Bildliche Darstellungen des gesunden und kranken Körpers in der Frühen Neuzeit (1450–1750)

Ort
München
Veranstalter
Historisches Kolleg München
Datum
28.03.2019 - 30.03.2019
Von
Theresa Fehlner, Sammlung, Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt

Das Kolloquium, das vom Historischen Kolleg München unter der Tagungsleitung von Michael Stolberg ausgerichtet wurde, befasste sich mit zahlreichen Abbildungen des menschlichen Körpers vom Mittelalter bis in die Frühe Neuzeit. Diese wurden bis heute nicht vollständig analysiert, möglicherweise aufgrund eines bisher fehlenden Dialoges zwischen den beiden Disziplinen der Medizin- und der Kunstgeschichte. Bildliche Darstellungen wurden seitens der Medizinhistoriker hauptsächlich als Illustrationen medizinhistorischer Werke verwendet und medizinische Erkenntnisse wurden von den Kunsthistorikern oft bei der Einbettung in den jeweiligen soziokulturellen Kontext außer Acht gelassen. Martin Schulze Wessel, Kuratoriumsvorsitzender des Historischen Kollegs, hob in seinem Grußwort dementsprechend die Möglichkeit und Notwendigkeit hervor, die Vielfältigkeit des Themas aus den unterschiedlichen Perspektiven der Medizin- und Kunstgeschichte näher zu beleuchten.

MICHAEL STOLBERG (Würzburg) erweiterte in seinem einleitenden Vortrag die Thematik zusätzlich um den Aspekt der retrospektiven Diagnostik anhand historischer Bilder, mit denen sich aktuell verschiedene Arbeiten beschäftigen. Eines der vielen Bildbeispiele war Da Vincis Mona Lisa, bei der eine malerische Wölbung am Augenwinkel Rückschlüsse beispielsweise auf ein Xanthelasma zulassen könne. Auch das Bild "Ugly Duchess" des Antwerpener Malers Quentin Massys, ließe die Frage nach Hässlichkeit oder möglicher Erkrankung zu.

Durch die Bündelung der Vorträge wird der Blick zunächst auf das wissenschaftliche und künstlerische Interesse am gesunden und am kranken Körper gerichtet. Im zweiten Teil werden die Analysen und Bewertungen erworbener und angeborener Krankheiten bzw. Deformationen in den Mittelpunkt gestellt.

Die Statue des Heiligen Bartholomäus des Mailänder Bildhauers Marco d´Agrate und die Darstellungen des gehäuteten Heiligen standen im Zentrum des Vortrages von CHRISTIANE J. HESSLER (Berlin). Der Fokus lag auf dem Kontrast zwischen Muskeln und Haut sowie auf der damaligen Bedeutung der Haut in Medizin und Kunst. D´Agrates Bartholomäus basiere nicht nur auf der_Legenda Aurea_, sondern stehe auch in der Tradition der anatomischen Lehrwerke der Frühen Neuzeit. Bezugnehmend auf Henry de Mondeville und vor allem auf Andreas Vesalius´ anatomisches Lehrwerk ermöglichte Hessler die Betrachtung der Mailänder Statue vor dem Hintergrund der damaligen zeitgenössischen Medizin. Trotz der Darstellung des Martyriums orientierte sich dieser Vortrag am gesunden Körper und der Visualisierung medizinischer und künstlerischer Aspekte.

Auf die anatomischen Lehrwerke der Frühen Neuzeit nahm auch DOMENICO BERTOLONI MELI (Bloomington) Bezug. Die Werke von Andreas Vesalius und Govert Bidloos legten, so der Referent, ihr Augenmerk auf eine emotionale Darstellung der Skelette und Muskelmänner und weniger auf detaillierte Abbildungen kleinerer Organe und Strukturen. Während Vesalius seine bewegten Skelette als Holzschnitte anfertigen ließ, konnte Bidloo mit dem Kupferstich eine größere Detailstärke erzielen. Mit der Tiefdrucktechnik seien Anatomen und Künstler in der Lage gewesen, Gewebe und Oberflächenstrukturen neu zu visualisieren.

