Milieus of Minutiae. Contextualizing the Small in Science, Philosophy, and Literature

Ort
Berlin
Veranstalter
ICI Berlin Kulturlabor / Institute for Cultural Inquiry in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin und der Freien Universität Berlin
Datum
23.05.2019 - 24.05.2019
Von
Manuela Koelke, Division of Philosophy, Art and Critical Thought, The European Graduate School

Kleinste Organismen im Mikro- und Nanobereich werden vor allem in der Gesundheitsmedizin und der Industrie in den letzten Jahren mittels immer speziellerer Methoden und Technologien erforscht, hergestellt und verändert. Diese Entwicklungen machen nicht nur bislang Undenkbares möglich – von heikelsten chirurgischen Eingriffen bis hin zur Luftreinigung –, sondern schüren auch immer größer werdende Ängste vor einer nicht mehr steuerbaren, weil unsichtbaren und allgegenwärtigen Bedrohung. Visionen des Kontrollverlustes angesichts einer möglichen totalen Immersion durch Kleinstpartikel sind aus dem Imaginären der Gegenwartskultur nicht mehr wegzudenken. Aber was genau wissen wir heute über dieses Kleine und Kleinste, und woher kommt dieses Wissen? Und wie interagieren Mikroorganismen eigentlich untereinander und mit ihren Umgebungen? Welche Erkenntnisse lassen sich aus diesem Wissen ableiten? Und zu welchen Einsichten gelangt man, wenn man tiefer in die Geschichte des Kleinen und seiner vielfältigen Umgebungen eintaucht?

Das internationale Symposium Milieus of Minutiae hat sich dieser und ähnlicher Fragen angenommen. Ein beeindruckendes Panorama von verschiedenen disziplinübergreifenden und historischen Ansätzen im Umgang mit dem Kleinen und den Kleinigkeiten, dem Mikrologischen und Detaillierten – kurz und in gewagter Übersetzung: den Minutien – von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart eröffnete sich der aufmerksamen Zuhörerschaft. Die gut besuchte Tagung wurde von den deutsch-amerikanischen Akademikerinnen ELIZABETH BROGDEN, CHRISTIANE FREY und ULLA HASELSTEIN organisiert und von der Fritz Thyssen Stiftung finanziert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Philosophie-, Literatur- und Wissenschaftsgeschichte kamen zusammen, um gemeinsam die Geschichte des Kleinen und seiner vielfältigen Theorien und Erkundungen zu eruieren. So instruktiv die Tagung als Ganze war – im Folgenden kann lediglich auf eine Auswahl der allesamt hochwertigen Vorträge näher eingegangen werden. Die geplante Publikation, so stellten die Tagungsorganisatorinnen in Aussicht, wird die gesammelten Ergebnisse des Symposiums zugänglich machen.

