Konstruktivistisches, wissenschaftliches Arbeiten in den kulturwissenschaftlich arbeitenden Geisteswissenschaften - Theorie und Methoden in der Dissertation. Vorgehensweise und Herausforderungen

Ort
Potsdam
Veranstalter
Jelena Tomovic / Sasha Nicke, Arbeitsbereich Sozialgeschichte, Universität Potsdam
Datum
15.02.2019 - 16.02.2019
Von
Sebastian Ernst / Juliane Petermann, Universität Potsdam

Im Zentrum des zweitägigen Workshops, der ausdrücklich für Doktorand/innen gedacht war, standen dabei weniger inhaltliche, sondern vielmehr erkenntnistheoretische und methodologische Herausforderungen (sozialkonstruktivistischen) wissenschaftlichen Arbeitens, die nicht nur auf theoretischer Ebene betrachtet, sondern auch in ihrer praktischen Umsetzung thematisiert wurden. Dank der interdisziplinären Ausrichtung waren hierbei Beiträge aus verschiedenen Fachbereichen präsent. Eine weitere Besonderheit bestand in einer Visualisierung in Form von vorher angefertigten Plakaten, welche die jeweilige Präsentation strukturierten. Unterteilt war der Workshop dabei in mehrere thematische Segmente.

Der Eröffnungsvortrag wurde von RALF PRÖVE (Universität Potsdam) gehalten, in dem dieser die Herausforderung traditioneller Wissenschaftsdefinitionen durch sozialkonstruktivistisches und postmodernes Denken herausstellte. Die bisherigen Eckpfeiler von „Objektivität“, „Wahrheit“ und „zweckfreiem Erkenntnisgewinn“ durch quasi von ihrer Lebenswelt losgelösten Forscher/innen würden dabei zunehmend als naiv infrage gestellt und die zu untersuchenden Phänomene als durch Denken, Sprache und Handeln des Menschen konstruiert gedacht. Damit entfalle die Idee einer objektiv zu entdeckenden Wahrheit. An deren Stelle trete ein Plural an vermittelten und konstruierten Wahrheiten. Die traditionellen „großen Erzählungen“ würden somit ihre Legitimität verlieren. Ergebnis dieses Prozesses sei der sogenannte Cultural Turn im Sinne einer erkenntnistheoretischen Umkehrung der Argumentationspraktiken mit einer einhergehenden, ausgeprägten Theoriereflexion. Dies führe dazu, dass sowohl die zu beforschenden, als auch die forschenden Akteur/innen (selbst) als in einen sozialen Raum eingebunden verstanden werden, dessen Regeln diese befolgten und zugleich in ihrem Handeln verändernd (re-)produzierten. Sichtbar würden diese vor allem da, wo es zu Abweichungen komme, womit zugleich der Blickpunkt benannt sei, von dem aus jene Regelsysteme und Praktiken zu betrachten seien. Dieser Wandel vollziehe sich bisher allerdings langsam und nur sehr halbherzig werde am Denkmal von autarken Wissenschaftler/innen gerüttelt. Dies zusammengenommen, zog Ralf Pröve entsprechend mehrere Schlussfolgerungen: Erstens, das Bekenntnis zu sich selbst an Stelle eines Verbots des Pronomens „ich“ und der damit einhergehenden Pseudo-Abstraktion sowie eine Kenntlichmachung der eigenen Forschung als eigenes Kunstprodukt und Offenlegung als Erzählung. Zweitens forderte er zu einer doppelten Reflexion auf: Sich selbst gelte es, beim Denken zu beobachten, die eigenen Begriffe müssten dekonstruiert werden und es sei die Frage zu stellen, wie Erkenntnisse überhaupt zustande kämen. Dies gelte es für Forscher/innen wie auch für die zu untersuchenden Akteur/innen zu leisten. Schließlich müsse drittens auf die Unterscheidung von Forschungs- und Quellenbegriffen geachtet werden. Nicht selten führe nämlich die Multisemantik auf eine falsche Fährte, denn vermeintlich gleich lautende Begriffe wie Wald, Liebe oder Krieg könnten verschiedenen Lebenswelten entstammen und so gänzlich verschiedene Bedeutungen in sich tragen.