Auch der Vortrag von SEBASTIAN PRANGHOFER (Hamburg) stellte die Visualisierung anatomischer Strukturen in den Mittelpunkt: Die Darstellung des lymphatischen Systems. Funktion und Aufbau seien bereits in der Frühen Neuzeit diskutiert worden. Pranghofer skizzierte diese Entwicklung anhand verschiedener Bildbeispiele von Gaspare Aselli, über Friederick Ruysch bis Andrew Fyle. Dabei wurden sowohl die Frage nach der Unmöglichkeit der Darstellung des lymphatischen Systems als auch die Faszination des Details thematisiert. Die Künstler wollten, so der Referent, dem wissenschaftlichen Anspruch ebenso gerecht werden wie der visuellen Umsetzung, die vor allem einen kommerziellen Anlass hatte. Mit den Darstellungen des lymphatischen Systems seien neben der Anatomie auch die brandneuen Erkenntnisse der Physiologie mit der Kunst in Verbindung gebracht worden.

Mit LI-CHUN LEEs (Berlin) Vortrag über die Unterschiede der Darstellungen des Körperinneren in der europäischen und traditionellen chinesischen Medizin wurde die Thematik um einen zusätzlichen Blickwinkel erweitert. Es wurde deutlich, dass die ikonografische Tradition der chinesischen Medizin nicht den geöffneten Körper in den Mittelpunkt stellte, sondern bei einer schematischen Darstellung der Organe blieb und versuchte, den nicht sichtbaren Zusammenhang zwischen Schmerz und Symptom zu vermitteln. Dieser interkulturelle Blick auf die anatomischen Darstellungen zeigt, so Lee, eine grundlegend andere Herangehensweise an die Körperbetrachtung. Die Bilder in den westlichen Darstellungen enthüllten und stellten konkrete Fragen an den Körper als Objekt. Für die östliche Medizin führte ihre eigene Perspektive in der Folge auch zu einer anderen Bildertradition.

An der Nahtstelle zwischen Interesse am gesunden und am kranken Körper ist der Vortrag von SIETSKE FRANSEN (Rom) zu verorten. Sie stellte den holländischen Kaufmann Antoni van Leeuwenhoek vor, der seine Forschung auch in den Dienst der Prävention von Krankheiten stellte. Im Mittelpunkt stand dabei die Verwendung des Mikroskops. Sein eigener Körper mit allen Körperflüssigkeiten, so die Referentin, war dabei Versuchsobjekt für seine Forschungen. Sietske verwies auf van Leeuwenhoeks Korrespondenz mit der Royal Society in London. Für den Zweck des Austausches mit den Forschern ließ er die Ergebnisse seiner Untersuchungen am Mikroskop von verschiedenen Künstlern zeichnen. Dadurch sei ein Archiv an Zeichnungen entstanden, die van Leeuwenhoeks eigene Forschung, aber auch den Wissenstand der Zeit abbildeten. Wie schon bei den anatomischen Lehrwerken stellten die Tagungsteilnehmer auch hier die Frage, ob der Zeichner für diese Arbeit zugleich medizinisch gebildet sein solle, oder ob der Wissenschaftler die Fähigkeit des Zeichnens erlernen müsse.

THOMAS SCHNALKE (Berlin) stellte Illustrationen von Krankheitsbildern im Werk des Anatomen Johann Gottlieb Walter vor. Walter hatte Ende des 18. Jahrhunderts eine Sammlung anatomischer Präparate angelegt, die mittels eines Kataloges der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Tatsächlich, so Schnalke, handele es sich aber bei einem Großteil um pathologische Körperprodukte, nämlich Nieren-, Blasen- und Gallensteine. Auch hier standen die Fragen nach zeitgenössischen medizinischen Erkenntnissen und ihrer bildlichen Darstellung im Fokus. Es ließe sich eine „Farbtradition“ in den Abbildungen erkennen, die die Steine nach ihrer äußeren Erscheinungsform klassifizierten. Mit den Präparaten liegen gewissermaßen, so Schnalke, „gedoppelte Bilder“ vor, da die Bilder der Steine wiederum auf das Bild des Körpers verweisen, dem sie entnommen wurden.

