Mittelalterliche Zisterzienserinnenklöster im südwestlichen Ostseeraum – materielles Gut zwischen Alltag und Spiritualität

Ort
Prenzlau
Veranstalter
Felix Biermann, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Zossen; Katrin Frey, Dominikanerkloster Prenzlau – Kulturzentrum und Museum; Gudrun Gleba, Historisches Institut der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg
Datum
25.09.2019 - 28.09.2019
Von
Normen Posselt, Historisches Institut, Universität Greifswald

Die nicht nur für religiöse, sondern auch für wirtschaftliche und politische Belange mittelalterlicher christlicher Gesellschaften überaus wichtigen Frauenklöster sind ein Gegenstand mediävistischer Forschung, der eine interdisziplinäre Herangehensweise erfordert. Diesen Anspruch erfüllte die hier besprochene Tagung in jeder Hinsicht, wobei der Fokus auf die Sachzeugen klösterlichen Lebens gelegt wurde – von archäologischen Funden über die in den Gestühlen von Nonnenklöstern gefundenen Dinge und die in Schatzkammern bewahrten kunsthandwerklichen Arbeiten bis hin zu den Kirchen und Klöstern selbst. Was tragen diese Objekte zum Verständnis der Religiosität, der Alltagsgestaltung, der ökonomischen Organisation und der politisch-gesellschaftlichen Aktivitäten der Klöster bei?

Fachlich konzentrierte sich die Tagung auf Zisterzienserinnen, räumlich auf den Südwesten der Ostsee, denn ihr Ausgangspunkt war das unweit von Prenzlau gelegene Zisterzienserinnenkloster Seehausen, dessen archäologische Erforschung zahlreiche Funde geliefert hat. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes wird dieses Material derzeit ausgewertet. Bei der Präsentation, Diskussion und Einordnung der ersten Ergebnisse im Dominikanerkloster Prenzlau der Problemkreis in 20 Vorträgen umfassend und facettenreich beleuchtet.

Im ersten, methodologisch ausgerichteten Tagungsteil ging es darum, wie die Analyse materieller Kultur zur Erforschung der mittelalterlichen Zisterzienserinnen beitragen kann. Über die unterschiedlichen Möglichkeiten, ein Objekt zu „lesen“ bzw. es in einem prismatischen Zugriff aus unterschiedlichen Perspektiven zu erfassen, referierte ANNETTE CREMER (Gießen). Dabei wurden zentrale Begriffe der historischen Materialitätsforschung, deren methodische Grundlagen und Perspektiven ausgebreitet und kritisch reflektiert.

An diese grundlegenden theoretischen Ausführungen knüpfte CHRISTINA LUTTER (Wien) in ihrer Darstellung der methodischen Zugänge zur Materialität mittelalterlicher Frauenklöster an. Unter Rückgriff auf zahlreiche mittelalterliche Bild- und Schriftquellen erörterte sie u.a. die Bedeutung von Dingen für die Kommunikation der Frauen inner- und außerhalb der Orden am Beispiel des Zisterzienserinnenklosters St. Nikolai in Wien.

Die zweite Sektion war dem uckermärkischen Kloster Seehausen gewidmet, das vom 13. bis 16. Jahrhundert bestand. Die Geschichte des Konventes und seinen kulturhistorischen Kontext stellte GUDRUN GLEBA (Oldenburg) auf der Grundlage der Schriftquellen vor. Die Zisterze, personell und kulturell eng in das Netzwerk des regionalen Adels eingebunden, erlebte trotz einiger krisenhafter Phasen eine im Ganzen positive, für derlei Institutionen durchaus übliche Entwicklung. Sie spielte bis zur Aufhebung in der Reformation eine wichtige Rolle in der spätmittelalterlichen Uckermark. Gerade angesichts der wenigen schriftlichen Quellen hob die Referentin die Bedeutung der archäologischen Funde hervor, die Einblicke in die Lebensgestaltung und das Spannungsfeld aus verordneter Armut und realem Reichtum einer niederadelig-patrizischen Gemeinschaft zulassen. Daran knüpfte später der zweite Vortrag der Referentin zu gendergeschichtlichen Aussagemöglichkeiten der Seehausener Funde in der Koppelung an kulturwissenschaftliche Kontexte an. Beide Vorträge beleuchteten Aspekte von Alltag, Frömmigkeitspraxis, persönlicher Spiritualität und wirtschaftlicher Betätigung der Konventualinnen, die in der Schriftüberlieferung nicht hinreichend erkennbar werden.

