Mitten in Deutschland – mitten im Krieg. Leben und Handeln in einer Ausnahmesituation, 1618-1648

Ort
Gotha
Veranstalter
Markus Meumann, Forschungszentrum Gotha; Astrid Ackermann, Friedrich-Schiller-Universität Jena; Julia Schmidt-Funke Sammlungs- und Forschungsverbund Gotha; Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Datum
12.09.2018 - 14.09.2018
Von
Saskia Jungmann, Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Der Fokus der Tagung lag auf einem Dialog über mögliche Neuperspektivierungen des Dreißigjährigen Krieges und deren zeitgenössischen Akteuren. Den Anlass zu einem Dialog über mögliche Neuperspektivierungen des Dreißigjährigen Krieges mit einem besonderen Fokus auf dessen zeitgenössischen Akteuren bot die 400jährige Wiederkehr des Kriegsausbruches 1618 sowie die enorme mediale Dynamik dieses historischen Ereignisses im öffentlichen Diskurs. Im Anschluss an eine kritische Würdigung der medialen Aufmerksamkeitsökonomien und der anlässlich des Datums erschienenen Gesamtdarstellungen verdeutlichte MARKUS MEUMANN (Gotha) in seiner Einführung die Intention der Zusammenkunft, indem er als Kern die Fragen nach den Handlungsoptionen der Menschen im Krieg und sich durch den Krieg verändernde Handlungsmuster und -routinen auswies. Es ging damit um eine mögliche „Normalität" im Krieg und deren Grenzen, um die Reaktionen auf die „Veralltäglichung" des Krieges von Seiten individueller, kollektiver und institutioneller Akteure.

Die erste Sektion „Erzählen und Erinnern“ wurde durch ANDREAS BÄHR (Frankfurt an der Oder) eröffnet. Anhand des Winterkometen von 1618 und des Nordlichtes 1630 legte er dar, wie zeitgenössische Beschreibungen des Krieges die Naturerscheinungen als göttliche Zeichen deuteten und zur historischen "Beweisaufnahme" nutzten. In den zeitgenössischen Deutungspraktiken wurde nicht zuletzt das Streben nach Orientierung im Angesicht einer ungewissen Zukunft deutlich.

DIRK NIEFANGER (Erlangen) zeigte in seinen Ausführungen zu „Simplicissimus als Söldner", wie der Roman von Grimmelshausen auf drastische Weise die Gewaltspirale des Krieges mit dem Verlust an Würde und Menschlichkeit verbindet. Anhand der Erzählung der Geschichte des Söldners Olivier belegte Niefanger, dass der Krieg als Ausnahmesituation ein neuartiges eindringliches literarisches Darstellungsverfahren notwendig machte. In der Diskussion ging es schließlich nicht zuletzt um die Frage, inwieweit der Roman als Werk eines traumatisierten Autors zu verstehen ist bzw. seine inneren Schichtungen und die Erzählstrategien dieser Deutung entgegenstehen und eine textimmanente Lesart nahelegen.

SILKE TÖRPSCH (Berlin) stellte in der zweiten Sektion „Erleben und Empfinden“ Briefe zwischen Angehörigen ligistischer Regimenter und Einwohner hessen-kasselischer Orte aus dem Jahr 1625 in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Die Verfasser und Verfasserinnen bildeten einen sozialen Querschnitt durch die Stadtgesellschaft Schmalkaldens beziehungsweise ihre anderen Herkunftsstädte zu Beginn des Krieges ab. Der Fokus lag, neben der frühneuzeitlichen Kommunikationspraxis, auf der Frage nach konkreten Handlungen und Praktiken. Törpsch sprach sich gegen die Annahme getrennter militärischer und ziviler Gesellschaften aus und problematisierte aus dieser Perspektive den Begriff des "Söldners". Das Briefkorpus zeige vielmehr, wie das Militärische und das Zivile in der Lebenswelt der Briefschreiber und ihrer Familien vielfach ineinander gegriffen hätten.

