SET Intersektional + Interdisziplinär: Dis/ability und Gender im Fokus | H-Soz-Kult. Kommunikation und Fachinformation für die Geschichtswissenschaften

Intersektional + Interdisziplinär: Dis/ability und Gender im Fokus

Ort
Köln
Veranstalter
Urte Helduser, Institut für Deutsche Sprache und Literatur I, Philosophische Fakultät; Sarah Karim, Internationale Forschungsstelle Disability Studies; Anne Waldschmidt, Lehrstuhl Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies, Graduiertenschule der Humanwissenschaftlichen Fakultät, Universität zu Köln; Zentrum für Gender Studies in Köln (GeStik)
Datum
22.06.2017 - 23.06.2017
Von
Marita Wiedecke, Universität zu Köln

Ziel des Workshops war es, eine doppelte transdisziplinäre Perspektive auf Intersektionalität (so die Veranstalterinnen in ihrer Einführung) zu entwickeln. Einerseits ging es um die Verbindung von sozial- und kulturwissenschaftlichen Zugängen, andererseits sollte der Dialog von Gender Studies und Disability Studies gefördert werden. Intersektionalitätstheorie – in Anlehnung an den von Kimberlé Crenshaw geprägten Begriff intersectionality – fokussiert die ‚Überkreuzung‘ (bzw. ‚Interdependenz‘) der Kategorie gender mit anderen Differenzkategorien wie class und race. Die Geschichte der Intersektionalitätsforschung im deutschen Sprachraum ist eng mit derjenigen in den USA verbunden: Auch in den deutschsprachigen Gender Studies und den Sozialwissenschaften wurden in Anknüpfung an Begriffsprägung und Debatten in den USA Intersektionalitätstheorien (weiter)entwickelt.[1] In den letzten Jahren wird das Paradigma Intersektionalität zunehmend auch in den Kultur- und Literaturwissenschaften aufgegriffen (Schul 2014, Klein 2014, Bedekovic/Kraß/Lembke 2014). Dabei stellt die Forderung, die drei ‚klassischen‘ Kernkategorien um weitere Differenzmerkmale – etwa um dis/ability[2]– zu erweitern, einen der wesentlichen Diskussionspunkte dar: Durch die intersektionale Perspektive soll es möglich werden, gender und/oder race und/oder dis/ability als interdependente Differenzkonstruktionen zu beleuchten. Im Umkehrschluss ist auch die Relevanz der Kategorie dis/ability für die Intersektionalitätstheorie zu untersuchen.[3]

Den Auftakt bildete ein Abendvortrag von NIRMALA EREVELLES (University of Alabama, USA) über „Empire’s Other Other: Thinking Intersectionally in Transnational Contexts“. Sie konstatierte, dass die Critical Disability Studies/Crip Theory entgegen ihren Intentionen weiterhin „THE white bourgeois dis/abled subject“ privilegierten. Im Zusammenhang damit stellte Everelles anhand von Beispielen aus transnationalen Kontexten (unter anderem der Verbreitung des Ebolavirus in Westafrika) Überlegungen zur (Medien-)Präsenz von Gewalt gegen unterpriveligierte „Other others“ an und hielt fest, dass bestimmte Gewaltformen bedeutungsvoller erscheinen als andere. Die Normalisierung von Gewalt zu durchkreuzen bedinge die gleichzeitige Durchkreuzung von ableism und weißer heteronormativer Vormachtstellungen. Sie konstatierte, dass Behinderung konstitutiv für Geschlechterbeziehungen und Gesellschaft im Allgemeinen ist. Im Zusammenhang mit der Frage „How do we care?“ entwarf sie schließlich Perspektiven einer Zukunft, die nicht auf der Kolonialisierung anderer aufbaut.

Am folgenden Morgen bot der erste Vortrag „Intersektionalität. Einführung und Forschungsperspektiven“ von KATHARINA WALGENBACH (Hagen) eine grundlegende Einführung in zentrale Prämissen, Geschichte bzw. Genealogie sowie Forschungsperspektiven, Theorien und Modelle von Intersektionalität. Dabei kam Walgenbach auf den historischen Antidiskriminierungskontext von Intersektionalität zu sprechen. Walgenbach nahm Bezug auf die Popularität des Begriffs Intersektionalität und leitete diesen historisch ab. Anschließend diskutierte sie anhand von Nina Degeles und Gabriele Winkers intersektionaler Mehrebenenanalyse, wie Machtverhältnisse, soziale Kategorien zusammengedacht werden können, und ging auf Leslie McCalls Herausarbeitung von antikategorialen, intra- und interkategorialen Zugängen zu Intersektionalität ein. Der Vortrag endete mit einem Ausblick, in welchem sie die These vom derzeitigen Abbau von Diskriminierungen bei gleichzeitiger Verschärfung von sozialer Ungleichheit aufstellte.

