Cappenberg: Der Kopf, das Kloster und seine Stifter

Ort
Schloss Cappenberg
Veranstalter
Knut Görich, Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München; Henrike Haug, Institut für Kunst und materielle Kultur, Technische Universität Dortmund; Förderkreis Rotary Club Selm – Kaiser Barbarossa e. V.
Datum
27.09.2019 - 28.09.2019
Von
Jan Lemmer, Historisches Institut, Ruhr-Universität Bochum

Der Historiker Friedrich Philippi identifizierte im Jahr 1886 den sogenannten Cappenberger Barbarossakopf als das Ebenbild des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa. Dabei kam dem Kopf als erstes profanes Herrscherbildnis des Mittelalters eine besondere Stellung zu – in dieser Interpretation ein Geschenk Kaiser Friedrichs I. an seinen Taufpaten Otto von Cappenberg, das erst durch nachträgliche Ergänzung der Inschriften zu einem Reliquiar für den Apostel Johannes geworden sei. Nicht zuletzt die (Wieder-)Entdeckung der Ergebnisse einer materialtechnischen Untersuchung der Jahre 1977/78 schürte Zweifel an dieser Interpretation, da in den Vertiefungen einzelner Buchstaben der Inschriften auf den beiden Halsbändern Gusshautreste gefunden wurden – was darauf schließen lässt, dass die Inschriften mitgegossen wurden, der Kopf also von vornherein als Reliquiar geplant war. Die daraus folgende notwendige neue Bestimmung des Entstehungskontextes war Ziel der Tagung auf Schloss Cappenberg. Dabei wurde der Schwerpunkt von Kaiser Friedrich I. auf den Kopf selbst sowie das Prämonstratenser Kloster und seine Stifter verschoben. In drei Sektionen stellten sowohl Kunsthistoriker als auch Historiker die Ergebnisse ihrer Forschung vor.[1]

Nach einer Einführung durch Knut Görich (München) galt die erste Sektion den historischen Rahmenbedingungen der Gründung des Klosters im Jahre 1122.

So verortete JÜRGEN DENDORFER (Freiburg) die Stifter Gottfried und Otto von Cappenberg und ihre Verbindung zu führenden süddeutschen Großen im dynamischen Geflecht der Gruppenbildung für und wider den König in den letzten Jahren Heinrichs V. Er deutete die Stiftsgründung Cappenbergs vor dem Hintergrund der bewegten Reichsgeschichte dieser Jahre. Die in Worms ausgestellte Königsurkunde Heinrichs V. für Cappenberg sei eingebettet in die Lösung des Investiturstreits gewesen.

GERHARD LUBICH (Bochum) ordnete die Gründung Cappenbergs in die Geschichte der Klostergründungen des 11. und 12. Jahrhunderts ein. Die Besonderheiten Cappenbergs lägen in der Kombination ansonsten nicht weiter ungewöhnlicher Faktoren, nämlich in der Gründung als erstes Prämonstratenserkloster, dem Eintritt der Stifter, der Verwendung der Stammburg, der Gründung als Sühnekloster (nur dreimal ansonsten belegt) und der klösterlichen Geschichtsschreibung.

Nach diesem allgemeinen Vergleich mit anderen Klostergründungen nördlich der Alpen im 12. Jahrhundert behandelte WOLFGANG BOCKHORST (Münster) die konfliktträchtige Gründung des Klosters. Für die Umwandlung der Burg Cappenberg in ein Kloster seien das spirituelle Bedürfnis und die Frömmigkeit des Grafen Gottfried maßgeblich gewesen, während die Reue über die Zerstörung Münsters 1121 als unmittelbarer Anlass angesehen werden könne. Bei der Stiftung seien Widerstände in der Familie, insbesondere des Schwiegervaters Friedrich von Arnsberg, und des zuständigen Bischofs von Münster zu überwinden gewesen. Erst die kaiserliche Bestätigung von 1122 und das päpstliche Privileg von 1126 stellten die Klosterstiftungen der Cappenberger in Cappenberg, Varlar und Ilbenstadt auf eine sichere Grundlage.