CLAUDIA JARZEBOWSKI (Berlin) stellte anschließend ihre Forschungen zur Wahrnehmungsgeschichte des Krieges vor. Sie untersuchte Kirchenbücher aus unterschiedlichen Regionen auf Zeichen des Krieges. Durch den Krieg hätten sich neue Wahrnehmungen des Geschehens etabliert, die sich etwa in einer doppelten Erinnerungspraxis durch die Aufnahme totgeborener und ungetaufter Kinder in Taufbücher oder die Angabe von Hunger als Todesursache zeigten. Ebenso seien aber sprachliche Rationalisierungspraktiken angesichts der Vielzahl an Todesfällen festzustellen. Diese Veränderungen in der Eintragungspraxis können als (individuelle) Vergewisserungsstrategien der betreffenden Pfarrer zum Umgang mit einer Krise der göttlichen Ordnung gedeutet werden.

Im Abendvortrag erörterte GEORG SCHMIDT (Jena) die Frage, welchen Einfluss zeitgenössische Deutungsmuster des Dreißigjährigen Krieges auf dessen Verlauf und Dauer hatten und wie schließlich eine Beendigung des Krieges gelingen konnte. Während einzelne Autoren den Obrigkeiten die Schuld am Krieg zuwiesen und sie für den Ruin Deutschlands verantwortlich machten, betrachteten zahlreiche andere Zeitgenossen, nicht zuletzt Theologen, den Krieg als Strafgericht Gottes und apokalyptisches Geschehen. Die verschiedenen Kriegsparteien legitimierten ihr Agieren mit dem göttlichen Willen, was den Weg zum Frieden erschwert habe. „Die Menschen riefen Gott auf das irdische Schlachtfeld und mussten ihn für den Frieden wieder verabschieden“, so Schmidt. Der Sieg über die offenbarte Apokalypse sei schließlich mit dem Westfälischen Frieden als „menschlichem Meisterwerk“ gelungen. Der Wandel von Gottes Willen zu Gottes Beistand habe Europa den Weg in ein aufklärerisches Jahrhundert geebnet.

Den zweiten Tagungstag eröffnete MONIKA FROHNAPFEL LEIS (Erfurt) in der Sektion „Glauben und Hoffen“ mit einem Einblick in alternative Form der Krisen- und Kriegsbewältigung im frühneuzeitlichen Herzogtum Sachsen-Gotha. Sie thematisierte zeitgenössische Praktiken des Magischen als alternative Formen des Umgangs mit der Ungewissheit der Zukunft. Dabei ging sie auf entsprechende Verbote in der Gothaischen Landesordnung von 1653 sowie sachsen-gothaische Visitationsakten ein.

JULIA SCHMIDT-FUNKE (Gotha) fragte danach, inwiefern sich der Krieg – als angeblich exzeptionelles Ereignis – in frömmigkeitsgeschichtlicher Hinsicht auswirkte. Was also machte der Krieg mit den Gläubigen? Sie betonte die innerprotestantische Pluralität und beleuchtete anhand biographischer Beispiele mitteldeutscher Geistlicher unter anderem die Perspektiven der Schwärmer und Reformer. Visitationsberichten zufolge dominierte bei den Gläubigen die Vorstellung eines schützenden und Trost spendenden, nicht eines strafenden Gottes. Deutlich wurde so die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Richtungen des „Glaubens“, um mögliche Wandelungen des Glaubensspektrums und des Gottesbildes der Bevölkerung durch den Krieg aufzeigen zu können.

Mit „Haushalten und Hantieren“ war die folgende Sektion überschrieben, die ALEXANDER ZIRR (Wolfenbüttel) mit einem Einblick in „Handlungs- und Handelsspielräume der Leipziger Bürgerschaft" zur Zeit der schwedischen Besetzung der Stadt eröffnete. Für Händler boten sich neue profitable Verdienstmöglichkeiten, Strategien des „Gebens und Nehmens“ sorgten für die Bewahrung der Wirtschaftskraft der Stadt. Die Bürgerschaft arrangierte sich mit der Besatzung. Dies wurde dadurch erleichtert, dass es eine ungewöhnlich breite Beteiligung der Bürger an den Verhandlungen mit den Schweden gegeben hatte. Zudem wurde diese in konfessioneller wie sprachlicher Hinsicht kaum als fremd wahrgenommen – viele der schwedischen Soldaten waren Deutsche.