Der zweite Beitrag an diesem Tag wurde von PAULA-IRENE VILLA (München) zum Thema „Michelle Obamas Arme und Trumps pussy grabbin̕' Verkörperungen in der Politik, intersektional gelesen“ gehalten. Vor der Folie der medialen Verkörperung von Schwarzen Frauen, bei der letztere als zu wenig maßhaltend stilisiert werden, betrachtete Villa das Bild von Michelle Obamas Oberarmen als Kraftgeste des feministischen subject empowerment. Diese Demonstration schließe ein Risiko mit ein, da Muskeln sehr leicht als ‚zu viel‘ gelten könnten. Michelle Obama setze dagegen ‚Fitness‘ als konstitutive Fähigkeit des zeitgenössischen Selbst, das richtige Maß zu finden. Der neue Präsident Trump sei dann zum Dezisionismus zurückgekehrt und erhöhe die Tat zum Wert an sich. Das richtige Maß sei dagegen nur etwas für ‚Loser‘. Villa arbeitete heraus, dass sich sowohl Michelle Obama als auch Donald Trump im gleichen Diskurs um Autonomie und Unverwundbarkeit der Person bewegten. Im Anschluss wurde unter anderem diskutiert, inwiefern ableism und die explizit von Villa nicht genannte Kategorie dis/ability implizit von Bedeutung für das Vortragsthema seien.

HEIKE RAAB (Innsbruck) knüpfte in ihrem Vortrag „Das Beispiel Disability Mainstreaming: Intersektionalität, Gesellschaftskritik und Disability Studies“ thematisch zum Teil an Walgenbachs Beitrag an und analysierte aktuelle gesellschaftliche Veränderungen in Zusammenhang mit dem Inklusionshype und neuen Ordnungen der In- und Exklusion. Dabei wählte sie als Ausgangspunkt die Perspektive der Critical Disability Studies und fragte, welche Erkenntnisse diese für Disability Mainstreaming liefern könne. Sie thematisierte, wie Individuen über institutionelle Settings zu ‚Behinderten‘ gemacht werden und hinterfragte, inwiefern in neuen Formen von Subjektivierung das Verhältnis von Behinderung und Institution neu geordnet werde. Hier konstatierte sie, dass es neue Praxen brauche, die Gesellschaftskritik übten. Die anschließende Diskussion dieses Vortrags kreiste vor allem um Fragen zum Verständnis der Critical Disability Studies.

SIMON STRICK (Berlin) befasste sich in seinem Vortrag mit „Observations on Intellectual Disability and Race“. Den Ausgangspunkt bildete John Langdon Downs Begriffsprägung ‚Mongolismus‘ für das heute Trisomie 21 benannte Syndrom sogenannter geistiger Behinderung. Die Bezeichnung ‚Mongolismus‘ knüpfe an den rassistischen Diskurs an und setze geistige Behinderung mit evolutionärer Rückentwicklung gleich. Strick stellte außerdem einen Zusammenhang mit Eugenik her und thematisierte in Hinblick auf die Einwanderungspolitik der USA Vorstellungen, nach denen Immigration das Risiko der Verseuchung oder Degeneration einer als rein gedachten Nation darstelle. In seiner Schlussfolgerung wies Strick darauf hin, dass Forschung zu Eugenik repressive und progressive, temporale Subjektpositionen beleuchten könne. In der Diskussion zum Vortrag ging es dann vor allem um ‚Normalität‘ und den Diskurs der geistigen Behinderung in Zusammenhang mit der Materialität von Körpern.