Der erste eigentliche Workshopbeitrag stammte von SASCHA NICKE (Universität Potsdam) und widmete sich der Anwendung einer solchen konstruktivistischen Wissenschaftlichkeit am Beispiel seines Dissertationsprojekts zur Konstruktion der Identitätskultur im langen 19. Jahrhundert. Dabei ging es vornehmlich um die Suche nach geeigneten Forschungsbegriffen und den dabei wirksam werdenden Einflussfaktoren, die es entsprechend offenzulegen gelte. Am Beispiel seines zentralen Begriffs der Identität zeichnete er diesen Prozess und die Rolle der Forschungsdiskurse und eigenen erkenntnistheoretischen Grundannahmen nach. In der anschließenden Diskussion kam dabei die Frage auf, wie viel denn offenzulegen sei. Als Beispiel diente hier die eigene Emotionalität, die unzweifelhaft Einfluss auf den eigenen forscherischen Schaffensprozess ausübe und daher im Rahmen der wissenschaftlichen Selbstreflexion zu berücksichtigen sei. Demgegenüber stünden jedoch die pragmatischen Zwänge eines abzuschließenden Werkes sowie die prinzipielle Unabgeschlossenheit jedweder Reflexion, sodass Offenheit und Transparenz nur bis zu einem gewissen Grad schriftlich verwirklicht werden könnten.

ANNA LISA SCHWARTZ (Universität Trier) stellte die Wirkmächtigkeit tradierter geschichtswissenschaftlicher Erzählungen heraus. So berichtete sie von Widerständen gegen ihrer Dissertation, in der sie mittels einer quellenorientierten Studie am Beispiel der Niederlande zur Zeit Wilhelms IV. (1747–1751) nachzuweisen suche, dass es sich bei dem Konzept der nationalen Identität nicht nur um ein genuin modernes Phänomen handele. Davon ausgehend wurde in der anschließenden Diskussion ebenso das Konstrukt der „Vormoderne“ als bloße Vorstufe der Moderne kritisiert, das jenen Vorstellungen Vorschub und Legitimation leiste.

MARIA-LENA FASSIG (Universität Kiel) befasste sich mit dem Umstand, dass auch historische Untersuchungen zu zeitgenössischen Problemen führen könnten, wenn sich bestimmte Akteur/innen beziehungsweise Akteursgruppen dadurch als falsch eingeordnet oder unzureichend repräsentiert sähen. So zeigte sie in ihrer Dissertation zur Konstruktion von Behinderung in Zeitschriften aus der sozialistischen Tschechoslowakei von 1950 bis 1989, dass es sich dabei nicht nur um eine sich wandelnde pathologisierende und stigmatisierende soziale Differenzkategorie gehandelt habe, sondern starke Ähnlichkeiten zu anderen Formen sexueller („Homosexualität“) oder ethnischer (Sinti und Roma) Zuschreibungen aufgewiesen habe. Die anhand der Quellen herausgearbeitete Nähe dieser Differenzkategorien sorge dabei für Unmut bei verschiedenen „betroffenen“ Akteursgruppen, die darüber hinaus kritisierten, dass die Selbstzuschreibungen zu wenig berücksichtigt blieben. In der anschließenden Diskussion wurde demgegenüber betont, welche Rolle historische Untersuchungen haben können: deren großer Vorteil bestehe gerade darin, die Wirkmächtigkeit bestimmter diskursiver Konstruktionen unter Ausschluss Betroffener offenzulegen und nachzuzeichnen. Es gehe also vor allem auch darum aufzuzeigen, durch wen diese Zuschreibungen in den Medien erfolgten.

Das Fürsorgeamt in Dresden vom Ende der Weimarer Republik bis zum Ende des Dritten Reiches stand im Zentrum von BENJAMIN WERNERs (Technische Universität Dresden) Beitrag. Im Rahmen eines organisationssoziologischen Ansatzes fasste er dieses dabei, für kleinere Verwaltungseinheiten bisher ungewohnt, als eigenständigen und handlungsfähigen, mit Spielräumen ausgestatteten Akteur auf und wende sich so gegen die bisher wirkmächtige Erzählung über Hierarchie und Gehorsam im Nationalsozialismus. Methodologie, so wurde auch hier sichtbar, entscheide über die Art der Erzählung und beeinflusse Ergebnisse. Im anschließenden Gespräch wurden dabei besonders die Schwierigkeiten betont, jene Spielräume zu erfassen. Eine wichtige Herangehensweise greife hierbei der praxeologische Ansatz auf und richte den Blick auf Abweichungen von normativen Vorgaben.

