Learning by the Book. Manuals and Handbooks in the History of Knowledge

Ort
Princeton
Veranstalter
Angela Creager, Princeton University; Mathias Grote, Humboldt-Universität zu Berlin; Elaine Leong, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin; Kerstin von der Krone, Deutsches Historisches Institut Washington
Datum
06.06.2018 - 10.06.2018
Von
Alrun Schmidtke, Humboldt-Universität zu Berlin

Eine Vielzahl verschiedener Handbücher, Rezeptbücher und Anleitungsbücher stand im Fokus der fünftägigen Tagung. Handbücher und ähnliche Genres wurden anhand vieler Fallstudien wissenshistorisch beleuchtet. Dabei umfassten die Vorträge einen historischen Untersuchungszeitraum, der von der Spätantike bis in die Gegenwart reichte und seinen Schwerpunkt in der Frühneuzeit und in der Moderne fand. Arrangiert waren die Beiträge um Gebrauchsweisen von Büchern: preserving, revising, teaching, selling – bewahren, überarbeiten, lehren, verkaufen. Diese Perspektive stand im Einklang mit den Kernfragen der Tagung nach der Verfertigung und dem Einsatz verschiedenartiger Buchsorten in spezifischen Wissenskontexten: Wie wurden Verfahren und Protokolle aufgeschrieben, verteilt oder bewahrt? Wie wurden Objekte oder Vorgänge benannt, verzeichnet oder klassifiziert? Welche Anerkennung verband sich mit Buchtypen wie einem Methodenhandbuch oder einem Nachschlagewerk? Wann und warum wurden Bücher kommerziell erfolgreich, kanonisch oder auch obsolet? Und in welchem Zusammenhang stand die Buchzirkulation mit anderen Arten der Kommunikation von theoretischem und praktischem Wissen?

Der Konferenz gingen (gewissermaßen „präzirkulierte“) Blog-Beiträge voraus, die weiterhin auf dem „History of Knowledge Blog“ des Deutsches Historischen Instituts Washington einsehbar sind sowie auf dem Weblog „The Recipes Project“.[1]

Die Veranstaltung wurde eingerahmt durch eine Einleitung der OrganisatorInnen, einem Festvortrag von Pamela H. Smith und einem Abschlusskommentar von Michael Gordin. Die Handbuchgebräuche, welche die Tagung in vier Abschnitte teilte, war zwar auch pragmatisch gedacht, übte aber zugleich eine programmatische Funktion aus, indem ReferentInnen und Teilnehmende in Vorträgen und Fragen Bezug auf die Benutzungsweisen verschiedenartiger Bücher und die Kodifizierungsprozesse für Wissensinhalte Bezug nahmen. So traten – dem wissenshistorischen Programm entsprechend – die Inhalte der Bücher und die Interessen historischer Akteure an diesen Inhalten in den Fokus und ließen eine mehr verlagshistorische Perspektive als historische Folie in den Hintergrund, jedoch nicht außer Sichtweite, rücken. In ihrer Einführung verwies ANGELA CREAGER (Princeton) auf formelle Ausbildung, Alternativen zu hierarchischen Lehr-/Lernsituationen und einer zugrundeliegenden Frage danach, „wie Praktiken sich zu Text verhalten“ und in welchem Verhältnis „knowing to doing“ stehen, also gewissermaßen ein theoretisches Wissen zur praktischen Durchführung. MATHIAS GROTE (Berlin) erläuterte die Unterschiede von Lehrbüchern, Anwendungsliteratur, konzeptualisierten Anleitungsbüchern (manuals) und Handbüchern in Bezug auf die Buchformate und Textklassifikation. Zudem erläuterte er Ludwik Flecks Konzept der „Handbuchwissenschaft“, auf das im Laufe späterer Diskussionen immer wieder Bezug genommen und das in Zusammenhang mit der epistemologischen Bewertung von Kommunikationsformaten gebracht wurde. ELAINE LEONG (Berlin) forderte die Teilnehmenden dazu auf, die Zeitlichkeit von Wissen und dessen Bewertung hinsichtlich Prioritätsansprüchen, Besitz und Geheimhaltung mitzubedenken. Besonders in Hinblick auf das von ihr mit herausgegebene „Recipes Project“, der oben benannten digitalen Plattform für frühneuzeitliche Rezeptforschung, betonte sie gemeinsame Charakteristika von Rezeptwissen wie textliche Instabilität und, damit zusammenhängend, Methoden des Umschreibens, Umordnens und Neuinterpretierens. Zuletzt beschrieb KERSTIN VON DER KRONE (Washington, D.C.) die Historisierung von Wissen als eines der Kernanliegen des dortigen Deutschen Historischen Instituts.

