“The Useless People”. Mass Murder of Psychiatric Patients and Disabled People during the Nazi Occupation: Investigation, Justice and Politics of Memory

Ort
Heidelberg
Veranstalter
Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte, Universität Heidelberg; Lehrstuhl für Osteuropäische Geschichte, Ruhr-Universität Bochum
Datum
19.02.2019 - 20.02.2019
Von
Dmytro Myeshkov, Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN) e.V. Nordost-Institut, Universität Hamburg

Mit Ausbruch des Deutsch-Sowjetischen Kriegs am 22. Juni 1941 wurde das nationalsozialistische Konzept der Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ auch auf die besetzten sowjetischen Gebiete ausgedehnt. Hinter der Ostfront wurden zunächst von der Wehrmacht und den Einsatzkommandos und später von Polizeieinheiten Krankenhauspatienten und Anstaltsinsassen, behinderte, arbeitsunfähige, unheilbar oder psychisch kranke Menschen durch Nahrungsentzug, Erschießung oder Vergasung systematisch vernichtet. Dabei spielten neben ideologischen auch wirtschaftliche Gründe eine gewichtige Rolle: Die Lebensmittelversorgung der Wehrmacht sollte sichergestellt und in den Kliniken oder Pflegeheimen Platz für verwundete deutsche Soldaten und Offiziere geschaffen werden.

Die Vorfälle, die sich während des Zweiten Weltkriegs in psychiatrischen Anstalten abspielten, waren bereits mehrmals Gegenstand der historischen Forschung. Allerdings blieben die besetzten Gebiete der Sowjetunion, wo die Zahl der Opfer mit ca. 20.000 Personen beziffert wird, von diesen Untersuchungen bislang weitgehend unberührt. Dass die diese Ereignisse betreffenden Kenntnisse bisher sowohl in Deutschland als auch in den postsowjetischen Ländern begrenzt blieben, hat unter anderem sowohl mit der Art und Weise der späteren juristischen Aufarbeitung der Ermordung der Patienten als auch mit der Darstellung von deren Schicksal in der Öffentlichkeit und der Erinnerung an diese zu tun. Angesichts dieser Forschungslage bildeten die in den besetzten sowjetischen Gebieten zu verzeichnenden lokalen Besonderheiten und Entwicklungen, Faktoren der Entscheidungsfindung, die beteiligten Akteure bzw. Gruppen sowie Opferschicksale die Schwerpunkte des Workshops.

Die in jüngster Zeit zugänglich gewordenen Quellen sorgten nicht nur für neue Forschungsimpulse. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich mit den Besonderheiten der Ermittlungs- und Gerichtsakten der Nachkriegszeit, in denen unter anderem die Aussagen des der Zusammenarbeit mit den Besatzern beschuldigten medizinischen und technischen Personals der betroffenen Anstalten (örtliche Kliniken und Pflegeanstalten) zu finden sind. Wie wurde der Umgang mit den Patientinnen und Patienten der psychiatrischen Kliniken oder den Bewohnern der Pflegeanstalten im Zuge der Ermittlungen und Gerichtsprozesse interpretiert und wie wurde das diese Verbrechen betreffende Wissen in der Sowjetunion wahrgenommen und kommuniziert? Inwieweit hat sich die Erinnerung nach 1991 geändert, als deutlich mehr Archivmaterial verfügbar wurde?

Der Workshop wurde im Rahmen des Projekts „'Useless People': The Extermination of Psychiatric Patients during the Nazi Occupation of Ukraine“ organisiert, das von der EVZ-Stiftung und von den Historikerinnen Gelinada Grinchenko und Olena Petrenko geleitet wird. Zusammen mit der Tanja Penter, Professorin für Osteuropäische Geschichte in Heidelberg, machen diese es sich zur Aufgabe, ein schwerpunktmäßig dem nationalsozialistischen Krankenmord im Raum Osteuropa gewidmetes interdisziplinäres wissenschaftliches Netzwerk aufzubauen und zu pflegen.