JOHN HENDERSON (Cambridge) thematisierte die Darstellung und Behandlung der Franzosenkrankheit (Syphilis) im frühneuzeitlichen Italien. Anhand verschiedener schriftlicher Quellen wurden eindrücklich und detailliert Symptome und Verlauf der Epidemie beschrieben. Henderson verwies außerdem auf die in der Frühen Neuzeit aufkommenden Spekulationen über den Ursprung der Krankheit, die eine Verbindung zwischen einem amoralischen Leben und der Infektion herstellten. Anhand verschiedener Abbildungen konnte er jedoch darstellen, dass die moralischen Fragen oft weniger im Mittelpunkt standen als die Unbegreiflichkeit der Seuche an sich und die Frage nach möglicher Behandlung und Heilung.

Eine ähnliche Verknüpfung, mit einem Fokus auf dem religiösen Aspekt, stellte VALENTINA ŽIVKOVIĆ (Belgrad) mit den Fresken in einer Kirche in Draguć, Istrien her. Der mit Pestbeulen übersäte dargestellte Heilige Rochus könne, wie auch die Abbildung der Imago pietatis, des mit den Wundmalen versehenen Christus, als Verweis auf die eucharistische Symbolik des Freskenzyklus gelesen werden und verdeutliche die hergestellte Verbindung zwischen Seuche und Heilung durch den Glauben. Diese Verbindung wurde am Beispiel der Kirche St. Sebastian in Villard-de-Lans vertieft. In der französischen Darstellung weist ein Engel einem Dämon den Weg zum Kranken, der von einem Arzt behandelt wird. Dies, so die Diskutierenden, könne als Überzeugung verstanden werden, dass es allein das Eingreifen Gottes sei, das heilt.

Um eine besondere körperliche Missbildung ging es im Vortrag von M A KATRITZKY (Milton Keynes), die in ihrer Präsentation den Schwerpunkt auf die frühneuzeitliche Darstellung siamesischer Zwillinge legte. Katritzky ging auf die Unterscheidung zwischen generischen, also nicht auf das Individuum reflektierten, und spezifischen Abbildungen ein. Anhand dreier Beispiele, eines Deutschen, eines Spaniers und eines Inders, denen jeweils ein parasitärer Zwilling aus dem Oberkörper wuchs, stellte sie den Zusammenhang zwischen den medizinischen Texten und den Abbildungen her, die von Ärzten, Künstlern und Schriftstellern angefertigt wurden. In der anschließenden Diskussion wurde festgestellt, dass die spezifischen Darstellungen sich in Richtung einer generischen, allgemeinen Abbildung der Fehlbildung veränderten. Die Persönlichkeit der Abgebildeten trat zugunsten einer Verwissenschaftlichung zurück.

Mit erworbenen Krankheiten sind im folgenden Abschnitt jene Erkrankungen gemeint, die nicht von Geburt an vorlagen. Insofern könnten auch die Beiträge von Henderson und Živković hier zugeordnet werden, jedoch beinhalteten die folgenden Vorträge eine besonders klare Wertung durch die Visualisierung dieser Krankheiten. So ging ALEXANDER PYRGES (Würzburg) auf das Thema der Korpulenz und Beleibtheit in der Frühen Neuzeit ein, die bereits im Mittelalter häufig in der Kunst dargestellt wurden. Ziel des Referenten war es, die Entwicklung der bildlichen Darstellung korpulenter Körper zu analysieren, und er präsentierte Bildbeispiele aus unterschiedlichen Epochen. So konnte er feststellen, dass die Bildassoziationen von Gefräßigkeit ebenso als Kritik an der Wollust, der Langsamkeit oder der Trägheit gelesen werden könnten. Die anschließende Diskussion beschäftigte sich mit dem Kontext der Abbildungen korpulenter Menschen.

Zwei Darstellungen Dürers zur Versuchung des Heiligen Antonius waren der Ausgangspunkt von BERNHARD SEIDLERS (München) Vortrag. Seidler sah sowohl die Ansteckung mit der Krankheit, dem Antonius-Feuer, als auch die Therapie jeweils im Bild dargestellt. Für Seidler stellte nicht nur die literaturwissenschaftliche Deutung als metaphorische Abbildung des Höllenfeuers eine mögliche Interpretation dar, sondern er sah darin auch die Abbildung einer wechselseitigen Wirkung von anatomischen und physiologischen Ursachen angedeutet.