Bevor die eigentlichen Fallstudien in Panels gebündelt präsentiert wurden, führte PAMELA H. SMITH (New York) in ihrem Festvortrag in die Methodik der Praxiskurse ein, bei denen an der Columbia University die Teilnehmenden in Laboren frühneuzeitliche Rezepte ausprobieren. Dabei hinterfragte Smith ganz grundsätzlich, inwiefern frühneuzeitliche Handbücher überhaupt den Zweck verfolgen konnten, als Lehrbücher zu fungieren. Statt diese Objekte als Ratgeber oder Anleitungsbücher zu deuten, habe ihre Funktion darin bestanden, den Status von Handwerkern und damit auch den Stellenwert praktischen, erfahrungsbasierten Wissens zu erhöhen.

Handwerkswissen stand auch im Fokus des ersten Panels, in dem annotierte Manuskripte, die Verschriftlichung handwerklichen Anwendungswissens und die angebliche Rolle von Anleitungsbüchern in Handwerksausbildung diskutiert wurden. Sammlungen und Sammeln erhielten ebenfalls ein eigenes Panel, in dem botanische Anleitungen, ein virtueller Sammlungsbesuch mit Hilfe eines gedruckten Museumsführers und praktische Herausforderungen des Sammelns und Kultivierens von Algen im frühen 20. Jahrhundert thematisiert wurden.

Unter die Gebrauchsweise des Bewahrens fiel das Panel über Protokolle und Rezepte, in dem MATTEO MARTELLI (Bologna) spätantike und frühbyzantinische Alchemie- und Medizinkompendien dahingehend deutete, dass deren kodexartiges Format eine bestimmte Bewahrungspraxis ermöglichte. STAFFAN MÜLLER-WILLE (Exeter) konzeptualisierte annotierte Lehrbücher als Forschungsobjekte für die wissenschaftshistorische „practice of theory“, hier am Beispiel von Studierenden der Mendelschen Genetik. ANGELA CREAGER (Princeton) schloss dieses Panel ab. Sie stellte ein Laborhandbuch aus der Mitte des 20. Jahrhundert vor, das als einer der wenigen belegten Bestseller auf dieser Konferenz gelten kann – obwohl (oder weil!) das Handbuch materiell von den kommerziellen Publikationskonventionen seiner Entstehungszeit fundamental abwich, da es im Ringmappenformat produziert, distribuiert und auf dem Labortisch verwendet wurde.

Im Panel zu Verwaltung und Industrie wurden Fallstudien aus dem 18. und 19. Jahrhundert behandelt. Die Diskutanten XUE ZHANG (Princeton), ELISABETH ENGEL (Washington, D.C) und LIAT SPIRO (Cambridge, MA) referierten über Expertisetransfer durch Printmedin in der chinesischen Verwaltung, über Lebensversicherungshandbücher und Ingenieurshandbücher. Neue Handbuchkonzeptionen, die hier eingeführt wurden, umfassten das irritierende Genre des „complete digest“, also der vorgeblich vollständigen Kurzfassung (Engel), sowie des Taschenbuchs und Almanachs, also einer Form des Kalenders (Spiro). Ein wiederkehrendes Motiv dieser drei Beitragenden waren Spannungen zwischen individuellen und Verwaltungsinteressen, was auch in der Abschlussdiskussion wieder aufgegriffen wurde. Diese stand unter der Leitung von Mathias Grote und eröffnete eine Bandbreite von Grundsatzdiskussionen etwa über Bewertungskategorien wie Erfolg und Misserfolg, oder über potenzielle Konflikte zwischen altem und neuem Wissen. Nicht immer ließen sich Anleitungstexte als Ratgeber („how-to guides“) interpretieren, stattdessen legten einige Fallbeispiele nahe, sie als explizite Anweisungen („have-to“ instructions) zu verstehen. Darüber hinaus divergierten die Fallbeispiele in Hinblick auf Autorschaftsfragen ganz massiv, denn sie konnten individuell, gemeinschaftlich oder anonym verfasst sein und unterschiedlichen Benutzungs- und Anwendungsbereichen zugehören. Insofern war keine einheitliche Bewertung des Formats „Handbuch“ möglich. Stattdessen wurden eine Vielzahl von Abgrenzungsperspektiven, auch hinsichtlich der jeweiligen Gebrauchswerte der Bücher, eröffnet.

