Israel, die PLO und die deutsche Linke 1967–2017. Oder: Wie der Sechstagekrieg Wahrnehmungen veränderte

Ort
Frankfurt am Main
Veranstalter
Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften (FZHG)
Datum
25.05.2017 - 26.05.2017
Von
Janneke Rauscher, Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Zwei Ereignisse der jüngeren Geschichte stehen in Verdacht, die politische und gewaltförmige Radikalisierung der linken studentischen Protestbewegung in Westdeutschland 1967/1968 maßgeblich vorangetrieben zu haben: der gewaltsame Tod des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 bei einer Demonstration in Berlin und der Sechstagekrieg im Nahen Osten, den Israel vom 5. bis zum 10. Juni 1967 gegen Ägypten, Jordanien und Syrien führte und gewann. Insbesondere der oft als Umschwung Israels ‚von Opfern zu Tätern‘ wahrgenommene Sechstagekrieg, so eine weitverbreitete These, habe die Haltung der deutschen Linken bezüglich Israel maßgeblich verändert und zu einem neuen Antisemitismus sowie der weiteren Radikalisierung der Protestgruppen geführt.[1] Letztere mündete bekanntlich in der Entstehung der Roten Armee Fraktion (RAF) 1970. Ob diese Erklärung schlüssig und erschöpfend ist, welche Zusammenhänge zwischen den beinahe parallelen Ereignissen in der BRD und in Israel bestehen, wie sie Wahrnehmungen und Haltungen wandelten und welche anderen Faktoren vielleicht eine Rolle spielten – diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der internationalen Tagung des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften, die am 25./ 26. Mai 2017 an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main stattfand. Hervorzuheben ist das vergleichsweise große öffentliche Interesse an dieser Tagung, spürbar nicht nur am Publikumsandrang (bei allen Vorträgen waren zwischen 20 und 40 Gäste anwesend, die äußerst rege mitdiskutierten), sondern auch an der Anwesenheit von Rundfunk- und Pressevertretern. Dies war wohl, neben den Teils weit über die akademische Fachwelt hinaus bekannten Referentinnen und Referenten, auch darauf zurückzuführen, dass thematisch ähnliche Konferenzen, die sich im Mai und Juni des Jahres mit den Geschehnissen und Folgen des Sechstagekrieges für Israel, Palästina und die BRD auseinandersetzen wollten, aufgrund von Protesten und Beschwerden im Vorfeld teilweise abgesagt werden mussten.[2] Den Tagungsleitern in Frankfurt gelang es jedoch, das Thema mit der gebotenen Feinfühligkeit einzuführen und so zu einer weitgehend ausgeglichenen Betrachtungsweise einzuladen.

Zu Beginn stellten die Tagungsleiter STEFFEN BRUENDEL (Frankfurt am Main) und INGRID GILCHER-HOLTEY (Bielefeld) die leitende These und weitere Fragestellungen vor, womit sie den gemeinsamen Rahmen der kommenden zwei Tage setzten. Neben einem Überblick über die Chronologie der Ereignisse in Israel und Deutschland zwischen dem 2. Juni 1967 und der Gründung der RAF 1970 wurde auch der Begriff des „kritischen Ereignisses“ nach Bourdieu als analytisches Instrument eingeführt, um eine erste Annäherung an die Wahrnehmung und Wirkmacht des Krieges zu erlauben.[3] Während der Sechstagekrieg 1967 für die europäischen Protestbewegungen sicher als ein ‚kritisches‘, also mobilisierendes und die Gesamtwahrnehmung beeinflussendes Ereignis beschrieben werden kann, scheint dies für Israel nicht unbedingt zu gelten. Insbesondere die erhellenden Betrachtungen der innerisraelischen Diskurs- und Machtverschiebungen seit 1967 waren geeignet, dies aufzuzeigen. So analysierte AMIT KRAVITZ (München), inwiefern der Sechstagekrieg nach wie vor als „offener“ Krieg verstanden werden könne und als solcher auch den Umgang mit seinen Auswirkungen erklären helfe. Ohne wirklichen Abschluss, mit bis heute andauernder, aber als ‚vorübergehend‘ wahrgenommener Besetzung von Gebieten und unklarem Status der arabischen bzw. palästinensischen Bevölkerung, sei der Krieg von einem der wichtigsten militärischen Siege zur Konsolidierung des Staates Israel zu einem beinahe vergessenen Konflikt (unter vielen) geworden, der heute in Israel als fast peripheres Ereignis der eigenen Geschichte erscheine. Dadurch würden weder der Sechstagekrieg als Ursache noch dessen Folgen in den Fokus öffentlicher Debatten rücken.