Der letzte Vortrag dieses Tages hatte den Titel „Riesen und ‚wilde Frauen‘ aus intersektionaler Perspektive – ein Versuch zu dis/ability und Geschlecht in der mittelhochdeutschen höfischen Literatur“ und stammte von JÖRAN BALKS (Kiel). Sein Beitrag fokussierte disability und gender aus literaturwissenschaftlicher Perspektive anhand eines Close Readings von Szenen, die Teil der Artusromanreihe Wigalois[4] des Wirnt von Grafenberg sind. Dabei seien besonders zwei literarische Figuren, Riesen und die ‚wilde‘ Frau, von Interesse, da sie auf Grund der Körperlichkeit und einer Körperkraft, die sie nicht kontrollieren können, im Roman Ausnahmepositionen einnähmen. Balks analysierte eine Vergewaltigungsszene mit zwei Riesen und einer Frau, auf die ein Kampf folgt, bei dem einer der beiden Riesen getötet wird, während der andere sich ergibt. Dem sich ergebenden Riesen wird schließlich die Eingliederung in die höfische Welt ermöglicht. Diese Szene kontrastierte Balks mit der Analyse einer weiteren Szene, bei der eine ‚wilde‘ Frau mit dem Helden kämpft. Obwohl sich diese im Kampf als Stärkere auf der Inhaltsebene (histoire) erweise, werde ihr diese Stärke nicht auf der Ebene der sprachlichen Darstellung (discours) zuteil. Anders als der Riese sei die ‚wilde Frau‘ nicht für den Hof kompatibel. In der Diskussion wurden die Figuren der ‚wilden‘ Frau und der Riesen in Bezug auf ihre Funktionen in den literarischen Narrationen und in Hinblick auf die Differenzkategorien näher beleuchtet.

Den Abschluss des ersten Tages bildete eine öffentliche Podiumsdiskussion mit BRITT DAHMEN (Köln), MAREN GRÜBNAU (Dortmund), CHRISTIANE KÖNIG (Tübingen), MARION MÜLLER (Tübingen) und ANNE WALDSCHMIDT (Köln), die unter dem Stichwort „‚We are the superhumans‘ – dis/ability intersektional“ denken ein Werbevideo zu den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro diskutierten. In diesem werden behinderte LeistungssportlerInnen und KünstlerInnen in Sport, Musik und Kunst sowie im Alltag als außergewöhnliche LeistungsträgerInnen gezeigt. Bevor die Diskussion auf die Zuhörerschaft ausgeweitet wurde, reflektierten die DiskutantInnen aus unterschiedlichen Perspektiven – etwa mit medienwissenschaftlichem oder soziologischem Fokus sowie vom Standpunkt einer behinderten Leistungssportlerin aus – das Video. Dabei sahen die DiskutantInnen das gezeigte Material überwiegend kritisch. Während das Potential des Videos, mit seiner Dynamik ein breites Publikum anzusprechen, auch als positiv hervorgehoben wurde, verwies das Podium größtenteils auf den Effekt des Bildmaterials, Differenzen eher zu erzeugen bzw. zu verstärken. Die Kritikpunkte wurden schließlich auch in den Beiträgen von TagungsteilnehmerInnen aufgegriffen; dabei kamen vor allem der Enhancementdiskurs, unter anderem die Rolle von Technik im Sport und das Phantasma natürlicher Körper zur Sprache. Auch die Geschlechtertrennung beim Sport wurde kontrovers beleuchtet.

Den Auftakt am Freitagvormittag machte MARIA-TERESA SEEMANN (Köln) mit ihrem Vortrag „Enabling the Visually Dis/abled Body: Autobiographische Grenzüberschreitungen in der bildenden Kunst“. In diesem setzte sie sich mit Intersektionalität in Zusammenhang mit performativer Autobiographie in der bildenden Kunst auseinander und stellte dem von Rosemarie Garland-Thomson geprägten Begriff des ‚normate‘, einer kulturellen Subjektposition, die sich über die Abgrenzung zu abweichenden Körpern darstellt, autobiographische Selbstinszenierungen von Künstlerinnen mit und ohne körperliche Beeinträchtigung gegenüber. Am Beispiel der Performance Art von Mary Duffy, Susan Harbage Page und Jo Spence, Lisa Bufano sowie Cindy Sherman zeigte sie auf, wie Körper in der bildenden Kunst inszeniert werden und KünstlerInnen durch Selbstinszenierungen die Festlegung auf Subjektpositionen aufbrechen können. In der Diskussion zum Beitrag wurden Fragen aufgeworfen, welche die Auseinandersetzung der Künstlerinnen mit ästhetischen Idealen der eigenen Gegenwart thematisierten.

