XIII. Frühjahrstagung zur Wittenberger Reformation

Ort
Wittenberg
Veranstalter
Irene Dingel, Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Abteilung Abendländische Religionsgeschichte; Armin Kohnle, Lehrstuhl für Spätmittelalter, Reformation und territoriale Kirchengeschichte, Theologische Fakultät, Universität Leipzig
Datum
07.03.2019 - 09.03.2019
Von
Anna Lena Jungk, Institut für Kirchengeschichte, Universität Leipzig

Die Tagung beschäftigte sich mit der Bedeutung der Familie Cruciger für die Wittenberger Reformation. Behandelt wurden Caspar Cruciger der Ältere, sein Sohn Caspar Cruciger der Jüngere und Elisabeth, die Ehefrau des älteren Cruciger.

JOHANNES TRÄGER (Leipzig) widmete sich im Eröffnungsvortrag der Bedeutung des älteren Cruciger für Leipzig. Würdigte die ältere Forschungsliteratur Crucigers Verdienste um die Einführung der Reformation in Leipzig mit dem Ehrentitel „Apostel Leipzigs“, untersuchte Träger den tatsächlichen Anteil Crucigers hinsichtlich der Etablierung eines evangelischen Kirchenwesens in dessen Geburtsstadt. Zur Kontextualisierung wurde zudem ein quellengestützter Einblick in die familiäre Herkunft Crucigers geboten. Mehrere Mitglieder der bis 1544 wirtschaftlich aufsteigenden Kaufmannsfamilie bekannten sich nachweislich zur evangelischen Bewegung, weshalb sie Verfolgungsmaßnahmen Herzog Georgs von Sachsen zu spüren bekamen. Nach dessen Tod gehörte der mit den lokalen Verhältnissen bestens vertraute Cruciger zu den theologischen Führungskräften, die die Errichtung eines evangelischen Kirchenwesens in Leipzig unterstützten. Angesichts der vorgestellten Arbeitsfelder Crucigers, der bis Februar 1540 kommissarisch als Leipziger Superintendent wirkte, plädierte Träger dafür, ihn zutreffender als „Entwicklungshelfer“ zu charakterisieren. Die eigentliche Kärrnerarbeit des kirchlichen Aufbaus wurde langfristig von dessen Amtsnachfolger Johannes Pfeffinger geleistet.

Mit den naturwissenschaftlichen Interessen Crucigers befasste sich KĘSTUTIS DAUGIRDAS (Emden). Er verwies darauf, dass es hierzu nur eine Quelle gibt – die von Erasmus Reinhold gehaltene Gedenkrede. Vor dem Hintergrund der frühen Kopernikus-Rezeption in Wittenberg (Rheticus, Reinhold, Melanchthon) arbeitete Daugirdas heraus, dass sich Cruciger in seinen letzten Lebensjahren intensiv mit den mathematisch-astronomischen Errungenschaften des Kopernikus auseinandersetzte, aber auch eigene astronomische Messungen und Berechnungen durchführte. Bei Cruciger lasse sich keine Synthese von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und Theologie feststellen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird er die biblischen Aussagen vom Stillstand der Sonne ganz nach Wittenberger Fasson wörtlich verstanden und das heliozentrische Weltbild des Kopernikus nicht übernommen haben.

STEFAN MICHEL (Leipzig) erkundete den Umgang Crucigers mit den Werken Martin Luthers. Zunächst betrachtete er die Sammeltätigkeit Crucigers, der Vorlesungen und Predigten Luthers mit Hilfe eines Kurzschriftsystems mitschrieb. Die wenigen erhaltenen Mitschriften habe Cruciger genutzt, um daraus Texte herzustellen, die er mit Billigung und gelegentlich auch im Auftrag Luthers zum Druck brachte. Vor allem mit der Herausgabe von Luthers Predigten habe er zur Verbreitung der Reformation beitragen wollen. An der Wittenberger Lutherausgabe arbeitete er mit und war mit seinen herausragenden philologischen Kenntnissen auch Teil des Bibelrats, der Luther zwischen 1531 und 1545 bei der Revision seiner Bibelübersetzung zur Seite stand. An diesen Tätigkeitsfeldern lässt sich erkennen, dass Cruciger verantwortungsvolle Aufgaben im Kreis der Wittenberger Reformatoren zur Multiplikation der reformatorischen Lehre wahrnahm.