Einleitend erläuterten ELIZABETH BROGDEN und CHRISTIANE FREY den historischen Kontext und die theoretischen Implikationen der beiden Themenkomplexe der Tagung. Zum einen rückten das Kleine und Kleinste, die minutiae, mit der technologischen Entwicklung des Mikroskops und den Entdeckungen im Mikrologischen in den Wissenschaften des langen 18. und 19. Jahrhunderts zunehmend in den Fokus. Mit Hilfe vielfältiger neuer Methoden und Technologien wurde versucht, das Unbegreifliche und Unerklärliche der Welten im Kleinsten zu rationalisieren. In Medizin, Mathematik, Biologie, Philosophie, Literatur und Kunst gewann daher das Mikrologische – vom Molekularen und Atomaren bis zum Infinitesimalen – spätestens seit dem späten 17. Jahrhundert an Bedeutung. Zugleich wurde zunehmend fraglich, wie klein das Mikrologische tatsächlich ist und um welche Dimensionen (der Materie, der Welt der subvisibilia) es eigentlich geht. Zum anderen hat sich mit der verfeinerten Wahrnehmung des Kleinen auch sein Status im Verhältnis zu seiner Umgebung erheblich verändert. Winzige Entitäten und Partikel, die bisher vor allem wegen ihrer neu entdeckten Individualität interessierten, wurden nun in ihrer (Un-)Begreifbarkeit als „Dinge an sich“ hinterfragt und mit wachsender Intensität in ihren Umgebungen untersucht. Dies zeigt sich vor allem an der verstärkten Verbreitung der Begrifflichkeit von Umwelt und milieu, wie am Konzept der ökologischen Nische in der Evolutionsbiologie deutlich wird. Die Frage, wie Organismen mit ihren Milieus interagieren, stellte sich als neue Forschungsaufgabe über verschiedene Bereiche hinweg. Paradoxerweise begannen damit auch Begriff und Vorstellung der Minutien sich zu verändern, die immer schon proliferierten und in überwältigender Vielzahl beobachtet wurden – zunehmend aber durch den Akt des Beobachtens selbst, etwa dem Fehlen von intensiver Aufmerksamkeit, definiert werden. So verweist die Frage nach dem unscharfen Objekt des Kleinen zunehmend auch auf Fragen der Methodik. Die Umgebung der Beobachtung ragt in die Interaktionen der beobachteten Minutien mit ihren Milieus hinein. Daran anschließend ergab sich für die Referentinnen auch die Frage nach der Relevanz mikrohistorischer Ansätze, wenn es um die Spurensuche nach dem Mikrologischen in der Geschichte des Wissens und der Künste geht.

Der verstärkte Fokus auf Minutien wurde in den modernen Techniken der literarischen Beschreibung und Erzählung zunehmend spürbar. Das erste Panel Looking Closely hat diese näher erkundet. TITA CHICO (Maryland) fragte, ob scrutiny als eine Form des genauen Hinsehens und Unterscheidens – die mit Neugierde und Erstaunen einhergeht – in literarischen Betrachtungen des 17. Jahrhunderts nicht als Vorreiter von okular-unterstützten empirischen Untersuchungen verstanden werden könnte. Daran anknüpfend erinnerte ELIZABETH BROGDEN (Berlin) an Robinson Crusoes und Julius Rodmans fast mimetisch detaillierte Schilderung ihrer Umwelt in den Romanen von Daniel Defoe und Edgar Allan Poe. Im Unterschied zu Detektivgeschichten, in denen der Hinweis sich schrittweise aus dem Übersehenen herauskristallisiert, bewegen sich hier beide Charaktere auf scheinbar objektive Weise entlang einer imaginären Grenzen zwischen der eigenen Wahrnehmung und dem Wahrgenommenen. Sie werden nicht beschrieben, sondern sie beschreiben selbst und formen sich auf diese Weise, das eigene Selbst evakuierend, in der Vorstellung des Lesers. Im Bereich des Kleinen werden mithin, so Brogden abschließend, Formen der Repräsentation durch die der Instanz, der Umschreibung ersetzt. Mit einem Fokus auf dem Ende des 19. Jahrhunderts konnte dann ELISA TAMARKIN (Berkeley) vorführen, wie in dieser Maßstabsverschiebung des Beschriebenen gleichzeitig ein Symptom und eine Reaktion auf die Angst vor dem sich in Kleinigkeiten verlierenden, ja auflösenden Subjekt zutage tritt. Die latente Krise des Subjektivitätsverlustes wurde begleitet von der Absage an jegliche Dauerhaftigkeit von Wahrheit, was wiederum von Pragmatikern wie John Dewey, Henry und William James in eine Suche nach fortwährender „Relevanz“ übersetzt wurde. Für PAULINE SELBIG (Berlin) spiegelte sich eine solche Suchbewegung unter anderem in Walter Benjamins Manuskripten und seinem stetig revidierenden Schreiben wider.