Den letzten Vortrag des Tages hielt HANNAH BUTZ (Technische Universität Berlin). In ihrer kunsthistorischen Arbeit beschäftigte sie sich mit den Attikafiguren am Reichstagsgebäude und untersuchte diese hinsichtlich einer Änderung im politischen Selbstverständnis. Dabei kam mit Hinblick auf die Themen des Workshops die Frage auf, welche Auswirkungen konstruktivistische Überlegungen auf kunsthistorische Analysen hätten. In der Diskussion wurde dabei besonders betont, bildliche Zeichen und Symbole ebenso wie Begriffe zu behandeln und diese als lebensweltlich gebunden zu betrachten, sodass Bedeutungen und Wirkungen je nach Akteur/innen und Kontexten variierten.

Am Ende des ersten Workshop-Tages wurde eine Frage deutlich, die innerhalb der Diskussionen zu allen Beiträgen immer wieder aufgekommen war: Dürfen Wissenschaftler/innen bei der Dekonstruktion grundsätzlich alles? Des Weiteren kamen wissenschaftsphilosophische Fragen auf, wie die Narration einer geisteswissenschaftlichen Arbeit auszusehen habe. Für wen wird die Arbeit verfasst? Wer sind die Leser/innen? Was ist die Funktion einer Dissertation? Ist sie eine reine Qualifikationsarbeit? Schreiben die Promovierenden für sich oder die Betreuer/innen? Oder sollte sich die Geisteswissenschaft nicht besser aus dem Elfenbeinturm herauswagen und sich selbst für die Gesellschaft lesbarer machen?

Der zweite Workshop-Tag begann mit dem Vortrag von PAUL SCHACHER (Universität Leipzig), der eine begriffsgeschichtliche Untersuchung vornahm. In seiner Dissertation verstehe er Begriffe nach Andreas Reckwitz als Praktiken und untersuche sie nach Semantiken und Situationen am Beispiel des Begriffs „Ordnung“ im Zeitraum von 1900–1923 im Raum Leipzig. Da sich die Geschichtsforschung hierbei bisher auf die Untersuchung von Lexika oder literarischen Werke bezogen habe, nutze Schacher vielmehr lokale Schriften, wie Polizei- und Verwaltungsakten, Flugblätter und auch Tagebücher. Im an den Vortrag anschließenden Gespräch wurde die Sinnhaftigkeit der Unterscheidung von Quellen nach körperlichen und visuellen Darstellungen infrage gestellt. Abgrenzungen zwischen diesen seien nur schwierig zu fassen und schafften für die wissenschaftliche Arbeit in diesem Kontext keinen Mehrwert.

SWENJA HOSCHEK (Technische Universität Darmstadt) untersucht in ihrer Dissertation „Großsiedlungserzählungen“ in den 1970er-Jahren in Hamburg-Osdorfer Born und Darmstadt-Kranichstein, die trotz des negativen Bildes in den Medien funktionierende Wohnorte bildeten. Als Quellen dienten ihr Zeitzeugenberichte, sozialwissenschaftlichen Studien, Ankündigungen, sowie Briefe, Fotos und Filme. Dabei sprach sie sehr persönlich von dem Spannungsfeld, in welchem sie sich als Forscherin befinde, zwischen dem Verlangen des wissenschaftlichen Arbeitens, nichts zu beschönigen und den Bitten der Großsiedlungsbewohner, ihren Wohnraum nicht „schlecht“ darzustellen. Es stellten sich Fragen wie: Welche Rolle hat Wissenschaft; wer ist wem verpflichtet und welche Intentionen verfolgen die Verfasser/innen? In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie schwierig es sich gestalte, Praktiken objektiv zu fassen. Ein griffigerer Ansatz bestehe stattdessen darin zu untersuchen, wie im Quellenmaterial über die vollzogenen Praktiken gesprochen wird.