Die frühen archäologischen Forschungen der 1980er Jahre sowie die Ergebnisse der 2011/12 durchgeführten Ausgrabungen und geophysikalischen Untersuchungen auf dem Klostergelände stellte FELIX BIERMANN (Zossen) vor. Die Untersuchungen erlauben die Rekonstruktion des heute vom Erdboden verschwundenen Klosterkomplexes mit einer einfachen Saalkirche, einer anschließenden Klausur in Backsteingotik sowie mit einem ausgedehnten vorgelagerten Wirtschaftshof. Unter den Ergebnissen ist hervorzuheben, dass die Klostergründung in der Frühzeit des ostsiedlungszeitlichen Landesausbaus erfolgte, als die slawischen Traditionen der Region noch lebendig waren. Als Gründer kommen die pommerschen Greifenherzöge in Frage. Die Pfostenplattform am Seeufer, unter der sich ein Großteil des reichhaltigen archäologischen Sachguts befand, dürften eine klösterliche Toilettenanlage (Necessarium) dargestellt haben, die zugleich – und üblicherweise – als Abfalldeponie diente.

Das Fundmaterial aus Seehausen, das in seinem Umfang und seiner Vielfalt kaum irgendwo Vergleiche findet, war Gegenstand von zwei Vorträgen. Zunächst gab KATRIN FREY (Prenzlau) eine Übersicht zu den Materialien, die bemerkenswerte Einblicke in ein mittelalterliches Nonnenkloster zulassen – Devotionalien, Kreuzanhänger und Paternosterperlen künden von Frömmigkeit, Fingerringe von der weltlichen Entsagung der „Bräute Christi“, Utensilien für Textilarbeiten von täglicher Beschäftigung, Spielzeug von der Anwesenheit noch kindlicher Novizinnen und allgemeiner Freizeitgestaltung, Schreibgriffel von Schriftlichkeit. Ein spezifisches Merkmal weiblicher Ordensgemeinschaften scheint die Markierung von Tongefäßen mit Zeichen gewesen zu sein, die wohl persönliche Ansprüche markieren sollten. Reiche Schmuck- und Trachtsachen deuten an, dass die überwiegend aus dem niederen Adel stammenden Frauen Möglichkeiten gefunden hatten, ständisches Repräsentationsbedürfnis und monastische Askeseforderungen miteinander zu verbinden.

THORSTEN SCHIFER (Mannheim) beschäftigte sich mit einem speziellen Aspekt der Sachkultur – der Herkunft der Seehausener Steinzeugkrüge des 14./15. Jahrhunderts, nachgewiesen mit Neutronenaktivierungsanalysen. Der größte Teil des Materials stammt aus Siegburg im Rheinland, aber auch Produkte aus Südniedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erreichten den Ort. Das zeigt dessen Wohlstand und seine zumindest mittelbare Einbindung in überregionale Handelsnetzwerke, deren Basis die großen Ströme sowie die Nord- und Ostsee bildeten.