Die Panels Diminutive Aesthetics und Trivia{l} Matter{s} gingen der Frage nach, wie Relevanz trotz unablässiger Reizüberflutungen mit literarischen Mitteln erzeugt werden kann. Absichtliche Unterbrechungen, Modi der Distanzierung und Destabilisierung von alltäglichen Wahrnehmungsgewohnheiten eröffnen sich für CYNTHIA WALL (Charlottesville) beispielsweise durch Ein- oder Ausklammern von Reflexionen über das Erlebte – kurz: durch das Setzen von bestimmten Satzzeichen. ROGER MAIOLIs (Gainesville) Betrachtung des Partikularen im Roman wurde komplementiert durch den von NIKOLAI PREUSCHOFF (Berlin/Erfurt) geschilderten Rückzug von Robert Walsers Figur des Tanner ins bescheiden-kleinkarierte Selbst als Strategie des Widerstands gegen die überwältigende, beschleunigte und allseits vereinnahmende Maschine des Kapitalismus. Diese Praxis der Abgrenzung wurde gekontert von Fernand Delignys Unbedeutenden Gesten, in denen das kinematografische Milieu das normiert-abgegrenzte Körperverständnis aussetzt, wie MARLON MIGUEL(Berlin) und ELENA VOGMAN (Berlin) zeigen konnten.

Das Verhältnis von Minimalität und Umwelt wurde in dem Panel Mere Milieus untersucht, und zwar insbesondere mit Blick auf die Zeitlichkeit. Das Minimale, kaum Wahrnehmbare, macht sich entweder in ganz kurzen Momenten bemerkbar – im Ereignis, das im nächsten Augenblick schon wieder vorbei ist – oder über einen sehr langen Zeitraum, in dem sich Veränderungen ebenfalls nur schwer ablesen lassen: MALTE FABIAN RAUCH (Berlin) verglich im Hinblick darauf die Karten der Situationisten, die aus dem urbanen Dispositif, in verkleinerter Form, neue Milieus konstruieren und damit alternative soziale Praktiken antizipieren, mit den mikrologischen Linien des Konzeptkünstlers On Kawara. AMELIA GROOM (Berlin) ging einen Schritt weiter: Ihr zufolge hinterfragen die teilweise versunkenen Sumpfruinen der afro-amerikanischen Künstlerin Beverly Buchanan angesichts des für das menschliche Auge kaum erkennbaren Verwitterungsprozesses letztlich die Relevanz und die zeitliche Disposition des Betrachters.

Eine genauere Betrachtung des Kleinen in der Philosophie ermöglichte im Panel Minimal Relations eine Rekontextualisierung der späteren wissenschaftlichen Erkenntnisse: Die vermeintlich minimale metaphysische Einheit der Leibnizschen Monade als scheinbar korrespondierendes Modell des Kleinsten entpuppte sich bei allen drei Referierenden, allen voran bei JOHN H. SMITH (Irvine), als Negation des Messbaren, des Kalkulierbaren überhaupt. Nicht als das Maß der Dinge, sondern in ihren Beziehungen und Verhältnissen zu ihrer Umwelt, wenn man so will, liege ihr Wissen und Wesen verborgen. Während ANNE EUSTERSCHULTE (Berlin) diesen und ähnlichen Figuren bei Giordano Bruno und James Joyce nachging, konnte CHRISTIANE FREY (Berlin) zeigen, dass das, was etwa der heute wieder an Prominenz gewinnende Wissenschaftshistoriker Raymond Ruyer um 1960 als „Mikromorphologie“ zu theoretisieren wußte, durchaus Bezüge – auch historisch im Sinn von "minimal relations" – zu dem mittelalterlichen Denken des Relationalen als ens minimum aufweist, wie es sich etwa bei Duns Scotus findet. Die Gegensätzlichkeit des Binarismus zwischen dem Kleinen und dem Großen wandelt sich in eine Affirmation von Relationalität. Im Ergebnis kann demnach, in Resonanz mit Rodolphe Gaschés Minimal Things, nicht nur Dingen, sondern auch Beziehungen ein ontologischer Status, wie minimal auch immer, zugeschrieben werden.