Anders als die Darstellungen von Körpern und ihrer erworbenen Krankheiten, die verknüpft mit medizinischem Interesse hergestellt wurden, verhält es sich bei den Darstellungen körperlicher Deformationen. Nach STAVROS VLACHOS (Bremen) kann hier ein negativer Symbolismus gelesen werden, der in religiöser sowie in profaner Kunst Ausdruck fand. Matthias Grünewalds Versuchung des Heiligen Antonius im Isenheimer Altar zeige die Verkörperung und Visualisierung des Bösen, das auch das Innere des Menschen widerspiegle. Verschiedene Kreuzigungsszenen zeigten die Schergen als tierähnliche Kreaturen mit dunklem Inkarnat oder deformierten Körpern. Ebenso werde das Bild des Narren oder des Zwergen verwendet, um Dummheit oder Boshaftigkeit darzustellen. Als Beispiel nannte Vlachos die Felsenkirche in Idar-Oberstein, in welcher der Meister des Obersteiner Altares der Szene Jesus vor Pilatus einen Narren beigefügt hatte, der das Verhalten Pilatus anprangert. Die Darstellungen beinhalteten eine starke moralische Aussage und korrespondierten mit der Denk- und Glaubenswelt der frühneuzeitlichen Künstler und Betrachter.

Auch VOLKER HILLE (Frankfurt/Main) thematisierte die bildliche Darstellung missgebildeter Körper als Visualisierung des Bösen. Er ging besonders auf die Skulpturen am Westportal des Ulmer Münsters ein und griff dabei auf die damaligen Lehren über die Physiognomie zurück. Eine Figur stand im Zentrum: ein Scherge mit einer mutmaßlichen Hasenscharte. Der Referent stellte die Theorie auf, dass es sich dabei entweder um die Abbildung eines realen Vorbildes handele oder dass die Darstellung in der Tradition der negativen Konnotation missgebildeter Menschen stehe. In der anschließenden Diskussion stand nicht nur die Formengenese zur Debatte, sondern auch die Frage, wie sich die detaillierte Darstellung der Lippenspalte einer Skulptur, die durch ihre Position im Portal dem Blick des Betrachters fast gänzlich entzogen sei, überhaupt erklären ließe.

Einen anderen Blickwinkel auf körperliche Versehrung nahm BRENDAN RÖDER (München) ein, nämlich den des Umgangs mit dem deformierten Körper in der frühneuzeitlichen Kirche. Die rechtlichen Vorgaben für die Zulassung zum Priesteramt umfassten auch dessen körperliche Unversehrtheit im Sinne der Makellosigkeit der vorgestellten Figura Christi. Hier spiele weniger der moralische Aspekt eine Rolle als vielmehr der Zusammenhang zwischen der körperlichen Versehrung und der Ablenkung der Gläubigen während der Eucharistiefeier. Röder verwies auf Zeichnungen, die sich in den Archiven des Vatikans befänden und diese körperlichen Fehlbildungen darstellten. Vor allem die Bilder deformierter Hände seien visuelles Beweismaterial, das die sprachlichen Aussagen bekräftigen oder widerlegen solle. In der Diskussion wurde der Frage nachgegangen, inwieweit Kenntnisse der Liturgie wichtiger gewesen seien als körperliche Einschränkungen bei der Entscheidung zur Zulassung zum Priesteramt.