PHILIP HOFFMANN-REHNITZ (Münster) wählte im Anschluss gleichfalls eine mikropolitische Perspektive und fragte nach den Auswirkungen des Krieges auf die „Reichsfrontierstadt" Lübeck und die Stadtgesellschaft. Lübeck sei zwar kaum vom Krieg betroffen gewesen, jedoch habe die kriegsbedingt stark gestiegene Verschuldung sich maßgeblich auf die politische Situation in der Stadt ausgewirkt. Hoffmann-Rehnitz zeichnete die Entwicklung einer Negativspirale nach, die Lübeck in den 1660er-Jahren nahezu zahlungsunfähig gemacht habe. Trotz rascher Einbringung der Friedensgelder kam es zu einem Anstieg des innerstädtischen Konfliktpotentials. Die Bürger, die im Krieg ihren politischen Einfluss hatten ausbauen können, verlangten eine stärkere Beteiligung der Patrizier an den finanziellen Lasten. Der Krieg sei daher nach Kriegsende weiterhin als Referenzpunkt und Legitimationsressource in der politischen Kommunikation in der Stadt präsent gewesen.

In der fünften Tagungssektion „Investieren und Profitieren“ thematisierte ASTRID ACKERMANN (Jena) anhand des komplexen Finanzierungsnetzwerks Herzog Bernhards von Sachsen-Weimar Geldquellen für und Gewinne durch den Krieg. Dieses variable Netzwerk habe sich durch das Interagieren von Akteuren unterschiedlicher Herkunft sowie ökonomischer und politischer Wirkmöglichkeiten ausgezeichnet. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Rollenüberschneidungen könne vielfach kaum zwischen dem Handeln einer "staatlichen" und einer "privaten" Seite getrennt werden. So wurde auch die Organisation von Waren und Geldern durch Kaufleute zumeist durch politischen Druck begleitet. Das System Bernhards habe es ihm ermöglicht, weitgehend unabhängig zu agieren und sein privates Vermögen entscheidend zu vermehren; unter den weiteren beteiligten Akteuren habe es ebenfalls große Profiteure gegeben, während diese Geschäfte für andere den Ruin bedeutet hätten.

STEFANIE FREYER (Osnabrück) fragte in ihrem Beitrag über „erfolgreiches Bauen im Krieg" nach der Rolle des Krieges für den Bau von Schloss Friedenstein in Gotha, mit dem 1643 mitten im Krieg begonnen wurde. Der Bau sei für die herrscherliche Repräsentation benötigt worden, denn Herzog Ernst I. fehlte nach der Neueinrichtung seines Herzogtums Sachsen-Gotha 1640 eine angemessene Residenz. Man habe sich dabei in Gotha bewusst für den Bau eines großen Schlosses entschieden. Das Stilmittel „Größe“ sollte der reklamierten führenden Position des Herzogs innerhalb des Hauses Ausdruck verleihen. Ebenso hätten ökonomische Aspekte eine ausschlaggebende Rolle gespielt: Die Investitionen in den Schlossbau, der Einbezug regionaler Güter und Produkte und die Beschäftigung von Untertanen beim Bau zielten demnach nicht zuletzt darauf, die Wirtschaft des Herzogtums zu beleben. Der Krieg wirkte bei dem Vorhaben als Beschleuniger und, ebenso wie bei Bernhards Kriegsfinanzierung, als Generator neuer fürstlicher Handlungspraktiken.

Die Sektion „Dokumentieren und Tradieren“ fand im Schloss Friedenstein statt. ULRIKE EYDINGER (Gotha) und SASCHA SALATOWSKY (Gotha) gaben Einblicke in die umfassenden Bestände der graphischen Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein und die Sammlungen der Forschungsbibliothek. Die ausgewählten Exponate präsentierten neben bekannten Themen und Motiven ungewöhnliche Fundstücke wie ein Flugblatt aus Piktogrammen und Buchstaben, das dem Betrachter erst bei genauerer Sicht seine Version des Kriegsgeschehens offenbart.

