Jews in muslim majority countries – history and prospects

Ort
Berlin
Veranstalter
Jüdisches Museum Berlin; Forschungsnetzwerk Re-Konfigurationen, Philipps-Universität Marburg; Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg; Forschungsprogramm EUME (»Europe in the Middle East/The Middle East in Europe«) des Forums Transregionale Studien, Berlin
Datum
24.10.2018 - 27.10.2018
Von
Zofia Helena Nowak, Akademieprogramme, Jüdisches Museum Berlin

Die jüdische Geschichte in den islamisch geprägten Ländern stellt ein Thema dar, das nach wie vor polarisiert. Die Konferenz hatte sich daher zum Ziel gesetzt, zur Versachlichung der Debatte beizutragen. Dieses Ansinnen wurde durch den immer stärker werdenden Impuls der Forschung unterstützt, abgrenzende Narrative zu überwinden. Jüdische Gemeinden in islamisch geprägten Ländern werden zunehmend als Bestandteil der dortigen Gesellschaften sowie als Akteure der politischen und theologischen Debatten begriffen. Ein weiteres Anliegen der Konferenz war es, auf die in Europa viel zu wenig wahrgenommenen Forschungen und erinnerungspolitischen Diskurse in muslimischen Ländern aufmerksam zu machen.

Die Konferenz wurde eröffnet mit drei Abendvorträgen von MARK COHEN (Princeton University), ORIT BASCHKIN (University of Chicago) und AOMAR BOUM (University of California): Mark Cohen stellte in seinem Eröffnungsvortrag die Frage, warum die Situation für die Juden gerade in muslimischen Ländern günstiger gewesen sei als im christlichen Europa. Als einen der wichtigsten Gründe machte er den Umstand aus, dass es im Islam keinen Vorwurf des Prophetenmordes gegeben habe, während hingegen im Christentum die Anklage des Gottesmordes immer wieder erhoben wurde. Der Islam habe sich zudem nie als Erfüllung oder Erneuerung des Judentums verstanden. Neben diesen theologischen Gründen verwies Cohen auch auf die ökonomischen Bedingungen: Während die den Juden in Europa auferlegte berufliche Beschränkung auf den Geldverleih in der christlichen Bevölkerung zu Ressentiments führte, hätten ihnen in muslimischen Ländern beinahe sämtliche Berufe offen gestanden. Daher seien sie dort nicht als Fremdkörper, sondern als Teil der einheimischen Bevölkerung wahrgenommen worden. Zusammenfassend sah Cohen die jüdisch-muslimischen Beziehungen im Mittelalter als ein Nebeneinander von Symbiose und Diskriminierung, wobei jedoch Episoden von Aggression in muslimischen Ländern viel seltener als im nördlichen Europa gewesen seien und zudem keine theologische Motivation gehabt hätten. Erst in den letzten Jahrzehnten, so Cohens Resümee, hätten Antisemitismus und Islamophobie die jüdisch-muslimischen Beziehungen vergiftet.

ORIT BASCHKIN (University of Chicago) sprach über Juden als Thema der arabischen Presse und Literatur zwischen 1876 und 1921. Sie hob die Bedeutung der Juden im innerarabischen wie auch im innerislamischen Diskurs dieser Zeit hervor. Die Geschichte der Juden habe Diskussionen über die Unterdrückung und die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten angestoßen, ebenso wie Diskurse um Freiheit und Modernisierung. Auch Themen wie religiöse Erneuerung, Panislamismus und europäischer Antisemitismus seien unter Bezug auf das Judentum in arabischen Publikationen behandelt worden. Christliche Autoren scheinen die Diskussion über den Platz der Juden in der islamischen Gesellschaft dafür genutzt zu haben, ihre eigene Position zu verhandeln, während die muslimischen Verfasser den Vergleich mit Juden anwandten, um über eine Reform des Islams zu sprechen.

Das Thema des dritten Abendvortrags von OUMAR BOUM (University of California) war die Erinnerungspolitik in Marokko in Bezug auf das Erbe der marokkanischen Juden. Ausgangspunkt von Boums Vortrag war die Feststellung eines neu erwachten Interesses an der Geschichte der Juden Marokkos. Dieses erklärt er als Folge der Regierungspolitik, die den Erhalt von jüdischen Stätten im ganzen Land fördert und seiner Meinung nach so versucht, die Bindung der jüdisch-marokkanischen Diaspora an ihr Herkunftsland zu stärken. In der Erinnerungspolitik sieht Boum jedoch auch eine Strategie zur Tourismusförderung, denn das jüdisch-marokkanisch Erbe solle vor allem für israelische und nordamerikanische Touristen zum Besuchermagneten werden. Die Tatsache, dass sich Hunderte von Bürgern jedoch ehrenamtlich als Hüter jüdischer Orte einsetzen, ist für Boum ein Zeichen dafür, dass weite Teile der Bevölkerung die staatliche Erinnerungspolitik mittragen.

