Beyond Maus. The Legacy of Holocaust Comics

Ort
Graz
Veranstalter
Ole Frahm / Hans-Joachim Hahn / Markus Streb, Centrum für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität in Graz
Datum
26.05.2019 - 29.05.2019
Von
Markus Streb, Fachjournalistik Geschichte, Justus-Liebig Universität Gießen; Ole Frahm, Frankfurt am Main; Hans-Joachim Hahn, Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft, RWTH Aachen

Die internationale Konferenz, die etwa zwei Dutzend international bekannte Forscherinnen und Forscher aus dem transdisziplinären Feld der Comicforschung aus Europa und Nordamerika am Centrum für Jüdische Studien an der Karl-Franzens-Universität in Graz versammelte, setzte an der Beobachtung an, dass der Holocaust nicht erst seit Art Spiegelmans Comic MAUS – A Survivor’s Tale in Comics dargestellt wird. Denn schon in den Konzentrationslagern entstanden an Comics erinnernde Bildserien wie „Mickey au Camps de Gurs“ (1942) und nach der Befreiung wurde die Verfolgung und Vernichtung der Juden beginnend mit Joe Kuberts Kurzgeschichte Golem (1946) in Comics thematisiert. Zweifellos aber, dies bestätigte sich auf der Tagung, markierte MAUS Mitte der 1980er-Jahre einen Wechsel in der Wahrnehmung des Verhältnisses von Holocaust und Comics. Zugleich ermöglichte MAUS zahlreiche weitere Darstellungen des Holocaust.

In ihrer Einführung in den Gegenstand der Tagung identifizierten OLE FRAHM (Frankfurt am Main), HANS-JOACHIM HAHN (Aachen/Bern) und MARKUS STREB (Gießen) thesenhaft acht Felder, um eine deutlichere Fokussierung auf einen gemeinsamen Fragenhorizont zu ermöglichen. An erster Stelle nannten sie die bildliche Transmission/Überlieferung (1) des Holocaust, bei der den Medien Fotografie und Film eine vorrangige Funktion eingeräumt werde. Diese verbinde sich vor allem mit den vier s/w-Fotografien von anonymen Mitgliedern des Sonderkommandos in Auschwitz sowie mit den Filmaufnahmen der Alliierten nach der Befreiung verschiedener Konzentrations- und Vernichtungslager. Den fotografischen oder filmischen Bildern stünden die nach wie vor weniger bekannten Zeichnungen von Häftlingen in den Lagern als wichtige Hinterlassenschaft zur Seite. Art Spiegelmans MAUS stand nach Ansicht der Organisatoren in der Tradition der Häftlingszeichnungen, so dass danach zu fragen bleibe, welche Form von Bildern oder Nach-Bildern andere Comics bereit- bzw. welches Vermächtnis sie darstellen? Mit der Thematisierung von Zeichnungen (2) wurde ein zweiter Punkt umrissen, der die Bandbreite der überlieferten Serien aus den Lagern in Erinnerung rief, zu denen jüngst Jörn Wendland die grundlegende Studie „Das Lager von Bild zu Bild“ vorgelegt hat. Zu nennen wären exemplarisch neben Alfred Kantor und dem schon erwähnten Horst Rosenthal das anonyme Auschwitzer Skizzenbuch oder die serialisierten Zeichnungen von David Olere. Jenseits des Verhältnisses zwischen serialisierten Zeichnungen und Comics erscheine die Frage nach den Stereotypen, verbunden mit der des Antisemitismus in den populären Genres der Karikaturen, der Bildergeschichten und Comics (3) zentral. Geoffrey Hartman hatte in The Longest Shadow vor dem "Öffnen der Büchse der Pandora" gewarnt, sollte in diesen Genres der Holocaust dargestellt werden. Mit Blick auf Eduard Fuchs’ berühmte Sammlung Die Juden in der Karikatur (1921) wurde daran erinnert, dass der Darstellung von Jüdinnen und Juden in diesen Bildmedien viele Ambivalenzen inhärent sind, nicht jede stereotype Darstellung allerdings als antisemitisch eingestuft werden muss. Dennoch hatten Karikaturen und in ihrer grotesken Ästhetik auch Comics teil an der Entstehung von Verfolgung und Vernichtung der europäischen Judenheiten. Wie wurde und wird das im Medium Comic reflektiert? Daneben seien es andere stereotype Figuren (der Überlebende, der Muselmann, der Golem, der SS-Offizier, Anne Frank…) (4), die in den Blick geraten, wenn wir über Comics und ihre Reflexionen des Holocaust nachdenken. Zudem stellte die Tagung die Frage nach den vergessenen Comics (5). Bisher konnten ca. 400 Comics ermittelt werden, die auf die eine oder andere Weise auf den Holocaust hindeuten, wobei sich auf der Tagung kein Konsens über die Kriterien herstellte, was ein Comic enthalten muss, um zu einem solchen Korpus zu gehören. Von hier führte die Frage zum Ort der Comics in den Erinnerungskulturen (6), einem höchst umkämpften Feld der Öffentlichkeit. Obwohl Comics verstärkt an Gedenkstätten für die Bildungsarbeit insbesondere mit Schülerinnen und Schülern eingesetzt würden, bleibe ihre Funktion und Bedeutung umstritten. Am Ende der Einführung wurde die grundlegende Problematik der Repräsentation (7) (Regeln des Mediums, seine Begrenzungen usf.) in den Fokus gerückt, was abschließend zu methodischen Fragen (8) führte. Ole Frahm betonte, dass die Konferenz mit Teilnehmer/innen aus unterschiedlichsten akademischen Disziplinen als Ort der Entwicklung eines nuancierteren Wissens begriffen werden solle.

