Heinrich Mylius (1769-1854) und die deutsch-italienischen Verbindungen im Zeitalter der Revolution: Die Lombardei und das nordalpine Europa im frühen 19. Jahrhundert

Ort
Loveno di Menaggio
Veranstalter
Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Kooperation mit der Werner Reimers Stiftung, Villa Vigoni – Deutsch-italienisches Zentrum für europäische Exzellenz
Datum
19.10.2017 - 21.10.2017
Von
Magnus Ressel, Historisches Seminar, Goethe-Universität Frankfurt am Main; Ellinor Schweighöfer, Forschungskolleg Humanwissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Wie schaffte es der Frankfurter Heinrich Mylius, kaum zwanzigjährig, in seiner Wahlheimat Mailand, in der er ab 1793 lebte, ein über Jahrzehnte erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und zu führen? Wie waren die Gesellschaft und der Staat des Herzogtums Mailand beschaffen, dass der fremde Protestant von nördlich der Alpen sich hier so scheinbar nahtlos einfügen und reüssieren konnte? In welche deutschen und italienischen Netzwerke geschäftlicher, wissenschaftlicher oder künstlerischer Art war Mylius eingebunden und wie förderte er diese?

Diese und andere Fragen zu Heinrich Mylius und den deutsch-italienischen Verbindungen in der Sattelzeit standen im Mittelpunkt einer vom Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität in Zusammenarbeit mit der Werner Reimers Stiftung und der Villa Vigoni organisierten, deutsch-italienischen Tagung, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Fondazione Cariplo gefördert wurde.

Der erste Teil der Tagung war dem weiteren Rahmen und den Vorbedingungen der hier zu untersuchenden Fragen gewidmet: dem deutsch-lombardischen Austauschkontext der Frühen Neuzeit. MAGNUS RESSEL (Frankfurt am Main) referierte in diesem Zusammenhang über den „Lindau-Mailänder Boten“ oder, wie er offiziell meist bezeichnet wurde, den „Corriere di Lindò“. Dieses Brief- und Speditionssystem zwischen Lindau und Mailand bestand von ca. 1500 bis 1826 und bedingte einen bedeutenden Transithandel auf den frühneuzeitlichen Graubündner Alpenpässen. Seit 1770 dynamisierte sich der durch das Botensystem abgewickelte Seidenhandel von Mailand nach Norden angesichts der erstarkenden Konkurrenz des Transits über den Gotthardpass und einem zunehmenden Handel zwischen Piemont und dem nordalpinen Raum über das Westufer des Lago Maggiore um ein Vielfaches. Die darauf folgende Liberalisierung der Mailänder Zoll- und Fremdenpolitik war eine Grundvoraussetzung für die Ansiedelung und den Erfolg von Mylius in Mailand.

GIOVANNA TONELLI (Mailand) legte die Bedeutung des Mailänder Staates unter der österreichischen Herrschaft als Wirtschafts- und Handelsregion im 18. Jahrhundert dar. Sie verwies auf den hohen Grad an Autonomie, den die Österreicher den Kaufleuten und Industriellen Mailands gewährten und die seit dem frühen 18. Jahrhundert markant zunehmende Toleranz gegenüber protestantischen Kaufleuten. Der Verzicht auf Protektionismus oder eine verschärfte Fiskalpolitik durch die österreichischen Herrscher trotz des hohen Finanzbedarfs der Habsburgermonarchie sowie eine verstärkte Aktivierung der lokalen Wirtschaftskräfte durch Handelsverträge und Zollsenkungen waren wesentliche Schlüsselelemente für den ökonomischen Erfolg Mailands im 18. Jahrhundert.

MARINA CAVALLERA (Mailand) vertiefte diesen Befund mit einem Einblick in den Kulturtransfer der ökonomischen, insbesondere der agrikulturellen Aufklärung von Deutschland in den Mailänder Staat. Sie zeigte auf, wie diese vor allem über die staatliche, von Wien bestimmte Ebene in die Lombardei wirkte. Dieses Gebiet wurde in vielerlei Hinsicht ein Laboratorium für die Erprobung von neuen Ideen, beispielsweise im Feld der Kanalisation oder bezüglich der möglichst intensiven Verbreitung und Propagierung von Ideen der Volksaufklärung; auch und insbesondere innerhalb der ländlichen Bevölkerung. Der Transfer von Ideen und Methoden konnte besonders gut am Beispiel der Texte des Agronomen Ludwig Mitterpacher und der Rezeption seines Oeuvres im Mailändischen gezeigt werden.

