Peace Movements and Democratic Culture in Southern Europe during the 1970s and 1980s

Ort
Rom
Veranstalter
Deutsches Historisches Institut in Rom
Datum
14.02.2018 - 16.02.2018
Von
Lars Döpking, Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit, Hamburger Institut für Sozialforschung

Bereits die einleitenden Worte zur Konferenz „Peace Movements and Democratic Culture in Southern Europe during the 1970s and 1980s“ verdeutlichten, dass ihr Interesse mitnichten allein der Sammlung verschiedenster Friedensbewegungsnarrative galt, sondern brennende theoretische und methodologische Fragestellungen zur Disposition standen. In diesem Sinne rückte MARTIN BAUMEISTER (Rom) ihr Thema in den Kontext unterschiedlicher Versuche, ‚Südeuropa‘ zu konzipieren. Er skizzierte dazu die Paradoxie, der zufolge Südeuropa lange Zeit einerseits auf den ‚Mental Maps‘ Europas jenseits des Hudson Rivers lag, mit anderen westeuropäischen Ländern identisch gesetzt wurde und keine genauere Betrachtung erfuhr; andererseits aber zugleich als Europas exotische Peripherie galt, deren Anomalien wie Militärdiktaturen oder Familismus dominante Pfade zur Moderne konterkarierten. Die gravierenden Konsequenzen einer solchen Konstruktion Südeuropas als unzuverlässige Teilregion – symbolisiert auch im Krisenjargon-Akronym PIGS – gäben hinreichend Gründe an die Hand, die Analyse von Friedensbewegungen und demokratischer Kultur nach neuen Ansätzen und unterschwelligen Konzepten des Süden Europas zu befragen. Ganz auf der Linie dieser Argumentation fokussierte BENJAMIN ZIEMANN (Sheffield) in seiner Einleitung die Friedens- und Protestbewegungen Südeuropas. Ihre Bedeutung für die Entwicklungsgeschichte westlicher Demokratien sei aus historischer Perspektive kaum zu überschätzen. Obgleich ihre langfristigen Folgen bis heute zu konstatieren seien, warnte Ziemann vor ihrer Heroisierung, die häufig auf falsche Pfade führe.

Direkt im Anschluss eröffnete EIRINI KARAMOUZI (Sheffield) das erste Panel, das die Beziehungen zwischen Friedensbewegungen, Parteien und anderen institutionellen Akteuren adressierte. Karamouzi würdigte in diesem Zusammenhang die zentrale Rolle des griechischen Ministerpräsidenten Andreas Papandreous, dessen politische Manöver und rhetorische Strategien die Geschichte der griechischen Friedensbewegungen entscheidend beeinflussten. Einerseits limitierte er durch geschickte Außenpolitik den Einfluss der kommunistischen Partei auf sie, andererseits konnte er sie so als Teil seiner eigenen politischen Unterstützungsbasis gewinnen. Karamouzi zeigte auf diese Weise die Räume auf, die politische Akteure angesichts der aufkommenden Friedensbewegungen nutzen konnten. Vor nicht unähnlichen Herausforderungen stand die kommunistische Partei Italiens PCI. Ihre Deutung der Bewegungen als Bedrohung hegemonialer Positionalität innerhalb der italienischen Linken änderte sich, wie VALENTINE LOMELLINI (Padua) referierte, schlagartig mit dem Tod Breschnews 1982. Von da an begann die größte kommunistische Partei Europas, aktiv die Parolen und ideologischen Positionierungen der Friedensbewegung zu beeinflussen, um sie als politischen Bündnispartner zu gewinnen. Dass solche Versuche ihre Grenzen hatten, zeigte sich aber nicht zuletzt in antiimperialistischen Mobilisierungsversuchen, die sich auch unerwarteter Weise gegen die UdSSR richteten und die Stellung der PCI fortlaufend erodierten. XOSÉ M. NÚÑEZ SEIXAS‘ (Santiago de Compostela) Kommentar bettete die Vorträge in ein Narrativ gescheiterter kommunistischer Vereinnahmungsversuche ein. Angesichts zahlreicher Gemeinsamkeiten der parteipolitischen Reaktionen auf die Bewegungen, insbesondere in ihrer jeweils nationalen wie antiamerikanischen Symbolik, provozierte der Kommentar eine lebhafte Diskussion, in der die vermeidlich geopolitische Neutralität der Bewegungen wie die Lernprozesse kommunistischer Parteien seit 1968 adressiert wurden.

