Ort
Berlin
Veranstalter
Till Breyer, Ruhr-Universität Bochum, und Mareike Schildmann, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL), Berlin
Datum
05.07.2019 - 06.07.2019
Von
Pola Groß, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL), Berlin

Der Begriff der Ideologie gehörte lange zu den wichtigsten Grundbegriffen der Kultur- und Sozialwissenschaften, spielt jedoch in der aktuellen akademischen Diskussion kaum mehr eine Rolle. Demgegenüber stehen aktuelle weltpolitische und gesellschaftliche Entwicklungen wie das Wiedererstarken religiöser, politischer und nationaler Fundamentalismen sowie Formen kollektiven Misstrauens (Stichwort „fake news“), die dem analytischen Geltungsraum der Ideologie bzw. der Ideologiekritik eine neue Legitimation zu verleihen scheinen. Genau diese Diskrepanz nahmen die VeranstalterInnen zum Anlass, sowohl nach den historischen Verwendungsweisen und Erklärungsansprüchen des Ideologiebegriffs als auch nach seiner theoretischen und diskursiven Aktualität zu fragen. Eine Ausgangsthese war, dass trotz der langen Geschichte seiner Verabschiedungen seit den 1960er-Jahren (eingeläutet durch Daniel Bells Studie The end of ideology) semantische Aspekte des Ideologiebegriffs in die neuen Theorieansätze und ihre zentralen Analysebegriffe – Konstruktion, Diskurs, politisches Imaginäres – mit eingegangen sind und gleichsam unter der Hand weiterentwickelt wurden. Indem der Begriff der Ideologie auf der Tagung überhaupt wieder in den Fokus philosophischer, kultur- und literaturwissenschaftlicher Fragestellungen rückte, konnte nicht nur einer verkürzten Lesart von Ideologie als bloßes „falsches Bewusstsein“ entgegengearbeitet, sondern die Diskussion auch um spezifische Perspektiven erweitert werden: Neben der Frage nach der konkreten Materialität von Ideologie sowie dem Verhältnis von Ideologie und (Sinnes-)Wahrnehmung stand vor allem die Funktion von Literatur, Ideologien zu produzieren wie zu problematisieren, im Mittelpunkt der Tagung.

Der erste Konferenztag widmete sich zunächst der theoretischen Reflexion des Ideologiebegriffs, um dann Literatur als Medium ideologiekritischer Verfahren in den Blick zu nehmen. FALKO SCHMIEDERs (Berlin) Eröffnungsvortrag reagierte auf die oben beschriebene Diskrepanz von politisch induzierter Aktualität der Ideologiekritik einerseits und der Geschichte ihrer akademischen Verabschiedungen andererseits. Die Geschichte der Ideologiekritik beschrieb Schmieder als „Dekompositionsgeschichte“ – eine Formulierung, die im Verlauf der Tagung immer wieder aufgegriffen wurde. Er plädierte, anknüpfend an Rahel Jaeggi, für eine Neuaneignung der Ideologiekritik, die jedoch nicht bei der systematischen Rekonstruktion ihres vermeintlichen „harten Kerns“ stehenbleiben dürfe, der „historisch auseinandergebrochen“ sei, sondern sowohl die Gründe für ihren historischen Verfall aufarbeiten als auch neue Phänomene in den Blick nehmen müsse, die zu Spannungen mit klassischen Ansätzen der Ideologiekritik führten.

PATRICK HOHLWECK (Berlin) nahm diesen Gedanken auf und fragte, ob die Verabschiedung des Ideologiebegriffs nicht selbst einen ideologischen Gehalt habe, der eine Wiederaufnahme gerade aus kulturwissenschaftlicher Perspektive lohnend mache. Sein Vortrag verband die theoretische Reflexion des Ideologiebegriffs unter Rekurs auf Louis Althusser mit literaturtheoretischen Überlegungen. Besondere Aufmerksamkeit legte Hohlweck auf die Nachbarschaft des Ideologiekomplexes zu einer materialistischen Theorie der Lektüre, die Althusser in Auseinandersetzung mit seinem Schüler Pierre Macherey entwickelte. Deren Überlegungen aufgreifend, erläuterte Hohlweck abschließend anhand von Daniel Defoes Robinson Crusoe (1719), inwiefern gerade die Gattung des autobiographischen Romans, der mit dem Topos des bürgerlichen Individualismus eng verknüpft sei, den für Althusser konstitutiven Zusammenhang von Ideologie und Subjektwerdung reflektiere.