Ein Konferenztag enthielt den unkonventionellen Tagungsteil einer Bibliotheksveranstaltung mit Präsentation von Quellenmaterial zahlreicher ReferentInnen, darunter eine Buchrolle von 1624 und Katechismen, bei deren historischer Interpretation eine material- und drucktechnische Einordnung unerlässlich erschien. Darüber hinaus war dieser Tag dem Rahmenthema des Überarbeitens („revising“) verschrieben mit Sektionen zu Improvisation, Überlieferung und Klassifikation. Die Sektion Improvisation und Nichtstandardisierung bot Methoden der Archäologie, Philologie und Buchgeschichte Raum. UMBERTO VERONESI (London) erklärte seine archäologischen Materialuntersuchungen zu historischen Glaswerkstätten mit dem Ziel, Handwerksbräuche im britisch-kolonialen Amerika erforschbar zu machen. JENNIFER M. RAMPLING (Princeton) zeigte, dass Praktiker der Alchemie eine philosophische Ausdrucksweise wählten, um alchemistische Handschriften aktuell und für neue Interpretationen offen halten zu können. FRANÇOIS ALLISON und CLÉO CHASSONERY-ZAÏGOUCHE (beide Lausanne) stellten als erste ReferentInnen umfangreiche Verlagsarchivalien zur Lehrbuchreihe Cambridge Economic Handbooks vor, die im 20. Jahrhundert von Cambridge University Press publiziert wurde, und deren Namensgebung einen willkommenen Anlass bot, um über die instabile Terminologie auf diesem buchhistorischen Forschungsfeld zu sprechen.

Unter dem Oberthema der Lehre bzw. des Unterrichts („teaching“) stand ein ganzer Tag mit Sektionen zu frommem und häuslichem Wissen, Kalkulationsanleitungen, Anweisungen für den Umgang mit Lebewesen sowie Handbücher als Machtinstrumente. In diesen Sektionen wurde der Begriff der Lehre bzw. des Unterrichts weit gefasst. Solche Lehr- oder Unterrichtsbücher umfassten Predigthandbücher, Rezeptbücher mit medizinischem Gebrauch, jüdische Katechismen, Konvergenzen von Buch und Instrument bzw. Buch und Talisman, ein Pferde- und Reithandbuch, naturkundliche, Architektur- und Jagdhandbücher. Mehrere dieser Beiträge verdeutlichten, wie Wissensaneignung mit Tätigkeiten des handschriftlichen Schreibens verknüpft war und dass der Wert von Handbüchern und die Tatsache ihrer Überlieferung durchaus an die hybride Medialität dieser Objekte (mit gedrucktem und teils handschriftlichem Inhalt) geknüpft sein konnte.

Ein halber Konferenztag galt der Handbuchgebrauchsweise des Verkaufen ("Selling"). Die Fallbeispiele stammten durchweg von Forscherinnen deutscher Universitäten und umfassten einen Zeitraum von etwa 1880 im Falle des von SUSANNE JANY (Berlin) untersuchten Architekturhandbuchs bis etwa 1980, dem zeitlichen Endpunkt der Studie von REINHILD KREIS (Mannheim). Jany unterstrich die öffentliche Aufmerksamkeit, welche der Handbuchpublikation „Handbuch der Architektur“ von Zeitgenossen geschenkt wurde und vollzog nach, warum Herausgeber, Autoren und Publikum mit dieser Publikation Hoffnungen einer Modernisierung des Bauens verbanden. Inwiefern ein Physikhandbuch zur Jahrhundertmitte des 20. Jahrhunderts aus Verlags- und Wissenschaftlerperspektive an so vermeintlich verschiedene Formate wie Monografien und Zeitschriften anknüpfen konnte, thematisierte ALRUN SCHMIDTKE (Berlin). Zuletzt vollzog Reinhild Kreis in ihrer Untersuchung, die aus Unternehmensarchiven schöpfte, nach, wie Werbestrategien in Rezept- und Anleitungsbüchern Umsetzung fanden, darin also Markenprodukte beworben werden konnten.

