Politische Schweiz, gelehrte Schweiz, imaginierte Schweiz. Kohäsion und Disparität im Corpus helveticum des 18. Jahrhunderts

Ort
Neuchâtel
Veranstalter
Schweizerische Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts (SGEAJ/SSEDS)
Datum
23.11.2017 - 25.11.2017
Von
Nadja Ackermann / Meike Knittel, Historisches Institut, Universität Bern

Das Bild von seit dem Rütlischwur geeinten Eidgenossen ist längst als nationalhagiographische Verklärung entlarvt worden. Im Fokus der jüngeren Schweizer Geschichte steht denn auch vielmehr der konstruierte bzw. konstruktive Charakter des eidgenössischen Zusammengehörigkeitsgefühls. Die Frage, mit welchen Diskursen und Praktiken vor dem Hintergrund einer politisch, wirtschaftlich, kulturell, militärisch und konfessionell disparaten Eidgenossenschaft im 18. Jahrhundert die Idee einer Schweiz als klar identifizierbarer, nationaler Raum artikuliert und propagiert wurde, stand im Zentrum der vom 23. bis 25. November 2017 in Neuchâtel von der Schweizerischen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts organisierten Tagung „Politische Schweiz, gelehrte Schweiz, imaginierte Schweiz. Kohäsion und Disparität im Corpus helveticum des 18. Jahrhunderts“. Ziel der zweisprachigen, in sechs thematische Panels gegliederten Tagung war es, die multiplen Aspekte dieser Nationenimagination interdisziplinär und ausgehend von neuen Quellen auszuleuchten, wie CLAIRE JAQUIER (Neuchâtel) in ihrer Einleitung hervorhob.

Das erste Panel der Tagung begann im Sinne einer Annäherung von außen mit den außereidgenössischen Perspektiven auf die Schweiz. ALEXANDRE FONTAINE (Lausanne/Paris) zeigte in seinem Beitrag auf, wie die Schweiz im 18. Jahrhundert im Ausland als Laboratorium verschiedener Erziehungs- und Bildungssysteme wahrgenommen wurde. Französische und deutsche Pädagogen zeichneten das Bild einer zwar vielseitigen, aber dennoch zusammenhängenden „pädagogischen Schweiz.“ Dass die ausländische Wahrnehmung einer eidgenössischen Kohärenz im 18. Jahrhundert allerdings weniger in der Realität wurzelte, als vielmehr intendierter Effekt einer theatralischen Inszenierung war und auch als solcher durchschaut wurde, dies zeigte TIMOTHÉE LÉCHOT (Basel/Bern). So karikierte ein französischer Beobachter der Jahresversammlung der Helvetischen Gesellschaft von 1790 letztere als tierische Zusammenkunft, deren Zusammenhalt vor allem dadurch gesichert werde, dass sich ihre Mitglieder für den Rest des Jahres nicht mehr zu Gesicht bekämen. Dass die Brillen der externen Beobachter der Schweiz auch wesentlich durch ihre eigene soziale Herkunft und Sorgen eingefärbt waren, zeigte der Beitrag von PATRICK VINCENT (Neuchâtel) über Georgiana, Herzogin von Devonshire. Das idealisierte Bild der Eidgenossenschaft, welches die Herzogin in ihrem Alpengedicht entwarf, war im Wesentlichen auf dessen Instruktionscharakter für ihre in der Ferne lebenden Kinder zurückzuführen.