Die erste, drei Referate umfassende Sektion war zunächst der Frage nach den Spezifika der Quellen gewidmet, die der historischen Erforschung zur Verfügung stehen, wie den mit diesen verbundenen Herausforderungen. Ermittlungs- und Prozessakten, die in den in großer Zahl zugänglich gemacht worden sind, spielen hier eine herausragende Rolle, stellen jedoch zugleich eine besondere Herausforderung für Historikerinnen und Historiker dar. So war es kein Zufall, dass sich die Vortragenden in der ersten Sektion vor allem mit zwei Aspekten der Quellenproblematik befassten: Einerseits mit den historischen Kontexten der Entstehung der nun zugänglich gemachten Quellen, sowie andererseits mit ihrer eingehenden inhaltlichen Kritik.

In ihrem Eröffnungsvortrag ging GELINADA GRINCHENKO (Charkiv) auf zwei Wellen der gegen Kriegsverbrecher und Kollaborateure gerichteten Prozesse in der Sowjetunion ein: zum einen jene der letzten Kriegsjahre und der unmittelbaren Nachkriegszeit, sowie zum anderen jene der 1960er- und 70er-Jahre. Im Zentrum ihrer Präsentation standen „offene“ Gerichtsprozesse, wobei Grinchenko in erster Linie der Frage nachging, wie diese Prozesse organisiert wurden, welche Ziele sie verfolgten und wie ihre Ergebnisse in der sowjetischen Öffentlichkeit wahrgenommen und kommuniziert wurden. Wie aufmerksam die sowjetische Staatssicherheit die Reaktionen der Sowjetbürger auf die Gerichtsprozesse verfolgte, zeigt nach Einschätzung Grinchenkos, welche Bedeutung die sowjetische Führung diesen beimaß. Diese berechtigte Beobachtung macht aber zugleich deutlich, dass eine kritische Quellenanalyse, vor allem mit Blick auf den Aussagewert der Stimmungsberichte, Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung der darin enthaltenen Informationen ist.

Auch JASMIN SÖHNER (Heidelberg) beschäftigte sich anhand ihres eigenen Dissertationsprojekts mit den gegen Kriegsverbrecher und Kollaborateure gerichteten sowjetischen Gerichtsprozessen. In ihrem Vortrag fragte sie nach den Gründen und Zielsetzungen der im Rahmen der sogenannten „zweiten Welle“ in den frühen 1960er-Jahren erfolgten erneuten Aufnahme der gegen Kriegsverbrecher geführten Ermittlungen, aus denen mindestens 67 neue Gerichtsprozesse resultierten. Nach Söhner war dieser Umschwung in der sowjetischen Politik durch ein ganzes Bündel von Faktoren bedingt. Auf der einen Seite ging es dabei um interne Faktoren wie die nach Stalins Tod einsetzende Massenrückkehr amnestierter Untergrundkämpfer in ihre im Westen der UdSSR gelegenen Heimatgebiete, auf der anderen Seite sah sich die sowjetische Führung nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Eichmann-Prozesses gezwungen, die führende Rolle der Sowjetunion bei der Bekämpfung von Faschismus und Nazismus zu behaupten.

WOLFGANG SCHNEIDER (Heidelberg) befasste sich mit der schon oft diskutierten Frage nach der Zuverlässigkeit sowjetischer Ermittlungs- und Prozessakten. In seiner Analyse des Aussagewertes dieser Quellenart stützte sich Schneider auf seine Vorarbeiten für ein Promotionsprojekt, das den Prozessen gegen der Kollaboration verdächtigte Judenräte in der UdSSR der 1940er-Jahre gewidmet ist. Schneider überprüfte die Verhörprotokolle auf drei Ebenen, indem er sie erstens in Relation zu den tatsächlichen Ereignissen setzte, zweitens die Frage der Freiwilligkeit der Aussagen überprüfte, sowie drittens die Sprache analysierte, in der die Aussagen der Zeugen- und Beschuldigten festgehalten wurden. Diese drei Ebenen stellten nach Schneider die wichtigste Quelle für mögliche Verzerrungen dar. Der Referent kam zu dem Schluss, dass das Risikopotential für inhaltliche Verdrehungen auch vom Bekanntheitsgrad des jeweiligen Gerichtsprozesses sowie von der diesem zugeschriebenen außenpolitischen Bedeutung abhing.

