Die Ärzte der Naziführer – Karrieren und Netzwerke

Ort
Aachen
Veranstalter
Mathias Schmidt / Dominik Groß, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Datum
27.10.2016 - 28.10.2016
Von
Jens Westemeier / Mathias Schmidt, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Die nähere Erforschung der Haus-, Leib- und Begleitärzte führender NS-Funktionäre war das Ziel der Aachener Tagung. Leib- und Begleitärzte waren und sind Mediziner, die (teilweise exklusiv) im Dienst hochgestellter Persönlichkeiten stehen, für deren körperliches und seelisches Wohl verantwortlich zeichnen und insofern ein hohes Maß an Verfügbarkeit bieten. Nicht selten begründet dieser besondere Status ein Vertrauensverhältnis, eine soziale Nähe zum betreuten Patienten und somit letztlich eine Patronage-Beziehung, die auch karrierebildend und -fördernd wirken kann. Gleichzeitig befinden sich diese Mediziner im Zentrum der Macht und können ggf. gezielt Einfluss auf die Entscheidungsträger nehmen, sowohl bezüglich politischer Fragen als auch zur Durchsetzung persönlicher Ziele und Interessen. Das Ziel der Veranstaltung war es, diese Aspekte anhand verschiedener Fallbeispiele näher zu beleuchten.

In seinem Einführungsvortrag nahm DOMINIK GROß (Aachen) eine Begriffsbestimmung von Leib- und Begleitärzten vor und zeichnete historische Entwicklungslinien nach. Er hob die spezifischen Besonderheiten der Leibarzt-Patienten-Beziehung hervor, aus der sich die Kernfragen der Tagung ableiteten: Was begründete die Beziehung der Ärzte zu ranghohen NS-Führern – Zufall oder Kalkül? Resultierte aus diesen persönlichen Beziehungen neben dem gesellschaftlichen auch ein fachlicher Aufstieg? Welche Netzwerke und interpersonelle Beziehungsgeflechte lassen sich feststellen? Wie waren die Ärzte an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt? Wurden sie nach 1945 zur Verantwortung gezogen bzw. konnten sie ihre Karrieren fortsetzen? Zudem sind die Motive für eine Pathologisierung von NS-Größen durch Ärzte nach dem Ende des „Dritten Reiches“ zu hinterfragen.

THOMAS BEDDIES (Berlin) konnte am Beispiel der Chirurgischen Klinik der Berliner Universität im „Dritten Reich“ deren Charakter als medizinische wie auch politische Kaderschmiede aufzeigen. Die dort tätigen Ärzte profitierten sowohl von ihren fachwissenschaftlichen Netzwerken sowie ihrer politischen als auch tatsächlichen räumlichen Nähe zum NS-Regime und dessen Spitzenvertretern in Berlin. So wurden die Assistenzärzte Hanskarl von Hasselbach (1903-1981), Karl Haase (1900-1947) und Karl Brandt (1904-1947) als chirurgische Begleitärzte Hitlers tätig. Brandt stieg während des Zweiten Weltkriegs zum dienstgradhöchsten SS-Arzt und „Generalkommissar für das Sanitäts- und Gesundheitswesen“ auf. Er stand seit 1933 in persönlicher Nähe zu den NS-Machthabern, war Mitverantwortlicher der „Aktion T4“ und trug Verantwortung für Menschenversuche in den Konzentrationslagern.

STEPHANIE KAISER (Aachen) beleuchtete die Karriere des Chirurgen Ludwig Stumpfegger (1910-1945), Hitlers letztem Begleitarzt. Historikern im Zusammenhang mit der Vergiftung der Goebbels-Kinder bekannt, wurde er von Himmler und Karl Gebhard protegiert und brachte es im Alter von 35 Jahren zum SS-Standartenführer. Seine Habilitation stützte der wissenschaftlich ehrgeizige Stumpfegger auf Menschenversuche in den Konzentrationslagern unter der Leitung seines Vorgesetzten Gebhardt.