Im Anschluss an NATALIA CECIRE (Sussex) veranschaulichte DANIEL LIU (Berlin) im letzten Panel Micro-Worlds Magnified, wie sich parallele Erkenntnisse zu denen von Raymond Ruyer in den Entwicklungen im mikrobiologischen Bereich manifestierten. Die erhöhte Sichtbarkeit des Kleinen durch das Mikroskop einerseits, andererseits die Erweiterung des Untersuchungsbereiches von mikrobiologischen Einheiten, wie beispielsweise Zellen, auf ihre übergeordneten Organismen, führte zur Entdeckung des Phänomens der Auflösungsgrenze durch Ernst Abbe in der Mikroskopie um 1870. Die Grenzen zwischen einzelnen Formen, zwischen dem Organischen und Nichtorganischen begannen zu verschwimmen. Objekte in minimalem Abstand zueinander konnten nicht mehr als eigenständig identifiziert werden. Ihre Funktionen greifen ineinander und überlagern sich. Das Kleine und sein Milieu scheinen in ihrer Beziehung zueinander ontologisch zu konvergieren.

Das Aufrechterhalten der Ambiguität des Kleinen war auch das Anliegen der ersten Keynote von MARIANNE SCHULLER (Hamburg), die als Literaturwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin mit ihrem Buch Mikrologien: Literarische und philosophische Figuren des Kleinen schon 2003 das Forschungsfeld eröffnet hatte. In der Triangulierung von Erfahrung, Erzählung und Imagination „sitzen wir dem Kleinen als Signal, als Schwelle zum Un(ter)bewußten auf”. Die tatsächliche Meßbarkeit des Kleinen verliert an Wert, sein epistemischer Gehalt befindet sich vielmehr am Limit. Als paradoxe Grenzfigur hebt das Kleine für sie mit Kafka und Freud Sinnerwartungen mal deutlich, mal unmerklich, meist jedoch irritierend und zuweilen im Rausch(en) auf. In der Analogie des Kleinen mit dem Kreisel in Kafkas gleichnamiger Geschichte eröffnet sich für Schuller der Absprung des Projektes der Nanoästhetik von der wissenschaftlichen Untersuchung des Kleinen als eines Gegenstands der Forschung hin zum „unfassbaren“ Verfahren. HANS-JÖRG RHEINBERGER (Berlin), bis vor einigen Jahren Direktor des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte, machte in der abschließenden Keynote überzeugend deutlich, wie in der mikro-biologischen Forschung anhand der Verfolgung von Prozessen in molekular-experimentellen Umgebungen Wissen entsteht.

Zusammenfassend wurde in den äußerst produktiven und aufschlussreichen Diskussionen deutlich, dass kleinste Einheiten zum einen zwar immer besser erkannt werden konnten, sich aber das Erkenntnisinteresse mit der Erweiterung des Untersuchungsfeldes auf die Interaktion mikrologischer Formen mit ihrem Milieu auch hin zu dynamischen Prozessen verschiebt, die das Kleine in seiner Veränderbarkeit und seinem Verhältnis zwischen Kontinuität und Diskontinuität betrachtet. Die Umwandlung von Teilchen in unterschiedlichen Zuständen antizipiert in vieler Hinsicht heutige Erkenntnisse in der Nano- und Quantenphysik. Analog zum Welle-Teilchen-Dualismus koexistieren kleinste Einheiten sowohl als messbare, diskrete Objekte als auch in nicht-messbaren, indiskreten Zuständen im größeren Zusammenhang mit anderen Organismen. Dies lässt sich auch auf die falschen Feinde „Verlust“ und „Affirmation“ von Subjekt und Objekt übertragen. Autonomie und Relationalität des Betrachteten und des Betrachters schließen sich nicht aus, sondern bedingen sich, im Kleinen wie im Großen, und verbleiben bestimmt unbestimmbar.