MARION BECHTOLD MAYER (Mainz) arbeitete die Beziehung Crucigers zu seinem Lehrer, Kollegen und Freund Melanchthon heraus. Nicht nur die theologische Nähe und die Ähnlichkeit der Handschriften zeugen von ihrer engen Freundschaft. Hauptsächlich aus Briefen an Dritte kann man die Freundschaft der beiden ablesen, obwohl in ihnen nur spärlich und wenig inhaltlich über ihre Gespräche und Beziehung berichtet wird. Der Briefaustausch zwischen Cruciger und Melanchthon war nicht besonders umfangreich, da sie ihr akademisches Leben großenteils am gleichen Ort verbrachten. Erst zum Ende des Schmalkaldischen Krieges hin werden die Briefe persönlicher. Daraus schließt Bechtold-Mayer, dass die Beziehung sehr vertraut war und keine Stilisierung gegenüber anderen nötig hatte.

Die Rolle Crucigers während der Reichsreligionsgespräche in Hagenau, Worms und Regensburg 1540/41 skizzierte IRENE DINGEL (Mainz). Neben erhaltenen Listen der Anwesenden geben vor allem Briefe und schriftliche Kommentare von Cruciger selbst Aufschluss darüber. Nach Hagenau wurde er an Stelle des erkrankten Melanchthon mit Friedrich Myconius und Justus Menius als Vertreter der Wittenberger Seite gesandt. Bei den Gesprächen in Worms und Regensburg gehörte er als Protokollant und Notar zur offiziellen Delegation, wenngleich er am letzten Gespräch nur widerwillig teilnahm. An Luther und Bugenhagen in Wittenberg berichtete er in immer resignierter klingenden Briefen vom Verlauf der Gespräche. Wichtig wurde Cruciger durch seine schnellen und genauen Mitschriften der Verhandlungen, die ihm als gute Grundlage für seine Berichte und die ablehnende Stellungnahme zum Regensburger Buch dienten. Diese ist nicht nur Zeugnis seines Bekenntnisses zur reformatorischen Theologie, sondern beeinflusste nach Dingels Vermutung auch die Ablehnung des Regensburger Buchs durch die reformatorisch gesinnten Fürsten.

AMY NELSON BURNETT (Lincoln/NE) konzentrierte sich auf den älteren Cruciger als Exegeten und Prediger. Im Mittelpunkt stand der 1546 von ihm veröffentlichte Kommentar zu den Psalmen 110 bis 118. In Struktur und Terminologie ist eine starke Anlehnung an Melanchthon zu erkennen. Mit seinen Ausführungen über die Christologie, die Rechtfertigung aus Glauben und mit der Unterscheidung von Gesetz und Evangelium stand Cruciger dicht an Luthers Theologie. Im Vergleich mit Luthers Psalmenauslegungen zeigte Burnett, dass nicht nur Anlehnungen, sondern auch Akzentuierungen anzutreffen sind, die man bei Luther vergeblich sucht. Dazu gehört Crucigers Ekklesiologie ebenso wie die Betonung des neuen Gehorsams, beides Zeichen dafür, dass Cruciger sich weit weniger auf die Endzeit fokussiert als Luther. Abschließend warnte Burnett aber davor, diese Unterschiede zu stark zu gewichten.

Seinen Beitrag über die Interimskrise und den Tod Crucigers stellte ARMIN KOHNLE (Leipzig) unter die Leitfrage, ob Cruciger ein „verschwindender Reformator“ (Timothy Wengert) sei. Den vielen Zeugnissen über die gemeinsame Wirksamkeit Crucigers neben Melanchthon und Luther – als Vormünder für die Kinder Luthers, in der Erstellung von theologischen Gutachten beispielsweise über die Reichsreligionsgespräche und in der Interimskrise – stellte Kohnle die Hinweise auf eine eigenständige Wirksamkeit Crucigers gegenüber. Neben dessen Lehr-, Predigt-, Schreib- und Herausgebertätigkeit betonte Kohnle insbesondere die Verdienste für den Erhalt der Leucorea in und nach dem Schmalkaldischen Krieg. Dazu rechnete er vor allem den von Cruciger und Bugenhagen eingeleiteten Wechsel der Universität unter die Herrschaft des neuen kursächsischen Fürsten Moritz, der gemeinhin und nicht ganz zu Recht Melanchthon zugeschrieben wird. Deshalb sieht Kohnle Cruciger als einen bis zu seinem Tod bedeutenden Reformator, wenngleich er nicht denselben Rang wie z. B. Bugenhagen einnehme.