Seinem Abendvortrag stellte FEDERICO ROMERO (Florenz) die Frage voran, welchen heuristischen Wert es verspräche, Südeuropa als genuine Entität zu konzipieren. Aus historischer Perspektive hätten sich die südeuropäischen Staaten nämlich weder als politisches Bündnis begriffen, noch würden sonstige Eigenschaften jenseits von Klima und Geographie hinreichende Definitionsmerkmale anbieten. Im Kern seines Vortrages stand deshalb die These, dass die demokratisierenden Wirkungen von Friedensbewegungen in Spanien, Italien und Griechenland vor dem Hintergrund eines Politikwechsels der Europäischen Gemeinschaft interpretiert werden müssten. Nach dem Ende der autoritären Herrschaft in Spanien, Portugal und Griechenland seien die Länder des Warschauer Paktes die einzigen Diktaturen in Europa gewesen. Dies habe es der Europäischen Gemeinschaft ermöglicht, sich im Verlauf der 1980er-Jahre zunehmend als eine demokratische Wertegemeinschaft zu präsentieren und damit die Engführung auf eine ökonomische Harmonisierung zu überwinden. Zugleich habe es die Détente der 1970er-Jahre den Friedensbewegungen auch im Süden Europas erleichtert, sich als ein Beitrag zu einer Überwindung der Blockkonfrontation zu verstehen.

Am nächsten Morgen leitete EFI GKOTZARIDIS‘ (Athen) Vortrag in das zweite Panel der Konferenz ein, das praktische und vergeschlechtliche Partizipationsformen diskutierte. Gkotzaridis explorierte dazu die langfristigen Nachwirkungen des griechischen Bürgerskrieges auf die dortigen Friedensbewegungen, die, weil ihre Aktivitäten stets als regimefeindlich eingestuft wurden, in den 1950er- und 1960er-Jahren erhebliche Repressionen erfuhren. In diesem demokratisch-defizitären Umfeld hybridisierten sie ihre Strukturen und verschränkten ihren strikten Pazifismus mit demokratischen Reformismus. Hieraus erkläre sich die anhaltende Problematisierung von Militärapparaten in der Demokratie sowie Deutung der Stationierung ausländischer Militärbasen als potentielle Bedrohung von Demokratie und nationalstaatlicher Souveränität. Im Anschluss daran analysierten MONTSERRAT HUGUET und LAURA BRANCIFORTE (beide Madrid) feministische Aspekte italienischer und spanischer Anti-Atom-Bewegungen. Sie differenzierten zwischen Legitimationsstrategien und rekonstruierten Protestereignisse sowie die lokale Anrufung transnationaler Strategien und Konzepte. Daraus schlossen sie, dass, neben dem hervorzuhebenden Einfluss der politischen Großwetterlage, in Spanien feministische Politiken auf ökologische Rahmungen verzichteten, während sie sich in Italien vehement von geschlechtsessentialistischen Deutungsmustern absetzten. Die Diskussion ergänzte die Deutung des vorgestellten Materials um die Rolle von Märtyrern für die Idealbildungs- und Sakralisierungsprozesse der Bewegungen und stellte ihre internen Friktionen und Konflikte heraus.