Die Bildpolitik der Herrscherdarstellungen analysierte THOMAS FISCHBACHER (Potsdam) in seinem Vortrag über die Darstellung herrscherlicher Gebrechen. Körperliche Unversehrtheit und Gesundheit ständen für einen starken Herrscher. Fehlbildungen seien häufig nicht dargestellt worden. An Darstellungen Friedrichs I., der mit einem Buckel und einer Deformation der unteren Extremität lebte und nie als Erbprinz vorgesehen gewesen war, verdeutlichte der Referent diesen Zusammenhang. Fischbacher zeigte, dass auch die Art der Behinderung eine Rolle spielte, da nicht jede vorhandene körperliche Einschränkung auch in der Darstellung akzeptiert wurde. So durfte die starke Kurzsichtigkeit Friedrich II. nicht mit einer Sehhilfe verbessert werden, auch wenn diese, so der Referent, allgemein bekannt war. Dennoch habe der Preußenkönig eine öffentliche Nutzung der Sehhilfe als Schwächung der fürstlichen Autorität empfunden, wie die Darstellungen zeigen. Erst im Laufe des 18. Jahrhunderts sollte es möglich werden, körperliche Gebrechen der Herrscher auch bildlich darzustellen.

Das Kolloquium verdeutlichte, dass ein Austausch zwischen Medizin- und Kunstgeschichte fruchtbar sein könnte. Den Teilnehmern stellte sich schwerpunktmäßig die Frage, wie ein Austausch zwischen Medizinern, Medizinhistorikern und Bildwissenschaftlern in Zukunft vertieft werden könne. Dabei wurde deutlich, dass es methodologisch sinnvoll erscheint, die Themengebiete klar abzugrenzen, damit beide Fachbereiche mit ihren je eigenen Fragestellungen und Methoden eine grenzübergreifende Diskussion weiterführen können. Nur im Zusammenklang der Erkenntnisse dieser Disziplinen lässt sich die Narration der medizinischen Abbildungen vollständig lesen. Dass ein Dialog funktionieren kann und unumgänglich ist, zeigte diese Tagung des Historischen Kollegs in München.

Konferenzübersicht:

Martin Schulze Wessel (Munich): Welcome by the Chairman of the Board of Trustees of the Historisches Kolleg

Michael Stolberg (Munich/Würzburg): Introduction

John Henderson (Cambridge): The Great Pox in Early Modern Italy. Representing Disease and Treatment

Valentina Živković (Belgrade): Plague Imagery and Reactions to Plague in Istria: the Church of St. Roch in Draguć

Christiane J. Hessler (Berlin): Staging Human Skin in Milan’s Cathedral. Marco d’Agrate’s Statue of Saint Bartholomew and Vesalius

Li-Chun Lee (Berlin): Views of the Body from an Intercultural Perspective. Images of the Human Body in Western and Chinese Medicine

Stavros Vlachos (Bremen): The Sickness of Evil. Images of Body Deformities as Negative Symbolism in Late Medieval and Early Modern Art

M A Katritzky (Milton Keynes): The Generic and the Specific: Visual Representations of Conjoined Twins 1450–1750

Alexander Pyrges (Würzburg): Picturing Portliness. Representations of Corpulency in Early Modern Art and Medicine

Volker Hille (Frankurt/Main): The Image of the Diseased Body between the Study of Nature and Artificial Combination. Methodological Reflections on an Early 15th-Century Figure of a Small-Statured Henchman with a Cleft Lip

Bernhard Seidler (Munich): How to Do Medicine with Images. The Temptations of Saint Anthony between Healing and Salvation

Brendan Röder (Munich): Images as Evidence. Visualizing Bodily Disability in the Early Modern Catholic Church

Sietske Fransen (Rome): Observing Health and Disease: Antoni van Leeuwenhoek and His Body

Thomas Fischbacher (Potsdam): Prinz und Patient. Fürstliche Leiden in frühneuzeitlichen Bildern

Sebastian Pranghofer (Hamburg): From the Milky Veins to the Lymphatic System. Visualization and New Knowledge in Early Modern Anatomy

Domenico Bertoloni Meli (Bloomington): Texture between Andreas Vesalius and Govert Bidloo (and beyond)

Thomas Schnalke (Berlin): Sick Images. Concept and Configuration of Medical Illustrations in the Work of the Berlin Anatomist Johann Gottlieb Walter

Final Discussion

Zitation
Tagungsbericht: Bildliche Darstellungen des gesunden und kranken Körpers in der Frühen Neuzeit (1450–1750), 28.03.2019 – 30.03.2019 München, in: H-Soz-Kult, 09.07.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8358>.