Der dritte Tagungsabschnitt stand im Zeichen der mittelalterlichen Architektur der Frauenklöster und ihrer Spezifika im südwestlichen Ostseeraum. In den Vorträgen von DIRK SCHUMANN (Berlin) über die Nonnenkonvente im nordostdeutschen Gebiet, von HANS KRONGAARD KRISTENSEN (Aarhus, verlesen) über jene in Dänemark, von KATJA HILLEBRAND (Kiel) über die Klöster in Schleswig-Holstein und im Abendvortrag von CHRISTOPHER HERRMANN (Gdańsk/Berlin) über jene in Nordpolen und anderen Teilen des Ostseeraums wurden faszinierende Bauwerke in unterschiedlichem Erhaltungszustand präsentiert, die als backsteingotische Monumente bis heute die Kulturlandschaft prägen. Dabei wurde deutlich, dass die Frauenklöster an der Baukunst ihrer jeweiligen Zeit und an den entsprechenden raumübergreifenden architektonischen Netzwerken ebenso partizipierten wie die Mönchsklöster, in deren Schatten sie zuweilen stehen, dass es zugleich aber spezifische Ausprägungen der Nonnenklöster gab: Die Kirchen sind oft einschiffig und eher schlicht; die notwendigen Nonnenemporen – zur Abgrenzung der Frauengemeinschaft vom männlich bestrittenen Gottesdienst – konnten die Disposition des gesamten Kirchen- und Klausurkomplexes bestimmen; die anfangs mitunter auf ein großes Nonnenhaus beschränkten Klausurbauten schlossen sich oft im Laufe der Zeit zum Geviert; Beichtfenster und Drehladen sind bauhistorische Zeugnisse einer strengen, der Welt abgewandten Klausur. Noch deutlicher werden spezifische Elemente weiblicher Klostergemeinschaften, wenn Raumgliederungen und die sonstige Ausstattung einbezogen werden, etwa Altargerät, Vortragekreuze und liturgische Textilien. Für Schleswig-Holstein ließ sich herausstellen, dass die Nonnen über private Bereiche verfügten, in denen sie eine individuelle Frömmigkeitspraxis pflegten, die sicherlich zu den besonderen Merkmalen weiblicher Spiritualität gerechnet werden darf.

Was die Sachkultur der Frauenklöster über den Alltag und die Glaubensvorstellungen in Klöstern verrät, war Gegenstand der vierten Sektion. Über einen interessanten Materialfundus aus dem Gestühl im Nonnenchor des niedersächsischen Klosters Wienhausen referierte JÖRG RICHTER (Hannover). Das über Jahrhunderte dort während der Gottesdienste verlorene und entsorgte Sachgut umfasst Kämme, Brillen, Spinnutensilien, Messer, Schreibtafeln, Holzlöffel sowie andere Dinge persönlichen Besitzes und weltlicher Betätigung, zugleich aber auch Rosenkränze, Anhänger, Amulette, Pilgerzeichen, Statuetten und Gebetbücher, die von der gelebten Frömmigkeit im Heidekloster zeugen.

Einen ähnlichen Fundkomplex – den sogenannten Nonnenstaub – gibt es aus dem Chorgestühl des Klarissenkonvents Ribnitz in Mecklenburg, den ANETTE LÖFFLER (Threna) beschriebhandelte, mit einem Schwerpunkt auf den dort geborgenen Handschriftenfragmenten des 14./15. Jahrhunderts. Neben Gebetstexten und -büchern kamen hier auch Briefe, Merk- und Kaufzettel ans Tageslicht – bemerkenswerte Ego-Dokumente in mittelniederdeutscher Sprache, die ungewöhnliche Einblicke in Kommunikation und Alltag der Ribnitzer Nonnen zulassen. Die Chorfunde aus den beiden Klöstern sind in mancher Hinsicht mit dem Seehausener Seeuferfund vergleichbar. Diese Inventare sind zentrale Objekte monastischer Sachkulturstudien.

Über ideelle und materielle Grundlagen zur Herstellung klösterlicher Textilkunst informierte TANJA KOHWAGNER-NIKOLAI (München). Anhand zahlreicher prachtvoller Wirkereien erläuterte die Referentin die klösterliche Textilverarbeitung, und zwar sowohl die Technik als auch die geistigen und materiellen Voraussetzungen. Die Nonnen verewigten sich teilweise auf den liturgischen Textilien, in Form von Eigendarstellungen oder mit Namenskürzeln. Das war nicht nur Autorinnenstolz, sondern auch Zeichen inniger spiritueller Verbindung mit der Praxis und dem Gegenstand ihres Tuns.

Interessanterweise finden sich in Frauenklöstern immer wieder Pilgerzeichen, die man von Wallfahrten mitbrachte, so auch in Seehausen. Über diese aus Zinn-Blei-Legierungen in großen Mengen erzeugten, mit Heiligendarstellungen oder anderweitigen religiösen Emblemen verzierten Gittergüsse sprach HARTMUT KÜHNE (Wandlitz). Als Objekte von hoher religiöser Symbolik überraschen sie im monastischen Kontext nicht, doch dürften Konventsmitglieder selbst in aller Regel nicht auf Wallfahrt gegangen sein. Es waren wohl Geschenke bzw. Mitbringsel aus ihrem familiären oder weiteren sozialen Umfeld.