Ziel der Konferenz war es, die Beziehung zwischen dem historischen Geschehen und seiner (recht unterschiedlichen) Darstellung in den Comics genauer zu untersuchen. Dabei wurden auch indirektere Spuren des Holocaust in den Comics betrachtet, wie etwa der Boom der Horror-Comics Ende der 1940er-Jahre, dessen Zusammenhang mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs so offensichtlich wie komplex ist, ebenso, inwiefern das Genre der Superhelden-Comics als Reflexion des Holocaust verstanden werden kann. Ferner wurden Comics verschiedener Erinnerungsräume in den Blick genommen, miteinander verglichen sowie Trends und Veränderungen identifiziert. Davon ausgehend wurde danach gefragt, wie Comics andere Formen des Erinnerns beeinflusst und inwieweit sie den Diskurs über den Holocaust verändert haben. Vorbildlich war in dieser Hinsicht CHRISTINE GUNDERMANNs (Köln) Beitrag, dem es gelang, über fünfzig, formal, inhaltlich und national sehr diverse Umsetzungen des Tagebuchs von Anne Frank diskursiv einzuordnen und zu periodisieren.

Zu Beginn der Tagung zeigten die Beiträge von SAMANTHA BASKIND (Cleveland, OH) und JOEL KOTEK (Brüssel), dass inzwischen ein wachsendes Korpus von Comics bekannt ist und beschrieben wurde, dessen historiografische Einordnung über verschiedene Epochen dagegen bisher ausgeblieben ist. Eine intensivere Beschreibung und Analyse des Korpus wurde daher als dringliche Aufgabe identifiziert. Einige plädierten dafür, die Beschäftigung mit Comics zu nutzen, um Marianne Hirschs Konzept der Postmemory weiterzuentwickeln bzw. mit neuen Ansätzen zu ergänzen oder sogar es abzulösen (u. a. in der Keynote und während des Podiums zu Gender, Postmemory und Autobiografie). Ebenso wie die Keynote stellte das Podium Verbindungen zu kunstgeschichtlichen Traditionen her, etwa der langen Darstellung von Vergewaltigungen.