In der nächsten Sektion fokussierten die Referenten der Tagung auf das Unternehmertum und die Händlernetzwerke zwischen Deutschland und Mailand. RALF BANKEN (Frankfurt am Main) setzte sich mit den Brentanos und anderen in Frankfurt am Main wirkenden, aus der Region um den Comer See stammenden, familiengeführten Handelsgesellschaften auseinander. Sie waren – zum Teil bereits seit 1600 – im Rhein-Main-Gebiet äußerst erfolgreich, was nicht zuletzt an ihren Strategien lag: Sie suchten die Verbraucher mit einer diversifizierten Warenpalette direkt auf. Auch profitierten sie von ihrem breiten Familiennetzwerk und integrierten sich schrittweise in die Frankfurter Stadtgesellschaft. Banken legte dar, dass zudem Amsterdam für viele dieser Familien ein weiterer zentraler Standort wurde, der eine wichtige Ergänzung zum Hauptstandort Frankfurt am Main brachte. Die Vielseitigkeit in Warenpalette, Warenbezug und -distribution sowie Geschäftsstrategien trug wesentlich zum Erfolg der Italienischen Handelskompanien im Rhein-Main-Gebiet bei.

MONIKA POETTINGER (Mailand) untersuchte kaufmännische Netzwerke deutschsprachiger Händler in Mailand und ordnete sie in den breiteren Kontext der napoleonischen Ära ein. Bemerkenswerterweise war ein ausschlaggebendes Element für die wirtschaftliche Modernisierung in der Lombardei weniger der französische Einfluss, sondern vor allem das Engagement dieser Händlernetzwerke. Bereits in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, also noch unter österreichischer Herrschaft, war die Lombardei aufgrund der unternehmerischen Möglichkeiten, die sich etwa im Bereich des Seiden- und später auch des Baumwollhandels boten, Ziel kaufmännischer Migration von jenseits der Alpen. In der Restaurationszeit konnte an die Errungenschaften, die in der napoleonischen Zeit von den transalpinen Händlernetzwerken durchgesetzt worden waren, angeknüpft werden, so dass die wirtschaftliche Entwicklung und Modernisierung der lombardischen Wirtschaftsstrukturen auch nach 1815 nahtlos weiterging.

CLAUDIO BESANA (Mailand) widmete sich deutschen Unternehmern in Mailand im Zeitraum von 1800 bis 1880. Er argumentierte, dass sich die Migration von deutschen Ingenieuren, Chemikern und Finanzexperten im Untersuchungszeitraum zwar quantitativ nicht besonders hervorhob, dass sie aber qualitativ sehr bedeutsame Umwälzungen in Mailand angestoßen hätte. Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die deutschen im Gegensatz zu den Schweizer Migranten von Anfang an in die Mailänder Gesellschaft integriert und diese von innen heraus zu verändern gesucht hätten. Die führende Stellung Mailands im italienischen Wirtschaftsgefüge um 1900 sei zu einem wesentlichen Teil auch den deutschen Migranten zu verdanken, die, wie auch gerade Mylius, eine „wissenschaftliche Kultur“ in die Lombardei getragen hätten.

SIMONA FRANCESCA MORI (Bergamo) referierte über das sich wandelnde Bürgerrecht in der Cisalpinischen Republik (1797-1802), der Italienischen Republik (1802-1805) und dem Königreich Italien (1805-1814). Ausgehend vom anhand der Akten präsentierten Fall der Einbürgerung von Mylius zeigte sie, wie sich der Wandel von einem liberalen hin zu einem relativ restriktiven Naturalisierungsrecht in Korrelation zum abflauenden revolutionären Elan in Norditalien vollzog. Jenseits der schwierigen und häufig unklar formulierten Veränderungen auf der normativen Ebene, die zudem durch eine gewisse Hektik und Vorläufigkeit gekennzeichnet waren, traf der modern konzipierte Flächenstaat auf lokale Resistenzen gegenüber dem neuen Konzept des Staatsbürgers im Gegensatz zum vormaligen, auf die Heimatkommune bezogenen Stadtbürger. Effektiv konnte der italienische Staat in der napoleonischen Ära nur relativ wenig von der neukonzipierten, normativen Ordnung umsetzen, er legte aber den Grundstein für eine Weiterentwicklung des Staatsbürgerrechtes in der Ära der Restauration.

