Boom – Crisis – Heritage. King Coal and the Energy Revolutions after 1945

Ort
Bochum
Veranstalter
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Datum
14.03.2018 - 16.03.2018
Von
Daniel Trabalski, Forschungsbereich Bergbaugeschichte, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Obwohl Steinkohle hierzulande immer noch einer der wichtigsten Energieträger ist, kommt sie heute aus Kolumbien oder Australien in deutsche Kraftwerke. In den mehr als hundert Jahren, in denen ‘King Coal‘ ganze Regionen buchstäblich umgewälzt und strukturell geprägt hat, hat er zahlreiche landschaftliche, architektonische und soziale Spuren hinterlassen. In anderen Gegenden der Welt, allen voran in China, ist dieser Prozess noch in vollem Gange. In Deutschland und in vielen Ländern Europas ist die Steinkohle hingegen inzwischen Gegenstand der Denkmalpflege, der musealen Aufbereitung und der Geschichtswissenschaft geworden. Das diesjährige offizielle Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus war dem Forschungsbereich Bergbaugeschichte des Deutschen Bergbau-Museums Bochum daher Anlass, zu einer internationalen Tagung einzuladen. Ziel war es, die Bedeutung des ‘schwarzen Goldes‘, die neben der erheblichen Prägekraft für die europäischen Industrieregionen auch und gerade in seiner Transnationalität lag, in die Geschichte des 20. Jahrhunderts einzuordnen: Die Förderung und Weiterverarbeitung der Steinkohle schuf soziale Geflechte, ihr strategischer Wert verlieh ihr politisches Gewicht und in Zeiten von Boom und Krise war sie Gradmesser wirtschaftlichen Erfolgs oder Niedergangs. All dies sind Attribute, die heute dem Mineralöl zuteilwerden und so verwundert es nicht, dass auch das Konkurrenzverhältnis zu anderen Energieträgern prominenter Tagungspunkt sein sollte.

In der Auftakt-Keynote spannte PER HÖGSELIUS (Stockholm) den zeitlichen und räumlichen Bogen weiter: Seit der Frühen Neuzeit sei die Versorgung mit immer größeren Mengen an Energie immer kritischer, zugleich aber auch immer selbstverständlicher geworden. Ähnlich wie in den protoindustriellen Zentren der Frühen Neuzeit sei heute ganz Europa in der Situation, dass die eigenen billigen Energieressourcen verbraucht worden seien und der Kontinent auf externe Lieferanten angewiesen sei. Wichtige Aspekte dieses Globalisierungsprozesses seien ein Energie-Transnationalismus und -Kolonialismus. An den Beispielen Erdöl, Erdgas und Kohle zeigte Högselius, wie sich die Suche nach förderbaren Vorkommen aus den nationalen Grenzen heraus nach Russland sowie in die ehemaligen Kolonien europäischer Staaten verlagerte. Vor allem die für den Transport von Öl und Gas notwendige Infrastruktur wirkte dabei gleichzeitig als Katalysator der westeuropäischen Integration. Heute hätten Stromnetze eine ähnliche Wirkung. Dies schließe ebenfalls die post-kolonialen Gebiete Nordafrikas ein, wie die transnationale Vision eines über das Mittelmeer hinausreichenden ‘super grids‘ zeige.

Insgesamt standen die Panels des ersten Konferenztages ganz im Zeichen der sozio- und politökonomischen Dimensionen der Kohle – teils in ihrer Rolle als marktwirtschaftliches und strategisches Gut, teils als Angelpunkt gesellschaftlicher Veränderungen und Kontinuitäten oder einschneidender Strukturprobleme. DOUGLAS YATES (Cergy-Pontoise) illustrierte in einem biografischen Streifzug durch das 20. Jahrhundert, wie sich die Führungsriege der französischen Ölindustrie generationenübergreifend aus dem polytechnisch ausgebildeten „Corpse des Mines“ rekrutierte. Als ‘Ingenieur-Soldaten‘ spielte diese technisch ausgebildete Elite auch eine wichtige Rolle im französischen Militär. Als Kriegsveteranen mit ‘nationalem Auftrag‘ und engen Verbindungen zur französischen Politik agierten sie als Beamte des Staates. Ungeachtet der Skandale, die sich an den Spitzen von Total und Elf abspielten, seien die Führungsetagen der französischen Ölkonzerne von den Polytechnikern aus den Reihen des „Corpse des Mines“ dominiert geblieben.