Dieser Befund wurde durch OFER ASHKENAZI (Jerusalem) noch vertieft. Er zeichnete den israelischen politischen Diskurs von 1967 bis 1979 als eine Serie innerer Ambiguitäten und zum Teil paradoxer, aber simultan existierender Haltungen nach. So habe der israelische Staat gleichzeitig einen unilateralen Aktivismus und eine größtmögliche Passivität im Umgang mit den Folgen des Sechstagekrieges angestrebt. Insbesondere der Siedlungsbau in den besetzten Gebieten sei politisch sowohl verurteilt als auch unterstützt worden; die Siedlungen seien gleichzeitig als irreversibel und, durch das Friedensabkommen mit Ägypten und die Rückgabe des Sinai 1979, als doch umkehrbar markiert. Diese innerisraelische Ambivalenz sei bis heute ein maßgeblicher Teil des Problems und setze sich auch in der Zivilgesellschaft fort. Dass diese Ambivalenz auch ein Problem für die israelische außerparlamentarische Opposition darstellte, legte SILJA BEHRE (Jerusalem) in ihrer Untersuchung der Gruppe Matzpen nahe. Als neue linke „Israelische Sozialistische Organisation“ 1962 gegründet, hätten sich deren Anhänger nach 1967 sowohl gegen die ‚alte‘ Linke als auch gegen den Zionismus und die israelische Besatzung der palästinensischen Gebiete gewendet. Die Solidarität mit Palästina und die Ablehnung des Staates Israel in den Grenzen nach dem Sechstagekrieg habe die israelische und die deutsche Linke zu dieser Zeit verbunden. Während die deutschen ‚68er‘ sich aber – zumindest im Nachhinein – als Protest gegen die eigene Elterngeneration wahrgenommen hätten und einen utopischen Gegenentwurf zur bestehenden Ordnung entwickelt hätten, habe die israelische Neue Linke dies nicht erreicht: Da der Zionismus ebenso wie der Staat Israel bereits als durch die Elterngeneration weitgehend verwirklichte (und nun zu verteidigende) Utopie angesehen worden seien, die das reale Staatsgebiet mit der politischen Vision in eins setze, sei der Spielraum für den Aufbau einer Gegenutopie ungleich geringer gewesen. Schlussendlich sei es deshalb, trotz vieler Parallelen, auch nicht zu einer vergleichbaren Protestbewegung in Israel gekommen.