Als nächstes sprach SIMON LEDDER (Tübingen) über „Intersektionale Perspektiven auf den Bioethik-Diskurs der ‚Human Enhancement Technologies‘“. Ledder stellte eine Kritische Diskursanalyse vor, bei der er 53 bioethische Veröffentlichungen aus den Jahren 2000-2013 analysierte, in denen ‚Human Enhancement‘ thematisiert wird. Ledder reflektierte dieses Material hinsichtlich der Verschränkung der Differenzkategorien dis/ability, gender, sexuality und race. Dabei fand er heraus, dass gender nur in 17 der von ihm untersuchten Texte relevant war. In seinem Vortrag erläuterte Ledder, dass es insgesamt schwierig sei, von interdependenten Konstruktionen zu sprechen, da in den Schriften keine Verschränkungen der Kategorien aufzufinden waren. Allerdings konstatierte er, dass die Diskursanalyse nur einen additiven Zugang ermögliche, wobei zu überlegen sei, wie interdependente Dimensionen miteinander zu verknüpfen seien. In der folgenden Diskussion wurde unter anderem die These aufgestellt, dass möglicherweise das Ergebnis nicht in der Bioethik zu finden sei, sondern die Ethikbegründungen miteinbezogen werden müssten.

Nachdem der Beitrag von ELISABETH TUIDER (Kassel) verkehrsbedingt ausfallen musste, hielt OLGA TARAPATA den letzten Vortrag des Workshops „‚Aber das würde sie nicht wollen‘ – Literarische Überkreuzungen von Race, Class, Gender und Disability in William Gibsons Roman Idoru“. In einem Close Reading des Romans Idoru (1996)[5] arbeitete sie für die Figur Mercedes Purissima, die sich einen Avatar als Ersatz für ihren defizitären Körper erschafft, heraus, dass diese durch die Subjektivität anderer Charaktere strukturiert ist. Die narrative Repression einer in stigmatisierender Praxis entmündigten Figur, die im virtuellen Raum als körper-, rassen- und geschlechtslos entworfen wird, fungiere als mimetischer Spiegel gesellschaftlicher Repression aus öffentlichen Räumen. Die literarische Darstellung einer mexikanischen Frau repräsentiere Schuldlosigkeit und wirke subversiv. Im Anschluss an den Vortrag wurde unter anderem über die Verschränkung der verschiedenen Differenzkategorien im Roman diskutiert.

In einer Abschlussdiskussion wurden schließlich zentrale Aspekte des Workshops zusammengeführt. Dabei wurde insbesondere die Frage nach der Verwendung von Kategorien gestellt und Körper als (un)mögliche vierte Kategorie der Mehrebenenanalyse von Degele und Winker diskutiert sowie darauf eingegangen, dass Leiden und die Erfahrung von Schmerz bei der Thematisierung von Behinderung oftmals vernachlässigt würden. Zudem wurde Walgenbachs These von neuen gesellschaftlichen Spaltungen im Zusammenhang mit Intersektionalität und Integration erneut aufgegriffen und schließlich auch danach gefragt, welchen Beitrag ästhetische Modelle für die Analyse leisten könnten.

Unter dem analytischen Paradigma Intersektionalität vereinte der Workshop interdisziplinäre Vorträge und Diskussionen, in denen die theoretischen Möglichkeiten deutlich wurden, die der Intersektionalitätstheorie gerade auch in Bezug auf dis/ability zukommen. Insgesamt kann als Ergebnis festgehalten werden, dass Intersektionalität über unterschiedliche Disziplinen hinweg ein produktives Modell für die Beschreibung sozialer Ungleichheit darstellt. Die vielfach anregenden Beiträge der (Nachwuchs-)Wissenschaftler_innen und auch der rege Besuch der Veranstaltung sprechen dafür, dass Intersektionalität ein vielversprechendes Forschungsparadigma darstellt, das Relevanz für die Gender & Queer Studies wie auch für die Disability Studies besitzt und von dem wichtige Impulse für die laufende Forschung ausgehen. Für letztere bleibt die Auseinandersetzung mit aktuellen Problemstellungen – etwa die offene Frage nach der Bedeutung von Kategorien oder danach, wie Ausschlüsse und Diskriminierung zu verhindern sind – weiter auf der Agenda.