In der darauffolgenden zweiten Sektion standen regionale Perspektiven im Mittelpunkt MILES K. OGLETHORPE (Edinburgh) zeigte sich in seinem daran anschließenden Vortrag verwundert darüber, dass die Steinkohlenindustrie in der schottischen Historiografie trotz ihrer immensen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedeutung für das Land merklich unterrepräsentiert sei. Heute sei die Erinnerung an die Hinterlassenschaften dieser einst bedeutenden Industrie nur noch in vereinzelten Gegenden wach. Von über 300 Anlagen seien nur sieben erhalten. Die Katastrophen wie jene 1966 in Aberfan und die immer offenkundigeren Umweltschäden durch den Bergbau hätten zu einem negativen Image beigetragen. Bereits während der massiven, doch wenig erfolgreichen Streiks in den 1960er-Jahren zeigte sich, dass die Mehrheit die Industrievergangenheit verdrängen und nicht pflegen wollte.

Der zweite Konferenztag begann mit einem wirtschaftshistorischen, institutionengebundenen Blick. Dabei bildeten Zukunftsprognosen den Angelpunkt der Vorträge. HENNING TÜRK (Potsdam) untersuchte diese am Beispiel der 1974 gegründeten International Energy Agency (IEA) und ihrer Arbeit im Hinblick auf ihre Erwartungen an die Erdölförderung und die künftige Rolle anderer Energieträger. Nach der zweiten Ölpreiskrise 1978 und dem Reaktorunfall in Harrisburg entwickelte die IEA Strategien, in denen Steinkohle eine zentrale Rolle für die Energiesicherheit spielen sollte. Als publizierender ‘Think-Tank‘ versuchte die IEA ihre für die westlichen Industrienationen entwickelten Ideen ins Gespräch zu bringen. Ihre unter dem Eindruck der zeitgenössischen Krisen gemachten Prognosen erwiesen sich aber immer wieder als falsch.

TIMOTHY LECAIN (Bozeman) oblag es, mit seiner Keynote zu Fragen des Verhältnisses zwischen Mensch und materieller Welt überzuleiten. Mit dem Slogan „How the Metallic and Mineral Environment Created the Age of Humans“ unterzog er die Idee eines ‘Anthropozäns‘ einer Generalkritik und stellte sie mit dem Gegenbegriff des ‘Carbozäns‘ auf den Kopf. So sei die materielle Welt nicht passiv, sondern als formende Kraft zu verstehen. Kohle beispielsweise sei als wichtiger Energieträger eine essentielle Quelle sozialer Macht, sei aber auch verbindend, indem Kohlevorkommen und ihre Förderung Gemeinschaften hervorbringe. LeCain schloss mit einem Plädoyer für ein bescheideneres Verständnis menschlicher ‚agency‘ gegenüber der Materie – der Mensch dominiere diese nicht, er sei fragiler Teil eines partnerschaftlichen Verhältnisses mit dem Planeten.

Um die Dialektik zwischen Mensch und Umwelt ging es auch im Vortrag von TORSTEN MEYER (Bochum) in der fünften Sektion. Meyer wählte das phänomenologische Konzept der ‚biofacts‘ als historischen Zugang zu wissensbasierten Praktiken der Rekultivierung von Landschaften, die die Braunkohleförderung der Niederlausitz in der Nachkriegszeit hinterlassen hatte. Am Beispiel der Rekultivierungsstudien Wilhelm Knabes untersuchte er das Moment der technischen Wachstumskontrolle. Die ‚biofacts‘, die im Experiment mit Bodenkulturen und dem Wachstum von Pflanzen geschaffen wurden, bildeten die Grundlage der späteren Gestaltung post-industrieller Landschaften und markierten damit einen Wendepunkt der Geschichte der Rekultivierung. Der Begriff sei insofern auch fruchtbar für die Auseinandersetzung mit den Diskursen über ‘industrielle Natur‘ und das ‚Anthropozän‘.