Die palästinensische bzw. arabische Sicht auf den Sechstagekrieg sowie dessen Folgen – der Gazastreifen, das Westjordanland und die Golan-Höhen sind nach wie vor durch Israel besetzte Gebiete[4], und eine Zwei-Staaten-Lösung scheint heute ferner als zu Beginn des Osloer-Friedensprozesses in den 1990er-Jahren – blieb im Vergleich zur ausführlichen Darstellung der israelischen Sichtweise leider hinter den Erwartungen zurück. Dies war vor allem der kurzfristigen Absage eines Teilnehmers geschuldet, der gerade diese Aspekte ausführlich beleuchten und in der finalen Diskussionsrunde auf dem Podium vertreten sollte. TROND KUSTER (Bielefeld) gelang es dennoch, durch die Vorstellung der Schriften Noam Chomskys zum Nahost-Konflikt, diese andere Perspektive auf den Sechstagekrieg für die Tagungsteilnehmer präsent zu machen und in die Diskussion einzubringen. Kusters Untersuchung der spezifischen Herangehensweise Chomskys, der als linker amerikanisch-jüdischer Intellektueller Stimmen aus beiden Lagern des Konfliktes relativ unvermittelt nebeneinanderstelle und auch palästinensische Zivilisten der besetzten Gebiete zu Wort kommen lasse, um so ein ‚drittes Narrativ‘ zu kreieren, führte die palästinensische Wahrnehmung des Sechstagekrieges ebenso vor Augen wie die Folgen der andauernden Besatzung für die palästinensische Bevölkerung. Auch wenn Chomskys Vorgehensweise und ‚Einmischung‘ in diesen politischen Konflikt (er selbst ist Linguist) nicht bei allen Teilen des Publikums auf Verständnis stieß, war dies doch ein wichtiger Beitrag, um die Betrachtung und Bewertung des Sechstagekrieges nicht einseitig werden zu lassen.

Weitere Vorträge bezogen die Sichtweise der palästinensischen Bevölkerung in die Erklärungen für die Radikalisierung der studentischen Protestbewegung mit ein, auch weil seit dem Sechstagekrieg die geforderte Solidarität mit Palästina häufig als Merkmal des Antisemitismus der Linken galt, die eine Auflösung des Staates Israel in Betracht zöge oder gar offen fordere. Ein Vertreter dieser These, JEFFREY HERF (Washington), betonte dabei die Rolle der Unterstützung der DDR für die Palästinensische Befreiungsorganisation (Palestine Liberation Organization, PLO). Neben Waffenlieferungen und sicheren Rückzugsmöglichkeiten für arabische Terroristen sowie die (auch politische) Unterstützung des langjährigen PLO-Führers Jassir Arafat, hätten die DDR und die Sowjetunion vor allem einen diskursiven Sieg errungen: So sei es ihnen gelungen, Israel als „Speerspitze des amerikanischen Imperialismus im Nahen Osten“ zu brandmarken, sowie, mit Hilfe des „palästinensischen Narrativs“, Zionismus mit Faschismus gleichzusetzen. Dadurch sei schließlich auch für die westdeutsche Protestbewegung Antisemitismus in Antifaschismus umgewidmet worden, wodurch die Ablehnung Israels und die Solidarität mit der PLO ihren ideologischen Platz in der westdeutschen Linken gefunden hätten.[5] Ähnlich äußerte sich später auch JOHANNES BECKE (Heidelberg), der die geostrategischen Interessen der Sowjetunion als wichtigen Einflussfaktor für den ‚Erfolg‘ des palästinensischen Narrativs sah.

Ein bis heute weitgehend übersehenes Puzzleteil in der Frage der Radikalisierung der deutschen studentischen Protestbewegung und ihrer Verbindung zur arabischen Perspektive auf den Sechstagekrieg zeigte ANNETTE WOLF (Leipzig) auf. Sie erläuterte die Rolle der Konföderation Iranischer Studenten (CISNU), dem 1962 in Paris gegründeten internationalen Dachverband iranischer Studenten, bei der Organisation und Durchführung der Proteste gegen den Besuch des Schahs von Persien am 2. Juni 1967 – eben jener Demonstration, deren Besuch Ohnesorg mit dem Leben bezahlte. Die im Iran aufgrund ihrer liberalen und kosmopolitischen Ausrichtung verbotene Organisation habe sich dafür stark gemacht, den Westen über die Unterdrückung des iranischen Volkes durch den Schah aufzuklären. Es sei ihnen gelungen, über das Aufzeigen von Verbindungen zwischen der Situation im Iran, in der sogenannten Dritten Welt und dem US-amerikanischen Krieg in Vietnam sowohl Anti-Kolonialismus als auch Anti-Imperialismus als Kern der Proteste zu etablieren und so die westlichen Studierenden überhaupt erst für eine Demonstration gegen den Schah zu aktivieren.

