamal al-Din Al-Afghani versuchten, Renan zu widerlegen. Der Orient hatte eine geistige Verbindung mit Europa gesucht, wurde aber zurückgewiesen, und musste aus ihrer Sicht folglich einen eigenen Weg finden. Die politischen Schriften des türkischen Journalisten Namik Kemal von 1888 sind dafür charakteristisch: Unter dem Einfluss von Montesquieu, den er übersetzt hatte, entwickelte er eine politische Theorie des Kalifats als moderner islamischer Staat, der vom Willen des Volks getragen werden sollte.

Die spezifischen Wertungen, die Verflechtungsprozesse in Verschwörungstheorien im gegenwärtigen Sri Lanka erfahren, nahm SVEN BRETFELD (Trondheim) in den Blick. Ausgehend von einem Überblick über die demographischen Verhältnisse der verschiedenen religiösen Gruppen – bzw. der im Diskurs kommunizierten Entitäten – in Sri Lanka, analysierte Bretfeld die in jüngerer Vergangenheit zunehmenden sozialen Antagonismen, welche sich insbesondere im Medium von Verschwörungstheorien artikulieren. Tatsächliche oder vermeintliche Verflechtungsvorgänge zwischen Buddhisten und Muslimen, die in unterschiedlichen sozialen Feldern, etwa auch im Sport, beobachtet werden, dienen dabei als Konstituenten eines Verschwörungs-Narrativs, das die ausbleibende Erfüllung buddhistischer Utopien des 20. Jahrhunderts erklären soll. Nur aufgrund des Betreibens der Muslime in Sri Lanka, so die Theorie, sei der – eigentlich zu erwartende – Siegeszug des Buddhismus verhindert worden, an dessen Stelle nun die zunehmende Dominanz des Islams treten werde. Von derartigen Diffamierungen provoziert, entstanden auf muslimischer Seite jedoch bald Gegenmodelle. Ganz unterschiedliche Urheber und Drahtzieher derartiger Verschwörungsvorwürfe – sogar die norwegische Regierung – werden in diesem Rahmen postuliert, denen man auf diese Weise die Entstehung des Konflikts anzulasten versucht.

Der letzte Vortrag von MICHAEL HOFMANN (Paderborn) widmete sich dem deutsch-iranischen Schriftsteller Navid Kermani, in dessen Werk einschlägige Formen transkultureller Verflechtungen zu konstatieren seien. Als Kontrastfolie zum Schaffen Kermanis, der für Hofmann einen positiv konnotierten Entwurf literarischer Hybridbildung repräsentiert, wurde zunächst eine Auswahl solcher Narrative referiert, die Verflechtungen zwischen Christentum und Islam in Deutschland unter negativen Vorzeichen interpretieren und in ihrer Wirkung insofern auf Entflechtungsprozesse abzielen. Dazu zählt etwa Thilo Sarrazins vieldiskutiertes Buch „Deutschland schafft sich ab“ von 2010, in dem das Bild eines durch Zuwanderung aus muslimischen Ländern bewirkten kulturellen Niedergangs propagiert wird. Navid Kermanis literarisches Projekt – prägnant im Buchtitel „Zwischen Koran und Kafka“ angezeigt – steht demgegenüber für eine kulturell produktive Verflechtung verschiedener Elemente und Traditionen. So findet Kermani Inspirationen und Vorbilder in der deutschen Literatur und Philosophie, etwa bei Kafka und Adorno, aber auch der Rockmusiker Neil Young wurde zum Gegenstand seiner ästhetischen Verarbeitung („Das Buch der von Neil Young Getöteten“, 2002). Derartige ‚Texte‘ westlicher Kultur verbinden sich bei Kermani mit seinem Interesse für islamische Mystik, welche er in ein kreatives Verhältnis etwa zur ‚mystischen‘ Dimension im Werk eines Franz Kafka setzt.

Der historisch breit angelegte Rahmen des Workshops, dessen Vorträge den Zeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart abdeckten, ermöglichte es, die analytischen Kategorien der ‚Verflechtung‘ und ‚Entflechtung‘ aus verschiedenen Perspektiven und mit Bezug auf sehr unterschiedliche empirische Felder zu erproben. In der Schlussdiskussion, die eine Brücke zwischen den Einzelstudien schlagen konnte, wurde insbesondere die Notwendigkeit betont, verschiedene Formen von Ver- und Entflechtungsprozessen voneinander abzugrenzen, etwa im Hinblick darauf, ob ein Entflechtungsvorgang bestehende kulturelle Verbindungen gänzlich auflöst oder vielmehr zu einer Neukonfiguration und Transformation der vorherigen Anordnung führt. Damit eng verbunden, kam die fundamentale Interdependenz von Ver- und Entflechtungsprozessen zur Sprache, die sich nicht nur darin manifestiert, dass Entflechtung in einem spezifischen gesellschaftlichen Bereich (etwa dem der Politik) die Permanenz von Verflechtungen in anderen kulturellen Sphären nicht ausschließt, sondern auch darin, dass sich beide Vorgänge in vielfältiger Weise wechselseitig stimulieren, ein Entflechtungsvorgang also wiederum eine neue Form von Verflechtung initiieren kann. Die nötige Binnendifferenzierung der Begriffe, aber auch ihre heuristische Fruchtbarkeit in sehr unterschiedlichen historischen Kontexten, zählen insofern zu den zentralen Einsichten der gemeinsamen Diskussion. Der Debatte um Möglichkeiten und Grenzen der Verflechtungsmetapher in den historischen Kulturwissenschaften konnte auf diese Weise ein weiterer Impuls gegeben werden.

Konferenzübersicht:

Wolfram Drews (Münster): Introduction

Kristin Skottki (Bayreuth): Witchdemonology. A Concept of Entanglement between Europe and Africa?

Jürgen Heyde (Halle an der Saale): Entangled Dis_Integration – Armenians, Burghers, and Jews in Fifteenth-Century L'viv

Jenny Oesterle (Heidelberg): Protection for Refugees in the First Decades of Islamic History

John Tolan (Nantes): The Portrait of Muḥammad as an Anti-clerical Reformer in Early Modern Europe

Gerhard Langer (Wien): Jewish Dietary Laws as a Means of Disentanglement

Ori Preuss (Tel Aviv): The Brotherhood between our Languages? Non/translation as a site of Argentine-Brazilian Dis/entanglements, 1860s-1910s

Tony Ballantyne (Otago): Entanglement and Disentanglement: Rethinking the Culture of the Modern British Empire

Birgit Schäbler (Erfurt): When Relations Turn Sour: Moments of Disentanglement between Europe and the Muslim World

Sven Bretfeld (Trondheim): The Foreigner as Religious Defiler: Buddhist Conspiracy Theories as Narratives of Negative Entanglement

Michael Hofmann (Paderborn): Zwischen Koran und Kafka. Transkulturelle Verflechtungen bei Navid Kermani

Zitation
Tagungsbericht: Processes of Transcultural Entanglement and Disentanglement, 07.06.2017 – 09.06.2017 Münster, in: H-Soz-Kult, 07.07.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7233>.