Post-industrielle Naturvorstellungen bildeten den Ausgangspunkt der noch laufenden Arbeit von ANNE STORM (Stockholm), die sich dem Beispiel schwedischer Kernkraftwerke und ihrer unmittelbaren küstennahen Umwelt widmet. Anhand der durch Meerwasser gespeisten Kühlsysteme und ihrer Verschränkung mit der maritimen Fauna ging sie drei post-industriellen Naturvorstellungen nach: Einer sauberen, kontrollierten, sicheren; einer sich selbst heilenden, verwildernden; und einer chaotischen, schmutzigen Natur – alle fänden sich in ihrem Beispiel wieder. So gebe es einmal den überwachten und demnach gesunden, unbedenklichen ‘nuklearen Fisch‘; den ‚verbesserten‘, da prosperierenden Fisch im warmen Abwasser der Kernkraftwerke – und den schmutzigen, stinkenden in Gestalt der in das Kühlsystem geratenen und sterbenden Fische.

PIA EIRINGHAUS (Bochum) unterzog das Erfolgsnarrativ der Begrünung (‘greening‘) des Ruhrgebiets einem kritischen Blick, indem sie insbesondere auf die Repräsentationen von ‘Natur‘ im post-industriellen Kontext einging. Der Neologismus der ‚industriellen Natur‘ bildete den Kern des Narrativs vom ‘greening‘ der post-industriellen urbanen Landschaften des Ruhrgebiets. Am Projekt der „Route Industrienatur“ ließen sich die vier Hauptsäulen dieser Erzählung nachvollziehen. Diese bestünden erstens in der Rückeroberung industrieller Räume durch eine zuvor zerstörte Natur (‘reconciliation‘), und zweitens im ökologischen Gedanken der Biodiversität und neuer Biotope in industriellen Landschaften. Dies würde drittens in der regionalen (Selbst-)Identifikation aufgegriffen, in der die Ideen sozialer und kultureller Diversität und der Biodiversität gegeneinander gespiegelt würden. Viertens und letztens hänge dieser Wandel von einem Prozess der Ästhetisierung der „Schönheit industrieller Landschaften“ ab, in welcher der Kontrast zwischen Industrie und Natur hervorgehoben und inszeniert werde.

Das darauffolgende Panel widmete sich unter dem Schlagwort „Industrial Heritage“ ganz den architektonischen Hinterlassenschaften des nordamerikanischen und europäischen Steinkohlenbergbaus. MALTE HELFER (Luxemburg) differenzierte Erinnerungspraxen an und Pflege von Spuren des einstigen Bergbaus innerhalb Westeuropas. Das Kohlebecken von Nord-pas de Calais, einst wichtigstes Abbaugebiet in Frankreich, habe den Bewerbungsprozess um den Status als Weltkulturerbe der UNESCO erfolgreich durchlaufen. Zum einen wurden innerhalb des weiträumigen Gebiets frühere Bergarbeitersiedlungen geschützt, zum anderen erfuhr die Region mit der Eröffnung des Louvre-Lens, einem Kunstmuseum, eine Aufwertung, die heute nicht allein Besucherinnen und Besucher von außerhalb, sondern auch zahlreiche Einwohner der einstigen Bergarbeiterorte anlocke. In den verstreuten Bergbaugebieten des französischen Südens sei hingegen nichts Vergleichbares geschehen. In Belgien sei es nur allmählich mit dem wachsenden Bewusstsein für den erinnerungspolitischen Wert der wenigen gebliebenen Bauwerke zu Erhalt und Umnutzung noch stehender Gebäude gekommen.

Der letzte Tag der Tagung wartete noch einmal mit zwei sehr unterschiedlichen Panels auf, die jeweils einem der beiden Konferenzschwerpunkte zuzurechnen waren. Anhand der britischen Steinkohleindustrie der Jahre 1967 bis 1987 variierte JÖRG ARNOLD (Nottingham) den Konferenztitel, indem er unter den Schlagworten „Triumph – Crisis – Destruction“ generationellen Wandel und unterschiedliche Temporalitäten der politischen Erinnerung beleuchtete. So gelang ein Brückenschlag zwischen geschichtswissenschaftlichen und erinnerungspolitischen Problemen, die den Heritage Studies inhärent sind. Arnold zeigte, wie sich die Konnotation der Bergbauvergangenheit parallel zum Übergang der gelebten Erinnerung ins kollektive Gedächtnis veränderte. Sei sie zunächst als Bürde und später als ‘hardship‘ der ‘bad old days‘ in Erscheinung getreten, habe schließlich eine Umdeutung zum heroischen ‘struggle‘ der Bergleute stattgefunden. Damit seien veränderte Zukunftserwartungen einhergegangen. Über das nichteingelöste Versprechen baldiger Stabilisierung des Bergbaus, auf das der Niedergang folgte, bildete sich in den 1980er Jahren ein zyklisches Narrativ: In der Gegenwart schien die einst heroische Vergangenheit wiederholbar, sodass Protest und Kampf der Bergarbeiter genügen würden, um die Zukunft des Steinkohlenbergbaus zu sichern – eine Aussicht, die sich nicht bewahrheiten sollte.