Das zweite Panel befasste sich mit der Konstruktion der Schweiz als politisch-kohärenter Raum. Den Einstieg machte ELISABETH SALVI (Genf) mit der Frage nach den Außenbeziehungen: Die eidgenössischen Orte waren durch zahlreiche Allianzen mit ausländischen Mächten verflochten, unterhielten aber keine gemeinsame Vertretung nach außen, sondern stellten vielmehr zur Erneuerung der Bündnisse und in Konfliktsituationen immer wieder Ad-hoc-Gesandtschaften zusammen. Am Beispiel des Waadtländers François-Louis de Pesmes de Saint-Saphorin (1688-1737), der mehrfach als Gesandter wirkte, arbeitete Salvi heraus, wie die Orte mit ihren unterschiedlichen Interessen, fortlaufend um gemeinsame außenpolitische Positionen rangen und damit letzten Endes ihre geringe politische Integration offenlegten. Der anschließende Beitrag befasste sich mit der Rolle der Zugewandten Orte bei der Konturierung der Schweiz. NADIR WEBER (Konstanz), PETER LEHMANN (Lausanne) und NADJA ACKERMANN (Bern) zeigten, dass Akteure aus den Zugewandten Orten ein großes Interesse am Fortbestehen der Eidgenossenschaft hatten und daher einen sowohl diskursiven als auch faktischen Beitrag zur politischen Konturierung der Schweiz leisteten. Dies taten sie, indem sie im Sinne von Türöffnern das Interesse der Großmächte an einer neutralen Pufferzone nährten und so wesentlich zur eidgenössischen Neutralitätsgarantie am Wiener Kongress beitrugen. Dass die politischen Grenzen der Eidgenossenschaft bis 1815 alles andere als fix waren und auch kartographisch ausgehandelt wurden, zeigte ANDREAS WÜRGLER (Genf) unter anderem am Beispiel der von Johann Jakob Scheuchzer entworfenen Karte, welche die Schweiz wohl gerade aus diesem Grund zeitlich und räumlich dekontextualisierte und sie mit alpinen Sehenswürdigkeiten umgab. Den Beginn der gesamteidgenössischen Raumintegration verortete HANS-ULRICH SCHIEDT (Bern) in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. So wäre in dieser Zeit der Druck zur überregionalen Koordination des Verkehrs gewachsen, was schließlich in Bemühungen um die Schaffung eines zentralen Straßennetzes in der Helvetik mündete.

War zuvor bereits die Frage nach den natürlichen Grenzen aufgeworfen worden, so setzte der zweite Konferenztag die Diskussion über die Schweiz als Naturraum und als geographische Einheit fort. Wie MARTIN STUBER und GERRENDINA GERBER-VISSER (beide Bern) in ihrem Beitrag aufzeigten, richtete sich die Beschäftigung mit der Natur seit den 1770er-Jahren verstärkt an patriotischen Zielsetzungen, d.h. am praktischen Nutzen für ein konkret umschriebenes Gebiet, aus. In der Umsetzung blieben die naturkundlichen Forschungen jedoch in den meisten Fällen regional begrenzt und führten somit nicht zu einer gesamteidgenössischen Integration, wie die Referenten am Beispiel der Ökonomischen Gesellschaft Bern zeigten. Der Wahrnehmung des Menschen als eingebunden in den Raum, in dem er lebte, folgte auch Jean-André Deluc in seinen „Lettres physiques et morales sur les montagnes“. ADRIEN PASCHOUD (Basel) arbeitete heraus, wie Deluc die ländliche Schweiz darin stark mythisierte und sie als Gegensatz zur Moderne und als erneuerungsbedürftigen Raum präsentierte. Die Schweiz als Naturraum wurde nicht nur in Form von Texten thematisiert, sondern auch anhand von Objekten erforscht, wie ROSSELLA BALDI (Neuchâtel) in ihrem Beitrag über die Schweizer als „peuple de collectionneurs“ zeigte. Zahlreiche Sammler trugen aus patriotischen Motiven Naturalien zusammen und präsentierten diese in Sammlungsräumen und gedruckten Texten. Reisende schwärmten in ihren Berichten über die Schweizer Naturalienkabinette und bezeichnete das naturkundliche Sammeln als typische Schweizer Tätigkeit.