Mehrere Beiträge der Tagung untersuchten, in welchen Bildtraditionen der Holocaust erinnert wird. Comics schließen weit häufiger an christliche Bildtraditionen an als dies auf den ersten Blick sichtbar ist, etwa Samantha Baskind, KATHRIN HOFFMANN-CURTIUS (beide Berlin) und SARAH LIGHTMAN (London). Mit der Figur des Golem, die erst nach 1945 in den Comics erscheint, wird aber auch eine als jüdisch wahrgenommene Erzähltradition in den Comics aufgerufen, die in keinem anderen Medium, das den Holocaust darstellt, so prominent erscheint (Ole Frahm). Zudem gibt es schon früh auch wichtige Überschneidungen mit den dokumentarischen Zeichnungen, die ebenfalls in den Lagern entstanden. KEES RIBBENS (Amsterdam) wies auf den bisher völlig unbekannten, hochinteressanten Fall von August M. Fröhlich hin, einem österreichischen Zeichner, der in die USA emigrierte und viele Comics zeichnete, aber auch eine frühe Veröffentlichung zu Majdanek illustrierte, in der er die Stufen der Vernichtung in einer Bildfolge darstellte. Besonders kontrovers wurden Fröhlichs Darstellungen der Vernichtung von Frauen in der Gaskammer diskutiert, deren (von manchen als pornografisch verstandene) Nacktheit u. a. im Blick von deutschen Tätern durch ein Fenster mitthematisiert wurde. Kathrin Hoffmann-Curtius betonte anhand von drei ebenfalls wenig beachteten Bildserien, die zwischen 1945 und 1948 von Lea Grundig, Eduard Winkler und Jerzy Zielezinsky geschaffen wurden, vor allem die Unterschiede zwischen deren Rahmung und Deutungsoffenheit im Vergleich zu vielen Comics. Zugleich ließen sich motivische Nähen – wie im Bild des Monströsen, des rauchenden SS-Mannes oder der Figur des Skeletts – diskutieren.

EMIL GRUBERs (Graz) Präsentation von weithin unbekannten österreichischen Comics und Karikaturen aus den 1930er-Jahren ließ keinen Zweifel daran, wie wichtig es ist, zeitgenössische Bilddiskurse in die Reflexion einzubeziehen, in denen sich schon bestimmte Ikonografien durchzusetzen beginnen. Die Beiträge von Kees Ribbens, Kathrin Hoffmann-Curtius und Emil Gruber bewiesen, dass gerade die frühen, bis heute oft wenig bekannten Darstellungen provozierende Sichtweisen auf den Holocaust bereitstellen, deren genauere Untersuchung, Interpretation und diskursive Einordnung aussteht. Ein anderes, in verschiedenen Vorträgen wiederkehrendes Motiv, das eng mit den Comics verknüpft ist, stellt die Perspektive des Kindes dar (Baskind, Korbel, Frahm, Earle). Die scheinbare Unschuld, der naive Blick gewährleisten eine transnationale Übersetzbarkeit. Eine neue Perspektive auf und überraschende Einsichten über den einschlägigen frühen Comic Master Race gewann Pascal Lefèvre, indem er Methoden filmischer Analyse auf die Darstellung der Räumlichkeit in dieser Kurzgeschichte anwandte. Wie die fehlende, so aufgewiesene Kohärenz der Erzählung zu bewerten sei, fand auch in der Diskussion keine abschließende Deutung. Auch Hans-Joachim Hahn nahm eine Relektüre eines Klassikers – Hergés „Tintin et Milou“ – vor, in der er nicht nur wiederkehrende, antisemitische Stereotype wie die Figur Rastapopulus nachwies, sondern auch indirekte Verweise auf den Holocaust aufzeigte. Beide Beiträge bewiesen einmal mehr, dass gerade die genaue Lektüre von Comic-Darstellungen des Holocaust zu neuen Erkenntnissen über deren anderen Blick auf den Holocaust und einer anderen Überlieferung führen kann. DIDIER PASAMONIK (Ostende) gelang es das häufige Auftreten antropomorpher Figuren von 1942 bis heute diskursiv einzuordnen und kritisch zu diskutieren. Sein Vortrag, wie auch andere, unterstrich insbesondere die Bedeutung einer genauen Kenntnis des Bildgedächtnisses antisemitischer Darstellungen bei der Analyse der von uns in den Blick genommenen Comics.