INGRID EHLERS-KISSELER (Bad Nauheim) referierte über die Ausstrahlung der Gründung des Prämonstratenserstifts Cappenberg. Im deutschsprachigen Raum sei es den Prämonstratensern vor allem durch die großzügige Besitz- und Vermögenszuwendung der Cappenberger Grafen gelungen, Fuß zu fassen, wohingegen im französischsprachigen Raum der Erfolg aufgrund des Anschlusses ganzer Regularkanonikerverbände gegeben gewesen sei. Auch die Verbindung der hochgebildeten frühen Vorsteher Cappenbergs zu den Vorstehern anderer Klöster und Stifte sowie zu weltlichen Großen habe diese Entwicklung bewirkt. Auch die aus Cappenberg stammenden Schriften, die von einer besonderen Spiritualität zeugen, hätten anfangs eine große Ausstrahlung besessen. Der Bedeutungsverlust Cappenbergs sei auf die Trennung der Verbindungen zu den Filiationen bzw. deren Zusammenfassung in der westfälischen Zikarie zurückzuführen.

Im Anschluss an die Darstellung der Gründung des Prämonstratenserstifts referierte FERDINAND OPLL (Wien) über das Leben und Wirken Ottos von Cappenberg. Er gab einen biographischen Einblick in die Person, schilderte dessen Netzwerke und befasste sich mit der persönlichen Religiosität Ottos. Opll nannte ebenfalls den münsterschen Brand als ausschlaggebend für die Abkehr Gottfrieds und Ottos von weltlichen Belangen, schilderte aber ebenso die Bekanntschaft mit Norbert von Xanten seit Herbst 1121 als einen wichtigen Impuls. Die Netzwerke Ottos seien vor allem durch eine Überschneidung verschiedener Kreise aus rechtlichen, wirtschaftlichen und religiösen Komponenten geprägt, die persönliche Religiosität sei in dieser Zeit aber einer der stärksten Einflussfaktoren gewesen. Otto habe nach dem Tod seines Bruders zunehmend an Bedeutung gewonnen, woraus eine für seine Epoche ungewöhnlich detailreiche Biographie abzuleiten sei.

Im stark diskutierten Vortrag von GERD ALTHOFF (Münster) wurde thematisiert, welche Nachrichten auf Geschenke Kaiser Friedrichs I. Barbarossa an Otto von Cappenberg hinweisen. Althoff stellte vor allem die Verbindung der einzelnen Äußerungen heraus. Angaben im sogenannten Testament Ottos von Cappenberg und die Inschrift auf der Taufschale ermöglichen Verbindungen mit dem Cappenberger Barbarossakopf und weisen auf eine Schenkung Kaiser Friedrichs I. hin. Zudem sei es mit den „Spielregeln“ des Mittelalters durchaus vereinbar gewesen, ein Geschenk der persönlichen Verbundenheit zwischen Friedrich I. Barbarossa und Otto von Cappenberg in ein Geschenk an Gott umzuwidmen. Somit könne als Initiator Friedrich I. Barbarossa angenommen werden sowie eine Umwidmung durch die Weiterschenkung an den Konvent durch Otto von Cappenberg. Dennoch sei aus geschichtswissenschaftlicher Sicht eine sichere Annahme der Beteiligung Barbarossas nicht möglich, da in den schriftlichen Quellen auch Nachrichten enthalten sind, die andere Antworten plausibel machen.

JAN KEUPP (Münster) ging auf das sogenannte Testament Ottos von Cappenberg als Knotenpunkt des Ordnungsgefüges ein. Da das Testament die einzige Verbindung zu Kaiser Friedrich I. Barbarossa darstelle, müsse durch verstehendes Entflechten eine Rekontextualisierung vorgenommen werden. Das auf Basis des paläographischen und inhaltlichen Befundes in die späten 1160er-Jahre zu datierende Diplom sei als epistemisches Objekt anzusehen. Es verkörpere damit mehr als einen rein säkularen Rechtsakt. Das Diplom lasse Friedrich I. Barbarossa als einzigen weltlichen Akteur über die ihm attribuierten Objekte an der Gedenkstiftung teilhaben. Die Verbindung von Kopfbild und Herrschername sei daher weniger als Beleg für eine politische Bezugnahme auf das Kaisertum als für die Einbeziehung des Staufers in die Spiritualität der Stiftsgemeinschaft anzusprechen. Die in Cappenberg präsenten Artefakte, zu denen auch die graphisch aufwendig gestaltete Urkunde zählt, seien als Anknüpfungspunkte konkreter Praktiken des Gedenkens zu verstehen.