Am zweiten Konferenztag setzte sich das erste Panel mit dem Status der Juden als Schutzbefohlene (Dhimmi) im muslimischen Herrschaftsbereich auseinander. Im ersten Vortrag untersuchte KERSTIN HÜNEFELD (Freie Universität Berlin) drei pseudo-epigraphische Schutzbriefe aus Jemen, die lange dem Propheten Muhammad zugeschrieben wurden, jedoch erst viele Jahre nach seinem Tod entstanden sind. In ihrer Analyse der Sprache und Chronologie der Quellen legte sie dar, dass sich die Schutzbriefe der islamischen Rechtssprache bedienten. Auch wenn über die konkreten Umstände der Entstehung der Briefe und ihrer Anwendung nicht viel bekannt ist, zeugten sie doch von der Kenntnis, die die jemenitischen Juden von der islamischen Literatur und Jurisprudenz hatten. Trotz ihrer Subordination als Dhimmis verhielten sich die Juden, so Hünefeld, nicht passiv, sondern entwickelten Strategien zur Verbesserung ihrer Lage.

MIRIAM FRENKEL (Hebrew University of Jerusalem) ging in ihrem Vortrag ebenfalls auf einen Schutzbrief ein. Das Dokument aus der Kairener Geniza, das auf das 10. Jahrhundert datiert wird, enthält eine Liste von Rechten und Privilegien, die vorgeben, der Prophet Muhammad habe diese den Juden aus Chaibar als Zeichen seiner Dankbarkeit verliehen. Mit Hilfe dieses Dokuments, so Frenkel, haben die angeblichen Nachkommen der Juden aus Chaibar versucht, bestehende gesellschaftliche Beschränkungen zu überwinden, ohne konvertieren zu müssen. Wie Hünefeld sieht auch Frenkel Juden als Akteure, die sich ihren eigenen Handlungsraum erobern. Um die eigene Stellung in der muslimischen Gesellschaft zu verbessern, verfolgen sie die Strategie der Anpassung an die muslimische Rechtspraxis.

Das vierte Panel hatte Historiographie und Identitätspolitik zum Thema: Hier sprach neben anderen Referenten auch AHMAD DALLAL (Georgetown University, Qatar). Er setzte sich äußerst differenziert mit der bisherigen Historiographie über Juden im Jemen und vor allem mit deren Gründungsvater Shlomo Goitein auseinander. Diesem kämen für die Erforschung der jemenitischen Juden große Verdienste zu, doch habe er zugleich die Juden in arabischen Ländern zu sehr von ihrer sozialen Umgebung isoliert betrachtet und die Unterschiede zwischen Juden und Muslimen überzeichnet. Am Bespiel Jemens zeigte Dallal, dass sich eine Integration der Juden in die muslimische Gesellschaft nachweisen lässt. Sein Vortrag war eine respektvolle und zugleich kritische Auseinandersetzung mit den Forschungsprämissen und Vorurteilen von Goitein gegenüber traditionellen und nicht-europäischen Gesellschaften. Er schloss mit einem Plädoyer für eine Historiographie, die nicht nur jüdische, sondern auch muslimische Quellen für die Erforschung der jemenitisch-jüdischen Geschichte heranzieht und die Juden nicht mehr isoliert von den lokalen Kontexten betrachtet, sondern in ihnen einen integralen Bestandteil der muslimisch geprägten Gesellschaften sieht. Daher kann seine Forschung als exemplarisch für die Überwindung von isolierenden nationalistischen Narrativen gesehen werden.

