Fußball in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. 14. Irseer Sporthistorische Konferenz

Ort
Irsee
Veranstalter
Schwabenakademie Irsee / Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
Datum
31.01.2020 - 02.02.2020
Von
Markwart Herzog, Direktion, Schwabenakademie Irsee

In einleitenden Worten dankte MARKWART HERZOG (Irsee) der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur für die Kooperation und Mitfinanzierung der Tagung und gab einen kurzen Rückblick auf die seit nunmehr zwei Jahrzehnten in Irsee stattfindenden Tagungen zur Sportgeschichte und die aus diesen Veranstaltungen hervorgehenden Buchveröffentlichungen. Ferner wies er darauf hin, dass bereits vor Beginn der Tagung Michael Horeni und Julien Wolff an Kaufbeurer Schulen mit Lesungen im Einsatz waren.

Einen breit gefächerten Überblick zum Tagungsthema gab CLAUDIA MARIA PECHER (Volkach am Main): vom ersten Auftreten des Begriffs „Fußball“ in kinder- und jugendliterarischen Texten (Moritz Kloss, „Kreis-‚Fußball‘“ 1861), über militaristisch geprägte Romane und Käthe Kruses Fußball spielende Puppen bis zu aktuellen Buchproduktionen. Pecher wies darauf hin, dass das Thema Fußball zunächst nur sehr zögerlich von der deutschen Kinder- und Jugendliteratur rezipiert worden sei, was sich heute jedoch entscheidend geändert habe: Im Jahr 2019 waren 120 Neuerscheinungen mit Fußballthemen zu verzeichnen. Parallel zur Kulturgeschichte des Fußballs hätten zahlreiche kinder- und jugendliterarische Werke des 19. und 20. Jahrhunderts das Spiel als eine Schule der Disziplinierung rezipiert und propagiert, wobei die Fremddisziplinierung im Sinn von „Unterordnung und Zucht“ zunehmend von der Selbstdisziplin als Praxis in der Mannschaft abgelöst worden sei. Zahlreiche Werke böten, dem „Aschenputtel“-Paradigma folgend, „Aufsteigergeschichten im magischen Realgewand“. Die Kinder- und Jugendliteratur habe in Deutschland selten eigene Akzente gesetzt, sie sei ein den Fußball als Ereignisgeschichte lediglich „begleitendes Medium“.

Moderiert von KARIN PLÖTZ (Frankfurt am Main) diskutierten sodann JULIEN WOLFF (München) und MICHAEL HORENI (Berlin) mit Claudia M. Pecher über Fußball in der Kinder- und Jugendliteratur und Leseförderung. Die Referenten erzielten rasch dahingehend Einvernehmen, dass der Qualität und Ästhetik der kinder- und jugendliterarischen Werke mit Fußballbezog generell wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde. Nur selten bildeten sie die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen ab, Buchhandlungen legten sie allenfalls begleitend zu Großereignissen aus. Dennoch sollte der Wert dieser Literatur für die Leseförderung nicht unterschätzt werden, vor allem hinsichtlich der männlichen Jugend. Bei der weiblichen Jugend stießen diese Bücher vor allem dann auf Interesse, wenn sie zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und Freundschaft, behandelten. Horeni und Wolff betonten, es sei für das Genre wichtig, die Lebenswelt der Jugendlichen (Instagram, soziale Medien, Rapper etc.) mit einzubeziehen.

Als Indiz für eine mögliche Trendwende zu qualitätsvolleren Produktionen wies die Runde auf Tonio Schachingers Fußballroman „Nicht wie Ihr“ hin, der es 2019 auf die Shortlist für den Deutschen Buchpreis schaffte. Kritisch wurden elektronische Spiele beurteilt: Bolzplätze in Berlin und andernorts würden immer weniger genutzt. Diese Tendenz sei nicht nur in längerer Schulbetreuung begründet, sondern auch darin, dass viele Kinder ihre Freizeit an Spielkonsolen verbringen. Gemeinsame Fahrten sowie natur- und körperbezogene Gemeinschaftserlebnisse würden zunehmend von elektronischen Spielen verdrängt.