Die vorletzte Sektion „Abwägen und Entscheiden“ eröffnete MARCUS STIEBING (Jena) mit seinem Einblick in Ablauf und Inhalt der Politikberatung im Herzogtum Sachsen-Weimar am Vorabend des Krieges. Unter Einbezug der dynastischen Situation dieser Linie des Hauses Wettin wie auch der Stellung des Herzogtums im politischen Geflecht des Reiches schrieb er der sächsisch-brandenburgischen Erbverbrüderung einen bisher nicht beachteten bündischen Charakter zu. Die Beteiligung der älteren Herzöge von Sachsen-Weimar am böhmischen Krieg auf Seiten des Pfälzer Kurfürsten wurde durch Herzog Johann Ernst den Jüngeren lange vorbereitet. Eine entscheidende Rolle kam dabei dessen Berater Friedrich Hortleder zu, der diese Politik in seiner Informatio legitimierte. Hortleders „Lösung“ stellte den Beginn einer Aktionskette dar, welche sich auf die Wünsche des Regenten stützte.

SIEGRID WESTPHAL (Osnabrück) betonte in ihrem anschließenden Beitrag die Möglichkeit einer Politik der Neutralität. Unter der Leitfrage „Friedensfürst oder pragmatischer Landesherr?“ nahm sie sich der dynastischen, territorialen und Außenpolitik Herzog Johann Casimirs von Sachsen-Coburg an und arbeitete dessen Abgrenzungs- und Eigenständigkeitsbestrebungen gegenüber den weimarischen Verwandten heraus, seine Bemühungen um eine friedvolle Ausgleichspolitik, vor allem aber seinen Versuch, politisch einen Mittelweg zwischen den Kriegsparteien zu beschreiten. Der Herzog, fester Lutheraner und treuer Kaiseranhänger, sei überzeugt davon gewesen, dass der Frieden am besten durch Recht zu bewahren sei. Erst des Eingreifens der Schweden zwang Johann Casimir zur Positionierung und Aufgabe seiner Neutralität. Westphal plädierte dafür, die unterschätzte und kaum bekannte Rolle der neutralen Reichsstände im Krieg in der Forschung genauer in den Blick zu nehmen.

Die abschließende Sektion stand im Kontext von „Verwalten und Verhandeln“. FELIX HENZE (Berlin) ging in seinem Beitrag dem Zusammenhang von Kriegserfahrung und -wahrnehmung schwarzburgischer Beamter und ihrem Verwaltungshandeln nach. Er rückte damit eine bislang wenig beachtete Gruppe „vergessener Vermittler" in den Mittelpunkt. Überlegungen der Selbstzeugnisforschung einbeziehend, zeigte Henze einen verschwiegenen Krieg auf – etwa durch Marginalisierungsstrategien der Beamten – wie einen beschriebenen Krieg. Der Krieg werde zugleich marginalisiert und als Katastrophe dargestellt. Nicht die Kriegserfahrungen des betreffenden Amtsträgers hätten den Referenzpunkt für dessen Schreiben über sein Leben und Handeln gebildet, sondern seine Leistungen im Kontext seines Verwaltungshandelns.

Im letzten Beitrag der Konferenz widmete sich CHRISTOPH NONNAST (Jena) der Bedeutung von Unwissenheit, Fehlwahrnehmungen und Dissimulation für die Westfälischen Friedensverhandlungen. Sein Untersuchungsbeispiel stellte das Agieren der Gesandten Sachsen-Altenburgs dar, das zum evangelischen Direktor für die Religionsverhandlungen aufstieg. Trotz ihres Bedarfs an Informationen unterhielten die Sachsen-Altenburger Thumbshirn und Carpzow, wie andere Delegierte auch, nur eingeschränkt Kontakte zu anderen Gesandten. Nichtwissen und Missverständnisse zeigten sich als gängige Kommunikationspraktiken und die Kongressverhandlungen erschwerende Faktoren. Zugleich aber habe Nicht- oder ungenaues Wissen Vereinbarungen auch erleichtern können, wie Nonnast in der Diskussion deutlich machte. Die Praxis der Dissimulation, welche die Friedensverhandlungen gleichfalls prägte, stellte der Referent in erster Linie als verhandlungstechnisch produktive Selbstschutzmethode vor.

Die Schlussdebatte griff jene Aspekte auf, die in verschiedenen Beiträgen wiederkehrten, so die Rolle des zeitgenössischen Gottesbildes, die Frage nach der Veränderung der Gemeinwesen durch den Krieg und zeitgenössische Narrativierungsstrategien. Auch hier zeigte sich das Potential akteurszentrierter Perspektiven wie der Verbindung politik- oder wirtschaftsgeschichtlicher Themenfelder mit kulturgeschichtlichen Fragestellungen.