Die insgesamt sieben Referate umfassenden folgenden zwei Sektionen waren einzelnen Fallstudien gewidmet. ANDRIJ USATSCH (Lwiw) berichtete in seiner Präsentation über die Ermordung der in einem in der Nähe der Stadt Chmelnyc’kyj gelegenen Behindertenheim untergebrachten Invaliden. Usatsch arbeitete heraus, dass die an einem einzigen Tag im April 1943 erfolgte Erschießung von 76 in dieser Einrichtung untergebrachten Personen ähnliche Mechanismen aufwies wie die ein Jahr zuvor erfolgten Exekutionen der in der Gegend ansässigen Juden. Der einzige Unterschied bestand darin, dass die Exekutionsorte angesichts nicht bestehender Fluchtgefahr nicht umzingelt werden sollten und die Invaliden ihre Kleidung nicht ausziehen mussten. Auch wenn die Quellen sehr lückenhaft sind, konnte Usatsch die Täter ebenso ausführlich wie differenziert beschreiben, und warf die Frage auf, wie der von ihm beschriebene Fall sich in die Entwicklungen im gesamten Reichskommissariats „Ukraine“ einordnen lässt. Seine Arbeitsthese lautet, die bei Chmelnyc’kyj erfolgten Erschießungen seien (wie auch die in anderen Einrichtungen vollzogenen Vernichtungsaktionen) eine Folge des dem Reichskommissariat „Ukraine“ auferlegten Ablieferungsplans in Höhe von 3 Mio. Tonnen Getreide. Diese Hypothese bedarf allerdings weiterer Bestätigung.

Im folgenden Vortrag beschäftigte sich TANJA PENTER (Heidelberg) mit dem Schicksal von über 140 Bewohnern einer in der Region Zaporizhzhja gelegenen Kolonie für behinderte Kinder, die während der Besatzung in zwei Massenmordaktionen von deutschen SS- und Wehrmachtseinheiten erschossen wurden. Die Ermittlungs- und Prozessakten erlauben nicht nur eine ausführliche Beschreibung der Ermordung behinderter Menschen am Beispiel einer einzelnen Behindertenkolonie, sondern auch eine Betrachtung dieses bisher kaum erforschten Kontextes der in den besetzten Gebieten der Sowjetunion verübten NS-Verbrechen aus verschiedenen Perspektiven. So geben die Archivdokumente Aufschluss darüber, welche Handlungsmöglichkeiten die angeklagten sowjetischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für sich sahen. Des Weiteren steht der Fall exemplarisch für den Umgang der sowjetischen Nachkriegsjustiz mit weiblichen Kollaborateurinnen. Und schließlich werden in gewissem Maße auch die Probleme der in der Vor- und Nachkriegszeit verfolgten sowjetischen Behindertenpolitik sichtbar.

Nicht weniger interessant ist der Fall eines im Gebiet Dnipropetrovs’k gelegenen Hauses für behinderte Menschen, den ALBERT VENGER (Dnipro) in seinem Vortrag darstellte. In der Einrichtung wurden in den Jahren 1941–44 bis zu 200 aus den benachbarten ländlichen Gebieten stammende Menschen mit Behinderungen eingesperrt. Die Besonderheit dieses entlegenen Behindertenheimes bestand darin, dass sich die Besatzer nach der Vernichtung der jüdischen Insassen nicht mehr in dessen Angelegenheiten einmischten und die Patienten während der gesamten Besatzungszeit mit beträchtlichen Nahrungsreserven aus eigener Wirtschaft (vor allem Gemüse und Getreide) versorgt werden konnten. Ausführlich charakterisierte Venger zudem die Tätigkeit der Heimleitung, die ihr eigenes strenges Strafsystem eingeführt hatte.