Zum Thema „Deutsche Polizeihilfe für Guatemala 1986–1990“ promoviert FABIAN BENNEWITZ (Freie Universität Berlin). Ziel seiner Arbeit sei es, die gängigen Darstellungen des Hilfs- und Wissenstransfers in der Forschung, die diese als eindimensional von Deutschland ausgehend beschreiben, aufzubrechen und aufzuzeigen, dass diese vielmehr multidirektional verliefen. Zudem bestimme eine Vielzahl an Diskursen, wie die Geo- oder Innenpolitik beider Länder, die Forschungsarbeit. Dabei stütze er sich als Quellenmaterial vor allem auf Polizei- und Ministerialakten, aber auch auf Quellen aus der Zivilgesellschaft oder Politik. In der Diskussion wurde angeregt, stärker zu unterscheiden, was laut Quellen normative Vorgaben durch Politik oder Polizei gewesen seien, und was wirklich umgesetzt worden sei.

FELIX GROSSKLASS (Universität Potsdam) arbeitet zur „Kirchengeschichte im Historizismus“ und setzte sich in seinem Vortrag mit persönlichen Machtkonstellation auseinander, denen man als Promovierende/r oder Forscher/in ausgesetzt sei. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung gefangen, arbeitete er drei wesentliche Faktoren heraus. Erstens die fundamentale Frage nach dem Finden der richtigen Betreuer/in. Auch hier befindet sich die/der Promovierende/r zwischen den Polen gefangen: Er/Sie brauche eine/n Betreuer/in, die selbst und in ihren Ansichten zum eigenen Dissertationsthema passe; gleichzeitig bestehe hier die Gefahr, dass die/der Forschende nie aus der eigenen „Wissenschaftsblase“ ausbrechen könne. Der zweite Faktor seien Abhängigkeiten, zur eigenen Familie, Institutionen oder beispielsweise ein Angestelltenverhältnis. Als dritten und schwerwiegendsten Faktor nannte er die Erwartungshaltung. Die eigene („Warum mache ich das überhaupt alles?“) sowie die Erwartungen der anderen („Was machst du dann damit? Gehst du auch richtig arbeiten?“). In der anschließenden Diskussion wurde über den Wert von (kultur-)historischen Forschungsarbeiten gesprochen. Gesellschaftlich anerkannt seien diese nur, wenn sie monetarisierbar wären. Die Wertigkeit von Kulturwissenschaftler/innen werde dabei oftmals infrage gestellt.

Der Abschlussvortrag von JELENA TOMOVIC (Universität Potsdam), die zum Thema „Sexualität in der Geschichte. Innige Praktiken sozialer Kommunikation“ promoviert, brachte die immer wiederkehrenden Grundfragen des Workshops zusammen: Wieso sind Theorie und Methode ausschlaggebend in Forschungsarbeiten? Geht es auch ohne? Und können die beiden gar getrennt werden? In anschaulichen Beispielen aus ihrer Forschungsarbeit verdeutlichte sie, wie wichtig grundlegende Definitionen und die richtige Fragestellung an eine Quelle für das wissenschaftliche Arbeiten seien. Nicht was in Quellen beschrieben wird sei entscheidend, sondern das Wie. So drehte sich die anschließende Diskussion dann um die Frage, was Forscher/innen beachten müssten, wenn nur noch auf das Wie geachtet werde und gar nicht mehr auf das Was. Wenn nur noch (de-)konstruiert werde, welchen Mehrwert habe die Forschungsarbeit dann noch? Tomovic begreife Historiker/innen als Geschichtenerzähler/innen: Das historische Ereignis trete, da es unfassbar und nicht nachvollziehbar sei, in den Hintergrund. Interessant sei erst die Art, wie es in den Quellen rezipiert werde.