Das dritte Panel der Konferenz widmete sich antimilitaristischen Friedensbewegungen. Zur Einführung stellte LUCIA BONFRESCHI (Rom) ihre Forschungsergebnisse zur Geschichte der italienischen Partito Radicale vor. Seit 1969 entwickelte sich diese zu einer organisatorischen Plattform der Friedensbewegung und setzte sich seit Mitte der 1970er-Jahre innovativ gegenüber der PCI ab: Einerseits überführte sie die Ost-West Gegenüberstellung in eine von Nord und Süd, andererseits forderte sie eine völlige Demilitarisierung, weil sie sich im Gegensatz zur PCI nicht als vertrauenswürdige Vertreterin vornehmlich nationaler Interessen ausgeben musste. Bonfreschi stellte so einen alternativen Träger antimilitaristischer Politik vor, der antietatistischer Friedenspolitik eine politische Plattform bot. Der Vortrag von LUIS VELASCO MARTINEZ (Santiago de Compostela) adressierte wiederrum die Praxis spanischer Wehrpflicht im Kontext nationaler Identitätsbildung. Martinez zeigte, dass zwar ein Großteil der Rekruten ihren Militärdienst als Übergangsritual deutete und häufig schlicht aus Angst auf Widerstandshandlungen verzichtete, jedoch sich gegen Ende der 1950er-Jahre religiöse Verweigerungspraktiken herausbildeten, die teilweise durch Emigration Ergänzung fanden. Die Beobachtung, dass der Militärdienst kaum ideologische Effekte auf die Rekruten hatte, untermauerte er anhand jener Rekruten, die eine spanische Identität ablehnten: Basken, Katalanen und andere hätten ihren Wehrdienst dazu genutzt, um Propaganda gegen das Regime zu verbreiten, den erklärten Feind kennen zu lernen sowie für den Kampf gegen ihn von ihm an der Waffe ausgebildet zu werden. Die Versuche des Franco-Regimes, die Bevölkerung über das Militär als Schule der Nation zu homogenisieren, müssten deshalb als gescheitert angesehen werden. CARLOS ÁNGEL ORDÁS (Barcelona) nahm sich hingegen der spanischen Antiwehrpflichtbewegung nach dem Ende des Franco Regimes an. Sein Beitrag eröffnete einen differenzierten Überblick über verschiedene Teilbewegungen und stellte die Strategie der ‚Insumisión‘ ins Zentrum der Betrachtung. Da ihre Anhänger ebenso den Militär- wie den Zivildienst verweigerten, agierten sie als Avantgarde einer antimilitaristischen Jugendbewegung und gerieten in den repressiven Fokus der jungen spanischen Republik. Diese nahm das Ausmaß der Wehrdienstverweigerung in den 1980er-Jahren als vehemente Krise wahr und griff deshalb, abseits der politischen Dynamiken um das Nato-Referendum 1985, auf autoritäre Gegenmaßnahmen zurück. Ihre engen persönlichen und politischen Netzwerke ermöglichten es den Insumisos jedoch, die verhängten Gefängnisstrafen zu überstehen und ihre Strategie generationell zu überliefern. Darauffolgend arbeitete kommentierend TILL KÖSSLER (Halle an der Saale) drei Sachverhalte heraus, die nebst dargestellter ideologischer Überschneidungen der südeuropäischen Bewegungen, weiterer Beschäftigung bedurften: Die Infiltration der Lebenswelt durch militärische Kultur, die Interaktion zwischen Terrorismus, sozialen Bewegungen und Militär und schließlich die Effekte militärischer Reformen der 1970er-Jahre.

Das vierte und damit letzte Panel des Tages richtete die Aufmerksamkeit auf räumliche Kontextbedingungen und Dimensionen transnationaler Verflechtung. KOSTIS KORNETIS (Madrid) analysierte dazu zwei Dokumentarfilme, ‚Songs of Fire‘ und ‚Attila‘, die den Fall der griechischen Junta und die Invasion Zyperns 1974 thematisieren. Als Quelle der griechischen Friedensbewegungen könnten die in ‚Songs of Fire‘ dokumentierten Konzerte, in denen improvisierte Verweise auf Zypern das Zuhören selbst politisierte, sowie die beständige Parallelisierung von Zypern und Vietnam in ‚Attila‘ als Wiedergabemedium der Komplexitäten revolutionärer Momente verstanden werden. Darüber hinaus gäben sie ideologische Elemente der Friedensbewegungen wieder, welche Kornetis nebst ihrer Ästhetik und kontextuellen Einbettung überzeugend dechiffrierte. Der Beitrag von ANGELA SANTESE (Bologna) transnationalisierte die Geschichte der italienischen Friedensbewegung hinsichtlich ihrer verspäteten Mobilisierung gegen Nuklearwaffen. So hatte es in Italien zwar gegen Ende der 1970er-Jahre ökologische Proteste gegen die zivile Nutzung der Kernkraft, aber kaum Proteste gegen die Neutronenbombe (1977/78) gegeben. Die Lerneffekte wechselseitiger Beobachtung und persönlicher Vernetzung setzten dieses Themenspektrum schließlich doch, trotz der komplizierten innenpolitischen Situation Italiens, auf die Agenda der Bewegung, was Santese am Beispiel der Proteste gegen die Stationierung der Euro-Missilles 1982/83 demonstrierte. LUC-ANDRÉ BRUNET (Milton Keynes) konstatierte wiederum transnationale Prozesse in entgegengesetzter Richtung: Während das kanadische Pendant der Friedensbewegungen sich (süd-)europäischer Slogans und Strategien umfassend bediente, um den offensichtlichen Widerspruch Pierre Trudeaus, zwar die Stationierung von Kernwaffen in Kanada abzulehnen, allerdings den Luftraum für Raketentests der amerikanischen Verbündeten freizugeben, zu problematisierten, orientierte sich jener mit seiner Friedensoffensive 1983 an der vereinnahmenden Strategie des griechischen Ministerpräsidenten Andreas Papandreous. Aus Perspektive der internationalen Beziehungen könne die politische Offensive zwar freilich als irrelevant beschrieben werden, jedoch erfüllte sie den innenpolitischen Zweck, die Konflikte mit der eigenen Wählerschaft abzumildern und Trudeau als Friedenspolitiker zu rehabilitieren. Plausibel belegte Brunet so transnationale Lerneffekte ebenso an den Graswurzeln der Bewegung wie an der Spitze internationaler Politik. SUSANNE SCHREGEL (Köln) stelle raumtheoretische Überlegungen in das Zentrum ihres Kommentars. Nicht zuletzt, weil die konkrete Instrumentalisierung von Plätzen, Straßen oder Vierteln durch Bewegungen und Politiker Hinweise etwa auf ihre Motivlagen und Demokratieverständnisse enthalte, seien sie, neben transnationalen Wanderungsbewegungen von Konzepten, stärker in die Diskussion miteinzubeziehen.