MENEVSE DEPREM-HENNEN (Krefeld) zeigte am Beispiel von Hitlers Zahnbehandler Hugo Blaschke (1881-1960), wie dieser in der Bundesrepublik schnell wieder praktizieren konnte. Obwohl der ehemalige SS-Brigadeführer genaue Kenntnisse von den Vorgängen in den Konzentrationslagern, insbesondere dem Raub von Zahnbruchgold getöteter Häftlinge besaß, hatte sich der „Oberste Zahnarzt“ der SS vor keinem Alliierten Gericht zu verantworten. Eine deutsche Spruchkammer stufte ihn abschließend als „Mitläufer“ ein. Mit seinem von Hitler verliehenen Titel eines Professors schmückte er sich bis zu seinem Tod.

JAN ARMBRUSTER (Stralsund) fragte nach dem Erkenntnisgewinn von Beiträgen zu Hitlers psychischem Gesundheitszustand, die teilweise lediglich auf Aussagen oder Erinnerungen aus Hitlers Umfeld gründen, und sensibilisierte dabei auch für die Gefahren einer retrospektiven Diagnose. Quellen in Form von psychiatrischen Patientenunterlagen über Hitler lägen nicht vor und bis heute sei nicht zweifelsfrei erwiesen, ob Hitler jemals einer regulären psychiatrischen Untersuchung unterzogen wurde, was die Voraussetzung für eine fundierte Diagnosestellung wäre. Die verschiedenen Mythen und angesprochenen Probleme erläuterte Armbruster am Beispiel von Hitlers psychogener Blindheit nach einer Gasvergiftung am Ende des Ersten Weltkriegs. Dies sei bereits im Hitlerprozess 1924 in München diskutiert worden, obwohl wahrscheinlich bereits zu diesem Zeitpunkt kein Krankenblatt mehr vorhanden war. Insgesamt lässt sich rückwirkend kaum eine valide Einschätzung von Hitlers psychischem Gesundheitszustand vornehmen.

JUDITH HAHN (Berlin) porträtierte Himmlers Arzt, Jugendfreund und Vertrauten Karl Gebhardt (1897-1948). Gebhardt gelang – zunächst unabhängig von Himmler – als Mediziner eine beachtliche Karriere. Seit den Olympischen Spielen 1936 und einer Professur für Sportmedizin an der Berliner Universität 1937 galt er als international anerkannter Sportmediziner. Über seine Beziehung zu Himmler avancierte er zum „Beratenden Chirurgen“ im Sanitätsdienst der SS und stieg bis zum SS-General auf. Diese Position nutzte er später, um medizinische Experimente an Konzentrationslager-Häftlingen durchzuführen.

WERNER NEUß (Warthausen) beschäftigte sich mit der Biografie von Himmlers Masseur Felix Kersten (1898-1969). Dessen Selbstzuschreibungen lassen sich mit Dokumenten nur unzureichend belegen, die Biografie weist große Lücken auf. Nach 1945 stilisierte er sich in seiner Erinnerungsschrift „Totenkopf und Treue“ (dt. 1952) zum Retter zahlreicher KZ-Häftlinge. Seine Kernthese, es habe sich bei Felix Kersten in Wirklichkeit um einen Hochstapler gehandelt, der in der Weimarer Republik einen Mord verübt und den Namen Felix Kersten angenommen habe, konnte der Referent indes nicht hinreichend belegen.

Die Untersuchung EVA-MARIA ULMERs (Frankfurt am Main) über Karl Fahrenkamp (1989-1945) schloss in ihren Ergebnissen nahtlos an die biografischen Erkenntnisse über andere führende Ärzte in der SS an. Zum einen sicherte sich der Kardiologe durch die Behandlung von Familienangehörigen einen privaten Zugang zu Himmler, zum anderen gehörte er zu den Profiteuren des Regimes. Finanziell großzügig von Himmler unterstützt, führte er ernährungswissenschaftliche Versuche durch, für die er auch Zwangsarbeiter zur Verfügung gestellt bekam. Die Aneignung jüdischen Eigentums sowie die Entwicklung und der Vertrieb von pharmazeutischen und kosmetischen Produkten für die SS machten ihn bis Kriegsende zu einem reichen Mann, dessen Besitz auch über 1945 in Familienhand blieb.