Den Schwerpunkt des vierten Panels bildete die Sprachenfrage als Ort der eidgenössischen Identitätskonstruktion. Im Zuge der Abwendung vom Latein als Wissenschaftssprache und vermehrten Nutzung der Volkssprachen wurden auch Debatten über die Verwendung des Schweizerdeutschen geführt, wie MICHAEL BÖHLER (Zürich) herausarbeitete: Während Albrecht von Haller seine Schriftsprache zunehmend an das Hochdeutsche anpasste, forderte Johann Jakob Bodmer die Verwendung der „wahren Schweizersprache“, die er gegen das „gekünstelte Hochdeutsch“ ausspielte und als elementaren Bestandteil einer eidgenössischen Identität auswies. Ein ähnliches Bewusstsein für die schweizerischen Sprachbesonderheiten existierte auch in der Romandie, wie CHRISTEL NISSILLE und SARA COTELLI (beide Neuchâtel) aufzeigten. In den im 18. und 19. Jahrhundert in den Zeitungen ausgetragenen Sprachdebatten lieferten sich Verteidiger sprachliche Lokalismen Wortgefechte mit den Befürwortern einer stärkeren Orientierung an den durch die Académie française vorgegebenen Richtlinien.

Nicht nur die ausländischen Zeitgenossen waren sich des konstruierten Charakters des Schweiz-Bildes bewusst, sondern auch die eidgenössischen Eliten arbeiteten an ihm mit und kämpften gegen negative Stereotype an, wie die Beiträge des fünften Panels zeigten. NICOLAS MOREL (Bern) zeigte, wie Johann Rudolph Sinner von Ballaigues in seinem Werk „Voyage historique et littéraire dans la Suisse occidentale“ versuchte, das Bild der Schweiz als ländlich und rückständig zu korrigieren, dabei aber (unbewusst) auf bereits überholte Stereotypen zurückgriff. Dass es in der Schweiz keine „wohlgefassten“ Gesetze gebe, sondern die Richter lediglich nach ihrem Gewissen urteilten, war ein weiteres Vorurteil, dem es zu begegnen galt. Der Zürcher Jurist Johann Jacob Leu sah sich durch dieses in seinem Nationalstolz gekränkt und versuchte, die stereotype Vorstellung durch eine wissenschaftliche Darstellung zu widerlegen, wie NIKOLAUS LINDER (Göttingen) herausarbeitete. Leus „Eidgenössisches Stadt-Und-Land-Recht“ verglich die rechtliche Situation in der Schweiz mit jener anderer Nationen und ist Linder zufolge als kulturelles Buch mit normativen und formativen Eigenschaften zu sehen, das dazu beitrug, dass die Schweiz als einheitliche „Nation“ wahrgenommen werden konnte.

War die Einigkeit der Eidgenossenschaft – so der allgemeine Tenor der Tagungsbeiträge – gerade im 18. Jahrhundert Gegenstand von lebhaften Debatten, so bedeutete dies keineswegs, dass die Kohärenzfrage im 19. Jahrhundert jegliche Relevanz verloren hätte. An den eidgenössischen Bettagspredigten wird vielmehr eine trennende Einigkeit erkennbar, wie ANDREAS OEFNER (Bern) darlegte: So bezogen sich zwar beide Konfessionen inhaltlich auf die nationale Einigkeit, erzählten diese aber mit konfessionell unterschiedlich gefärbten Narrativen. Während im katholischen Diskurs der Modus der Konfessionalisierung dominierte, orientierte sich der reformierte Diskurs am Modus der Regeneration und an naturrechtlichen Ordnungsvorstellungen. Ähnlich wie die konfessionellen Lager instrumentalisierten auch die politischen Lager im 19. Jahrhundert die Geschichtsdeutungen in ihrem Sinn, wie ROMAN BONDERER (Bern) anhand von Presseartikeln aus der Regenrationszeit zeigte. Liberale wie auch Konservative bedienten sich zwar derselben geschichtlichen Ereignisse bzw. Mythen, unterzogen die historischen Fakten jedoch unterschiedlichen Lesarten.