Dem Gebiet Dnipropetrovs’k war auch der Vortrag von DMYTRO MYESHKOV (Lüneburg) gewidmet. Sein Fallbeispiel zeigte jedoch, wie unterschiedlich die Entwicklungen in den besetzten ostukrainischen Ortschaften sein konnten. Denn die von ihm untersuchte Einrichtung für behinderte und psychisch kranke Kinder und Erwachsene befand sich in der ehemaligen mennonitischen Kolonie Ohrloff (ukr. Orlove), d.h. auf einem Gebiet, das gemäß der SS-Planung zu einem volksdeutschen Siedlungsstützpunkt umgestaltet werden sollte. Als Teil der gegenüber der nichtdeutschen Bevölkerung verfolgten Vernichtungs- bzw. Umsiedlungspolitik wurden wenige Woche nach dem Einmarsch der Wehrmacht über 100 arbeitsunfähige Patienten aus dem in Ohrloff gelegenen Pflegeheim von einem lokalen SD-Kommando erschossen. Für die Begutachtung bzw. Selektion wurde Ivan bzw. Johann Klassen, der Chefarzt eines in der Nähe gelegenen Krankenhauses, herangezogen, dessen umfangreiche Ermittlungsakte aus dem Jahr 1945 seltene Einblicke in das Leben eines Mediziners sowjetdeutscher Herkunft ermöglicht, der seine erfolgreiche Karriere vor dem Krieg der Zusammenarbeit mit dem NKVD zu verdanken hatte und nach 1941 aktiv mit den Besatzern kollaborierte.

GERRIT HOHENDORF (München) verband in seinem Referat eine zeitlich wie räumlich breite Übersicht mit einer eingehenden Untersuchung von Vernichtungsaktionen in der Psychiatrischen Klinik der im heutigen Weißrussland gelegenen Stadt Magilëu (Mogilev). Anknüpfend an die Entscheidungen im Reich arbeitete Hohendorf die Durchführung der Vernichtung durch die Militärführung und die Einsatzkommandos heraus. Schließlich ging er zu seinem Fallbeispiel über, das im Zuge eines Gerichtsprozesses in der DDR umfassend dokumentiert wurde. Sowohl die Akteure als auch die z. B. bei der Selektion oder dem Nahrungsentzug praktizierte Vorgehensweise lassen sich – wenn auch mit gewissen Einschränkungen – auch auf andere Fallbeispiele übertragen.

OLENA PETRENKO (Bochum) präsentierte in ihrem Vortrag Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zum Schicksal von jüdischen PsychiatriepatientInnen in der besetzten Ukraine. Dessen Grundlage sind Archivbestände, die in letzter Zeit in der Ukraine und in Deutschland zugänglich geworden sind und die Vernichtungsaktionen in den Einrichtungen für Behinderte und psychisch Kranke rekonstruierbar machen. Petrenkos erklärtes Ziel bestand darin zu prüfen, inwieweit sich einerseits bei den Gewaltexzessen, andererseits im Rollenverhalten von lokalen Fachkräften bestimmte Gemeinsamkeiten sowie Muster, Kontinuitäten und Diskontinuitäten erkennen lassen. Ungeachtet aller Unterschiede hinsichtlich der zeitlichen Abstände, der Tötungsarten und eines unterschiedlichen Involvierungsgrads des lokalen Personals konnte Petrenko zeigen, dass der Krankenmord in der Ukraine gleichwohl ein bestimmtes Handlungsschema mit Blick auf die Dynamiken aufwies, die die Gewaltpraxis gegen die jüdischen Kranken strukturierte. Die Wahrnehmung der an PsychiatriepatientInnen in der Ukraine verübten nationalsozialistischen Verbrechen, so ihr Fazit, sei allerdings auch heute noch hauptsächlich durch Nicht-Erinnerung gekennzeichnet.

DMYTRO TYTARENKO (Krywyj Rih/Heidelberg) demonstrierte in seinem Vortrag das Erkenntnispotential der Überlieferungen der bundesdeutschen Justiz. Für seine Untersuchung der Vernichtungsaktionen in der Psychiatrischen Klinik in Poltava nutzte er hauptsächlich Ermittlungsdokumentationen über die verbrecherische Tätigkeit des Einsatzkommandos 4b, dessen Angehörige die Vernichtung von psychisch kranken Patienten in Kyjiv, Poltava, Berdyčiv und vielen anderen ukrainischen Städten durchführten. Anhand der Ermittlungsakten ging Tytarenko mehreren Fragen nach: Wie wurde die Zusammenarbeit lokaler Fachkräfte und des EK 4b organisiert? Was konnten die Ermittler über den Zustand der Patienten erfahren? Wie groß war die Zahl der Opfer? Welche Stellung nahmen die Angeklagten in Bezug auf die Ereignisse in Poltava?