PATRICK EIDEN-OFFE (Berlin) diskutierte in seinem Vortrag das Verhältnis von Ideologietheorie und Ideologiekritik bei Hegel. Unter Rekurs auf Slavoj Žižek bestimmte er Hegels Wesenslogik als Ort der Ideologietheorie und führte Žižeks an Hegel gewonnene Überlegungen mit denen von Hans-Jürgen Krahl zur Ideologiekritik nach und an Hegel zusammen. Während Krahl in marxistischer Tradition auf Ideologiekritik ziele, die auch Hegels Wesenslogik selbst treffen müsse, nutze Žižek Hegel vor allem als Ideologietheoretiker. Wie das funktioniere, zeigte Eiden-Offe an Überlegungen aus Brechts Flüchtlingsgesprächen, die Hegels Logik als eine große Komödie und seine Begriffe als „gesellige“ oder „streitende“ Paare vorführten. Dieses Verfahren nehme Žižek bei Hegel auf, indem er sich auf die Logik der Begriffe einlasse, bis diese sich gleichsam gegenseitig „blamierten“. Die an Brecht gewonnene Einsicht Eiden-Offes, dass Humor und Ironie wichtige Momente einer aktualisierten Ideologietheorie und -kritik sein müssten, wurde im Laufe der Tagung weiter diskutiert.

MAREIKE SCHILDMANN (Berlin) ging am Beispiel von Georg Büchners Drama Dantons Tod (1835) der Frage nach, wie sich die Erweiterung einer bewusstseinsphilosophischen und epistemologischen Lesart des Ideologiebegriffs um materielle und sinnlich-affektive Dimensionen denken ließe. Sie las Büchners Stück als einen diskursiven Schwellentext, in dem zwei historische Konzeptionen von Ideologie überblendet würden: die frühere sensualistische Ideenwissenschaft der französischen Wissenschaftsschule der „ideologues“ und die ersten Konturierungen eines kritisch-polemischen Ideologie-Begriffs in der ca. zehn Jahre später verfassten Deutschen Ideologie von Marx und Engels. Schildmanns Lektüre von Dantons Tod legte nahe, dass gerade die sensualistisch-anthropologische Perspektive es Büchner ermöglicht habe, das Verhältnis von Geschichte, sinnlich-materieller Existenz und einem politischen Imaginären in den Blick zu nehmen und zugleich Aspekte der Marx’schen Ideologiekonzeption zu antizipieren.

TILL BREYER (Bochum) fragte in seinem Vortrag danach, welche Bildmodelle dem Ideologiebegriff im 19. Jahrhundert zugrunde lagen. Ihm zufolge kommt hier der Photographie eine zentrale Bedeutung zu, da diese zum Modellfall einer Abbildung „natürlicher Realität“ wurde, zugleich aber als Konstruktion dieser Realität durchschaubar war. Lichtbilder hätten somit zum Modell für ideologische, aber natürlich erscheinende Wahrnehmungen werden können. Das zeige sich nicht nur bei Marx, der an einigen Stellen von einer „Beleuchtung“ der Wirklichkeit und ideologischen „Lichtbildern“ der Verhältnisse spreche, sondern auch bei Fontane, dessen Roman Effi Briest (1896) eine falsche und verklärte Wahrnehmung als Bildprojektion kodiere. Das späte 19. Jahrhundert verhandelt Ideologie, so Breyer, also implizit als eine Logik, in der sich „Produktionsverhältnisse in Projektionsverhältnissen verlängern“.