Mit Wilhelm Ewig (1893-1962), einem ehemaligen Freimaurer und Arzt des Gauleiters der Westmark Joseph Bürckel, befasste sich der Vortrag von GISELA TASCHER (Heusweiler). 1935 entstand eine persönliche Freundschaft zwischen den beiden, nachdem Ewig Bürckels Ehefrau behandelt hatte. Bürckel machte Ewig deshalb zum medizinischen Berater der Gauleitung, 1941 ernannte er Ewig zum „Gaugesundheitsführer der Westmark“, ein Amt, das es bis dahin im gesamten Reich auf der Gauebene nicht gegeben hatte. Mit dem Schwinden des politischen Einflusses von Bürckel und dessen Tod 1944 schwand auch der politische Einfluss Ewigs. Nach Kriegsende stellte sich Ewig, abgestützt auf eine Flut von Persilscheinen, als Oppositionellen dar und konnte so bald wieder als Chefarzt in Göttingen tätig werden.

JULIA NEBE (Aachen) und JAN KLEINMANNS (Aachen) beschäftigten sich mit dem Oberstabsarzt der Luftwaffe Ramón de Ondarza (1908–1972), der seit Mitte der 1930er-Jahre Hermann Göring behandelte und ab 1939 dessen Begleitarzt wurde. Im Vergleich zu anderen Wehrmachtsärzten verschaffte ihm dieser Dienstposten während des Krieges eine ausgesprochen privilegierte Position, in der er alle Bequemlichkeiten, die sich der Reichsmarschall herausnahm, mit genießen konnte. Nach dem Krieg schaffte es de Ondarza mit einer geschickten Argumentationsstrategie, seine Nähe zur nationalsozialistischen Führungselite zu verbergen. In seiner „Entnazifizierungsakte“ taucht der Name Göring an keiner Stelle auf. Mehr noch, seine Verhaftung durch SS und Gestapo nach dem vermeintlichen Göring-Putsch im April 1945 nutzte er, um sich als apolitischen Soldaten und Arzt zum Opfer des NS-Regimes zu stilisieren. Er konnte so in der Bundesrepublik ein neues Leben beginnen und blieb bis an sein Lebensende von der Justiz unbehelligt.

ANDREAS THUM (Erlangen) widerlegte das Bild des unpolitischen Mediziners Walter Stoeckel (1871-1961), das dieser nach 1945 von sich selbst gezeichnet hatte. Der Gynäkologe und Geburtshelfer, von 1926 bis 1951 Direktor der Universitätsfrauenklinik Berlin, hatte fünf der sieben Kinder von Magda Goebbels (1901-1945) entbunden und war so in Kontakt zu Joseph Goebbels gekommen, der bis zum Ende des „Dritten Reichs“ hielt. Bereits 1932 war Stoeckel von Magda Goebbels in die politischen Kreise Berlins eingeführt worden und lernte so unter anderem Hitler und Himmler kennen. Von Anfang an profitierte er von seinen Beziehungen zur Familie Goebbels, zunächst dadurch, dass ihm weitere prominente Patientinnen vermittelt wurden, darunter die Ehefrauen von Bormann, Ribbentrop und Heydrich sowie Eva Braun. Seine Kontakte zur NS-Prominenz und besonders zu Magda Goebbels, die als eine Art Botin fungierte, nutzte Stoeckel zur Durchsetzung verschiedener fachpolitischer und beruflicher Interessen.

FLORIAN BRUNS (Berlin) zeichnete mit Max Hochrein (1897-1973) die Karriere eines bereits zu Anfang der 1930er-Jahre aufstrebenden Internisten und Hochschullehrers an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig nach. 1932 wurde er in Leipzig zum außerordentlichen Professor ernannt, 1933 trat er der NSDAP bei und orientierte seine Arbeitsschwerpunkte an der nationalsozialistischen „Leistungsmedizin“. In den folgenden Jahren war Hochrein Leibarzt des sächsischen Gauleiters Martin Mutschmann sowie Robert Leys, Chef der Deutschen Arbeitsfront. Seinen engen Kontakt zum sächsischen Gauleiter versuchte er zu nutzen, um eine zweite Medizinische Klinik aufzubauen und seinen anerkannten Leipziger Fachkollegen Max Bürger aus der Position des Klinikdirektors zu drängen. 1939 erhielt er das Ordinariat, 1940 bis 1944 war er schließlich Dekan der Medizinischen Fakultät Leipzig. Nach Kriegsende verließ Hochrein Leipzig gen Westen, wo er allerdings nicht mehr an seine Karriere anknüpfen konnte.