Die Sektion „Klassiker: damals – heute“ eröffnete Michael Horeni mit einer kommentierten Lesung aus seinem biografischen Roman „Die Brüder Boateng: Drei deutsche Karrieren zwischen Wedding und Weltfußball“ (2012). Ursprünglich als nur eine Seite füllende Reportage in der FAZ veröffentlicht, habe er das Thema in einem Buch für Erwachsene ausgearbeitet. Da es zunehmend von Lehrern für den Schulunterricht entdeckt worden sei, habe er es als Schulbuch mit Begleitbuch für den Unterricht neu herausgegeben. Er verfolge einen sozialpädagogischen Ansatz, der auf drohende Gesten mit dem moralischen Zeigefinger verzichte. Die Biografien der drei in der alltäglichen Armut von Berlin-Neukölln aufwachsenden Boateng-Brüder böten genügend Stoff, um die Erfüllung des Traums vieler Jugendlicher, Profispieler zu werden, dramaturgisch auszugestalten, aber auch das Scheitern – bis zum Absturz in Kriminalität und Gefängnis.

Mit Sammy Drechsels „11 Freunde müsst ihr sein“ (1955) stellte ANKE CHRISTENSEN (Kiel) einen Klassiker des Fußballjugendbuchs vor. Als Abenteuergeschichte und Entwicklungsroman habe es vielen anderen Fußballbüchern als Muster gedient, bis hin zu Joachim Masanneks „Die Wilden Fußballkerle“. Drechsels Jugendroman folge der klassischen Erzählstruktur Auszug – Kampf – Bewährung – Sieg – Heimkehr: Die Mannschaft von Heini Kaminke muss, auf sich allein gestellt, zahlreiche Hindernisse überwinden, Probleme lösen und Gefahren trotzen, um die Berliner Schulmeisterschaft zu erringen. Als entscheidend für den Erfolg erwiesen sich Kameradschaft, Respekt, Fairness und Zusammenhalt – und zwar auch dann, wenn die Elf, vor allem im Finale, in Rückstand gerät und dennoch gewinnt. Egoismus, so die Botschaft, führe dagegen zum Misserfolg. Lange Schilderungen von spannenden Spielverläufen verraten Drechsels Meisterschaft in der Sportreportage. Bezüge zur realen Welt des Fußballs werden mit Spielern berühmter Mannschaften wie Fritz Szepan (FC Schalke 04) und Ludwig Goldbrunner (FC Bayern München) oder mit dem bekannten Sportjournalisten Ernst Werner hergestellt. Fünf Stürmer in der Mannschaftsaufstellung und die Position des „Mittelläufers“ lassen erkennen, dass der Roman in den 1930er Jahren spielt. Die Schilderung kultureller Kontexte, etwa der (religiösen) Rituale in den Familien der Schüler, mache den Roman als Sittenbild seiner Zeit auch für Erwachsene interessant. Allerdings werde die NS-Diktatur mit keiner Silbe erwähnt. Insofern böte sich eine Deutung des Fußballs im Sinn einer „Weltausgrenzung auf Zeit“[1], als Schlupfloch aus der Vereinnahmung durch die NS-Politik an.

Auf drei weitere Klassiker ging der Historiker STEFAN ZWICKER (Wiesbaden) ein. Eduard Bass’ Fußballmärchen „Klapperzahns Wunderelf“ (1922) schildert die phantastische Karriere einer Mannschaft von elf Bauernsöhnen, die zur weltbesten Elf aufsteigt. Realistischere Töne schlügen Karl Bruckners sozialkritische Werke „Die Spatzenelf“ (1948) und „Die Große Elf“ (1951) an. Sie spielen im kleinbürgerlich-lumpenproletarischen Milieu Wiens der Nachkriegsjahre und seien auch insofern zeittypisch, als sie Praktiken des Berufsfußballs, der in Deutschland damals noch verboten war, ganz selbstverständlich in die Handlung aufnähmen.