Nach der Rekontextualisierung des Testaments folgte mit LOTHAR LAMBACHER (Berlin) ein Vortrag zu der sogenannten Taufschale Barbarossas. Charakterisiert wurde die seit 1933 im Berliner Kunstgewerbemuseum aufbewahrte Schale als eine gleichmäßig getriebene und teilweise vergoldete Silberschale. Zwei Inschriften umlaufen die Mitte der Schale in konzentrischen Kreisen, die äußere bezeugt das Werk als Geschenk Barbarossas an Otto von Cappenberg. Den Boden der Schale ziert ein Relief der Taufhandlung, es zeigt den späteren Kaiser als Täufling, bevor ihn Otto von Cappenberg als Pate aus der Taufe hebt. Die Cappenberger Schale stehe durch ihr Material und ihre Gestaltung im Kontext mittelalterlicher Handwaschschalen. Das Besondere an der Schale sei, dass ihre Gravuren erstmals seit der Antike ein historisch konkretes Ereignis auf einem solchen Goldschmiedewerk darstellen. Nach Lambacher ist die Schale ihrem Gerätetypus nach als Handwaschschale zu charakterisieren, die zu einem kaiserlichen Geschenk Friedrichs I. Barbarossa wurde.

HEDWIG RÖCKELEIN (Göttingen) schuf eine Verbindung zwischen den Reliquien im Cappenberger Kopf und der Johannesverehrung. Zum einen weise die Inschrift des Kopfes auf Reliquien des heiligen Johannes hin, zum anderen ein Reliquienverzeichnis von 1705, bei dem noch auf die mittelalterliche Beschriftung der Reliquien zurückgegriffen worden sei. Die Verehrung des Apostels Johannes sei eine Modeerscheinung im Prämonstratenserorden gewesen. In einer Urkunde Friedrich Barbarossas von 1161 sei er erstmals als Patron für Cappenberg zusammen mit der heiligen Maria genannt worden. Otto von Cappenberg habe sich demnach mit der Wahl seines Spezialpatrons einem allgemeinen Trend angeschlossen. Cappenberg habe zwar maßgeblich zur Verbreitung der Johannesverehrung beigetragen, sei aber nicht als deren Ausgangspunkt anzusehen.

BERNHARD JUSSEN (Frankfurt am Main) behandelte die Bilder des Cappenberger Barbarossakopfes in der Moderne und stellte die Ergebnisse eines Vergleiches illustrierter Nationalgeschichten des 19., 20. und 21. Jahrhunderts vor. Dabei suchte er nach signifikanten Strukturen und der Logik der Bildstrecken sowie nach der Bedeutung der Drucktechnik für die Präsenz des Kopfes in den Geschichtsbüchern. Er stellte heraus, dass der Cappenberger Kopf „lange Zeit nicht zum Kanon der Wissenschaft“ gehört habe. Generell sei er bis in die 1960er-Jahre kaum in Schulbüchern oder Nationalgeschichten nachweisbar. Heinrich der Löwe tauche dagegen überproportional überall dort auf, wo Friedrich I. Barbarossa nicht greifbar sei. Auch in kunsthistorischen Referenzwerken habe die Karriere des Barbarossakopfes frühestens in den 1960er-Jahren begonnen.

Im Anschluss stellte HENRIKE HAUG (Dortmund) die Ergebnisse der materialtechnischen Untersuchung der Jahre 1977/78 vor. Ob die Inschriften, die die umlaufenden Bänder am Hals des Kopfes zieren, schon von Beginn an im Wachsmodell vorhanden waren, war dabei das primäre Erkenntnisinteresse. Eine erste Vermutung (1977), wonach originale Gusshaut noch am Grund einiger Buchstaben nachweisbar sei, bestätigte sich 1978 nicht; die sichtbaren Spuren konnten nicht eindeutig gedeutet werden: Entweder sind es Ritzspuren, die die Anlage der Buchstaben im Wachsmodell anzeigen, oder aber Kratzer einer späteren Reinigung. Da das Material nur einer rein optischen Bewertung mittels Lupe unterzogen worden sei, müsse das Ergebnis einer neuen Untersuchung abgewartet werden. Dabei sollen ein 3D-Modell des Kopfes sowie neue Silikonabgüsse erstellt und eine Analyse des Materialgefüges vorgenommen werden.