Auch CHRISTINE ACHINGER (Warwick) betonte die Verwandtschaft von Ideologie und literarischer Form. Am Beispiel von Gustav Freytags theoretischen Schriften zum literarischen Realismus und seinem Roman Soll und Haben (1855) untersuchte sie den Zusammenhang von literarischer Form und ideologisch gefärbten Textinhalten wie Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus. Der literarische Realismus erweise sich bei Freytag gleichsam als Medizin, um „das Unbehagen an der Moderne narrativ zu kurieren“. Abschließend ging Achinger der Beobachtung nach, dass Georg Lukács᾽ Literaturtheorie fast en détail Freytags Position folge, und problematisierte dies vor dem Hintergrund der politisch völlig unterschiedlichen Positionen beider Autoren.

LARS FRIEDRICH (Frankfurt am Main) beschloss den ersten Konferenztag, indem er Miguel de Cervantes᾽ Roman Don Quijote (1605/1615) auf sein ideologiekritisches Verfahren hin befragte und seine theoretische Indienstnahme durch Marx, Lukács, Benjamin und Adorno diskutierte. In deren jeweiliger Rezeption des spanischen Romans ließen sich zwei Perspektiven unterscheiden: Während Marx und Lukács den Akzent auf die Herausbildung einer prosaischen Welt der Moderne und damit auf den kritischen Einsatz des Romans legten, widmeten sich Adorno und Benjamin der Frage nach der Genese phantasmagorischer Vorstellungen und damit dem Entstehungskontext von Ideologiebildung. Durch diese unterschiedliche Schwerpunktsetzung wird jedoch aufgetrennt, so Friedrich, was im Don Quijote so „wunderbar komisch zusammenfällt“, nämlich die Selbstentzauberung der Ideologie durch eine Technik, die man mit Lukács auch als Cervantes᾽ „gestaltende Kritik“ bezeichnen könnte.

Daran anschließend wurde im Plenum noch einmal die produktive Rolle von Komödie, Humor und Ironie für das Verfahren der Ideologiekritik diskutiert. Zugleich wurde die kritische Frage aufgeworfen, wie Ideologiekritik denn über die humoresken Verfahren der Entlarvung à la Cervantes hinausgehen könne. Diese Frage beschäftigte auch den zweiten Konferenztag, der verstärkt Theorie und Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts in den Blick nahm.

SANDRA JANSSEN (Karlsruhe) untersuchte in ihrem Beitrag den Zusammenhang von Ideologie und Totalitarismus. Sie fragte nach den epistemisch-politischen Eigenschaften, die dem Ideologischen den stabilen Charakter eines Systems verleihen und damit dessen Übergang in eine Staatsform ermöglichen würden. Dabei griff sie auf Deutungsangebote von Hannah Arendt und Marcel Gauchet zurück, die in der Frage, ob sich das Ideologische in die Logik des Totalitären einfüge oder ob es diese umgekehrt präformiere, vermittelnde Positionen einnähmen. Eine weitere Perspektive eröffnete Janßen schließlich mit einem Blick auf Karl Mannheim, der die Omnipräsenz des Ideologischen als Problem der gesellschaftlichen Gegenwart beschreibe. Seine wissenssoziologische Ideologietheorie verband Janßen schließlich noch mit Michail Bachtins zeitgleich entwickeltem Konzept der Dialogizität und schloss mit der These, dass Mannheims 1929 formulierte Krisen- und Zeitdiagnose im Totalitarismus „eine Wende ins Paranoide“ erfahre.

SAMI KHATIB (Berlin/Lüneburg) untersuchte in seinem Beitrag Ideologie als Struktur eines konstitutiven Nicht-Wissens, dem kein positives Wissen über prinzipiell erkennbare Inhalte mehr gegenüberstehe. Dieses Nicht-Wissen wurde konkretisiert im Hinblick auf die sinnlich-unsinnliche Struktur von Dingen, die Khatib in Anlehnung an Benjamin als Form einer „material präsenten Phantasmagorie“ verstand. Denn das „Sinnlich-Übersinnliche“ der (Waren-)Dinge lasse sich nicht aufspalten in einen realen und einen imaginären Teil. Unter Rekurs auf Žižek wies Khatib darauf hin, dass im Kapitalismus die Ideologie weder nur einen äußerlichen Schein oder ein Trugbild darstelle, noch in Psychologie im Sinne eines kollektiven Unbewussten aufgehe, sondern in die Dinge selbst einwandere und daher als „material präsent“ zu begreifen sei.