In seinem prägnanten Abschlusskommentar übte sich MICHAEL GORDIN (Princeton), wie er es selbst ausdrückte, im Kategorisieren („exercise of categorization“), indem er sektionsübergreifende Themen der Konferenz zusammenfasste und problematische Leerstellen aufzeigte, die dann in der Abschlussdiskussion aufgegriffen wurden. Dabei unterschied er zwischen verschieden Motivationen für das Verfertigen von Handbüchern oder Anleitungstexten. Diese könnten nach Angebots- und Nachfrageorientierung unterschieden werden, aber auch nach Statusinteressen von Herausgebern und Autoren. Zudem seien die Handbücher der Fallstudien zwar immer entweder einem praktischen, anwendungsorientierten Gebrauch („practice“) zuzuordnen oder hätten den Status eines Nachschlagewerkes, aber jedes einzelne der vorgestellten Hand- oder Anleitungsbücher gehöre zu einer Tradition. In Hinblick auf den praktischen, anwendungsorientierten Gebrauch wies Gordin auf das Fehlen von implizitem Wissen („tacit knowledge“) hin, das bei der Konferenz kaum zur Sprache gekommen sei. Ein sektionsübergreifendes Thema in den Beiträgen machte er in Statusproblematisierungen aus, was sowohl auf den Status von Autorschaft bezogen sein konnte, den Status einer Disziplin oder, allgemeiner, auf den Status bestimmter Medien oder den Rückgriff auf bestimmte Materialien. Dass gerade die Frage nach dem Status von Autorschaft ein speziell modernes Phänomen sein könne, sah Gordin in den Vorträgen und der Abschlussdiskussion bestätigt.
Gerade durch den langen historischen Untersuchungszeitraum der angenommenen Konferenzbeiträge wurde deutlich, darin waren sich die Beitragenden auch am Schluss einig, dass eine solche auf Formate bezogene Fragestellung einen im besten Sinn transdisziplinären Austausch ermöglichen kann. Zu produktiven Irritationen kann dabei gerade die begriffliche Varianz führen: „Handbuch“ war eben nicht gleich “handbook”, sondern ein ums andere Mal treffender beschrieben als “encyclopedia”, “manual” oder “vademecum”. Diese immer wieder dialogisch hergestellte Verständigung über Handbuchformate trug mit dazu bei, dass sich die Konferenzteilnehmenden mit der Gewissheit voneinander verabschiedeten, dass über Handbücher ebenso wie über andere Buchformate noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.

Konferenzübersicht:

Angela Creager (Princeton), Mathias Grote (Berlin), Elaine Leong (Berlin), Kerstin von der Krone (Washington, D.C.): Begrüßung und Einführung

Keynote

Pamela H. Smith (New York, NY): From Lived Experience to the Written Word: Making, Writing, and Knowing in the early modern Workshop

Sektion 1: Artisanal knowledge
Moderation: Sue Naquin (Princeton)

Jenny Boulboullé (Amsterdam): Making Manuals in the Arts: The “Mayerne Manuscript’- A Case Study

Wilson Chan (Hong Kong): Collected Essentials for Inksticks: The Making of an Artisanal Manual in Fourteenth-and-Fifteenth Century China

Tonny Beentjes, Thijs Hagendijk (Utrecht): Re-enactment of Functional Reading in Eighteenth-Century Gold- and Silversmithing

Sektion 2: Collection Knowledge
Moderation: Dan Kevles (New Haven, CT)

Elaine Ayers (Princeton, NJ): 'A Few Plain Instructions for Collecting:' Nineteenth Century Botanical Collection Manuals in the Service of Empire

Marianne Brooker (London): The Romantic Vade Mecum: Supplementary Descriptions of Sir John Soane’s House and Museum

Charles Kollmer (Princeton): Das Leben im Schlamm – Preparing and Maintaining Pure Cultures of Algae

Sektion 3: Protocols & Recipes
Moderation: Sven Dupré (Utrecht)

Matteo Martelli (Bologna): Selecting and Organizing Recipes in Late Antique and Early Byzantine Compendia of Alchemy and Medicine

Staffan Müller-Wille (Exeter): Manuals in the Early History of Mendelian Genetics

Angela Creager (Princeton, NJ): Recipes for Recombining DNA: A History of Molecular Cloning: A Laboratory Manual

Sektion 4: Administration & Industry
Moderation: Will Deringer (Cambridge, MA/Princeton, NJ)

Xue Zhang (Princeton): Expertise in Governance: Gazetteers of Xinjiang and Territorial Administration in China, ca. 1760-1840

Elisabeth Engel (Washington, D.C.): Learning How to Construct the Unknown: The Practice of Risk in Early North American Insurance Manuals

Liat Spiro (Cambridge, MA): Power Conveyance: Descriptive Geometry and Learning to Draw in the Mechanic Trades of the United States and German-speaking Europe, 1818-1871

Diskussion

Sektion 5: Improvisation & Non-Standardization
Moderation: Evan Hepler-Smith (Cambridge, MA)

Umberto Veronesi (London): Rewriting the Book: Archaeology and Experimental Glass from the First British Colony in America

Jennifer Rampling (Princeton): Reading Alchemically: Early Modern Guides to Impossible Practices

François Allisson/ Cléo Chassonnery-Zaïgouche (Lausanne): Maurice H. Dobb’s Wages (1928-1957): A Cambridge Handbook Against the Standardization of Knowledge?