Die Vorträge des nächsten Panels verband die Frage nach den jüdischen Räumen im späten Osmanischen Reich: Auf Grundlage von alltagsgeschichtlichen Quellen formulierte MENACHEM KLEIN (Bar-Ilan University) einige kontroverse Thesen. Als Träger des Modernisierungsprozesses im ausgehenden 19. Jahrhundert sah er nicht allein die Zionisten und europäischen Juden, sondern nahm auch die orientalischen Juden und Araber dazu. Sodann machte er eine gemeinsame lokale Identität von Juden und Arabern aus, die den gleichen Patriotismus geteilt hätten. Somit verortete Klein die Herausbildung einer palästinensischen Identität zeitlich vor der Entstehung der nationalen Bewegungen und damit viel früher als von der etablierten Forschung angenommen. Er ging schließlich sogar so weit, selbst die aschkenasischen Juden als arabische Juden zu bezeichnen und den Unterschied zwischen den zugewanderten aschkenasischen und den orientalischen Juden als gering einzuschätzen. Mit diesen provokanten Thesen positionierte sich Klein gegen die israelische Historiographie, die den jüdisch-palästinensischen Konflikt in der Zeit vor 1948 verankert sieht. So lassen seine Thesen eine interessante geschichtswissenschaftliche Kontroverse erwarten.

Das siebte Panel der Tagung widmete sich den jüdisch-muslimischen Beziehungen im Libanon und in Syrien während des 20. Jahrhunderts: Den Auftakt machte SETH ANZISKA (University College London) mit einem Vortrag über die Frage, wie im heutigen Libanon an die dortigen Juden im Kontext des Bürgerkrieges und der israelischen Invasion von 1982 erinnert wird. Im Zentrum seines Vortrags stand die Filminstallation von Akram Zaatari („Letter to a Refusing Pilot“), welche die Geschichte eines israelischen Piloten nacherzählt, der sich 1982 weigerte, den Befehl zur Bombardierung einer Schule in Saida auszuführen. Die Entwirrung der israelischen und jüdischen Narrative über den Libanon und die Überwindung der historischen Amnesie auf beiden Seiten sei, wie Anziska zu zeigen versuchte, bei der gegenwärtigen politischen Lage vor allem durch die Kunst möglich. Zudem plädierte er für eine stärkere Einbeziehung der individuellen Erinnerung anstelle nationaler Narrative.

Anschließend sprach FAEDAH M. TOTAH (Virginia Commonwealth University) über die Geschichte des jüdischen Viertels in Damaskus. Ihren Schwerpunkt setzte sie auf die Beziehungen zwischen syrischen Juden, die nach 1948 in dem Viertel geblieben sind, und den palästinensischen Flüchtlingen, die Anfang der 1950er Jahre von der syrischen Regierung in den verlassenen jüdischen Häusern angesiedelt wurden, vermutlich um zionistische Aktivitäten in dem Viertel zu unterbinden. Anhand der Ergebnisse ihrer Feldarbeit beschrieb Totah die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Juden und Palästinensern als eine Mischung aus Misstrauen, Ablehnung und Neugier, die sich jedoch mit der Zeit zu festen Geschäftsbeziehungen und Freundschaften gewandelt habe. Obwohl Anfang der 1990er Jahre die letzten Juden auswanderten, werde das Viertel weiterhin mit seinen ehemaligen jüdischen Bewohnern assoziiert.

Das folgende Panel war der Erinnerungskultur in Literatur und Film gewidmet: YUVAL EVRI (SOAS University of London) eröffnete das Panel mit einem Vortrag über die arabisch-jüdische Literaturwelt um die Wende zum 20. Jahrhundert. Die Forschung habe bisher die Renaissance der hebräischen Sprache und die Haskala als eng verbunden und in unmittelbarem Bezug zur westlichen Kultur bewertet. Wenig Beachtung hätten dagegen arabisch-jüdische Intellektuelle gefunden, die stark von der Nahda Bewegung (arabische kulturelle Renaissance des 19. und 20. Jahrhunderts) und den Tanzimat-Reformen (Periode von Reformen im Osmanischen Reich von 1839-1876) inspiriert waren und ein Projekt verfolgten, das der Wissenschaft des Judentums und der europäischen jüdischen Kultur entgegengesetzt war. Ihren Vorstellungen nach hätte die hebräische Literatur eine symbolische Rückkehr zum Osten hin vollziehen sollen. Sie postulierten eine Erneuerung, indem sie an die sephardische jüdisch-arabische Symbiose als auch an andere asiatische Kulturen anknüpften. Der Vortrag regte zu der Frage an, inwiefern diese Begeisterung und der Versuch, eine neue hebräische Literatur aus dem Geist der nicht-europäischen Traditionen zu denken, nicht letztlich auch selbst vom europäischen Orientalismus beeinflusst worden sein könnte.