ELLINOR SCHWEIGHÖFER (Frankfurt am Main/Bad Homburg) zeigte, wie sich Heinrich Mylius in beachtlichem Umfang als Mäzen für seine Heimatstadt Frankfurt am Main betätigte. Er wirkte subtil und blieb in erster Linie „Privatmann“, was auch seine hinsichtlich des Umfangs seines Mäzenatentums verwundernde relative Unbekanntheit in der Gegenwart erklärt. Mylius bediente sich dabei eines breiten und in vielerlei Hinsicht heterogenen Netzwerkes: Es umfasste Wirtschaftsbürger, Wissenschaftler, Künstler, Familienangehörige, Freunde, Geschäftspartner und erstreckte sich von Nord nach Süd, von Manchester über Frankfurt bis nach Mailand. Die meisten Personen seines Netzwerks lassen sich mehr einer transnationalen als einer nationalen Kategorie zuordnen. Daher machte Schweighöfer den Vorschlag, Mylius und sein europaweites Netzwerk mit dem Zentrum Frankfurt – dieses war nicht zuletzt aufgrund der wegen des Deutschen Bundestags anwesenden Gesandtschaften eine „besonders europäische“ Stadt – in die in den letzten Jahren immer stärker werdende Forschung zu transnationalen Biographien einzuordnen.

WERNER PLUMPE (Frankfurt am Main) zeichnete in seiner Keynote die langen Linien der wirtschaftlichen Umwälzungen in Deutschland und Italien in der Sattelzeit nach, bettete sie in einen breiteren Kontext ein und hob Besonderheiten hervor. Plumpe wies darauf hin, dass es sich in der Epoche der Sattelzeit bei beiden Gebieten um semantische nationale Räume, noch nicht jedoch um politische Gebilde handelte. Für die „Deutschen“ fungierte „Italien“ dennoch – oder gerade deshalb – oftmals als Wunschbild oder Kontrastfolie. Am interessantesten erscheine ein Vergleich der beiden Regionen daher nicht zuletzt hinsichtlich der ökonomischen Geistesgeschichte. Es gab ähnliche Reformansätze, die jedoch beiderseits eher utopische als realistische Züge trugen. Insgesamt war Italien hinsichtlich der Semantik des ökonomischen Denkens wohl fortschrittlicher als Deutschland. Der Utilitarismus im Verbund mit Individualismus war in der italienischen Wirtschaftsliteratur stärker ausgeprägt, während in Deutschland ein obrigkeitsgebundener, „geordneter“ Kameralismus dominierte. Entscheidend für die jeweilige Entwicklung waren letztendlich aber geographische Lage und Rohstoffverfügbarkeit, die spezifische territoriale Institutionengestaltung sowie die praktischen Verhaltensweisen der Menschen. Die tatsächliche ökonomische Lage entwickelte sich im protoindustriellen Deutschland mit den nahen Nachbarn der weiter entwickelten Niederlande und Großbritanniens günstiger als in Italien. Wie auch schon Monika Poettinger bestärkte Werner Plumpe zudem den Befund, dass der Einfluss Napoleons auf die Entwicklung Deutschlands und Italiens politisch sicher zentral, ökonomisch jedoch nachgeordnet war.

STEFANO LEVATI (Mailand) verdeutlichte den Wandel des kaufmännischen Prestiges in Mailand in den 100 Jahren der Sattelzeit (1750-1850) und die Rolle, die die eingewanderten deutschen Kaufleute dabei spielten. Um 1750 war das Prestige der Kaufleute noch äußerst gering, siestrebten dementsprechend nach Nobilitierungen und Landbesitz, wozu sie auch ihre Erben in den Testamenten ermahnten. Um 1850 hatte eine neue, bürgerliche Ethik den Mailänder Kaufmannsstand durchdrungen. Der Wert des hart erarbeiteten Geldes wurde hochgeschätzt, Sparsamkeit und Fleiß als Tugenden öffentlich propagiert. Dabei zeigte Levati vor allem die Aktivitäten von Mylius als Präsident der Mailänder Handelskammer und in seinen anderen öffentlichen Funktionen und Tätigkeiten auf, durch die er die Verbreitung einer bürgerlichen Ethik förderte.