In den Zusammenhang dieser Sektion gehörte auch ELLEN HÜNIGENs (Berlin) Erläuterung und Präsentation klösterlicher Chorwerke des Mittelalters auf der Grundlage eines im Dominikanerkloster Prenzlau erhaltenen Breviers (Nocturnale) wohl noch des 13. Jahrhunderts. Das damit verbundene Konzert des Ensembles Stella Nostra in der nur spärlich erleuchteten gotischen Nikolaikirche des Dominikanerklosters war überaus eindrucksvoll.

Die fünfte Sektion thematisierte die Zisterzienserinnenklöster in ihrer Rolle als Grundherrinnen beim Landesausbau, in Verwaltung und Politik. OLIVER AUGE (Kiel) untersuchte die engen Verflechtungen der Zisterzienserinnen mit den weltlichen Eliten zwischen Pommern und Schleswig, die keinen Widerspruch zum Anspruch weltabgeschiedener Spiritualität bilden mussten. Die Vernetzung der Klöster mit der Welt äußerte sich nicht nur in der Fürsorge der Stifterfamilien, in Begräbnisstätten und damit verbundenen Memorialpflichten oder in der Unterhaltung von Schulen, sondern auch in der Lage vieler Frauenklöster in oder bei Städten sowie der Doppelfunktion von Gotteshäusern als Kloster- und Pfarrkirchen. Die zuweilen vertretene Ansicht, dass die Nonnenkonvente vor allem als Versorgungsstätten adeliger und patrizischer unverheirateter Frauen dienten, greift insofern zu kurz, da Funktionen und Aktivitäten der Konvente viel komplexer waren.

SASCHA BÜTOW (Magdeburg, verlesen) und CLEMENS BERGSTEDT (Ziesar) betrachteten das ökonomische Wirken der Frauenkonvente auf ihre Ländereien, als Wirtschafter und Inhaber grundherrlicher Rechte – ersterer am Beispiel von Mühlenbau, Nutzung von Gewässern für Fischzucht und Fischerei ebenso wie als Transportwege, letzterer unter besonderem Bezug auf die Aktivitäten früher Frauenklöster während der Epoche der großen Umbrüche in den Jahrzehnten um und nach 1200 – etliche Klöster entstanden noch in der Zeit des ostsiedlungszeitlichen Landesausbaus und übernahmen entsprechende Aufgaben in den Prozessen der Landerschließungen und den damit verbundenen Umstrukturierungen. Beide beiden Wissenschaftler legten den Schwerpunkt auf Brandenburg.

HEINZ-DIETER HEIMANN (Potsdam) zog ein umfassendes Resümee der Tagung und hob die großen Perspektiven hervor, die die interdisziplinäre Auswertung überlieferter Realien für die Erforschung der mittelalterlichen zisterziensischen Gemeinschaften öffnet. Er sprach von einem „Seehausen-Effekt“: Der Fundstoff aus diesem Kloster habe sich als hervorragender Ausgangspunkt der Tagung erwiesen, an den die mediävistischen Forschungen zum mittelalterlichen weiblichen Klosterwesen fruchtbar anzubinden vermochten, bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen und fachlichen Herangehensweisen. Dabei ist zu betonen, dass die Studien zu materiellen Zeugnissen – vom archäologischen Fund bis zum kompletten Kloster – ihre ganze Aussage erst im Verbund mit den schriftlichen Überlieferungen entfalten.

Eine Besichtigung des Dominikanerklosters, eine Fundschau monastischen Sachguts aus Seehausen, eine Exkursion zu bedeutenden Klöstern der Region in Angermünde, Boitzenburg und Chorin sowie ein Besuch der prachtvollen gotischen Marienkirche in Prenzlau, in der zum Tagungszeitpunkt die Rekonstruktion der kriegszerstörten Gewölbe abgeschlossen wurde, rundeten die Veranstaltung ab.