YARON SHEMER (University of North Carolina) analysierte die Erinnerung an Juden im ägyptischen Kino am Beispiel dreier Spiel- und Dokumentarfilme: Alexandria…Why (Youssef Chahine 1978), Salata Baladi (Nadia Kamel, 2007) sowie Jews of Egypt (Amir Ramses, 2012). Dabei arbeitete er die gemeinsame Agenda der Filme heraus: Alle drei schildern das jüdische Milieu in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als kosmopolitisch, europäisiert, säkular, wohlhabend, mehrsprachig und häufig in interkonfessionellen Ehen lebend. Tatsächlich aber war die Mehrheit der ägyptischen Juden arabischsprachig, einkommensschwach, traditionell und religiös und stand damit der muslimischen Gesellschaft viel näher. Shemer machte in seinem Vortrag deutlich, dass somit keiner der Filme auch nur ansatzweise die Realität jüdischen Lebens dieser Zeit widerspiegelt. Die Zeit vor 1952 werde in Ägypten als goldenes Zeitalter einer toleranten, multireligiösen und multiethnischen Gesellschaft stilisiert. Diesen Kosmopolitismus verkörperten dabei gerade die ägyptischen Juden.

Das neunte Panel der Tagung setzte das Thema der Erinnerung fort: Der aus Bagdad über Skype zugeschaltete MAZIN ALI (Bagdad) referierte über die Verhältnisse nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein. Mit der Liberalisierung des öffentlichen Lebens seien zum ersten Mal im Irak Bedingungen entstanden, die zahlreiche Publikationen über die dortigen Juden ermöglicht hätten. Mazin gab einen breiten Überblick über die Haltung von Publizistik und Wissenschaft gegenüber der jüdisch-irakischen Geschichte, wobei er insbesondere die Tagespresse in den Fokus rückte. So haben säkular orientierte Zeitungen wie “Al-Machrek”, “Al-Bayna al-jadida”, “Al-Mada” oder “Al-‘Alem” Beiträge über die Geschichte und das Erbe der irakischen Juden oder aus der Feder von israelisch-irakischen Autoren (Shmuel Moreh, Nissim Qazzaz, Tzionit Fattal) veröffentlicht. Für die stärker nationalistisch und religiös ausgerichteten Zeitungen wie „Da’wa“, “Elbayan” und „Al-Zaman“ sind jüdische Themen dagegen weiterhin ein Tabu.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Konferenz eine seltene Gelegenheit geboten hat, Wissenschaftler aus Israel, Amerika, den islamisch geprägten Ländern und Europa, die zu diesen Themen arbeiten, zusammenzubringen. Die viertägige Konferenz hat gezeigt, dass die Forschung zur Geschichte der Juden in muslimischen Ländern in den letzten Jahren sowohl an Tiefe und als auch an Breite gewonnen hat, wobei insbesondere die Themen Erinnerungskultur und kollektives Gedächtnis hervorstechen. Deutlich wurde auch die immer weiter wachsende Zahl von Arbeiten, die die jüdische Geschichte nicht mehr isoliert von den umgebenden Gesellschaften betrachten. Gerade eine solche transkulturelle Perspektive verspricht, und dies ist die zentrale Aussage der Tagung, völlig neue Einblicke in ein Miteinander von Juden und Arabern in muslimischen Ländern.

Konferenzübersicht:

Opening Session
Chairs: Achim Rohde (Philipps-Universität Marburg) / Yasemin Shooman (Jewish Museum Berlin)

Peter Schäfer (Director of the Jewish Museum Berlin): Welcome Speech

Mark Cohen (Princeton University): Jews in the Islamic World during the Middle Ages

Orit Bashkin (University of Chicago): The Jew as a metaphor, Jews and the Arab Nahda

Aomar Boum (University of California): Synagogues, Shrines and Cemeteries: Morocco's Jewish Life in Memory

Panel 1: Between Dhimmi Status and Convivencia
Chair: Amnon Raz-Krakotzkin (Ben Gurion University of the Negev; EUME, Berlin)

Kerstin Hünefeld (Freie Universität Berlin): Juggling Sharia Law – An Analytical Insight into the Pseudo-epigraphic Letters of Protection from Yemen and their Jewish Authors' Strategies of Empowerment

Miriam Frenkel (Hebrew University of Jerusalem): Jews' Response to their Dhimmi Status

Mikhail Kizilov (Centre of Russian Folklore, Moscow): The Karaite and Rabbanite Jews in the Tatar and Ottoman Crimea in the Early Modern Times: The Legal Status and Relations with Muslim Authorities