Die letzte Sektion der Tagung widmete sich – unter Einbeziehung vieler in den vorherigen Sektionen relevanter Aspekte – dem Bereich des künstlerischen und kulturellen Austauschs. Am Beispiel des Schriftstellers Alessandro Manzoni, der als Mittler zwischen Mailand und Weimar gilt, des Malers Francesco Hayez und des Politikers und Intellektuellen Carlo Cattaneo, – alle Figuren aus Heinrich Mylius‘ lombardischen Umfeld – sowie Mylius selbst erörterte CHRISTIANE LIERMANN TRANIELLO (Loveno di Menaggio) Verbindungen zwischen Kunst und Politik sowie Innovationen in beiden Bereichen und ihren Schnittstellen. Mylius galt als „moderato“ und allen politischen Lagern als sehr vertrauenswürdig. In seinem Umfeld herrschte ein aus Traditionsbewusstsein gespeister reformerischer Geist vor, der den Gemeinwohlgedanken für sich wiederentdeckt hatte und den reinen Utilitarismus, wie er der Aufklärung vorgeworfen wurde, zu überwinden suchte.

ALEXANDER AUF DER HEYDE (Palermo) widmete sich einem wichtigen Journal der Kunsthistorie der 1820er-Jahre, dem „Kunst-Blatt“, und dessen leitendem Redakteur Ludwig Schorn (1793-1842). Ausgehend von Schorns Briefwechseln, den im „Kunst-Blatt“ veröffentlichten Artikeln und einem 1826 erschienenen Bericht einer Reise durch Italien konnte gezeigt werden, wie Schorn mittels seiner lombardischen und toskanischen Ansprechpartner zu einer differenzierten Darstellung der modernen italienischen Malerei gelangte und den von der römisch-deutschen Künstlergemeinde seit 1800 vertretenen Topos vom historisch notwendigen Untergang der italienischen Kunst konterkarierte.

An einer Fülle von unpubliziertem Archivmaterial demonstrierte VIOLA USSELMANN (Loveno di Menaggio) die Wechselwirkungen zwischen Musik und gesellschaftlichem Leben im Hause Mylius und ordnete sie in deren Bedeutung für die europäische Identitätsbildung ein. Im Alltagsleben der Familie spielte Musik eine große Rolle und sie war in der zeitgenössischen europäischen musikalischen Welt sowie den kulturellen Zentren Mailand, Frankfurt, Weimar und London bestens vernetzt. Die Familie Mylius-Vigoni zeigt sich mit ihrem besonders starken transkulturellen, „europäischen“ Einschlag als Musterbeispiel für jüngere Ergebnisse von Forschungen aus dem Gebiet der Salonmusik und den Cultural Studies.

Im Rahmen der Tagung gelang es, Mylius‘ Wirken im breiten Kontext seiner Zeit relativ plastisch zu erfassen. Die Möglichkeiten des intensiven Transithandels, der Verzicht auf starken Protektionismus, ein weitreichender Handlungsspielraum der Händler, günstige Bedingungen für Migration und Integration, eine zunehmende Toleranz gegenüber Protestanten sowie die aufkommenden Ideen der Aufklärung in Deutschland und der Lombardei waren Bestandteile und Voraussetzungen eines intensiven und facettenreichen deutsch-italienischen Austauschnexus, in dem eine Person wie Mylius überhaupt erst denkbar wurde. Dabei ist jenseits des Kontextes immer die Rolle der individuellen kaufmännischen oder mäzenatischen Aktivitäten zu betonen, diese zeigen Mylius nicht nur als exemplarisch in seiner Zeit sondern auch als herausgehobene, einmalige Figur. Zentral für sein Wirken war letztlich die Nutzung und der Erhalt von transnationalen Netzwerken, die sich zwischen Deutschland und der Lombardei besonders intensiv ausprägten, aber keinesfalls auf diesen Raum beschränkt blieben; man denke nur an die Verbindungen von Mylius mit Amsterdam und England. Diese Netzwerke waren über die geschäftlichen Tätigkeiten hinaus von großer Relevanz: vor allem galten sie auch in den Bereichen des Mäzenatentums sowie dem künstlerischen und kulturellen Austausch, den eine Person wie Mylius wie kaum ein zweiter Akteur zwischen den Kulturen seiner Zeit pflegte.