Mit Bezugnahme auf Althussers Überlegungen zur Identifizierung und zur ideologischen Anrufung griff FRIEDRICH BALKE (Bochum) Gedanken der vorherigen Beiträge auf und ergänzte diese um das Moment des Mimetischen. Er setzte mit Althussers Szene der persönlichen Namensgebung ein und zeigte anschließend, dass es in Marx' Achtzehntem Brumaire (1852) und Ludwig Tiecks Der Aufruhr in den Cevennen (1826) darum gehe, sich entweder den Namen eines anderen mimetisch anzueignen oder von jemand anderem besessen zu sein. Gerade der titelgebende „Aufruhr“ der letztgenannten Novelle bezeichne zugleich ein historisch-politisches Geschehen wie auch die körperliche Erschütterung, für die der Begriff der Konvulsion als ultimative Form der religiösen Beglaubigung stehe. Von Tiecks Novelle falle ein Licht auf Althussers Überlegungen, die er – und darauf ist laut Balke bisher zu wenig hingewiesen worden – nicht zufällig am Beispiel der religiösen Ideologie entwickelt habe.

ROMAN WIDDER (Berlin) widmete sich mit seinem Vortrag zu Peter Weiss' dreibändigem Romanwerk Die Ästhetik des Widerstands (1975-1981) einem literarischen Projekt, das von seinen KritikerInnen insbesondere aufgrund seiner „Ideologie“ zurückgewiesen wurde. Widder machte dagegen stark, dass Weiss' Roman vor dem Hintergrund eines durch den Kalten Krieg weitgehend vulgarisierten Ideologiebegriffs einerseits und seiner wissenssoziologischen Auflösung an den Universitäten andererseits noch einmal die Virulenz des Ideologieproblems behauptet habe. Dies geschehe allerdings nicht allein durch Ideologiekritik, sondern vor allem durch „Ideologieaffirmation“, die sich in der Ästhetik des Widerstands als eine „Poetik der Übereinstimmung“ zeige. In seinen vielfältigen Auseinandersetzungen mit dem Problem der Ideologie befinde sich der Roman also insofern auf der Höhe unserer Zeit, als dort jener kritische und vielleicht unvermeidliche Punkt aufgezeigt werde, an dem ideologiekritische Arbeit in Ideologieaffirmation umschlage.

Wie Ideologiekritik in der Gegenwart aussehen könnte, war auch Thema des Beitrags von FRANCESCA RAIMONDI (Düsseldorf). Mit Bezug auf Jacques Derridas Marx' Gespenster (1983) und Žižeks Formulierung vom „Gespenst der Ideologie“ fragte sie nach dem Verhältnis von Ideologie und Gespenst in Zeiten des Spätkapitalismus. Sie spitzte ihre These dahingehend zu, dass nicht allein Ideologie, sondern die neoliberale Gegenwart selbst gespenstische Züge angenommen habe. Das angebliche Verschwinden der Ideologien hänge damit zusammen, dass sich die neoliberale Ideologie vordergründig im Sinnlichen abspiele. Ihre Affizierung materieller und sensueller Dimensionen hängt, so Raimondi, insbesondere mit ästhetischen Operationen zusammen, die die Raum- und Zeitwahrnehmung verändern. Abschließend stellte die Referentin die Frage, wie Ideologietheorie und -kritik sich unter den Bedingungen neoliberaler Gesellschaften verändern müssten, um heute noch wirksam zu sein.