Zum Abschluss der Tagung widmete sich die achte Sektion bestimmten sozialpolitischen Aspekten des Ruhrkohlenbergbaus nach 1945. JAN KELLERSHOHN (Bochum) illustrierte in seinem Beitrag, wie die Krise des Bergbaus ab den 1950er-Jahren als eine Krise der Qualifikation der Arbeiter wahrgenommen wurde und erweiterte den Blick dabei um einen Vergleich Westdeutschlands mit Frankreich. Dieser ‘menschliche Faktor‘ fand sich auch im Problem der Mobilität wieder, das nun darin lag, qualifizierte Arbeiter dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wurden. Talentierte und qualifizierte Männer mussten gefunden und aktiviert sowie angelockt werden. Über die steigenden Ausbildungsanforderungen drängten Fragen der Lernfähigkeit bis hin zu einer empfundenen allgemeinen Abnahme der Intelligenz in den Diskurs. Nicht von einer Krise der Industrie sei die Rede gewesen, sondern vom Problem der Qualifizierung ihrer Arbeitskräfte, das den notwendigen Imperativ enthalten habe, eine Qualifizierung zu erlangen. Während in Frankreich mit dem Slogan „Das Gehirn ersetzt den Muskel“ Sieger und Verlierer dieser Aufforderung binär geschieden wurden, bildete sich in Westdeutschland dagegen eine graduelle Hierarchie von ‘praktischer‘ aufwärts zu ‚kognitiver‘ Arbeit heraus.

Am Ende freuten sich die Veranstalter, dass es gelungen war, klassische Fragen der Geschichtswissenschaft mit Fragen der Industriedenkmalpflege auf einer Tagung zu vereinen. Die Verschiedenheit der Fragestellungen und semantischen Werkzeuge der klassischen Montangeschichte und der Heritage Studies machten es jedoch schwierig, trotz des gemeinsamen Gegenstands Kohärenz zwischen allen Sektionen herzustellen. Zwei hervorstechende Punkte offenbaren sich in der Zusammenschau aber doch als verbindend. Zum einen hat die internationale Auslegung der englischsprachigen Tagung den Blick in die Breite geöffnet, und zwar nicht nur hinsichtlich der Vielzahl untersuchenswerter regionaler Fälle weltweit, die zu vergleichenden Perspektiven einladen, sondern auch und vor allem ihrer transnationalen Einbettung und Verschränkung. Schließlich waren die Kohle und ihre Konkurrenten im 20. Jahrhundert global gehandelte Güter mit grenzüberschreitenden Effekten, die in den klassischen Quellen der Geschichtswissenschaft genauso greifbar sind wie in Landschaften und Bauwerken. Zum anderen hatten sich mehrere Referentinnen und Referenten (mit implizitem oder explizitem Bezug zum Tagungstitel „Boom, Crisis, Heritage“) mit Narrativen der Geschichte des Steinkohlenbergbaus und seines Erbes auseinandergesetzt und diese in ihrem spezifischen regionalen und nationalen Umfeld eingeordnet. In der Reflexion klassischer Erzählungen von Boom und Krise der Montanindustrie, die das vergangene Jahrhundert entscheidend mitgeprägt hat, liegt womöglich auch der Ausgangspunkt, um sich in die übergeordneten Debatten der zeitgeschichtlichen Forschung einzumischen, und im Jahr des Abschieds vom deutschen Steinkohlenbergbau seine historische Relevanz zu unterstreichen.