Eine in Bezug auf die deutsche Linke nach Innen gerichtete Analyse der Radikalisierung präsentierten schließlich WOLFGANG KRAUSHAAR (Hamburg) und STEFAN MÜLLER-DOOHM (Oldenburg): Beide zeichneten hierfür die Wahrnehmung des Sechstagekrieges und die Veränderung innerhalb der durchaus heterogenen Gruppierungen nach, welche als ‚Neue Linke‘ zusammengefasst werden. STEFAN MÜLLER-DOOHM beleuchtete das Verhältnis der „tonangebenden Linksintellektuellen“ dieser Zeit, der Professoren der protestierenden Studierenden, zu dem sich schnell radikalisierenden Protestdiskurs und ihre Reaktionen auf die zum Teil gewaltförmige Eskalation. An den Beispielen Theodor W. Adornos und Jürgen Habermas‘ verdeutlichte er, dass die Neue Linke keine geschlossene, einheitliche Denkströmung oder Gruppierung darstelle, und auch in der intellektuellen Debatte Dynamiken der Eskalation und der Frontenbildung beobachtbar seien.

Für eine stärkere Betonung der Heterogenität innerhalb der studentischen Protestbewegung selbst plädierte auch WOLFGANG KRAUSHAAR. Wichtig sei nachzuvollziehen, wie die einzelnen Fraktionen von den Ereignissen beeinflusst wurden und dann wiederum selbst die Geschehnisse beeinflussen konnten. Insbesondere in Berlin seien auch nach Beginn des Sechstagekrieges pro-israelische Gruppierungen vertreten gewesen, und die dokumentierten Diskussionen des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) aus dieser Zeit ließen den Sechstagekrieg weitgehend außen vor. Intern jedoch seien einige Gruppierungen bereits vor dem Sechstagekrieg auf anti-israelischem Kurs gewesen. Die weitgehende Durchsetzung ihrer Positionen nach Kriegsbeginn führte Kraushaar vor allem auf psychologische Faktoren und die Abspaltung der gemäßigteren Gruppierungen in Folge des nun offen gewordenen Antisemitismus zurück. Insbesondere sei die psychische Entlastung bei der Schuldaufarbeitung der Nachkriegsgeneration ausschlaggebend dafür gewesen, die Unterstützung der PLO und eine Ablehnung des Zionismus (und damit die Ablehnung des Staates Israels zumindest in den Grenzen nach 1967) als Verteidigung der Schwachen, als antiimperialistische und antifaschistische Haltung deuten zu können. Dass diese Ablehnung in Antisemitismus umschlug, sei nicht zuletzt auch auf den Einfluss einzelner zurückzuführen, die wie etwa Horst Mahler zu zentralen Figuren in radikalen Teilgruppen wie im Umfeld der RAF wurden, aber durch die Sozialisation im NS-Staat bereits antisemitisch vorgeprägt waren. Diese individualpsychologische Erklärung gesellschaftlicher Prozesse wurde auch in der abschließenden Podiumsdiskussion, an der Ingrid Gilcher-Holtey, Jeffrey Herf und Wolfgang Kraushaar teilnahmen, rege und kontrovers diskutiert.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Tagung des Forschungszentrums durch zahlreiche spannende Vorträge und angeregte Diskussionen unter Einbezug der Öffentlichkeit einen Gewinn in der allgemeinen Debatte um zwei äußerst kontroverse geschichtliche Ereignisse darstellte. Dass der Sechstagekrieg Wahrnehmungen innerhalb wie außerhalb Israels änderte und bis heute beeinflusst, wurde durch alle Beiträge dokumentiert. Für die Radikalisierung und den Antisemitismus der westdeutschen Linken waren jedoch weitere externe wie interne Faktoren relevant, wie beispielsweise die Rolle, die die Sowjetunion, die DDR und die PLO, aber auch die CISNU bei der Verbreitung des „antizionistischen Kampfes“ und der Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung in Deutschland spielten. Zudem ist die oft unterschätzte interne Heterogenität der studentischen Protestbewegung hervorzuheben, die gerade keine einheitliche Wahrnehmung und Haltung zum Sechstagekrieg ausbildete.