Unter dem Motto „Auf dem Platz sind alle gleich!“ eröffnete MARLENE ZÖHRER (München) die Vorträge über das „Bilder- und Erstlesebuch“. Sie stellte Fußball-Bilderbücher als Orte von Diversität und Toleranz vor. Anhand zahlreicher Beispiele zeigte sie eine in den Bilderbüchern hervortretende Tendenz zur Bejahung von Pluralität auf, welche die Grenzen von Kulturen und Milieus, von Generationen und geschlechtlichen Orientierungen überschreite, sogar Tiere und Götter ins Spielgeschehen einbeziehe. So spielen in Regi Widmers „Savannenkicker“, erschienen aus Anlass der Europameisterschaft 2020, unter anderem Hyänen und Giraffen. Dagegen tradierten andere Fußballjugendbücher stereotype Geschlechterrollen: Mädchen tanzen Ballett und feuern die Fußball spielenden Jungs an. Dagegen verstehe es Anne-Kathrin Wieland-Behl mit „Matze vor, tanz ein Tor!“ (2014), Ballett und Fußball ebenso elegant wie sympathisch miteinander zu versöhnen. Mit einer klaren pädagogischen Aussage beschwöre „Marios großer Traum“ (2017), das Autorendebüt des Weltmeisters Mario Götze, traditionelle Tugenden der Fairness: Der Protagonist gesteht ein selbstverschuldetes Foul und gewinnt mit Tarek und Ahmed neue Freunde mit anderem kulturellen Hintergrund.

Mit Fußball als zentralem Thema der Erstleseliteratur befasste sich SANDRA SIEWERT (Bielefeld). Explizites Ziel dieser Bücher, die in der Forschung zur Kinder- und Jugendliteratur wenig Aufmerksamkeit erführen, sei es, Kinder zum Lernen und zur Freude am Lesen zu motivieren. Als Vorbilder werden große Namen wie etwa Thomas Müller vom FC Bayern („Mein Weg zum Traumverein“, 2018) aktiviert. Wertevermittlung sei ebenfalls zentral: Toleranz, Teamfähigkeit, Fairness, Loyalität, Durchhaltevermögen und strategische Intelligenz säumen den Weg zum Sieg, und wenn es „nur“ ein moralischer ist. Ein preisgekrönter Klassiker dieses Genres ist „Lena hat nur Fußball im Kopf“ (1993), in dem Kirsten Boie eine Schülerin sich durchsetzen lässt, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Im Rahmen einer Klosterführung führte Markwart Herzog die Tagungsteilnehmer durch die historischen Räume des Benediktinerklosters Irsee und besuchte die Gedenkstätten für die NS-Krankenmorde, die Irsee in der Zeit des „Dritten Reichs“ zu einem Ort des Schreckens hatten werden lassen.

Auf die Führung folgten Vorträge über die Verbandspresse und das Medium Film. Völliges Neuland der Forschung betrat FLORIAN WITTMANN (Philippsburg) mit seiner Analyse der zwischen 1951 und 1981 erschienenen Jugendzeitschrift des Deutschen Fußball-Bundes „Fußball-Jugend“, herausgegeben von Ernst Fuhry und Herbert Steinke. Als amtliches Organ des nationalen Fußballverbandes sei die Zeitschrift stark auf die Nationalmannschaft fokussiert gewesen und habe sich in den Dienst einer Erziehung der deutschen Fußballjugend zu „wirklichen Sportsleuten“ gestellt, die sich „zu edlen Zielen erheben“, die „ehrlich kämpfen, fröhlich siegen und neidlos zu verlieren“ verstehen. Grundiert sei die Zeitschrift von zivilisationspessimistischen Tönen, denen die „ritterliche Fußball-Jugend“ eine Alternative gegenüberstellen sollte: „Junge Herzen sollen sein wie leuchtende Ampeln in der Finsternis der Weltgassen!“ Auch allgemeinpolitische Themen habe „Fußball-Jugend“ angesprochen, etwa die sogenannte Saar-Frage und die Teilung Deutschlands. Dass solche Themen entsprechend der politischen Mehrheitsmeinung der Zeit ausbuchstabiert wurden, verwundert nicht, da der DFB seit dem Kaiserreich den allgemeinen politischen Trends ebenso umstandslos wie opportunistisch gefolgt ist. Die Abonnentenzahlen gingen in den 1970er Jahren so stark zurück, dass die „Fußball-Jugend“ im Dezember 1981 eingestellt werden musste.