MICHAEL BEYER (Leipzig) präsentierte konzeptionelle Überlegungen für die in Arbeit befindliche Cruciger Bibliographie, die neben den Schriften des älteren und des jüngeren auch Elisabeth Cruciger einschließen soll. Dem Anspruch auf Vollständigkeit wird gerade bei Letzterer nicht entsprochen werden können. Bibliographiert werden sollen allerdings alle selbständigen Werke beider Crucigers sowie ihre Beiträge zu anderen Werken und ihre Herausgebertätigkeit. Diskutiert wurde, inwieweit auch Bilder Crucigers Eingang in die Bibliographie finden sollten. Beyer wies auf die Schwierigkeit hin, die sich bei der Zuordnung seiner Schriften in Bezug auf Melanchthons Autorschaft ergeben und die auch viele andere Wittenberger Autoren betrifft. Er empfahl, über den von ihm und Christiane Domtera-Schleichardt im Vorfeld der Tagung diskutierten Begriff einer „Melanchthonwerkstatt“ (in Analogie zur „Cranachwerkstatt“) nachzudenken.

Den Thementeil über den jüngeren Cruciger eröffnete BEATE KUSCHE (Leipzig) mit einer Skizze seiner akademischen Laufbahn von der kurzen Zeit als Lehrer an der Lateinschule in Eisleben über seinen Wechsel an die philosophische Fakultät an der Leucorea zu seinem schrittweisen Einstieg in die theologische Lehre nach dem Tod Melanchthons. Hinsichtlich seiner universitären Ämter konnte Kusche zusätzlich zu seiner Verantwortung für die Vorzensur von zu druckenden Büchern und seinem Rektorat im Sommersemester 1571 eine Amtszeit als Dekan der theologischen Fakultät im Wintersemester 1573/74 nachweisen. Anhand von Quellen aus dem Sächsischen Hauptstaatsarchiv in Dresden belegte sie, dass Georg Major nicht, wie bislang angenommen, von 1569 bis 1574 durchgängig Dekan der theologischen Fakultät war, sondern neben Cruciger auch Heinrich Moller und Friedrich Widebram für einzelne Semester das Dekanatsamt innehatten.

Einen vertieften Einblick in Crucigers Wirken an der Leucorea gab CHRISTIANE DOMTERA-SCHLEICHARDT (Leipzig) anhand der Scripta publice proposita, Drucksammlungen öffentlicher Verlautbarungen der Universität Wittenberg am Schwarzen Brett. Sie arbeitete Crucigers akademischen Werdegang heraus und erschloss auch Charakterzüge Crucigers, etwa seine bescheidene Zurückhaltung bei der Übertragung von Lehrämtern, seine enge Vertrautheit mit Melanchthon sowie sein Bemühen, dessen theologisches Erbe an die Wittenberger Studenten weiterzugeben. Am Beispiel einiger versifizierter Bekanntmachungen Crucigers zeigte Domtera-Schleichardt, wie in der Generation der Schüler Melanchthons die Erinnerung an den Praeceptor als tragende Säule der Leucorea und Wächter der wahren theologischen Lehre gepflegt wurde. Die in den Scripta kontinuierlich nach außen getragene Melanchthon-Memoria weise geradezu monumentalisierende Züge auf.

HANS-PETER HASSE (Dresden) beleuchtete die Rolle des jüngeren Cruciger in den konfessionellen Streitigkeiten an der Leucorea, insbesondere im Prozess des kursächsischen Landtags im Juni 1574 gegen die Wittenberger Theologen, die der Abweichung von der reformatorischen Lehre bezichtigt wurden und in dem Cruciger als Sakramentierer verurteilt, seiner Ämter enthoben und unter Arrest gestellt wurde. Schwierigkeiten in der Erhebung eines profilierten Bildes von Cruciger ergeben sich daraus, dass die von zeitgenössischer Polemik bestimmten Prozessakten den Hauptteil der wenigen Quellen ausmachen, und aus dem geschlossenen Auftreten der Wittenberger, die weniger als Individuen denn als einheitliche Gruppe erschienen und redeten. Obwohl Hasse Cruciger in den Akten als einen mutigen Bekenner fand, der überzeugt war, Luther, Melanchthon und Cruciger d. Ä. hätten nicht anders gehandelt als er, bleibt dessen Bild weitgehend unscharf.