Die Abschlussdiskussion vertiefte die in den Vorträgen aufgekommenen Fragen. Können Forscher/innen Erwartungshaltungen völlig entkommen und sich von ihnen frei machen? Reicht ein bewusster und reflektierter Umgang und sollte dieser in den Forschungsarbeiten deutlich gemacht werden? Eine Debatte entstand über die Frage der Anerkennung und den Wert des Konstruktivismus in der Gesellschaft. Was ist der Mehrwert solch konstruktivistischer Forschungsarbeiten? Ein zustimmendes Ergebnis bestand darin, dass konstruktivistisches Arbeiten und Denken die besonders in heutigen Zeiten notwendige Grundlage schaffe, einen medienkritischen Umgang sowohl innerhalb der Wissenschaft als auch darüberhinausgehend in allen gesellschaftspolitischen Bereichen zu erreichen. Schließlich werde als wichtige Analyseebene vermittelt, den Blick nicht nur auf den Inhalt zu richten, sondern immer das Wie und den Kontext des Gesagten oder Geschriebenen mit einzubeziehen. Des Weiteren fördere eine konstruktivistische Arbeitsweise die wissenschaftliche Argumentation und Kommunikationsweise, weil sie einerseits Transparenz schaffe, in dem Klarheit und Offenheit erzeugt werde über die sonst außen vor gelassene Rolle der Forschenden selbst sowie über dessen Einflüsse und Motive zum Beispiel in Fragen des Quellenkorpus, der Zeitsetzungen. Andererseits konzentriere sich der Diskurs (wieder) mehr auf die Argumentationen und deren Plausibilitäten. Es gehe nicht darum, über möglichst viele Quellen eine Wahrheit zu erzeugen, wie etwas gewesen sei, sondern aufzuzeigen, warum die eigene Forschungs-Erzählung plausibel und sinnvoll erscheine. Ein Verstecken hinter beziehungsweise. in den Quellen (in deren Wahrheiten) werde damit obsolet, was als befreiend und diskussionsfördernd empfunden werde.

Konferenzübersicht:

Erste Sequenz: Selbstbilder und Wissenschaftlichkeit

Ralf Pröve (Potsdam): Input-Vortrag

Sascha Nicke (Potsdam): Die Konstruktion einer Identitätskultur im langen 19. Jahrhundert – Konzepte vom
Einzelnen und Individualität im Spannungsfeld zu den Kollektiven in der Ratgeberliteratur zwischen 1750 bis 1900

Anna Lisa Schwartz (Trier): Das Erbe Oraniens – Nationale Identität und die Repräsentation der Statthalterschaft zur Zeit Wilhelms IV. (1747–1751)

Zweite Sequenz: Erlerntes Arbeiten: Was darf ich, was soll ich, was möchte ich (Theorie)

Maria-Lena Fassig (Kiel): Disability in illustrierten Zeitschriften der sozialistischen Tschechoslowakei

Benjamin Werner (Dresden): Die Dresdner Stadtverwaltung im Nationalsozialismus – Kommunale Wohlfahrtspolitik zwischen 1933 und 1945

Dritte Sequenz: Wie soll ich arbeiten – welche Grundannahmen setze ich? (Methode)

Hannah Butz (Berlin): Die Attikafiguren am Reichstagsgebäude – Ihre Funktion und Darstellung im nationalen und internationalen Kontext staatlicher Verwaltungsgebäude im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Vierte Sequenz: Ich als Autor/in meiner Erzählung. (Intention, Ansprüche, Ängste)

Paul Schacher (Leipzig): Der Begriff „Ordnung“ zwischen 1900 und 1923 – Eine begriffsgeschichtliche Untersuchung von „Ordnung“ zwischen Jahrhundertwende und Reichsexekution gegen Sachsen am Beispiel Leipzigs

Fünfte Sequenz: Meine Erzählung Vs. Quellenerzählung

Swenja Hoschek (Darmstadt): Großsiedlungs(er)leben – Erzählungen über und aus dem Alltag in Großsiedlungen der 1960er-Jahre

Fabian Bennewitz (Berlin): Die deutsche Polizeihilfe für Guatemala 1986–1990 – Wissenstransfer und transnationale Sicherheitsnetzwerke im Kalten Krieg

Sechste Sequenz: Zwischen Selbst- und Fremdbestimmung (Machtkonstellationen)

Felix Grossklaß (Potsdam): Franziskusbilder im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert

Jelena Tomovic (Potsdam): Innige Praktiken – Sexualität zwischen 1700 und 1850

Zitation
Tagungsbericht: Konstruktivistisches, wissenschaftliches Arbeiten in den kulturwissenschaftlich arbeitenden Geisteswissenschaften - Theorie und Methoden in der Dissertation. Vorgehensweise und Herausforderungen, 15.02.2019 – 16.02.2019 Potsdam, in: H-Soz-Kult, 02.05.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8246>.