MATHIAS SCHMIDT (Aachen) skizzierte die Biografie Hans Holfelders (1891-1944) und ging auf dessen Beziehungen zu verschiedenen führenden NS-Funktionären ein. Der Frankfurter Professor für Röntgenologie besaß seit den 1920er-Jahren aufgrund seiner wissenschaftlichen Arbeiten in Fachkreisen höchstes Ansehen. Holfelder war wie viele Röntgenologen dieser Zeit an der Stärkung der Röntgenologie als universitärem Fach in der Medizin gelegen. Äußerst ehrgeizig suchte er dazu nach 1933 über den Gauleiter von Hessen-Nassau, dessen Frau er behandelt hatte, Anschluss an das NS-Regime. Nachdem er erkannte, dass seine regional begrenzten Kontakte für seine Bestrebungen nicht ausreichten, intensivierte Holfelder sein Engagement in der SS und gründete quasi eigeninitiativ den SS-Röntgensturmbann. Tatsächlich kam er so in Kontakt zu Himmler, Conti, Brandt und Morell und versuchte in der Folge, diese immer wieder gezielt für seine berufspolitischen Ziele zu mobilisieren.

Im Fokus von PHILIPP RAUH (Erlangen) stand die Biografie von Hermann Wintz (1887-1947), Ordinarius für Geburtshilfe und Frauenheilkunde an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Wintz war bereits lange vor 1933 das Aushängeschild der Medizinischen Fakultät, unter seiner Ägide avancierte die Erlanger Universitätsfrauenklinik zu einem radiologischen Forschungs- und Behandlungszentrum von internationalem Rang. Wintz war deshalb nicht nur ein bedeutender Wissenschaftler, sondern auch „Prominentenarzt“, der auch von verschiedenen bekannten NS-Führern konsultiert wurde. Im Zeitraum 1933 bis 1945 waren dies unter anderem die fränkischen Gauleiter Julius Streicher und Karl Holz sowie der zeitweilige Stellvertreter Hitlers, Rudolf Hess, deren (Ehe-)Frauen in der Klinik von Wintz behandelt bzw. deren Kinder dort entbunden wurden. Davon profitierte Wintz auch beruflich: Seine Kontakte zur fränkischen Gauleitung waren ausschlaggebend, dass er 1938 Rektor der Universität Erlangen wurde.

NIELS WEISE (München) stellte die Zusammenhänge der sich gegenseitig maßgeblich beeinflussenden Biografien Theodor Eickes (1892-1943) und Werner Heydes (1902-1964) vor. Eicke, SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS, Schöpfer des Konzentrationslagersystems, war 1933 in „Schutzhaft“ genommen und in die Psychiatrische Nervenklinik der Universität Würzburg eingewiesen worden. Dort behandelte ihn Heyde, der sich bald für eine Entlassung Eickes bei Himmler stark machte, die dann auch rasch erfolgte. Damit dürfte Heyde maßgeblich zu Eickes Rehabilitierung beigetragen haben. 1936 trat Heyde in die SS ein, übernahm Dienstposten in Eickes Verbänden, wurde später Leiter der medizinischen Abteilung der „Euthanasie-Zentrale“ und Obergutachter für die „Aktion T4“. Eicke kam 1943 als Kommandeur der SS-Division „Totenkopf“ in der Sowjetunion ums Leben. Heyde wurde 1945 von den Alliierten interniert, konnte 1947 fliehen und in Schleswig-Holstein unter dem Pseudonym Fritz Sawade wieder als Arzt praktizieren. Nach seiner Enttarnung wurde er wegen der Tötung von mindestens 100.000 Menschen im Rahmen der NS-Euthanasie angeklagt, beging aber noch vor der Eröffnung des Prozesses Suizid.