Einen bunten Streifzug durch den zeitgenössischen Kinder- und Jugendfußballfilm als „hybride Gattung“ bzw. als „gattungsüberschreitendes Genre“ unternahm JAN TILMAN SCHWAB (Kiel). Zur Sprache kamen Dokumentarfilme mit Langzeitbeobachtungen an Jugendspielern, Animationsfilme und andere fiktive Produktionen, die Fußball als Schule des Lebens, als Ort von Diversität und Toleranz darstellen, denen als Gemeinsamkeit ein „eindeutig pädagogischer Auftrag eingeschrieben“ sei.

Mit Fußball spielenden Mädchen in Buchserien zur Fußballweltmeisterschaft 2011 in Deutschland befassten sich JASMIN EISENBERGER und TIMO SAALMANN (Flossenbürg). Der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft 1954 habe auch unter Frauen eine erste Begeisterung für Fußball ausgelöst, die sich jedoch nicht jugendliterarisch ausgewirkt habe. Zudem habe der DFB ein Jahr später das wachsende Interesse von Mädchen und jungen Frauen am Fußballspiel per Verbot erstickt. Dagegen habe sich die in Deutschland ausgetragene Frauenfußballweltmeisterschaft 2011 und die darauffolgende im Jahr 2015 in der verstärkten Produktion von Büchern für Mädchen niedergeschlagen, so etwa in Irene Margils Vierteiler „Die Fußball-Elfen“ (Bd. 1: 2011, Bde. 2–4: 2015). Mit kritischem Unterton greift „1. FC ohne Jungs“ von Claudia Ondracek und Martina Schrey die Erfahrung vieler Mädchen auf, die mit 15 oder 16 Jahren zu alt sind, um weiterhin mit Jungen in einer Mannschaft zu spielen. Genau das ist der Hintergrund der vierteiligen Serie, in der Paula, ein wildes Mädchen mit strubbeligem Haar, mit ihren Freundinnen Semra (mit Kopftuch), Mia und Jule Abhilfe schaffen, indem sie an ihrer Schule eine Mädchenfußball-AG gründen, sich aber vieler Widerstände erwehren müssen. Ebenso wie „Fortuna Girls“ von Ex-Nationalspielerin Nia Künzer und ARD-Sportmoderator Peter Großmann will die Serie Mädchen ermuntern, selbst aktiv zu werden, eigene Mannschaften zu gründen. Angesichts immer wieder durchbrechender Klischees diagnostizierten die Referenten eine Spannung „zwischen Empowerment und Pinkifizierung“.

Abschließend beantwortete UWE-MICHAEL GUTZSCHHAHN (München) die Frage „Wie bringt der Dichter den Ball ins Netz?“, indem er aufzeigte, wie deutschsprachige Lyriker dem Fußball poetische Dimensionen abgewinnen. Auf einen Überblick zu Klassikern für Erwachsene wie Bertold Brecht, Friedrich Torberg, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt, Ludwig Harig und Ror Wolf trug Gutzschhahn zeitgenössische, für Kinder und Jugendliche verfasste Fußballgedichte vor (u.a. von Arne Rautenberg, Barbara Maria Kloos und Susan Kreller) und nutzte das Potenzial des Spiels mit Worten, mit Rhythmus, Lautmalerei und Intonation. Aus Anlass der Fußball-WM 2018 hatte der Münchner Autor, Übersetzer und Herausgeber einen Blog Fußballgedichte herausgegeben, für den er namhafte Lyriker gewinnen konnte.[2]

Summa summarum bestätigte die Konferenz weitgehend die These Claudia M. Pechers, dass die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur selten eigene Akzente gesetzt, die Ereignisgeschichte des Fußballs lediglich begleitet habe. Offenkundig ist darüber hinaus die pädagogische Indienstnahme des Fußballspiels für Wertevermittlung ebenso wie die didaktische Aufladung der kinder- und jugendliterarischen Werke, die das Spiel mit dem runden Leder zum Thema haben. Das vom DFB organisierte Fußballspiel und das Fußballjugendbuch folgen den gesellschaftlichen Strömungen ihrer Zeit. War es im Kaiserreich und in der Weimarer Republik ein auf Sozialdisziplin fokussierter maskulin-militärischer Tugendkanon, so hisst der Verband heute die Regenbogenflagge: Er stellt sich hinter die Forderungen nach gesellschaftlicher Integration, Inklusion und Diversität. Er fördert das „Gender-Mainstreaming“ ebenso, wie kinder- und jugendliterarische Fußballbücher diesen Trend in Wort und Bild entfalten und versuchen, ihre Klientel dafür zu gewinnen. Homophobe Vorfälle auf dem Fußballplatz und traditionelle Geschlechterstereotype in Fußballjugendbüchern beweisen, dass im gesellschaftlichen Subsystem Fußball höchst gegensätzliche soziokulturelle Normen aufeinanderprallen.