Das abschließende, sechste Panel war der Schweiz-Konstruktion in Sozietäten und Gemeinschaften gewidmet. In der Literarischen Gesellschaft von Lausanne, so DAMIANO BARDELLI (Lausanne), war der eidgenössische Raum kaum Referenzpunkt, vielmehr orientierte sich die in dieser Gesellschaft versammelte waadtländische Elite an lokalen oder an kosmopolitischen Referenzpunkten. Dies dürfte nicht zuletzt auf die sprachliche Ausrichtung ihres Korrespondenznetzes zurückzuführen gewesen sein. Und welches Bild der Schweiz vermittelten die Schweizer, die sich im Ausland niedergelassen hatten? Dieser Frage ging ROGER SMITH (London) anhand der Schweizer Gesellschaft in London nach. Dabei wurde deutlich, dass die Schweizer Migranten in London im 18. Jahrhundert – überwiegend Reformierte – ein Bild ihrer Heimat zu vermittelten suchten, das ihren ökonomischen Interessen dienlich war. Daher bedienten sie insbesondere die englische Vorstellung einer freien, d.h. insbesondere von Frankreich unabhängigen Schweiz, was sich etwa in der ikonographischen Darstellung des Tell-Mythos auf den Gesellschaftsdokumenten niederschlug. Wieder an den ersten Tagungsbeitrag anknüpfend, legte abschließend MAURO DI CIOCCIO (Bern) dar, wie die Regierung der 1798 geschaffenen Helvetischen Republik klare Erwartungshaltungen an die (katholischen) Geistlichen stellten und in ihnen Träger der Volksschulreformen sahen. Insbesondere das immer noch verbreitete Stereotyp katholischer Rückständigkeit revidierend, zeigte Di Cioccio in seinem Beitrag auf, dass sich katholische Geistliche teils aktiv mit den Idealen des neuen Staates auseinander- bzw. für diese einsetzten und den neuen Rahmen für ihre aufklärerischen Erneuerungsbestrebungen nutzten.

In ihren Synthesebeiträgen griffen BÉLA KAPOSSY (Lausanne) und ANDRÉ HOLENSTEIN (Bern) die im Verlaufe der Tagung sichtbar gewordenen Stränge der Konstruktion der Schweiz auf, um sie einerseits zusammenzuführen und andererseits auf die Lücken und künftige Anknüpfungspunkte aufmerksam zu machen. Beide lobten das Ergebnis der fruchtbaren, interdisziplinären Zusammenarbeit an der Tagung, die aufgezeigt hat, dass die Schweiz des 18. Jahrhundert ein Laboratorium des Nationaldiskurses bildete, dessen Wurzeln indes bis ins 15. Jahrhundert zurückreichten und der bis weit ins 19. Jahrhundert fortwirken sollte. Kapossy betonte die Bedeutung des Krisenbewusstseins für die Geburt eines Schweiz-Bildes im Sinne eines Gegenmodells zu der durch Dekadenz und Luxus bedrohten Gesellschaft. Die Vorstellung einer Schweiz als Vorbild einer „lumières sans luxe“ bildete die Grundlage für die Ausarbeitung von Institutionenprojekten, welche eben diesem Selbstbild zur Realisierung verhelfen sollte. Laut Holenstein waren Historiographie, Ethnographie und Topographie die Hauptpfeiler des eidgenössischen Nationaldiskurses. Angetrieben durch den Wunsch, Mensch und Natur zusammenzubringen, wurde auf diesen Pfeilern aufbauend, das Bild eines naturverbundenen Schweiz-Charakters entworfen. Zugleich, so betonte Holenstein, stand dieser diskursiv hergestellten Einheit aber weiterhin eine politische Disparität gegenüber, deren Überwindung außerhalb des Denkhorizontes der eidgenössischen Magistraten lag. Zu vielfältig und zu vorteilhaft waren die in verschiedene Richtungen weisenden, außenpolitischen Verflechtungen – vor allem mit Frankreich –, als dass eine Überwindung des politischen Föderalismus erstrebenswert erschien. Die föderalistische Struktur der Alten Eidgenossenschaft kann daher keineswegs als unmittelbare Vorstufe des 1848 gegründeten Bundesstaates angesehen werden, vielmehr bedarf dessen Entstehung und damit die Überwindung innereidgenössischen Disparitäten weiterer Forschungsarbeit.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung
Claire Jaquier (Neuchâtel)

Sektion 1: Die Schweiz und das Ausland: Wechselseitige Vorstellungen / La Suisse et l’étranger: représentations croisées
Moderation: Andreas Würgler (Genf)

Alexandre Fontaine (Lausannne / Paris): Une cohésion politique façonnée de l’étranger ? Représentations imaginaires de la Suisse dans les premières histoires de la pédagogie rédigées en Europe (1750-1850)

Timothée Léchot (Basel / Bern): La Société helvétique en 1790: un coup d’oeil strabique sur le bonheur suisse

Patrick Vincent (Neuchâtel): Le Cercle des Whigs et la Suisse autour de 1792: Georgiana, duchesse de Devonshire

Sektion 2: Der politische Raum / L’espace politique.
Moderation: Claire Gantet (Fribourg)

Elisabeth Salvi (Genf): Les considérations de François-Louis de Pesmes de Saint-Saphorin (1668‐1737) sur les causes d’une Suisse désunie au début du XVIIIe siècle

Nadja Ackermann (Bern), Peter Lehmann (Lausanne), Nadir Weber (Konstanz): Von Türwachen zu Türöffnern? Die Rolle der Zugewandten Orte Neuchâtel und Genf bei der Konstruktion des eidgenössischen Nationenkonzepts im 18. und frühen 19. Jahrhundert

Andreas Würgler (Genf): Die Konstruktion der «natürlichen» Schweizergrenzen an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert: Diplomatie und Kartographie

Hans‐Ulrich Schiedt (Bern): Verkehrsraum Schweiz im 18. Jahrhundert - Fiktion oder Realität?

Öffentlicher Abendvortrag
François Rosset (Lausanne): Le roman des Suisses au XVIIIe siècle

Sektion 3: Naturraum und geographischer Raum / L’espace naturel et géographique
Moderation: Simona Boscani Leoni (Bern)

Martin Stuber, Gerrendina Gerber‐Visser (Bern): Naturgeschichte Helvetiens - mit patriotischem Eifer und beschränkten Mitteln

Adrien Paschoud (Basel): Une idéalisation du modèle politique helvétique: les Lettres sur quelques parties de la Suisse (1778) de Jean-André de Luc

Rossella Baldi (Neuchâtel): Un peuple collectionneurs: la vocation helvétique de la collecte des spécimens d'histoire naturelle

Nicolas Morel (Berne): Sur diverses versions du Voyage historique et littéraire en Suisse occidentale de Jean Rodolphe Sinner de Ballaigues.

Nikolaus Linder (Göttingen): Bilder der Nation in Johann Jacob Leus Eydgenössisches Stadt- und Land-Recht (1727-1746)

Sektion 4: Die Frage der Sprachen / Questions linguistiques.
Moderation: Anton Näf

Michael Böhler (Zürich): Sprachlabor Schweiz im 18. Jahrhundert - deutschsprachige Gelehrtenkultur zwischen Universalismus, Partikularismus, Pragmatismus

Christel Nissille et Sara Cotelli (Neuchâtel): "Liberté" dans la norme et régionalismes linguistiques: exploration des idéologies langagières de la Suisse romande du 18e au début du 19e siècle

Sektion 5: Mythen und Bilder / Mythes et images.
Moderation: Nathalie Vuillemin

Andreas Oefner (Bern): Der Bettag: Konstruktion und Demonstration von imaginierter Gemeinschaft

Roman Bonderer (Bern): Eine «Einheitlichkeit in der Verwendung und Interpretation der Geschichtsmythen» - wirklich?

Sektion 6: Sozietäten und Gemeinschaften / Sociétés et communautés
Moderation: Simone Zurbuchen

Damiano Bardelli (Lausanne): L’élite intellectuelle vaudoise et l’helvétisme

Roger Smith (London): The emigrant Swiss community in London and its institutions

Mauro Di Cioccio (Bern): Der katholische Schweizer Klerus am Ende des 18. Jahrhunderts: Träger aufgeklärter Reformen und Förderer eines nationalen Bewusstseins?

Kommentar und Schlussdiskussion:
André Holenstein (Bern), Béla Kapossy (Lausanne): Kommentar

Zitation
Tagungsbericht: Politische Schweiz, gelehrte Schweiz, imaginierte Schweiz. Kohäsion und Disparität im Corpus helveticum des 18. Jahrhunderts, 23.11.2017 – 25.11.2017 Neuchâtel, in: H-Soz-Kult, 24.02.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7569>.