Am Freitagmorgen standen schließlich die Symbole, Rituale und Narrative der Friedensbewegungen auf der Tagesordnung des fünften und finalen Panels. GIULIA QUAGGIO (Sheffield) unterstrich dazu die Bedeutung der politischen Wandmalereien – ‚Pintadas‘ –, für die Selbstperzeption der spanischen Friedensbewegung. Anhand verschiedener Beispiele, die sich gegen die spanische Nato-Mitgliedschaft richteten, klärte sie über Stil, Ästhetik und Ikonographie auf, derer sich schnell die politischen Parteien mit eigenen Bildern bedienten. Auffällig sei dabei, dass die Pintadas stets primär nationale Bezüge aufwiesen und dass sie jenseits der Furcht im Zuge einer Nato-Integration zwischen die Fronten eines atomaren Krieges zu geraten, die restliche Welt nur peripher wahrnahmen. LODOVICA CLAVARINO (Rom) ergänzte diese symbolische Dimension um die der Kreation von Narrativen durch Experten. Dafür stellte sie das politische Wirken Edoardo Amaldis, einem der wichtigsten italienischen Physiker des 20. Jahrhunderts, vor. Amaldi entwickelte im Kontext des Kalten Krieges und dank seiner internationalen Vernetzung ein pazifistisches, auf die vollständige nukleare Abrüstung zielendes Narrativ, welches in der zivilen Nutzung der Kernkraft nur wenige Probleme sah, dafür allerdings ebenso die Proliferation von Nuklearwaffen problematisierte wie darauf insistierte, dass die Verteidigung gegen selbige ohnehin unmöglich sei. Im letzten Beitrag der Konferenz fragte CARL ANTONIUS LEMKE DUQUE (Bilbao) nach den Beziehungen zwischen Religion und Gewalt im Baskenland. Dazu stellte er das Engagement einer Reihe von baskischen Jesuiten vor, die, wenn auch spät, sich im Verlauf der 1970er- und 1980er-Jahre zu maßgeblichen Kritikern des Terrorismus der ETA entwickelten, Strategien der Mediation und Konfliktüberwindung vorschlugen und zugleich eine Diskussion über eine Pädagogik und Ethik des Friedens vorantrieben. Die abschließende Paneldebatte bestritten LUTZ KLINKHAMMER (Rom) und FEDERICO ROMERO (Florenz). Sie stellten vor allem Fragen nach der Periodisierung und forderten dazu auf, sowohl die lange Vorgeschichte der Proteste der 1980er-Jahre in den Blick zu nehmen als auch die langfristige generationelle Prägung der Teilnehmer an den Protesten der 1980er-Jahre zu untersuchen.