Die Bearbeitung dieses Forschungsfeldes ist damit jedoch, das versteht sich, längst nicht abgeschlossen. Unabgegolten bleiben unter anderem theoretische Aufarbeitungen gegenwärtiger Auseinandersetzungen mit der Quantenphysik, wie beispielsweise dem von Karen Barad geprägten Begriff der Intra-aktion. Insbesondere Fragen zur Umwelt, etwa zu Luft oder Wasser als mehr oder weniger unsichtbaren Medien, von denen unser Leben abhängt, bieten sich zur weiteren Untersuchung im Hinblick auf deren historische und kulturelle Epistemologie an, wie etwa Eva Horn das in ihrem Text Air as Medium (2018) andenkt. Die Rolle des Kleinen ist denn auch zumal in gegenwärtigen ökologischen Debatten aktueller denn je. Woher kommt unter anderem das Denken, in alle Elemente auf minimalster Ebene eingreifen zu können, wie beispielsweise bei dem Versuch der Rückwandlung von CO² in Sauerstoff? Auch geschichtswissenschaftlich ließe sich der Fokus auf die Minutien und das Partikulare im Sinne eines alternativen historiographischen Ansatzes weiterführend über Carlo Ginzburgs mikrogeschichtliche Spurensuche oder auch anekdotische Reflexionen von kleinen im Verhältnis zu großen Zusammenhängen aufarbeiten. Die hier aufgeworfenen Fragen markieren demnach, so viel das Symposium in dieser Hinsicht auch leisten konnte, erst den Beginn einer hoffentlich intensiven und grundsätzlich notwendigen Reflexion und Begleitung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Geisteswissenschaften.

Konferenzübersicht:

Begrüßung und Einführung
Elizabeth Brogden (ICI Berlin), Christiane Frey (HU Berlin), Ulla Haselstein (FU Berlin)

Panel 1: Looking Closely
Moderation: Ulla Haselstein (FU Berlin)

Tita Chico (University of Maryland): Thinking Small, or: A Literary History of Scrutiny

Elizabeth Brogden (ICI Berlin): Clew-less Fiction: Narrative Detail Beyond Realism

Elisa Tamarkin (Berkeley University): Regarding Irrelevance

Panel 2: Diminutive Aesthetics
Moderation: Mareike Schildmann (ZfL Berlin)

Pauline Selbig (HU Berlin): Minor Milieus: Benjamin’s Mode of Writing

Nikolai Preuschoff (NYU Berlin/Universität Erfurt): The Minute in Robert Walser’s Novel The Tanners

Marlon Miguel (ICI Berlin) and Elena Vogman (FU Berlin): Le Moindre Geste: Cinema and Milieu after Fernand Deligny

Panel 3: Trivia(l) Matter(s)
Moderation: Christiane Frey (HU Berlin)

Cynthia Wall (University of Virginia, Charlottesville): "of a Parenthesis"

Roger Maioli (University of Florida, Gainesville): The Rise of the Novel and the Knowledge of Particulars

Keynote
Marianne Schuller (Universität Hamburg): Nanoästhetik: Zur imaginativen Kraft des Kleinen

Panel 4: Mere Milieus
Moderation: Claudia Peppel, (ICI Berlin)

Amelia Groom (ICI Berlin): Partially Submerged Ruins

Malte Fabian Rauch (HU Berlin): Counter Cartography: Agamben – Debord – On Kawara

Panel 5: Minimal Relations
Moderation: Arnd Wedemeyer (ICI Berlin)

John H. Smith (UC Irvine): The Calculus of the Psycho-Physical Difference

Anne Eusterschulte (FU Berlin): Interactions between Metaphysical, Physical and Literary Minutiae: From Giordano Bruno to James Joyce

Christiane Frey (HU Berlin): Encapsulated Minima: Ruyer with Leibniz and Duns Scotus

Panel 6: Micro-Worlds Magnified
Moderation: Elizabeth Brogden (ICI Berlin)

Natalia Cecire (University of Sussex): Shelled Life: Sexuality and Subjectivity at the Level of the Cell

Daniel Liu (ICI Berlin): Positivism vs. Molecular Imagination after the Abbe Diffraction Limit, 1874–1939

Keynote
Hans-Jörg Rheinberger (TU Berlin): Experimental Environments: Micrologies of Knowledge

Zitation
Tagungsbericht: Milieus of Minutiae. Contextualizing the Small in Science, Philosophy, and Literature, 23.05.2019 – 24.05.2019 Berlin, in: H-Soz-Kult, 06.07.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8356>.