Man kann resümieren, dass die Konferenz das große Potential materieller Hinterlassenschaften für die Erforschung der untergegangenen Lebenswelt mittelalterlicher Frauenklöster nachdrücklich aufgezeigt hat, das sich gerade in der fachübergreifenden Herangehensweise eindrucksvoll entfaltet. Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist in Vorbereitung.

Konferenzübersicht:

Sektion I: Grundlagen – Materialität und Zisterzienserinnenforschung

Annette Cremer (Gießen): Wie „liest“ man ein Objekt?

Christina Lutter (Wien): Methodische Zugänge zur materiellen Kultur bei der Erforschung geistlicher Frauengemeinschaften

Sektion II: Kloster Seehausen – weibliche Monastizität des Mittelalters im Fokus der Forschung

Gudrun Gleba (Oldenburg): Kloster Seehausen – Geschichte und kulturhistorischer Kontext

Felix Biermann (Szczecin/ZossenWünsdorf): Archäologie des Klosters Seehausen

Katrin Frey (Prenzlau): Seehausener Funde als Spiegel von Alltag und Frömmigkeit

Thorsten Schifer (Mannheim): Mittelalterliche Sinterware-Gefäße aus dem Kloster Seehausen – Neutronenaktivierungsanalyse und archäologisch-typologische Herkunftsbestimmung

Gudrun Gleba (Oldenburg): Materielles Gut – das Narrativ der Dinge aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive am Beispiel der Funde aus Seehausen

Sektion III: Gebaute und dingliche Frömmigkeit – Frauenklöster im südwestlichen Ostseeraum

Dirk Schumann (Berlin): Die Backsteinarchitektur von Seehausen und die Ordensarchitektur der Zisterzienserinnen in Nordostdeutschland

Hans Krongaard Kristensen (Aarhus): Frauenklöster im mittelalterlichen Dänemark – Architektur und Archäologie

Katja Hillebrand (Kiel): Frömmigkeitspraxis norddeutscher Zisterzienserinnen im Spiegel von Ausstattung und Architektur

Christofer Herrmann (Danzig [Gdańsk]/Berlin): Die Architektur der Zisterzienserinnen im Ostseeraum

Sektion IV: Sachkultur als Zeuge von Alltag und Glaubensvorstellungen in Frauenklöstern

Jörg Richter (Hannover): Die Funde vom Nonnenchor des Klosters Wienhausen

Anette Löffler (Threna): Geschrieben, genutzt, verloren, wiedergefunden – Handschriftenfragmente aus dem Chor des Klarissenkonvents Ribnitz

Tanja Kohwagner-Nikolai (München): Reich und gelehrt – ideelle und materielle Grundlagen zur Herstellung klösterlicher Textilkunst

Hartmut Kühne (Wandlitz): Pilgerzeichen in und aus Klöstern zwischen Werra und Ostsee

Ellen Hünigen (Berlin): Klösterliche Musik des Mittelalters auf Basis des Breviers (Nocturnale) aus dem Kulturhistorischen Museum im Dominikanerkloster Prenzlau

Sektion V: Grundherrinnen: Zisterzienserinnenklöster in Landesausbau, Verwaltung und Politik

Oliver Auge (Kiel): Verflochten mit der Welt – Zisterzienserinnenklöster des südwestlichen Ostseeraums und ihre Verbindungen zu Landesherrschaft und Landesadel

Sascha Bütow (Magdeburg): Auf Wasser gebaute Herrschaft. Zur Bedeutung von Mühle, Schifffahrt und Fischerei für Zisterzienserinnenklöster im Spätmittelalter

Clemens Bergstedt (Ziesar): Herrschaftsbildung und Landesausbau – Bemerkungen zur Gründung nordostdeutscher Zisterzienserinnenklöster

Heinz-Dieter Heimann (Potsdam): Resümee und Perspektiven

Zitation
Tagungsbericht: Mittelalterliche Zisterzienserinnenklöster im südwestlichen Ostseeraum – materielles Gut zwischen Alltag und Spiritualität, 25.09.2019 – 28.09.2019 Prenzlau, in: H-Soz-Kult, 06.01.2021, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8847>.