Panel 2: Majority-Minority Relations: Muslim Perceptions of Jews and Judaism
Chair: Walid Abd El Gawad (W. Michael Blumenthal Fellow)

Liran Yadgar (Yale University): Ibn Taymiyya's Views on Judaism

Orly Rahimiyan (Ben-Gurion University of the Negev and Ben-Zvi Institute): The Images of Jews in the eyes of the Iranians during the 20th Century

Menashe Anzi (Ben-Gurion University of the Negev): Theosophy and Anti-Theosophy in Basra: Jews, Muslims and Booklets in Arabic

Panel 3: Minority-Minority Relations: Eastern Christian Perceptions of Jews and Judaism
Chair: Georges Khalil (Forum Transregionale Studien; EUME, Berlin)

Alexandra Cuffel (Ruhr-Universität Bochum): Jewish-Christian Relations from the Fatimid-Mamluk Period: Recent Findings and Program for Future Research

Panel 4: Historiography and Identity Politics
Chair: Sophie Wagenhofer (Verlag Walter De Gruyter)

Ahmad Dallal (Georgetown University in Qatar): The Jews of Yemen: Intertwined Identities and the Distortions of Contemporary Historiography

Hakan T. Karateke (University of Chicago): Jewish Perspectives on the Ottoman Polity: A Methodological Assessment

Panel 5: Jewish Spaces in the Ottoman Empire
Chair: Gudrun Krämer (Freie Universität Berlin)

Menachem Klein (Bar-Ilan University): Jews and Arabs in the Main Palestine Cities in the Late Ottoman Period

Harvey E. Goldberg (Hebrew University of Jerusalem): The Symbolic Role of the Jews in the Struggle between State and Society in Late Ottoman Libya

Michelle Campos (University of Florida): Rethinking Jewish Spaces and Places in the Modern Middle East

Panel 6: Jews in Pre-Modern Iran
Chair: Tal Ilan (Freie Universität Berlin)

Alberto Tiburcio (Philipps-Universität Marburg): A Reconsideration of Sources on Jewish Communities in Iran (1666—1747)

Dennis Halft (Ben-Gurion University of the Negev): Twelver Shiite-Jewish Interaction in Early Modern Iran

Panel 7: Jewish-Muslim Relations in 20th Century Lebanon and Syria
Chair: Reuven Snir (University of Haifa)

Seth Anziska (University College London): Lingering Between Jaffa and Beirut: Jewish Presence and Absence in Postwar Lebanon

Aline Schlaepfer (American University of Beirut / Université de Genève): "Where did the Waqf Money Go?" – Dynamics of Conflicts and Solidarities between the Jewish Communities of Saida and Beirut in the Early Republic of Lebanon.

Faedah M. Totah (Virginia Commonwealth University): Jews of the Old City of Damascus

Panel 8: Contemporary Cultures of Remembrance in Literature and Film, Part 1
Chair: Christina von Braun (Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg)

Yuval Evri (SOAS University of London): Between Fractions and Continuities: The Arab-Jewish Literary World at the Turn of the Twentieth Century

Najat Abdulhaq (MiCT – Media in Cooperation and Transition, Berlin): Rethinking Narratives: The Emergence of the "Arab Jew" in Contemporary Arabic Literature

Yaron Shemer (University of North Carolina): Rethinking Egyptian Jews' Cosmopolitanism, Belonging, and Nostalgia: Egyptian Cinematic Perspectives

Panel 9: Contemporary Cultures of Remembrance in Literature and Film, Part 2
Chair: Achim Rohde (Philipps-Universität Marburg)

Mazin Ali (Baghdad): ahud Al-Eraq baad 2003: Sahfiya, Thaqafiya, Akademiya (in Arabic)

Ronen Zeidel (Tel Aviv University): On the Last Jews in Iraq and Iraqi National Identity: A Look at Two Recent Iraqi Novels

Roundtable Discussion: Jewish Studies in MENA Countries
Chair: Ella Shohat (New York University)

Marc David Baer (London School of Economics and Political Science) / Mohamed Hawary (Ain Shams University, Cairo) / Mohammed Kenbib (Mohammed V University, Rabat)

Zitation
Tagungsbericht: Jews in muslim majority countries – history and prospects, 24.10.2018 – 27.10.2018 Berlin, in: H-Soz-Kult, 29.06.2018, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7761>.