Konferenzübersicht:

Begrüßung
Steffen Bruendel (FZHG, Frankfurt am Main), Ingrid Gilcher-Holtey (Universität Bielefeld), Amit Kravitz (Vertretung Generalkonsul des Staates Israel, München)

Sektion I

Amit Kravitz (München): Die heutige Bedeutung des Sechstagekriegs für Israel

Jeffrey Herf (University of Maryland, Washington): Der Sechstagekrieg und die deutsche Linke

Sektion II

Omar Kamil (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg): Der Sechstagekrieg, die palästinensische Nationalcharta und die arabischen Israelis

Ofer Ashkenazi (Richard Koebner Minerva Center for German History, Hebräische Universität Jerusalem): Der Sechstagekrieg im politischen Diskurs Israels 1967 bis 1979

Silja Behre (Franz Rosenzweig Minerva Research Center, Hebräische Universität Jerusalem): Verhinderte der Sechstagekrieg ein israelisches „68“?

Sektion III

Annette Wolf (Simon-Dubnow-Institut, Leipzig): Der 2. Juni 1967 aus der Perspektive der iranischen Studentenorganisation CISNU

Trond Kuster (Universität Bielefeld): Noam Chomsky, der Sechstagekrieg und die Palästinenser – Analyse eines linken Intellektuellen

Sektion IV

Johannes Becke (Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg): Der Kolonialismus der Nachbarn: Groß-Israel und Groß-Marokko im postkolonialen Zeitalter

Wolfgang Kraushaar (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur): Auswirkungen des 2. Juni 1967 und des Sechstagekriegs auf den SDS und die 68er-Bewegung

Sektion V

Stefan Müller-Doohm (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg): Mit der Protestbewegung gegen sie denken: Das Verhältnis von T. W. Adorno und J. Habermas zur Neuen Linken

Sektion VI

Claudia Korenke (Deutsch-Israelische Gesellschaft, Frankfurt am Main): Die Deutsch-Israelische Gesellschaft und ihre Frankfurter Arbeitsgemeinschaft

Diskussionsrunde mit Ingrid Gilcher-Holtey, Jeffrey Herf, Wolfgang Kraushaar

Anmerkungen:
[1] Siehe beispielsweise Michael Brenner, Der antisemitische Code. Von linken und rechten Antisemiten, guten Juden und bösen Israelis, in: Kursbuch 173 (2013/1), Rechte Linke, S. 154-164; Wolfgang Kraushaar, „Wann endlich beginnt bei Euch der Kampf gegen die heilige Kuh Israel?" München 1970: über die antisemitischen Wurzeln des deutschen Terrorismus, Reinbek 2013.
[2] So etwa an der Evangelischen Akademie Tutzing sowie die, durch Gerichtsurteile letztlich doch ermöglichte, Tagung „50 Jahre israelische Besatzung in Palästina“ des Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel im Ökohaus in Frankfurt am Main.
[3] Pierre Bourdieu, Homo academicus, Frankfurt am Main 1988 (französisch 1984). Siehe auch Ingrid Gilcher-Holtey, "Kritische Ereignisse" und "kritischer Moment": Pierre Bourdieus Modell der Vermittlung von Ereignis und Struktur, in: Geschichte und Gesellschaft 2001/19 Sonderheft Struktur und Ereignis, S. 120-137.
[4] Dieser Status wurde in der UN-Resolution 242 von 1967 festgehalten und gilt bis heute.
[5] Siehe hierzu auch ausführlich Jeffrey Herf, Undeclared Wars with Israel. East Germany and the West German Far Left 1967–1989, Cambridge 2016.

Zitation
Tagungsbericht: Israel, die PLO und die deutsche Linke 1967–2017. Oder: Wie der Sechstagekrieg Wahrnehmungen veränderte, 25.05.2017 – 26.05.2017 Frankfurt am Main, in: H-Soz-Kult, 08.08.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7283>.