CLEMENS M. M. BAYER (Bonn/Lüttich) befasste sich mit Inschriften und anderen Textüberlieferungen. Folgende Zeugnisse zog er in der Reihenfolge ihrer zeitlichen Entstehung heran: einen Auszug aus der Verfügung Ottos von Cappenberg (sogenanntes Testament Ottos), aufgesetzt zwischen 1160 und 1171; Inschriften des Cappenberger Kopfes, gegossen mit dem Kopf selbst in der Zeit nach der Verfügung Ottos und vor dessen Tod 1171; einen Auszug aus dem Zusatz zur Vita Ia Godefridi, abgefasst nach den Inschriften des Kopfes; Inschriften der Berliner Schale, zusammen mit dem Bild graviert um 1180 (diese Spätdatierung wurde in einem Exkurs eigens begründet). Methodisch schlug er eine unvoreingenommene und nach Widerspruchsfreiheit strebende Lesung dieser Quellen vor. Als Hauptergebnis ist festzuhalten: Der erhaltene vergoldete Cappenberger Kopf ist nicht identisch mit dem silbernen, als „Abbild des Kaisers“ geschaffenen Haupt, das die Verfügung Ottos von Cappenberg nennt, sondern mit dem „goldenen“ Reliquiar, das der Zusatz zur älteren Vita Gottfrieds erwähnt und das, auch ausweislich seiner Inschriften, seit seiner Entstehung Johannes den Apokalyptiker (und Evangelisten) darstellt (der Cappenberger Kopf ist also kein Bild Barbarossas!)

ULRICH REHM (Bochum) zeigte auf, dass die Unterschiede des Cappenberger Kopfes zu den geläufigen Barbarossa-Bildnissen aus dessen Regierungszeit so beträchtlich seien, dass an der Porträtthese nicht festgehalten werden könne. Stattdessen ließe sich das Artefakt sehr wohl in der mittelalterlichen Tradition der Kopf- und Büstenreliquiare verorten. Wie das Cappenberger Objekt weisen solche Reliquiare gelegentlich antikisierende Züge auf. Als konkretes antikes Modell für die Gestaltung des Cappenberger Kopfs kämen am ehesten Caracalla-Bildnisse in Frage, insbesondere entsprechende Münzporträts. Dabei sei offenbar nicht der Kaisertypus als solcher, sondern Einzelmotive insbesondere der Haar- bzw. Bartgestaltung rezipiert worden. Diese seien dazu genutzt worden, einen neuen Typus des bärtigen Johannes des Evangelisten jenseits der byzantinischen Bildtradition zu kreieren. Der mutmaßliche Grund dafür sei die Betonung der Cappenberger Haar- bzw. Bartreliquien des Heiligen.

Mit der (fehlenden) Bekrönung des Barbarossakopfes befasste sich JOANNA OLCHAWA (Frankfurt am Main). Bis ins 13. Jahrhundert weisen nahezu alle Reliquiare eine Bekrönung auf, daher sei es unverständlich, dass die Bekrönung des Cappenberger Kopfes bis jetzt nur in einer weltlichen Konnotation verstanden worden sei. Die Bekrönung könne sowohl als Imperatorenbinde als auch in der Interpretation des Märtyrer-Werdens gedeutet werden. Dieses allgemeine Attribut der Heiligen weise damit konkret auf den heiligen Johannes hin und stütze damit die Interpretation eines Reliquiars des Johannes.