Eben diese Frage, ein implizites Leitmotiv des Workshops, wurde in der Abschlussdiskussion wieder aufgenommen. Es zeigte sich, dass der titelgebende Begriff in einem doppelten Spannungsverhältnis steht: Zum einen ziehe die Rede von Ideologien die Frage nach einer theoretischen Begründung im Sinne einer Ideologietheorie nach sich. Zum anderen sei „Ideologie“ aber ohnehin nicht als reiner Beschreibungsbegriff zu verstehen, impliziere er doch immer auch ein Moment von Intervention und Entlarvung, d. h. von Ideologiekritik. Damit ließe sich auch an das interdisziplinäre Anliegen anknüpfen, sich erneut mit dem Kritik-Begriff auseinanderzusetzen, was derzeit bspw. an Orten wie dem Graduiertenkolleg Kulturen der Kritik (Leuphana Universität Lüneburg) und dem Philologischen Laboratorium der Freien Universität Berlin geschieht.

Eine reaktualisierte Ideologiekritik und -theorie müsste, so wurde weiter diskutiert, die während des Workshops aufgeworfenen Fragen nach dem Verhältnis von Ideologie und ihrer (A-)Historizität sowie nach den sinnlich-ästhetischen Operationsweisen des Ideologischen weiterverfolgen. Gerade letztere bedürften, wie auf dem Workshop bereits erprobt, neuer Analyseinstrumente, die auch eine literaturwissenschaftliche Expertise erforderten – etwa im Hinblick auf rhetorische und/oder literarische Verfahrensweisen wie bspw. Ironie, Mimesis und Dialogizität. Dass der Ideologiebegriff heute sowohl mit der großen, politisch-begriffsgeschichtlichen Frage nach seinem Verschwinden als auch mit den genannten methodischen Fragen behaftet ist, lässt sich als ein Ergebnis des Workshops festhalten. Einig war man sich darüber, dass es im Grunde darum gehen müsse, (herrschafts)kritische Verfahren wieder in die Kulturwissenschaften zu implementieren; diesem Anspruch fühlte sich der Workshop verpflichtet. Dass es der Tagung gelungen ist, den Bogen von der Deformationsgeschichte des Ideologiebegriffs bis hin zur Gegenwartsdiagnose zu spannen, dokumentiert das Potenzial, das in der Revitalisierung von Ideologiebegriff und Ideologiekritik liegen könnte.

Konferenzübersicht:

Till Breyer (Ruhr-Universität Bochum) / Mareike Schildmann (ZfL, Berlin): Begrüßung und Einführung

Falko Schmieder (ZfL, Berlin): Thesen und Fragen zum Ideologiebegriff heute

Patrick Hohlweck (ZfL / HU Berlin): Friday und Robinson

Patrick Eiden-Offe (ZfL / HU Berlin): Hegels Wesenslogik als Ideologietheorie

Mareike Schildmann (ZfL Berlin): Die sinnlichen Enden der Ideologie. Politische Affektenlehre in Büchners Dantons Tod

Till Breyer (Ruhr-Universität Bochum): Lichtbilder der Ideologie: Von Marx zu Fontane

Christine Achinger (Warwick): Ideologie und narrative Form bei Freytag und Lukács

Lars Friedrich (Frankfurt am Main): Die blauen Flecken der Ideologiekritik. Donquijoterien in Marx, Lukács, Adorno und Benjamin

Sandra Janßen (KIT Karlsruhe): Totalitäre Ideologie – eine Systemfrage oder eine der (historischen) Epistemologie?

Sami Khatib (Lüneburg): Ästhetik der Warenform: Ideologie, Phantasmagorie oder Fetisch?

Friedrich Balke (Bochum): Beschwörung und Besessenheit: Die Rolle der Mimesis in der ideologischen Anrufung (mit einem Blick auf Ludwig Tiecks Der Aufruhr in den Cevennen)

Roman Widder (HU Berlin): Poetik der Übereinstimmung. Ideologieaffirmation in Peter Weiss’ Die Ästhetik des Widerstands

Francesca Raimondi (Kunstakademie Düsseldorf): Gespenstische Ideologie. Über die Struktur neoliberaler Gegenwart

Zitation
Tagungsbericht: Ideologie. Eine Wiederaufnahme, 05.07.2019 – 06.07.2019 Berlin, in: H-Soz-Kult, 02.08.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8389>.