Konferenzübersicht:

Keynote I
Chair: Juliane Czierpka (Bochum)

Per Högselius (Stockholm): The European Energy System in an Age of Globalization

Section I: Coal policy and politics
Chair: Dieter Ziegler (Bochum)

Simon Yin (Heifei): Transformation of Coal Industry in China

Douglas Yates (Cergy-Pontoise ): The French Oil Industry and the Corps des Mines. From family firms to national champions to private multinationals

Section II: Changing Energies in Regional Perspective I
Chair: Nikolai Ingenerf (Bochum)

Andrea Pokuldová (Ostrava): From the “steal heart of the Czechoslovakia” to the Postindustrial Space. Boom, Crisis and Cultural Heritage of the Ostrava-Karviná Mining District (1945-2017)

Miles K. Ogllethorpe (Edingburgh): Losing our Mines: Scotland’s Coal Industry in Context

Michael Farrenkopf (Bochum): Short-time Rise and Decades Decline: German Hard Coal Mining after 1945

Section IV: Expectations and Institutions from the 1950s to the 1980s
Chair: Stefanie van de Kerkhof (Mannheim)

Juliane Czierpka (Bochum): Ruhr Coal and Oil. The DKBL and Their Predictions about the Development of the Market for Energy in West-Germany in the Early 1950s

Brian Shaev (Leiden): Coal and Common Market. Consumers, Producers, and Crisis Management in the Early European Parliament, 1954-1964

Henning Türk (Potsdam): From Oil to Coal? The International Energy Agency (IEA) and International Coal Policy since the End of the 1970s

Keynote II
Chair: Torsten Meyer (Bochum)

Timothy LeCain (Bozeman): Mining the Anthropocene: How the Metallic and Mineral Environment Created the Age of Humans

Section V: Environment History and Industrial Nature
Chair: Helmut Maier (Bochum)

Torsten Meyer (Bochum): Biofacts – Recultivation of Mining Landscapes in the Anthropocene

Anna Storm (Stockholm): Nuclear Fish and (Post-)Industrial Nature Imaginaries

Pia Eiringhaus (Bochum): Postindustrial Representations of Nature and Region in the Ruhr Area – A Critical Perspective on the Success Story „from Black to Green”

Section VI: Industrial Heritage
Chair: Helmuth Albrecht (Freiberg)

Barry L. Stiefel (Charleston): Black Diamond Heritage: A Multinational Comparative Study of Coal Mining Preservation

Malte Helfer (Luxembourg): The Legacy of Coal Mining – A View on Examples in Belgium and France

Bruno de Corte (Antwerpen): From Green to Black and Back to Green Again: The Story of Safeguarding the Coalmining Heritage in the Limburg Area (Belgium)

Film & panel discussion

Tom Hansell (Boone): After Coal. Welsh and Appalachian Mining Communities (Film)

Panel Discussion: Tom Hansell (Boone), Stefan Moitra (Bochum), Stefan Przigoda (Bochum)

Section VII: Meaning and Representation of Mining
Chair: Jana Golombek (Bochum)

Jörg Arnold (Nottingham): Shifting Pasts, Receding Futures: The British Coal Industry, Generational Change and the Politics of Temporality (ca. 1967-1987)

Gisela Parak (Freiberg): Pulse for Preservation: Bernd & Hilla Becher and the Role of Photography in Industrial Heritage

Sigrun Lehnert (Hamburg): Representation of Mining in the German Post-war Newsreel (East-West) (1948-1965)

Section VIII: Social Policy of Coal Mining
Chair: Martha Poplawski (Bochum)

Lars Bulma (Bochum): “Humanisation of Work”. A Watershed in Biopolitics of German Coal Mining?

Sara-Marie Demiriz (Bochum): Qualifying the Stranger. Educational Policies for Migrant Workers in the German West Mining Industry

Jan Kellershohn (Bochum): The Rationalisation of Minds. Mining Industry and the Negotiation of Knowledge Under “Deindustrialisation”

Zitation
Tagungsbericht: Boom – Crisis – Heritage. King Coal and the Energy Revolutions after 1945, 14.03.2018 – 16.03.2018 Bochum, in: H-Soz-Kult, 04.06.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7728>.
Redaktion
Veröffentlicht am
04.06.2018