IRINA REBROVA (Berlin) präsentierte eine russische Filmdokumentation aus dem Jahr 2018, die die Geschichte der Kinder aus einem in der Stadt Jeysk gelegenen Waisenhaus erzählt. Dort lebten bis zum Sommer 1942 etwa 260 psychisch kranke sowie lern- und körperbehinderte Kinder, von denen 214 im Oktober 1942 durch das Einsatzkommandos 10a vergast wurden. Anhand der Dokumentation und eines von einem Überlebenden geschriebenen Romans aus den 1960er-Jahren zeichnete Rebrova die Wahrnehmung dieser Ereignisse in der Sowjetunion und in der Russländischen Föderation nach.

Abschließend stellten MAIKE ROTZOLL (Heidelberg) und ROBERT PARZER (Berlin) ihr Projekt eines Erinnerungsbuches vor, das den in den Jahren 1939–41 getöteten Patienten der Pflegeanstalt für psychisch Kranke in Kocborowo / Konradstein (Polen) gewidmet ist. Das Erinnerungsbuch selbst wurde im Piasnitzer Museum in Wejherowo Bestandteil der Ausstellung und soll an vergessene Opfergruppen erinnern; darauf wird nun eine Wanderausstellung folgen, die sich den in der nordpolnischen Region verübten Verbrechen zuwendet und auf umfangreichen Recherchen beider Referenten basiert.

Konferenzübersicht

Part 1. Sources: Specifics and Challenges

Gelinada Grinchenko (Karazin Universität Charkiv): The World War II Crimes Trials of "First" and "Second" Waves in the USSR and their Dramaturgy

Wolfgang Schneider (Universität Heidelberg): Soviet Investigation and Trial Documents – Methodological Considerations Based on 1940s Collaboration Trials of Jewish Council Members

Jasmin Söhner (Universität Heidelberg): Soviet Return to Investigations of Nazi/War Crimes in the 1960s: Motivations, Actions and Limitations

Part 2. Case studies

Andrij Usach (Ukrainische Katholische Universität Lwiw): Mass Killing of Patients of the Disabled Persons Home in Kryvchyk, April 14, 1943: Procedure and Perpetrators

Tanja Penter (Universität Heidelberg): Child Victims and Female Perpetrators: The Murder of Disabled People in Preslav/Ukraine under Nazi Rule (1941–1944) and its Juridical Investigation in the Postwar Soviet Union

Albert Wegner (Universität Dnipro): Self-Rescue and Survival in the Disabled Home No. 3 Verkhovtsevo Station (Dnipro Region) During the Nazi Occupation

Dmytro Myeshkov (Nordost-Institut IKGN e.V., Lüneburg): Der Arzt Johann / Ivan Klassen und das Schicksal der Patienten eines Pflegeheims in Ohrloff.

Part 3. Case Studies

Gerrit Hohendorf (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, TU München): The Murder of Psychiatric Patients During the War of Annihilation Against the Soviet Union: The Case of the Mogilew Psychiatric Hospital

Olena Petrenko (Ruhr-Universität Bochum): Mass Murder of the Jewish Patients in Ukrainian Psychiatric Clinics

Irina Rebrowa (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin): Nazi Killings of 214 Children from the Yeysk Orphanage in 1942: History and Memory in Russia

Filmpräsentation: The Mass Murder of Children from Yeysk (Denis Sokolov, 2018)

Dmytro Tytarenko (Universität Heidelberg). The fate of the patients of the Psychiatric Hospital in Poltava in the Light of German Criminal Files

Part 4. Memory

Maike Rotzoll (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Heidelberg) / Robert Parzer (Gedenkort-T4, Berlin): Towards a Commemorative Book for Kocborowo/Konradstein: A Polish-German Project for the Remembrance of Victims of Nazi “Euthanasia”

Zitation
Tagungsbericht: “The Useless People”. Mass Murder of Psychiatric Patients and Disabled People during the Nazi Occupation: Investigation, Justice and Politics of Memory, 19.02.2019 – 20.02.2019 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 24.06.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8328>.