Crucigers Position im Erbsündenstreit bewertete CORINNA EHLERS (Mainz) als Verteidigung und Weiterführung der Lehre Melanchthons. Als Quellen für Crucigers Haltung dienten in erster Linie der gemeinsam mit Georg Major, Christoph Pezel und Heinrich Moller verfasste Endliche Bericht von 1570 und eine Disputation Crucigers von 1571. Beide richteten sich explizit gegen Flacius und seine Auffassung, die Erbsünde gehöre zur Substanz der menschlichen Natur. Indem sie dieser Position Manichäismus unterstellten, wendeten sie Argumente aus Melanchthons Loci von 1559 auf Flacius an, ebenso mit ihrer Darstellung der Erbsünde als der menschlichen Natur vom Teufel zugefügten Akzidens. Dass Crucigers Denken noch stärker von Melanchthon abhängig war, zeigte Ehlers an der Aufnahme von typisch melanchthonischen Argumentationsweisen und Begriffen sowie direkten Zitaten aus den Loci in der Disputation.

HENNING P. JÜRGENS (Mainz) widmete sich einer Stellungnahme Crucigers d. J. zur Frage des Exorzismus in der Taufliturgie von 1573. Der knapp siebenseitige Text erschien erst 1720 in Valentin Ernst Löschers Fortgesetzter Sammlung im Druck. Cruciger bezog darin Stellung zu einer Anfrage von drei Pastoren, wie man in Danzig mit dem Streit über die Abschaffung des Exorzismus umgehen solle. Cruciger verwies auf die Briefe Melanchthons zu diesem Thema und empfahl, zur Vermeidung von Streit nicht auf der Abschaffung zu bestehen. Damit zeige er sich, so Jürgens, als treuer Schüler seines Lehrers und als Vertreter einer versöhnlichen Mittelposition, der man auch in Danzig folgte, bevor sich dort eine reformierte Position durchsetzte.

JAN-MARTIN LIES (Mainz) korrigierte Informationen über die Aufenthaltsorte und das Wirken des jüngeren Cruciger in seinen letzten Lebensjahren, die in einschlägigen Lexika zu finden sind. Anlass zur Vermutung, dass Cruciger erst 1580 und nicht bereits 1578 in die Landgrafschaft Hessen-Kassel gezogen ist, bietet vor allem die Bestallungsurkunde von 1580, die ungewöhnlicherweise keine spezifische Aufgaben- oder Dienstbeschreibung enthält. Die Angaben über die Tätigkeit Crucigers als Erzieher Moritz’, Sohn des Landgrafen, konkretisierte Lies, indem er sie anhand der beiden gescheiterten Berufungsversuche an die Marburger Universität 1580 und 1587 in diese Zeitspanne datierte. Eine Pfarrtätigkeit bis zu seinem Tod 1597 hielt Lies wegen fehlender Zeugnisse für unwahrscheinlich. Konsistorialrat kann Cruciger nicht gewesen sein, da das Konsistorium in Hessen-Kassel erst 1610 gegründet wurde.

Der letzte Themenblock widmete sich Elisabeth Cruciger. VOLKER GUMMELT gelangte hinsichtlich der frühen Jahre der geborenen Elisabeth von Meseritz zu Ergebnissen, die eine Korrektur der bisherigen Forschungsliteratur notwendig machen. So wird sie in zeitgenössischen Quellen häufig als „Pommerin“ bezeichnet, weshalb Gummelt eine Abstammung vom pommerschen Gut Meseritz annimmt. Über die Lage des Klosters, in dem sie als Nonne lebte, gebe es keine sicheren Erkenntnisse, ebensowenig für die Gründe, weshalb sie das Kloster verließ. Den Umzug nach Wittenberg, wo sie bis zu ihrer Hochzeit im Haus Johannes Bugenhagens wohnte, datierte Gummelt in das Jahr 1523, nachdem Bugenhagen seine Pfarrstelle angenommen hatte. Aus ihrer Korrespondenz und Bemerkungen in Luthers Tischreden ergab sich für Gummelt das Bild einer seelsorglich fähigen, theologisch bewanderten und für ihre Klugheit geschätzten Frau.