Die Spezifität von nationalen Kontexten stellt ein weiteres Desiderat in der Forschung von Holocaust-Comics dar, wie KALINA KUPCZYNSKA (Lodz) durch ihren Beitrag über sehr unterschiedliche polnische Produkte unterstrich – von in Auftrag gegebenen Werken durch die Gedenkstätte Auschwitz bis zu unabhängigen Arbeiten mit ausgesprochen ungewöhnlichen Bildfindungen, die auch die Frage nach der Übersetzbarkeit und der Internationalität der Comics jenseits von MAUS stellte.

Ein eigenes Panel widmete sich Fragen der pädagogischen Arbeit mit Comics im Feld der Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Während GEORG MARSCHNIG (Graz) den Transfer von Forschungsergebnissen zum Umgang mit Comics im österreichischen Geschichtsunterricht, die Auswertung eines Fragebogens präsentierte, berichtete JENS NIELSEN aus der pädagogischen Praxis, in der die Frage zentral war, wie das vergangene Geschehen der Judenverfolgung und Vernichtung für heutige Jugendliche fasslich werden kann. Der Auseinandersetzung mit der historischen Überlieferung stellte er die Notwendigkeit einer Aktualisierung zur Seite. Comics, so zeigte sich an verschiedenen Stellen während der Konferenz, laden aufgrund ihrer seriellen Text-Bild-Beziehungen, die sich in der Lektüre selbst immer wieder aktualisieren müssen, besonders dazu ein.

MARTIN LUND (Stockholm) stellte heraus, wie stark Bezüge zum Holocaust in US-amerikanischen Comics von Geschichten über Superheld/innen geprägt seien. Lund lieferte Ansatzpunkte, wie vergleichend und exemplarisch untersucht werden kann, auf welche Weise sich typische Erzählmuster in Comics über den Holocaust einschreiben. LAURIKE IN 'T VELT (Rotterdam) verdeutlichte mit ihrem Vortrag und der anschließenden kontroversen Diskussion, wie wichtig es ist, auch die Täter/innen und ihre Motivation in den Blick der Analyse zu nehmen. Umstritten blieb die normative Frage, auf welche Weise dies geschehen soll.

Eine lebhafte Diskussion provozierte Ole Frahms Systematisierung der Ästhetik von Holocaust-Comics durch die Begriffe Stereotyp, Narration in Bildserien und Text-Bild-Verhältnis, in der die Frage nach der bildlichen Diskursivität der Häftlingszeichnungen ebenso aufschien wie die Frage, welche Darstellungen überhaupt zu Reflexionen des Holocaust zählen dürfen.

Im letzten Panel zeigte DANA MIHAILESCU (Bukarest) in ihrer grundlegenden Analyse zweier neuerer Arbeiten von Martin Lemelman, mit welchen Bildstrategien gegenwärtige Comics das noch immer überwiegend von Dokumentar- ebenso wie von Spielfilmen geprägte Bildgedächtnis aufgreifen und reflektieren. Hier zeigte sich in nuce noch einmal das große reflexive Potential avancierter Comics über den Holocaust, die „beyond MAUS“ das Feld vermessen. JÖRN AHRENS (Gießen) äußerte in seiner Analyse des ersten Teils von Emil Bravos „Spirou“-Tetralogie, „Spirou oder die Hoffnung“ (2018), die kontroverse These von der heutigen Reife des Mediums, die es inzwischen ermögliche, auch in einer traditionsreichen Serie den Holocaust zu thematisieren. HARRIET EARLE (Sheffield) provozierte abschließend mit ihrem Plädoyer für die Notwendigkeit, von Holocaust-Darstellungen affiziert zu werden, eine lebhafte Debatte, in deren Verlauf auch deutlich wurde, dass es keinen Konsens über die Bewertung der Verwendung und Wiederholung von „visuellen Codes“ wie dem Tor von Auschwitz in den Comics gibt. Hier zeigte sich noch einmal die Notwendigkeit, das Korpus sehr genau zu differenzieren und zu periodisieren. Dass Comics innerhalb der Darstellungen des Holocaust auch aufgrund ihrer affektiven Wirkung eine besondere, aber bisher keineswegs ausreichend reflektierte Position einnehmen, hat die Tagung deutlich vor Augen geführt.