Sektion 6: Editions & Transmission
Moderation: Florence Hsia (Madison, WI)

Karine Chemla (Paris): Reading Instructions of the Past, Renaming and Reclassifying Them: Song Commentaries on the Canon The Nine Chapters on Mathematical Procedures (11th-13th Centuries)

Hansun Hsiung (Berlin): Timing the Textbook: Wishful Learning and Western Knowledge, ca. 1750-1900

Mathias Grote (Berlin): Inevitably Already Out of Date: Handbooks and the Temporality of Knowledge in the Sciences of Classification

Sektion 7: Classification & Cases
Moderation: Marta Hanson (Baltimore/Princeton)

Axel Hüntelmann (Berlin): Medical Knowledge and Education and the Manual Production of Casebook-Based Handbooks

Michael McGovern (Princeton): Taking Human Genetics Digital: Mendelian Inheritance in Man and the Genealogy of Electronic Publishing in Biomedicine

David Robertson (Princeton): 'A Language of Numbers’: Psychiatry, The World Health Organization, and the Coding of Consensus in ICD-9

Sektion 8: Devotional & Domestic Knowledge
Moderation: Nigel Smith (Princeton)

Simon Brown (Berkely, CA): English Preaching Manuals, Clerical Expertise, and the ‘Learned Ministry,’ 1570–1660

Elaine Leong (Berlin): Customizing 'How-To’ in Early Modern England

Kerstin von der Krone (Washington D.C.): The Duty to Know: Nineteenth Century Jewish Catechisms and Manuals and the Making of Jewish Knowledge

Sektion 9: Manuals for Calculation
Moderation: Angela Creager (Princeton)

Boris Jardine (Cambridge): The Book as Instrument: Early Modern “Description and Use’ Texts and the Reception of Mathematical Instruments

Evangelos Kotsioris (Princeton): Spinning the Risk: The Effects of Nuclear Weapons Handbooks

Sektion 10: How to Handle Animals, Plants, and People
Moderation: Kerstin von der Krone (Washington, D.C.)

Isabelle Schuerch (Bern): Of Horses, Men, Things, and Books: Learning How to Ride

Federico Marcon (Princeton): The Clubber’s Guide to Nature: The Sociability of Knowledge in Early Modern Japan

Anna-Maria Meister (Princeton): Formatting Modern Man on Paper: Ernst Neufert’s Lehren

Sektion 11: Wielding Power
Moderation: Elaine Leong (Berlin)

Marcel Bubert (Münster): Hunters, Inquisitors and Scholars. Construction and Demarcation of Expertise in the Manuals of Frederick II and Bernard Gui (13th and 14th Centuries)

Matthew Melvin-Koushki (Columbia, SC): How to… Rule the World: Occult-Scientific Manuals of the Early Modern Persian Cosmopolis

Eveline Szarka (Zürich): How to Conjure Spirits: The Necromancer’s Manual in Early Modern Switzerland

Diskussion

Sektion 12: Codification & Commerce
Moderation: Mathias Grote (Berlin)

Suzanne Jany (Berlin): The Handbuch der Architektur and the Production of “Process Architectures’ in the late 19th century

Alrun Schmidtke (Berlin): The Handbook as Genre: Conflicting Concepts in Physics Publishing

Reinhild Kreis (Mannheim): Selling by the Book: Instructions and the Commercialization of DIY Practices in 20th-Century Germany

Abschlusskommentar und Abschlussdiskussion
Moderation: Angela Creager (Princeton)

Michael Gordin (Princeton): Kommentar

Anmerkungen:
[1]http://www.historyofknowledge.net/lbtb; http://recipes.hypotheses.org (04.02.2019); Darüber hinaus sind auf Twitter zahlreiche Einblicke in die gezeigten Handbuch-Beispiele zu gewinnen, die unter dem Hashtag #lbtb18 versammelt sind.

Zitation
Tagungsbericht: Learning by the Book. Manuals and Handbooks in the History of Knowledge, 06.06.2018 – 10.06.2018 Princeton, in: H-Soz-Kult, 06.02.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8110>.
Redaktion
Veröffentlicht am
06.02.2019