Gleichwohl ist eine Akteurszentrierung um strukturgeschichtliche Zugänge zu ergänzen, um übergreifende, insbesondere mittel- und längerfristige Entwicklungslinien einordnen zu können. Deutlich wurde jedoch, wie gewinnbringend der Zugang über die Akteure gerade ist, um versuchte Bewältigungsstrategien und die Bedeutung der Weltbilder wie Handlungspraktiken im Krieg zu fassen. In dieser Perspektive konnten ebenso Dynamiken der Kriegsorganisation und Ökonomie und der Stellenwert des Rechts neu in den Blick genommen werden.

Konferenzübersicht:

SEKTION 1: ERZÄHLEN UND ERINNERN

Andreas Bähr (Frankfurt an der Oder): Den Krieg erzählen. Geschichtsschreibung im Zeichen von Prodigien und Wundern

Dirk Niefanger (Erlangen): Simplicissimus als Söldner. Routinen – Praktiken – ästhetische Überformungen

SEKTION 2: ERLEBEN UND EMPFINDEN

Silke Törpsch (Berlin): Gender, Materialität, Kommunikation und Emotion im Dreißig- jährigen Krieg: Briefe ins Feldlager

Claudia Jarzebowski (Berlin): „Schreckenstage der Seele“. Wahrnehmungspraktiken im 17. Jahrhundert

ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG

Georg Schmidt (Jena): Der Dreißigjährige Krieg – ein Sieg über die Reiter der Apokalypse

SEKTION 3: GLAUBEN UND HOFFEN

Monika Frohnapfel-Leis (Erfurt): „Heute“ und „morgen“ nicht dem Zufall überlassen. Der Blick in die Zukunft als alternative Form der Krisen- und Kriegsbewältigung in Sachsen-Gotha

Julia A. Schmidt-Funke (Gotha): Bleibe fromm und halte dich recht. Glauben im Krieg

SEKTION 4: HANTIEREN UND HAUSHALTEN

Alexander Zirr (Wolfenbüttel): Leben und Handeln unter fremder Herrschaft. Handlungs- und Handelsspielräume der Leipziger Bürgerschaft während der schwedischen Besetzung 1642- 1650

Philip Hoffmann-Rehnitz (Münster): Schulden und Partizipation. Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf die gesellschaftliche und politische Ordnung der Stadt am Beispiel der „Reichsfrontierstadt“ Lübeck

SEKTION 5: INVESTIEREN UND PROFITIEREN

Astrid Ackermann (Jena): Den Krieg organisieren. Ernestinische Akteure, Geldquellen und Kriegsgewinne im Dreißigjährigen Krieg

Stefanie Freyer (Osnabrück): Erfolgreiches Bauen mitten im Krieg? Motive, Bedingungen und Probleme beim Schlossbau

SEKTION 6: DOKUMENTIEREN UND TRADIEREN

Ulrike Eydinger (Gotha): Der Dreißigjährige Krieg als Motiv. Einblicke in die Graphische Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha

Sascha Salatowsky (Gotha): Militaria, Memoria & Casualia. Die Sammlungen der Gothaer Herzoglichen Bibliothek zum Dreißigjährigen Krieg

SEKTION 7: ABWÄGEN UND ENTSCHEIDEN

Marcus Stiebing (Jena): Die Konstruktion des Verfassungskrieges. Politische Argumentationsstrategien der Gelehrten Sachsen-Weimars am Beginn des Dreißigjährigen Krieges (1609–1620)

Siegrid Westphal (Osnabrück): Johann Casimir von Sachsen-Coburg – Friedensfürst oder pragmatischer Landesherr?

SEKTION 8: VERWALTEN UND VERHANDELN

Felix Henze (Berlin): Vergessene Vermittler – Kriegserfahrung und Verwaltungshandeln schwarzburgischer Beamter

Christoph Nonnast (Jena): Unwissen und Dissimulation als Friedenshemmnisse in Westphalen am Beispiel der herzoglich sächsischen Gesandten

Zitation
Tagungsbericht: Mitten in Deutschland – mitten im Krieg. Leben und Handeln in einer Ausnahmesituation, 1618-1648, 12.09.2018 – 14.09.2018 Gotha, in: H-Soz-Kult, 28.01.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8070>.