Konferenzübersicht:

Keynote Lecture
Samantha Baskind (Cleveland, OH): Beyond MAUS: The Legacy of Holocaust Comics

Panel 1: From Postwar Graphic Series to MAUS & Beyond

Joël Kotek (Bruxelles): Jews and the Shoah in Comic strips from (complete) shadow to (intense) light

Kathrin Hoffmann-Curtius (Berlin): Postwar Graphic Cycles

Panel 2: Early Comics and Caricatures

Emil Gruber (Graz): Representations of Genocide at the Border between Caricature and Comic Book

Pascal Lefèvre (Brussels): A Re-Reading of Bernard Krigstein’s Master Race

Panel 3: Holocaust Comics in different National Contexts: Israel, Poland, Japan

Kalina Kupczynska (Lodz): The Holocaust in Recent Eastern European Comics

Susanne Korbel (Graz): The Portrayal of Children’s Experiences of the Holocaust in Israeli Graphic Novels and Comics

Panel 4: Education by Holocaust Comics?

Jens R. Nielsen (Hamburg): What’s left to go untold. The Importance of Being Subjective

Georg Marschnig (Graz): Holocaust Education with Comics? Qualitative Explorations among Austrian History Teachers

Panel 5: Postmemory, Gender and (Auto-)Biography

Sarah Lightman (London): We are on our own – an Example of Femininst Rape Art

Sarah Lightman (London), Marie Schröer (Landau), Véronique Sina (Köln), Markus Streb (Gießen): Panel Discussion: Postmemory, Gender and (Auto-)Biography

Panel 6: Documentaries vs. Alternative Historical Narratives

Hans-Joachim Hahn (Aachen/Bern): Distorted Traces of the Holocaust in Hergé’s Tintin

Kees Ribbens (Amsterdam): Visualizing the Final Stage of Genocide. August Froehlich’s early representation of the Holocaust in sequential art

Panel 7: Highly Contested Popular Images

Christine Gundermann (Köln): Between Entertainment, History and Redemption. Anne Frank in Comics

Didier Pasamonik (Ostende): From the Dreyfus Affair to MAUS. A short history of the animalisation of the representation of the Jews

Panel 8. The Americanization of the Holocaust and Holokitsch

Martin Lund (Stockholm): Superheroes and the Shoah. On the Hyperamericanization of the Holocaust

Laurike in’t Veld (Rotterdam): HOLOKITSCH? Nazi Perpetrators in Holocaust Comics

General Debate
Ole Frahm (Frankfurt am Main): Depiction? Narration? Closure? The Aesthetics of Comics and the Discussion about the Representation of the Holocaust

Panel 9. Shadows of the Holocaust

Dana Mihăilescu (Bukarest): Confronting the Shadow of the Holocaust through Transcultural Memory Networks. Martin Lemelman’s Mendel’s Daughter (2006) and Two Cents Plain (2010)

Jörn Ahrens (Gießen): Hidden Atrocities. The Holocaust Framed by Calvo and Émile Bravo

Harriet Earle (Sheffield): Before MAUS: Trauma Aesthetics and Visual Codes for Holocaust

Zitation
Tagungsbericht: Beyond Maus. The Legacy of Holocaust Comics, 26.05.2019 – 29.05.2019 Graz, in: H-Soz-Kult, 23.09.2019, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8456>.