MICHAEL BRANDT (Hildesheim) befasste sich mit der spezifischen Materialität des Kopfes und seinem Entstehungsumkreis im 12. Jahrhundert. Mit der Wahl des Materials Bronze sei eine bewusste Entscheidung getroffen worden, denn ein derart aufwändig gearbeitetes Bildwerk sei sicher nicht vor Ort, sondern in einer dafür prädestinierten externen Werkstatt angefertigt worden. Verglichen mit ähnlichen bronzenen Kopfreliquiaren mutmaßlich Hildesheimer Provenienz habe man den Cappenberger Kopf allerdings wie ein autonomes Bildwerk konzipiert und die Reliquien hier ursprünglich in einem eigenen Unterbau geborgen. Die schon durch Materialität, charakteristische Haartracht und imperiale Stirnbinde erkennbar angestrebte Antikennähe des Kopfes sei so in besonderer Weise unterstrichen worden. Brandt sah in dieser Heroisierung den Versuch, die Heiligkeit des Dargestellten hervorzuheben, wie sie in analoger Weise in den Lesungen zum Fest des Evangelisten Johannes zum Ausdruck kommt.

In seiner Zusammenfassung betonte Knut Görich, dass die Deutungsschwierigkeiten der Quellen durch die These, der Cappenberger Kopf sei ein Geschenk Barbarossas an seinen Paten, überhaupt erst entstünden. Insgesamt lege die herausragende Stellung Ottos von Cappenberg die Vermutung nahe, er selbst könne Auftraggeber und Stifter des Kopfes gewesen sein, um auf diese Weise seine Memoria mit einem herausragenden Kunstwerk zu verbinden und zu sichern. Eine in Aussicht genommene neue materialtechnische Untersuchung müsse freilich die Ergebnisse von 1977/78 verifizieren.

Konferenzübersicht:

Knut Görich (München): Einführung

Sektion 1: 1122 – der historische Kontext

Jürgen Dendorfer (Freiburg): Konflikte zwischen Fürsten und Kaiser in spätsalischer Zeit

Gerhard Lubich (Bochum): Die Geburt neuer Klöster im 12. Jahrhundert: Konvertierende Adlige, umgewidmete Burgen und gefälschte Urkunden

Wolfgang Bockhorst (Münster): Die konfliktträchtige Gründung des Prämonstratenserstiftes Cappenberg

Ingrid Ehlers-Kisseler (Bad Nauheim): Die Ausstrahlung der Gründung des Prämonstratenserstiftes Cappenberg

Sektion 2: Geschenke, Ausstattung und Memoria

Ferdinand Opll (Wien): Patrinus noster. Der Taufpate Kaiser Friedrich Barbarossas. Zu Leben und Wirken Ottos von Cappenberg

Gerd Althoff (Münster): Geschenke des Herrschers

Jan Keupp (Münster): Das sogenannte Testament Ottos von Cappenberg – Ein Knotenpunkt im Ordnungsgefüge des 12. Jahrhunderts

Lothar Lambacher (Berlin): Die sogenannte Taufschale Barbarossas – Memorialfunktion liturgischer Objekte

Petra Marx (Münster): Zum Konzept der Barbarossa-Ausstellung des LWL-Museums für Kunst und Kultur (2022)

Sektion 3: Das Objekt – der Cappenberger Kopf

Hedwig Röckelein (Göttingen): Die Johannesverehrung in Cappenberg und die Reliquien im Cappenberger Kopf

Bernhard Jussen (Frankfurt am Main): Bilder des Cappenberger Kopfes in der Moderne. Handbücher – Synthesen – Schulbücher

Henrike Haug (Dortmund): Die Ergebnisse der materialtechnischen Untersuchung des Kopfes von 1977/78

Clemens M. M. Bayer (Bonn/Lüttich): Der Cappenberger Kopf: Inschriften und andere Texte

Ulrich Rehm (Bochum): Der Cappenberger Kopf und die Traditionen von Bildnisbüste und Münzporträt

Joanna Olchawa (Frankfurt am Main): Kult, Kopf und Krone. Kopf-Reliquiare des 12./13. Jahrhunderts und ihre Bekrönungen

Michael Brandt (Hildesheim): Ars fusilis: Der Cappenberger Bronzekopf und sein Umkreis

Anmerkung:
[1] Die Vorträge erscheinen voraussichtlich 2020 in einem Tagungsband.

Zitation
Tagungsbericht: Cappenberg: Der Kopf, das Kloster und seine Stifter, 27.09.2019 – 28.09.2019 Schloss Cappenberg, in: H-Soz-Kult, 10.01.2020, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8585>.
Redaktion
Veröffentlicht am
10.01.2020
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