JENS WESTEMEIER (Aachen) zeigte, wie es Ernst Günther Schenck (1904-1998) mit einer proaktiven Strategie gelang, nach 1945 als Zeitzeuge über Interviews und Veröffentlichungen eine positive Rezeption seiner eigenen Person zu erzielen. Der SS-Obersturmbannführer und sogenannte Ernährungsinspekteur der Wehrmacht und Waffen-SS, der u.a. im Konzentrationslager Mauthausen Ernährungsversuche initiiert hatte, schlüpfte in TV-Dokumentationen in die Rolle des außenstehenden, kritischen Beobachters. Der ehemalige SS-Arzt schrieb sich für die letzten Kriegstage eine Nähe zu Hitler zu und fühlte sich somit berufen, eine Beurteilung von dessen Gesundheitszustand vorzunehmen, die darauf abzielte, die Tätergeneration, und damit auch sich selbst, zu entschuldigen. Über die positive und ahistorische Darstellung seiner Person im Spielfilm „Der Untergang“ (BRD 2004) mutierte der SS-Führer schließlich für ein Millionenpublikum zu einem Sympathieträger.

Trotz vieler Unterschiede in den Einzelbiografien lassen sich deutliche Muster und Gemeinsamkeiten der Leib- und Begleitärzte konstatieren. Während als Leibärzte eher etablierte Mediziner wie Theodor Morell wirkten, waren die Begleitärzte häufig jünger und machten im Windschatten ihrer Vorgesetzten schnell Karriere. Bei den älteren, bereits etablierten Ärzten zeichnet sich hingegen die Tendenz ab, den Karriereschwerpunkt zu verlagern oder Wege zu finden, um bis dahin noch versperrte berufliche oder politische Ziele zu erreichen. Die Kontakte zu ihren politisch einflussreichen Patienten scheinen dazu ein aussichtsreich erscheinendes Mittel gewesen zu sein. Im Gegenzug fungierten sie nicht nur als Ärzte, sondern auch als politische Berater und Vertraute, die ihrerseits dem Regime ihre Fachexpertise zur Verfügung stellten und darüber hinaus selbst auch Kontakte herstellten bzw. vermittelten.

Konferenzübersicht:

Dominik Groß (Aachen): „Die Ärzte der Nazi-Führer“. Eine Einführung

Thomas Beddies (Berlin): Eminent politisch: Die Chirurgische Klinik der Berliner Universität im „Dritten Reich“

Stephanie Kaiser (Aachen): Ludwig Stumpfegger – eine Karriere im Nationalsozialismus

Menevse Deprem-Hennen (Krefeld): Hugo Blaschke – „Dentist des Teufels“

Jan Armbruster (Greifswald): Zur Diskussion um Adolf Hitlers psychischen Gesundheitszustand

Judith Hahn (Berlin): Karl Gebhardt. Leibarzt und Vertrauter Heinrich Himmlers

Werner Neuß (Warthausen): Mörder, Mentor, Menschenfreund: Himmlers „Leibarzt“ Felix Kersten

Eva-Maria Ulmer (Frankfurt am Main): Karl Fahrenkamp – Kardiologe, Vertrauter Himmlers, „Betriebsarzt“, Nutznießer und Forscher der SS

Gisela Tascher (Heusweiler): Wilhelm Ewig – Leibarzt der Familie von Gauleiter Joseph Bürckel

Julia Nebe / Jan Kleinmanns (Aachen): „Wenn der Paladin krank wurde“: Görings Leibarzt Ramón de Ondarza

Andreas Thum (Erlangen): „Mein ganzes Glück als Frau und Mutter verdanke ich zu einem großen Teil Ihnen“. Der Berliner Gynäkologe Walter Stoeckel und Magda Goebbels

Florian Bruns (Berlin): Der Leipziger Internist Max Hochrein. Eine Karriere zwischen Medizin und NSDAP

Mathias Schmidt (Aachen): Hans Holfelder und Gauleiter Jakob Sprenger

Philipp Rauh (Erlangen): Hermann Wintz – „der Arzt, dem die fränkischen Gauleiter ver-trauten“

Niels Weise (München): KZ-Karrieren – Werner Heyde und Theodor Eicke

Jens Westemeier (Aachen): Ernst Günther Schenck – Vom SS-Arzt zum „Gehilfen der Historiker“

Mathias Schmidt (Aachen): Zusammenfassung und Abschlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: Die Ärzte der Naziführer – Karrieren und Netzwerke, 27.10.2016 – 28.10.2016 Aachen, in: H-Soz-Kult, 16.08.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7276>.
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Veröffentlicht am
16.08.2017
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