Konferenzübersicht

Abendvortrag

Nirmala Erevelles (University of Alabama): Empire’s Other Other: Thinking Intersectionally in Transnational Contexts
Moderation: Anne Waldschmidt (Köln)

Manuela Günter (Köln): Grußwort

Urte Helduser (Köln) / Sarah Karim (Köln): Einführung in das Thema des Workshops

Katharina Walgenbach (Hagen): Intersektionalität. Einführung und Forschungsperspektiven
Moderation: Anne Waldschmidt (Köln)

Paula-Irene Villa (München): Michelle Obamas Arme und Trumps pussy grabbin̕' Verkörperungen in der Politik, intersektional gelesen
Moderation: Dirk Schulz (Köln)

Heike Raab (Innsbruck): Das Beispiel Disability Mainstreaming: Intersektionalität, Gesellschaftskritik und Disability Studies
Moderation: Caroline Gaus (Köln)

Simon Strick (Berlin): Observations on Intellectual Disability and Race
Moderation: Sarah Karim (Köln)

Jöran Balks (Kiel): Riesen und ‚wilde Frauen‘ aus intersektionaler Perspektive – ein Versuch zu dis/ability und Geschlecht in der mittelhochdeutschen höfischen Literatur
Moderation: Sarah Karim (Köln)

Öffentliche Podiumsdiskussion „We are the superhumans“ – dis/ability intersektional denken

Britt Dahmen (Köln) / Maren Grübnau (Dortmund) / Christiane König (Tübingen) / Marion Müller (Tübingen) / Anne Waldschmidt (Köln)
Moderation: Urte Helduser (Köln)

Maria-Teresa Seemann (Köln): Enabling the Visually Dis/abled Body: Autobiographische Grenzüberschreitungen in der bildenden Kunst
Moderation: Sarah Karim (Köln)

Simon Ledder (Tübingen): Intersektionale Perspektiven auf den Bioethik-Diskurs der ‚Human Enhancement Technologies‘
Moderation: Urte Helduser (Köln)

Elisabeth Tuider (Kassel): Diskurs und Biographie: Vorschläge zu einer antikategorialen Subjektivierungsanalyse (leider entfallen)
Moderation: Susanne Völker (Köln)

Olga Tarapata (Köln): „Aber das würde sie nicht wollen“ – Literarische Überkreuzungen von Race, Class, Gender und Disability in William Gibsons Roman Idoru
Moderation: Sarah Karim (Köln)

Zusammenfassung und Schlussworte

Anmerkungen:
[1] Katharina Walgenbach u.a. (Hrsg.), Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität, Opladen 2007; Cornelia Klinger / Gudrun-Axeli Knapp (Hrsg.), ÜberKreuzungen. Fremdheit, Ungleichheit, Differenz, Münster 2008; Gabriele Winker / Nina Degele, Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten, Bielefeld 2009; Helma Lutz / Maria Teresa Herrera Vivar / Linda Supik (Hrsg.), Fokus Intersektionalität. Bewegungen und Verortungen eines vielschichtigen Konzeptes, Wiesbaden 2010; Katharina Walgenbach, Heterogenität – Intersektionalität – Diversity in der Erziehungswissenschaft, Opladen 2014; Sabine Hess / Nikola Langreiter / Elisabeth Timm (Hrsg.), Intersektionalität revisited. Empirische, theoretische und methodische Erkundungen, Bielefeld 2011.
[2] Jutta Jacob / Swantje Köbsell / Eske Wollrad (Hrsg.), Gendering Disability. Intersektionale Aspekte von Behinderung und Geschlecht, Bielefeld 2010.
[3] Anne Waldschmidt, Geschlecht und Behinderung intersektional denken. Anschlüsse an Gender Studies und Disability Studies, in: Elke Kleinau / Dirk Schulz / Susanne Völker (Hrsg.), Gender in Bewegung. Aktuelle Spannungsfelder der Queer und Gender Studies, Bielefeld 2013, S. 151-163; Anne Waldschmidt, Macht der Differenz. Perspektiven der Disability Studies auf Diversität, Intersektionalität und soziale Ungleichheit, in: Soziale Probleme. Zeitschrift für soziale Probleme und soziale Kontrolle 25.2 (2014), S. 173-193.
[4] Wirnt von Grafenberg, Wigalois, Berlin 2005.
[5] William Gibson, Idoru, New York 1996.

Zitation
Tagungsbericht: Intersektional + Interdisziplinär: Dis/ability und Gender im Fokus, 22.06.2017 – 23.06.2017 Köln, in: H-Soz-Kult, 25.09.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7320>.
Redaktion
Veröffentlicht am
25.09.2017
Klassifikation
Weitere Informationen
Sprache Beitrag
Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung