Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? Kulturen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei jungen Menschen in Südost- und Osteuropa und in Ostdeutschland im 21. Jahrhundert

Ort
Wien
Veranstalter
Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Lehrstuhl für Transformationsprozesse in Mittel-, Ost- und Südeuropa, Universität Wien; Franz Vranitzky Chair for European Studies, Universität Wien
Datum
27.10.2018
Von
David Schmiedel, Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Anlässlich des 100. Jahrestages der „Oktoberrevolution“ in Russland stellten Historiker und Soziologen, Sozialanthropologen sowie Politik-, Kommunikations- und Kulturwissenschaftler die Frage nach der Rückkehr „kommunistischer“ Konzepte, Werte, Ideen und Relikte in Südost- und Osteuropa sowie in Ostdeutschland. Dabei legten sie den Fokus ihrer Erörterungen auf Jugendliche sowie junge Erwachsene – und damit auf „Schlüsselgenerationen“ für die Zukunft Europas: Nach den fundamentalen „Krisen“ und Erschütterungen stehen wir vor einer Periode der Reformulierung, womöglich einer Reformatierung „Europas“: Aufs Neue wird über den Kanon seiner Werte, über seine Geschichte und Grenzen, über die Architektur seiner Institutionen und über die Wege der Entscheidungen debattiert.

OLIVER RATHKOLB (Wien) und SILKE SATJUKOW (Halle) gingen in ihren Einführungen nicht nur auf im Staatssozialismus prominente „Vordenker“ des Kommunismus wie Platon, Thomas Müntzer, Karl Marx und Wladimir Iljitsch Lenin ein, sondern auch auf die Frage, ob es in den Gesellschaften des Ostens womöglich eine vom Westen unterschiedene Idee von einer „kommunistischen“ Gesellschaft gegeben hat und bis heute gibt?

RAINER GRIES (Wien) stellte in seinem Eingangsreferat die Frage, ob kommunistische Gallionsfiguren wie Lenin, Marx und Marschall Tito – ihre Gesichter, ihre Schriften und Gedanken, ihre „kommunistischen“ Visionen und ihre revolutionären Vorstellungen – wirklich „wieder da“ seien – oder ob ihr Antlitz, ihre Physiognomie bloß in den Dienst ganz anderer Projekte gestellt würde: Was verbinden die jungen Menschen mit der vielgestaltigen Chiffre „Kommunismus“ zu Anfang des 21. Jahrhunderts? Offenbar, so Gries, lasse sich hier nicht nur ein breites Spektrum von Reaktionen und Reaktanzen ausfindig machen, sondern auch von Aktionen und Handlungen, von Idolen und Idealen, von Motiven und von Visionen.

DIETER SEGERT (Wien) führte diesen Gedanken fort, indem er feststellte, dass diese heute bei den Jungen spürbare „Sehnsucht“ allem Anschein nach kein Zurückkehren zu einem längst vergangenen „realen Sozialismus“ darstelle, sondern vielmehr der Wunsch nach Einlösung eines gerade im Osten jahrzehntelang propagierten, jedoch letztlich nicht eingelösten Versprechens einer egalitären Gesellschaft. Die Zeit nach der Krise der Gewissheiten von 1989 sei heute eine Zeit, in der die Hoffnung auf eine mögliche Veränderung des Ganzen erneut Gestalt annehme. Utopien hätten deshalb wieder Konjunktur, auch außerhalb von begrenzten politischen Zirkeln.

Das erste Panel der Konferenz beschäftigte sich mit der „Phänomenologie und Politik der ‚Jugo- und Tito-Nostalgie’“. Es lassen sich, so einführend SILVIA NADJIVAN (Wien), in den Nachfolgegesellschaften des Vielvölkerstaates aktuell unterschiedliche Formen und Intensitäten dieser Nostalgie ausmachen: Praxen und Diskurse, die das Jugoslawien unter Marschall Tito als ein vermeintlich unbeschwertes Zeitalter verklären. Die kommunistische Vergangenheit avanciert so zu einem Sehnsuchtsort gerade der jüngeren, von eigenen Erfahrungen „verschonten“ Kohorten.

NATASA SIMEUNOVIC BAJIC (Belgrad) stellte fest, dass bei Jugendlichen in den Nachfolgegesellschaften Jugoslawiens eine starke Affinität zum „verlorenen Staat“ vorherrsche. „Jugoslawien“ diene ihnen dabei weniger als realer Sehnsuchtsort, sondern vielmehr als Chiffre für eine bessere Zukunft. Ohne auf konkretes historisches Vorwissen zurückzugreifen, erhoffe man sich einen Ausweg aus der gegenwärtig empfunden Zerrissenheit zwischen der eigenen, als prekär empfundenen Nation und dem tonangebenden, bisweilen feindlichen Westen.

MITJA VELIKONJA (Ljubljana) führte Graffitis an öffentlichen Orten vor, die er über einen Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt in den Städten und Regionen des ehemaligen Jugoslawiens ausfindig gemacht hat. Bemerkenswert waren auch hier die in den letzten Jahren zunehmenden Bezüge zu Marschall Tito. Allerdings scheiden sich in Bezug auf dessen Rolle für die Zukunft die Geister: Viele Wortmeldungen werten ihn als Wegbereiter einer besseren, wieder deutlicher am Nationalen ausgerichteten Zukunft, eine kleinere Gruppe begreift ihn jedoch als einen Altgestrigen, dessen Ideen einer demokratisch europäischen Vision heute eher im Wege stehen.

ZLATKO JOVANOVIC (Kopenhagen) schloss mit einer Untersuchung zu vergangenen und heutigen Musikkulturen der Jugend an. Zur Beschreibung der äußerst vielgestaltigen Reminiszenzen an das vergangene Jugoslawien nutzt auch er den mittlerweile in Publizistik und Wissenschaft gebräuchlichen Begriff der „Jugo-Nostalgie“. Gemein ist dieser spezifischen Form der Rückwärtsgewandtheit, dass der Alltag im „verlorenen“ Jugoslawien in der Retrospektive zugleich als freier (als in der sozialistischen Sowjetunion) und sicherer (als im kapitalistischen „Westen“) verstanden wird. Diese Wahrnehmung basiere, so Jovanovic, auf der Annahme, dass der „jugoslawische Sonderweg“ in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine gute (und auch heute anzustrebende) Balance zwischen den Stärken und Schwächen der beiden rivalisierenden Ideologien Kommunismus und Kapitalismus gefunden habe.

Das zweite Panel zu „osteuropäischen und generationellen Vergleichshorizonten“ fragte kursorisch und exemplarisch danach, wie sich junge Menschen in anderen Gesellschaften des osteuropäischen Glacis heute zu ihren Vergangenheiten, Gegenwarten und Zukünften verhalten.

Eröffnet wurde das Podium von THOMAS AHBE (Leipzig), der die Frage aufwarf, was Eltern in den sogenannten neuen Bundesländern ihren Kindern heute über die DDR erzählen. Ahbe stellte heraus, dass heute – aller offiziellen Erinnerungskultur zum Trotz – noch immer zwölf Prozent der Jugendlichen ein undifferenziert positives Bild von der DDR hätten. Dieser Wert könne nur mit der transgenerationellen Weitergabe von Ideen erklärt werden. Interessant sei, dass sich gegenwärtig deutlich weniger Ostbürger im „Westen“ angekommen fühlten, als dies in den späten 1990er-Jahren der Fall war. Aus diesem Verlust an Zugehörigkeit heraus begännen sie, wieder ein gewisses Interesse am Arbeiter- und Bauernstaat zu verspüren, freilich ohne sich dabei die Vergangenheit real zurückzuwünschen.

SARYUSZ-WOLSKA(Lodz) legte dar, dass auch in Polen zahlreiche Gruppen existieren, welche die „kommunistischen“ Zustände vor 1989 in der Rückschau positiver bewerten als ihre Lebensumstände im Jetzt. Saryusz-Wolska erklärt ihren Befund damit, dass die als hochgradig unsicher empfundene Gegenwart negativer als die scheinbar sichere, „heile“ Welt der Vergangenheit wahrgenommen würde. Paradoxerweise aber würden justament die krisengeschüttelten 1970er-Jahre als „gute“ Zeit erinnert, die Jahre nach dem Beitritt Polens in die Europäische Union 2004 indes als Abstieg und Verfall.

SABINE STACH (Warschau) präsentierte und interpretierte ein weiteres nostalgisierendes Format, ein touristisches Produkt, das in Bratislava heutzutage offenbar regen Absatz findet: Die „post-sozialistische City-Tour“: annonciert eine „alternative“, „authentische“ Fahrt zu ausgewählten „Orten des Sozialismus“. Diese Offerte sei jedoch weniger Ausdruck der Sehnsucht nach einer sozialistischen Vergangenheit oder kommunistisch gedachten Zukunft, sondern vielmehr ein Erlebnis, das für zwei Stunden in eine einfache und überschaubare Welt führe. Während der Tour werde die Erzählung von der Diktatur in der Tschechoslowakei mit der Kritik an den Defiziten der Transformation nach 1989 verknüpft. So verliere die Samtene Revolution ein Gutteil ihrer positiven Zuschreibungen und Bewertungen. Im Subtext dieser Tour durch eine Gegenwart der Vergangenheiten kämen die Touristen und ihre slowakischen Guides in der vagen Utopie einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft der Zukunft überein.

Ein polarisiertes Bild konnte ANKE GIESEN (Magdeburg) mit Blick auf aktuelle Erinnerungsdiskurse bei jungen Leuten in Russland herausarbeiten. Dabei fokussierte sie ihren Beitrag exemplarisch auf momentane Debatten zur Einordnung ehemaliger politischer Straflager. Die Beteiligten teilten sich dabei in zwei Lager – ein „sowjet-restauratives“ und ein „liberales“ Lager, die nicht nur über die Vergangenheit des Landes diametral entgegengesetzte Vorstellungen hegten, sondern gerade auch über die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft.

ANNA SCHOR-TSCHUDNOWSKAJA (WIEN) fand für die in diesem Panel konstatierten Sehnsüchte junger Menschen eine generationelle Erklärung. Die Soziologin und Psychologin hatte in Moskau und Sankt Petersburg Interviews mit jungen Russen geführt und festgestellt, dass ihre Gesprächspartner Bezüge zu dem Begriff „Kommunismus“ an sich zwar vermieden hatten, dass sie sich aber gleichwohl nach der Sicherheit der vermeintlich „goldenen“ 1970er- und frühen 1980er-Jahre „zurück“ sehnten. Die heutzutage verspürten, scheinbar grenzenlosen Freiheiten nehmen sie offenbar zunehmend als Belastung wahr. Schor-Tschudnowskaja geht von einer transgenerationellen Weitergabe aus, wobei anzunehmen ist, dass die Eltern ihre während des Zusammenbruchs der Sowjetunion erfahrene wirtschaftliche, soziale und politische Entsicherung auf ihre Kinder übertragen haben, sodass diese sich heute zwar nicht nach einer Neuauflage des „Kommunismus“ als politischem System sehnen, sehr wohl aber nach dessen imaginierten sozialen Vorzügen.

Während die ersten beiden Panels Fragen nach Vergangenheit und Gegenwart der „Sehnsucht nach dem Kommunismus“ stellten, öffnete das dritte Panel den Blick auf das Kommende: „Alternativen zum neoliberalen Kapitalismus der Gegenwart: Hat der ‚Kommunismus’ doch eine Zukunft?“

JÖRN SCHÜTRUMPF (Berlin) eröffnete dieses Geschichte, Gegenwart und Zukunft verknüpfende Podium mit einem Blick auf Zukunftsentwürfe im „Westen“ nach 1917. Dort hegten bestimmte Bevölkerungsgruppen die Hoffnung, dass auch in ihrem Land in Bälde eine „kommunistische“ Revolution ausgerufen würde, die das Leben gerechter und selbstbestimmter werden ließe. Die bald sichtbar werdende enthegte Gewalt des russischen Kriegskommunismus allerdings und die anschließenden Grausamkeiten der Stalinzeit führten zu einer ein Jahrhundert anhaltenden Skepsis und Ablehnung bezüglich der Umsetzbarkeit der Ideen des Kommunismus.

LENA SUTLOVIC (Wien) beschrieb die spezifischen Erfahrungen, die Frauen im Jugoslawien Titos gemacht hatten, und beleuchtete die damit grundgelegten Möglichkeiten für die Gegenwart. Ausgehend von den Frauenbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre analysierte sie sowohl Ideen als auch Normative und alltägliche Praxen der realsozialistischen Jahrzehnte. Dabei ging sie von fortdauernden „kommunistischen“ (und damit vom Westen differenten) Geschlechterverständnissen aus, die gleichzeitig auch Potentiale für gegenwärtige und künftige (Geschlechter-) Politik bereithielten.

IVANA SPASIC (Belgrad) definierte Jugendliche und junge Erwachsene in Serbien als eine „Generation In-Between“: Unschlüssig und unentschieden zwischen Werten und Welten, zwischen Europa und der eigenen Nation. Nicht selten blickten junge Serben resigniert und sogar ablehnend auf „Europa“ – nicht wenige hegten Sympathien für protektionistische und auch nationalistische „Bewegungen“.

ENIKO VINCE (Cluj-Napoca) stellte diesen Punkt noch einmal deutlich heraus. Die Zustände im postkommunistischen Rumänien analysierend, resümierte sie: Der „Kommunismus“ sei heute ein hilfreiches Konstrukt, um die gefühlten und real existierenden Defizite im kapitalistischen System zu markieren und zu kritisieren. Zwar wollten die jungen Leute den „Staatssozialismus“ der Vergangenheit nicht eins zu eins wiederholen, gleichwohl gäbe es eine starke Affinität zu dessen imaginierten Vorteilen wie etwa der Sicherheit für die eigene Lebensplanung.

Zum Abschluss griffen DIETER SEGERT (Wien) und RAINER GRIES (Wien) die während der Konferenz immer wieder auftauchende Frage nach generationellen Erfahrungen und ihren Potentialen für die Gestaltung eines zukünftigen gemeinsamen Europas auf. Vor allem die Angehörigen der älteren Kohorten einte demnach eine prägende Erfahrung: die Implosion des Staatswesens. Als Kinder und als Jugendliche seien sie Zeugen der Umwälzungen geworden, im Anschluss daran seien sie unversehens zu Objekten fundamentaler Transformationen ihrer Gesellschaften avanciert. Diese spiegele sich bis heute in ihrem Gestus und Habitus, in ihrem Welt- und Selbstverständnis wider und sie zeitige vor allem in ihrem sozialen und politischen Denken und Handeln Wirkungen: So würden Sehnsüchte nach einer heilen und ganzen Welt erzeugt.

Die Konferenzteilnehmer waren sich vor allem in einem einig: Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des sowjetischen Sozialismus existiere in den osteuropäischen Gesellschaften immer noch ein ambivalentes, nicht selten sogar ein verherrlichendes Bild von ihren Vergangenheiten. Diese Nostalgie und partielle Verklärung wurzele allerdings nicht allein im kollektiven Gedächtnis, sondern sei auch Ergebnis eines Abgleiches mit den Erfahrungen laufender Transformationsprozesse. In den Gesellschaften, die sich aus dem Zerfall Jugoslawiens entwickelten, seien Krieg und die radikalen, ethnischen Nationalismen ein Grund für eine positive Erinnerung an die Zeit davor gewesen. In den post-sowjetischen Gesellschaften hätten der wirtschaftliche Absturz und die sozialen Probleme der 1990-er Jahre eine zentrale Rolle für das mildere Licht gespielt, in das nunmehr der Staatssozialismus getaucht werde. In allen osteuropäischen Gesellschaften hätten nach der Weltfinanzkrise 2008 obendrein die ungelösten Probleme jenes Kapitalismus eine Rolle gespielt, der 1989 als strahlender Sieger gegenüber dem sowjetischen Sozialismus erschien.

Um die zu Anfang der Tagung, die finanziell durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin wurde, gestellte Frage nach dem „Gesicht“ des offensichtlich wiedergekehrten (oder nie weggewesenen) Geistes des Kommunismus differenziert beantworten zu können, braucht es weitere, grundlegende Bestandsaufnahmen über politische Prägungen junger Osteuropäer. Kleidet sich ihr Verständnis von „Kommunismus“ mittlerweile womöglich in westliche Gewänder – und praktiziert neuartige Formen der Vergemeinschaftung wie etwa Urban Gardening oder Formen der Shared Economy? Denn „neue Kommunisten“ beziehen sich nicht nur im Westen Europas auf ein geteiltes Gemeinsames, das common, weshalb manche Theoretiker heute vom „Commonismus“ als einer zukunftsweisenden Neuinterpretation des „Kommunismus“ sprechen. Oder werden wir zu Zeugen, wie die jungen Leute in Ost- und Südosteuropa verschüttetes Wissen und verdrängte Emotionen vom Staub befreien – und mit neuem Atem ein ganz neues Projekt „Kommunismus“ denken und fühlen?

Konferenzübersicht:

Welcome Speeches

Oliver Rathkolb (Head of the Department of Contemporary History at the University of Vienna, Austria)

Silke Satjukow (Department of History at the Martin Luther University Halle-Wittenberg, Germany)

Introduction

Dieter Segert (Chair for Transformation Processes in Central, Eastern and Southeastern Europe at the University of Vienna, Austria)

Rainer Gries (Franz Vranitzky Chair for European Studies at the University of Vienna, Austria)

I. Panel: Phenomenology and Politics of “Yugo- and Tito-Nostalgia”
Chair: Silvia Nadjivan (Franz Vranitzky Chair for European Studies at the University of Vienna / Institute for the Danube Region and Central Europe (IDM), Austria)

Nataša Simeunović Bajić (Department of Cultural Theory and Political Science at the John Naisbitt University, Belgrade, Serbia): Cultural and Media Memory. Yugoslavia as the Image of Yugoslavia among the Young Generation

Irena Ristić (Resource Centre for Research Support, Institute of Social Sciences at the University of Belgrade, Serbia): Yugo-Nostalgia. Pride and Prejudice

Mitja Velikonja (Center for Cultural and Religious Studies at the University of Ljubljana, Slovenia): Yugoslavia after Yugoslavia. Graffiti about Yugoslavia in Post-Yugoslav Urbanscape

Zlatko Jovanovic (Research Centre “The many Roads in Modernity” at the University of Copenhagen, Denmark): Living and Rocking in the Best of All Worlds. Longing for Communist Yugoslavia

II. Panel: European and Generational Comparative Perspectives
Chair: Rainer Gries (Wien)

Thomas Ahbe (Social Scientist and Publicist, Leipzig, Germany): Eastern Germany as an Exceptional Case in the Historical View of the Era of State Socialism. The GDR in the Public Light and in the Memory and Appropriation of Today’s Eastern German Generations

Anke Giesen (Department of History of Modern Times at the Otto von Guericke University Magdeburg, Germany): Dreams of USSR 2.0 – Communist Utopias of Young Members of the Russian Organisation “The Essence of Time”

Magdalena Saryusz-Wolska (Institute of Contemporary Culture at the University of Łódź, Poland): Between Longing and Refusal. Memories of Communism in Post-Communist Poland

Anna Schor-Tschudnowskaja (Faculty of Psychology at the Sigmund Freud Private University, Vienna, Austria): References in the Soviet Past among Young Adults in Contemporary Russia

Sabine Stach (German Historical Institute Warsaw, Max Weber Foundation, Poland): Locus of Longing. Tourist Product Communism. Consumers and Guides Giving “Communism Tours” in Slovakia

III. Panel: Alternatives to Present-Day Neoliberal Capitalism: Does “Communism” Have a Future?
Chair: Dieter Segert (Wien)

Zitation
Tagungsbericht: Sehnsucht nach dem „Kommunismus“? Kulturen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei jungen Menschen in Südost- und Osteuropa und in Ostdeutschland im 21. Jahrhundert, 27.10.2018 Wien, in: H-Soz-Kult, 23.05.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7706>.