Konferenzübersicht:

Immacolata Amodeo (Loveno di Menaggio): Grußwort/Benvenuto

Albrecht von Kalnein (Bad Homburg/Mainz): Einführung/Introduzione

Sektion/Sezione 1: Der deutsch-lombardische Austauschkontext der Frühen Neuzeit/Il contesto degli scambi tra Germania e Lombardia nella prima età moderna
Albrecht von Kalnein: Moderation/Moderazione

Magnus Ressel (Frankfurt am Main): Der Lindau-Mailänder Bote als Kommunikations- und Transitsystem der Zentralalpen von 1500-1826/Il corriere tra Lindau e Milano come sistema di comunicazione e transito nelle Alpi centrali tra il 1500 e il 1826

Giovanna Tonelli (Milano): Der Handel zwischen der österreichischen Lombardei und den nordalpinen Ländern im 18. Jahrhundert/Il commercio fra Lombardia austriaca e Paesi d'Oltralpe nel Settecento

Marina Cavallera (Milano): Landwirtschaftliche und weitere Studien. Erfahrungsaustausch zwischen dem habsburgischen Mailand und dem deutschsprachigen Raum am Ende des Ancien Régime/Studi di agricoltura e d’altro genere. Scambi di esperienze tra la Milano asburgica e il mondo germanofono alla fine dell'Antico Regime

Sektion/Sezione 2: Der Kaufmann Mylius und die Händlernetzwerke zwischen Deutschland und Mailand/Il mercante Mylius e le reti commerciali tra la Germania e Milano
Margit Schulte-Beerbühl (Düsseldorf): Moderation/Moderazione

Ralf Banken (Frankfurt am Main): Die Händlerfamilie der Brentanos in Frankfurt um 1800/Le famiglie commercianti dei Brentano a Francoforte sul Meno attorno al 1800

Monika Poettinger (Milano): Die kaufmännischen Netzwerke der Deutschen in Mailand im Zeitalter Napoleons/I network mercantili tedeschi a Milano nel periodo napoleonico

Claudio Besana (Milano): Deutsche Unternehmer in der Lombardei zwischen 1800 und 1880/Imprenditori tedeschi in Lombardia tra 1800 e 1880

Sektion/Sezione 3: Der Protestant und Bürger Mylius im aufgeklärten Mailand/Il protestante e cittadino Mylius nella Milano dei Lumi
Andreas Fahrmeir (Frankfurt am Main): Moderation/Moderazione

Simona Maria Francesca Mori (Bergamo): Der Staatsrat des Regno italico und die Debatte über die Staatsbürgerschaft/Il Consiglio di Stato italico e il dibattito sulla cittadinanza

Ellinor Schweighöfer (Frankfurt am Main): Universelle Netzwerke? Mylius als Mäzen für Frankfurt am Main/Reti universali? Mylius come mecenate in favore di Francoforte sul Meno

Stefano Levati (Milano): Kaufmännische Aktivität und soziales Prestige: Der grundlegende Beitrag der deutschen Kaufleute im Mailand an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert/Attività mercantile e prestigio sociale: il fondamentale contributo dei commercianti tedeschi a Milano tra Sette e Ottocento

Keynote
Werner Plumpe (Frankfurt am Main): Die wirtschaftlichen Umwälzungen in Deutschland und Italien in der Sattelzeit/Le trasformazioni economiche in Germania e in Italia a cavallo tra i due secoli

Sektion/Sezione 4: Mylius und die Kunst/Mylius e l'arte
Birgit Sander (Frankfurt am Main): Moderation/Moderazione

Alexander Auf der Heyde (Palermo): Ludwig Schorn (1793-1842) und der Blick auf die zeitgenössische italienische Kunst im «Kunst-Blatt»/Ludwig Schorn (1793-1842) e lo sguardo sull’arte italiana della rivista «Kunst-Blatt»

Christiane Liermann Traniello (Loveno di Menaggio): Innovationen in Kunst und Politik – exemplarische Figuren aus Mylius' lombardischem Umfeld/Innovazioni nell’arte e nella politica – figure esemplari degli ambienti lombardi frequentati da Mylius

Viola Usselmann (Loveno di Menaggio): Die Mylius-Vigoni – eine deutsch-italienische Familie und ihr musikalisches Erbe/I Mylius-Vigoni – una famiglia italo-tedesca e la sua eredità musicale

Albrecht von Kalnein, Ellinor Schweighöfer, Magnus Ressel, Immacolata Amodeo Abschlusskommentare und Verabschiedung/Commenti conclusivi e saluti

Zitation
Tagungsbericht: Heinrich Mylius (1769-1854) und die deutsch-italienischen Verbindungen im Zeitalter der Revolution: Die Lombardei und das nordalpine Europa im frühen 19. Jahrhundert, 19.10.2017 – 21.10.2017 Loveno di Menaggio, in: H-Soz-Kult, 18.12.2017, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7464>.