HANS-OTTO SCHNEIDER analysierte den von Elisabeth verfassten Text des Liedes Herr Christ der einig Gottes Sohn hinsichtlich seiner Entstehung. Als Abfassungszeit schloss Schneider aus mehreren Gründen auf das Jahr 1524; mit Gummelt übereinstimmend stellte er eindeutig reformatorisch geprägte Inhalte fest. Die starken Anlehnungen an den 2. Petrusbrief deuten auf einen Austausch mit Cruciger d. Ä., der zu der Zeit Luthers Predigten über diesen Brief edierte und drucken ließ, zudem kannte Luther, der den Wunsch nach evangelischen Liedern äußerte, dieses Lied vor 1524 nicht. Den hochdeutschen Text hält Schneider für den ursprünglichen, obwohl auch eine niederdeutsche frühe Fassung existiert.

Bei allen neuen Erkenntnissen, die die Tagung brachte, bleiben dennoch viele Fragen, die auch in der Schlussdiskussion noch einmal virulent wurden, vorerst unbeantwortet. Als Beispiel sei die Frage genannt, ob die Leichenrede auf Cruciger von Melanchthon oder von Erasmus Reinhold verfasst wurde; für beide Zuschreibungen gibt es Indizien in der Quelle. Auch die theologische Position des jüngeren Cruciger stellte sich als mehr schemenhaft denn profiliert heraus, da er sich einerseits von Melanchthon und Luther entfernte, andererseits den Übertritt zum Calvinismus nie wagte. Es bleibt jedoch festzuhalten, dass die Tagung durch eine gründliche Relecture der Quellen, durch neue Funde und aktuelle Fragestellungen zu grundlegenden Ergebnissen gelangte, die das bisherige in der spärlichen Cruciger-Literatur verbreitete Bild erheblich revidieren und die Forschung über die Theologenfamilie auf eine neue Grundlage stellen.

Konferenzübersicht:

Sektion I: Cruciger d. Ä.

Johannes Träger (Leipzig): Der ältere Cruciger und Leipzig

Kęstutis Daugirdas (Emden): Der ältere Cruciger und die Naturwissenschaften

Stefan Michel (Leipzig): Der ältere Cruciger als Traditor von Luthertexten

Marion Bechtold-Mayer (Mainz): Der ältere Cruciger und Melanchthon

Irene Dingel (Mainz): Crucigers Rolle während der Reichsreligionsgespräche

Amy Nelson Burnett (Lincoln/NE): Der ältere Cruciger als Exeget und Prediger

Armin Kohnle (Leipzig): Interimskrise und Tod Crucigers

Michael Beyer (Leipzig): Cruciger-Bibliographie

Sektion II: Der jüngere Cruciger

Christiane Domtera-Schleichardt (Leipzig): Der jüngere Cruciger in den Scripta publica

Beate Kusche (Leipzig): Der jüngere Cruciger als Universitätsprofessor

Hans-Peter Hasse (Dresden): Der jüngere Cruciger in den konfessionellen Streitigkeiten an der Leucorea

Corinna Ehlers (Mainz): Der jüngere Cruciger und der Erbsündenstreit

Henning P. Jürgens (Mainz): Crucigers Schrift über den Exorzismus 1572

Jan-Martin Lies (Mainz): Der jüngere Cruciger in Kassel

Sektion III: Elisabeth Cruciger

Volker Gummelt (Greifswald): Elisabeth von Meseritz in Pommern und Wittenberg

Hans-Otto Schneider (Mainz): Elisabeth Crucigers Lied Herr Christ, der einig Gottes Sohn

Schlussdiskussion

Zitation
Tagungsbericht: XIII. Frühjahrstagung zur Wittenberger Reformation, 07.03.2019 – 09.03.2019 Wittenberg, in: H-Soz-Kult, 03.08.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8391>.
Redaktion
Veröffentlicht am
03.08.2019