Zusammengefasst können zwei wichtige Ergebnisse der Tagung festgehalten werden: Erstens, dass Südeuropa als einheitlicher politischer Raum in keiner Weise die Formation von Friedensbewegungen prägte. Die Protestformen und ihre Ikonographie in Italien, Spanien und Griechenland wiesen stattdessen viele Ähnlichkeiten mit vergleichbaren Bewegungen in West- und Nordeuropa auf. Weder die institutionell ungebundenen Protestakteure der drei Länder noch die Friedensaktivisten in den jeweiligen sozialistischen und kommunistischen Parteien waren jedoch untereinander vernetzt. Friedensprotest in Südeuropa wurde als ein spanischer, italienischer und griechischer Protest artikuliert, nicht jedoch als ein südeuropäischer. Zweitens, dass die anti-militaristische Strömung innerhalb der Friedensbewegung zumindest in Spanien und Italien eine weitaus größere Rolle spielte als in nordeuropäischen Ländern, wo der Antimilitarismus im Vergleich mit dem protestantisch oder sozialdemokratisch inspirierten Nuklearpazifismus der 1980er-Jahre völlig marginal blieb. Damit stellte die Tagung eindrücklich zur Schau, wie der Zugriff auf Ereignisse und Phänomene aus südeuropäischer Perspektive, trotz des Abstinenz portugiesischer Exempel, nicht nur ergiebige Diskussionen befördern, sondern zusätzlich zu einem besseren Verständnis von Europa selbst beitragen kann: Die auf ihr geleistete Rekonstruktion von Friedensbewegungen und demokratischer Kultur in Südeuropa zeigte überzeugend, dass die Geschichte der europäischen Demokratie nicht ohne ihren Süden auskommt, der zwar nicht zwingend formativ wirkt, aber innovative Perspektivierungen zur Verfügung stellt.

Konferenzübersicht:

Welcome & Introduction:
Martin Baumeister (Rome), Benjamin Ziemann (Sheffield)

Panel 1: Forging Coalitions: Movements, Parties and Institutional Actors
Chair: Benjamin Ziemann

Eirini Karmouzi (Sheffield): The Greek Socialists and the Peace Movement during the Euromissile Crisis.

Valentine Lomellini (Padova): The Italian Peace Movement during the 1980s: A Re-enactment of the Anti-fascist Alliance?

Xosé M. Núñez Seixas (Santiago de Compostela): Comment.

Keynote Lecture:
Federico Romero (Florence): Southern Europe during the Last Decade of the Cold War: Security Issues and Democratic Transition.

Panel 2: Practicing and Gendering Participation
Chair: Susanne Schregel

Efi Gkotzaridis (Athen): Connecting Peace and Democracy in Greece: From the End of the Civil War to the End of the Dictatorship and Beyond.

Montserrat Huguet, Laura Branciforte (Madrid): Women Protesters in the Anti-nuclear Movementsin Spain and Italy.

Panel 3: The Politics of Antimilitarism.
Chair: Xosé M. Núñez Seixas

Lucia Bonfreschi (Rome): "Tutti gli eserciti sono neri": The Italian Radical Party and its Anti-militarist Campaigns in the 1970s and 1980s.

Luis Velasco (Santiago de Compostela): Military Conscription and Conscientious Objection in Spain: 1968–1982.

Carlos Ángel Ordás (Barcelona): The Spanish Anti-conscription Movement, 1971–1989

Till Kössler (Bochum): Comment

Panel 4: Peace Movements between the National Space and Transnational Entanglements
Chair: Till Kösller

Kostis Kornetis (Madrid): Resisting the War that Never Was: Cultural Expressions of Protest in Greece against the Turkish Invasion of Cyprus.

Angela Santese (Bologna): Between the National and Transnational Space of Protest: the Italian Peace Movement and the Nationalization of the Antinuclear Discourse.

Luc-André Brunet (Milton Keynes): Peace Movements, Southern Europe, and the Canadian Peace Initiative of 1983–84.

Susanne Schregel (Cologne): Comment.

Panel 5: Framing Peace: Symbols, Rituals and Narratives
Chair: Lutz Klinkhammer

Giulia Quaggio (Sheffield): Framing the Nuclear Fear. The Iconography of Peace in Spain during the 1980s.

Lodovica Clavarino (Rome): Edoardo Amaldi and the Role of Nuclear Physicists in the Italian Antinuclear Peace Movement.

Carl Antonius Lemke Duque (Bilbao): Jesuit Perspectives on Terrorism, Democracy and Peace in the Basque Country (1978–1988).

Panel Debate and Final Discussion:
Eirini Karamouzi (Sheffield), Lutz Klinkhammer (Rome), Federico Romero (Florence): Southern Europe and the Politics of Peace during the Cold War.

Zitation
Tagungsbericht: Peace Movements and Democratic Culture in Southern Europe during the 1970s and 1980s, 14.02.2018 – 16.02.2018 Rom, in: H-Soz-Kult, 29.05.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7719>.
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Veröffentlicht am
29.05.2018
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