Konferenzübersicht:

I. Begrüßung – Einführung

Markwart Herzog (Irsee): Begrüßung und Einführung

Claudia Maria Pecher (Volkach am Main): Fußball als populärkulturelles Phänomen in der Kinder- und Jugendliteratur (in Vertretung für Mario Leis, Bonn)

II. Runder Tisch

Julien Wolff (München), Michael Horeni (Berlin), Claudia Maria Pecher (Volkach am Main): Vom „Lese-Kick“ bis zum „Lese-Kicker“: Fußball, Kinder- und Jugendliteratur und Leseförderung im Dialog. – Moderation: Karin Plötz (Frankfurt am Main)

III. Klassiker: Damals – Heute

Stefan Zwicker (Wiesbaden): Ein Blick zu den Nachbarn. Eduard Bass’ „Klapperzahns Wunderelf“ (1922), Karl Bruckners „Die Spatzenelf“ (1948) und „Die Große Elf“ (1951)

Anke Christensen (Kiel): Sammy Drechsels „11 Freunde müsst ihr sein“. Ein Klassiker

Inger Lison (Hannover): Fußballfieber in Rocky Beach. Medienpräsente kriminelle Machenschaften rund um den Fußballsport in der Detektivserie „Die drei ???“ und „Die drei ??? Kids“ (Vortrag ausgefallen)

IV. Bilder- und Erstlesebuch

Marlene Zöhrer (München): Auf dem Platz sind alle gleich! Das Fußball-Bilderbuch als Ort von Diversität und Toleranz

Sandra Siewert (Bielefeld): „Theo und der Fußballzirkus“, „Ein Bolzplatz für alle“ oder „Neue Fußballgeschichten vom Franz“. Fußball als zentrales Thema der Erstleseliteratur

Markwart Herzog (Irsee): Klosterführung mit Besuch der Gedenkstätten für die NS-Krankenmorde

V. Zeitschrift und Film

Florian Wittmann (Philippsburg): „Fußball-Jugend“. Die Jugendzeitschrift des DFB

Jan Tilman Schwab (Kiel): Fußball als Thema im zeitgenössischen Kinder- und Jugendfilm

Jasmin Eisenberger / Timo Saalmann (Flossenbürg): „Die Fußball-Elfen“ – „1. FC ohne Jungs“. Fußballspielende Mädchen im Serienformat zur Fußballweltmeisterschaft 2011 in Deutschland

Jana Mikota (Siegen): Von Müttern und ihren Fußballsöhnen (Vortrag ausgefallen)

VI. Poetisch auf der Zielgeraden

Uwe-Michael Gutzschhahn (München): Wie bringt der Dichter den Ball ins Netz? Lyrik und Fußball

Anmerkungen:
[1] Dazu Mario Leis, Fußball gegen Literatur – Halbzeitstand 0:0 – Tipp: X. Fußball in der schöngeistigen Literatur, in: Markwart Herzog (Hrsg.), Fußball als Kulturphänomen. Kunst – Kult – Kommerz, Stuttgart 2002, S. 139–155, hier S. 142–148.
[2] Gedichte für Kinder – Folge 41. JULI-Auswahl – Fußball-Spezial, www.dasgedichtblog.de/gedichte-fuer-kinder-folge-41-juli-auswahl-fussball-spezial/2018/07/10 (Zugriff am 20.5.2020).

Zitation
Tagungsbericht: Fußball in der deutschen Kinder- und Jugendliteratur. 14. Irseer Sporthistorische Konferenz, 31.01.2020 – 02.02.2020 Irsee, in: H-Soz-Kult, 22.06.2020, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8793>.
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Veröffentlicht am
22.06.2020
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