Sexualitäten sammeln. Von Körperpraktiken, Beziehungen und grenzüberschreitenden Objekten

Ort
digital (Dresden)
Veranstalter
Deutsches Hygiene-Museum Dresden
Datum
24.02.2021 - 25.02.2021
Von
Helene Baumbach, Universität Erfurt

Sexualität ist ein allgegenwärtiges Thema und manifestiert sich auch in Objekten des Alltags. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich Museen und Sammlungen zunehmend intensiver mit Objekten mit Sexualitätsbezug beschäftigen. Eine Analyse solcher Objekte kann Auskunft über den Wandel des gesellschaftlichen Umgangs mit und den wissenschaftlichen Diskurs über Sexualitäten geben. Die digitale Tagung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden (DHMD) thematisierte daher die materielle Kultur von Sexualitäten. Einerseits sollte erörtert werden, wie die Vielfalt von Sexualitäten in Sammlungen und Archiven methodisch erforscht und strategisch sichtbar gemacht werden kann. Auf der anderen Seite sollten konkrete sexualitätsbezogene Objekte und deren Einfluss auf die Gesellschaft präsentiert, analysiert und diskutiert werden.

Die Tagung fand im Rahmen des Forschungsprojektes „Dinge und Sexualität. Produktion und Konsumtion im 19. und 20. Jahrhundert“ statt, in dem sich das DHMD gemeinsam mit den Verbundpartnern an der Technischen Universität Dresden, der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Schwulen Museum Berlin der Objektanalyse und der historischen Erforschung von Sexualitätsgeschichte widmen. Am ersten Veranstaltungstag stellten Museumsmitarbeiter/innen ihre Sammlungsstrategien zu Objekten mit Sexualitätsbezug vor. Am zweiten Tag wurden konkrete Objekte und Bestände präsentiert und diskutiert. Vor jedem Panel wurden kurze informative Impulsfilme zu verschiedenen Objekten wie Kondomen oder Sexspielzeug eingespielt, die einen Einblick in die Sammlung und Arbeit des Projektteams am DHMD gaben.

SUSANNE ROESSIGER (Dresden), die Sammlungsleiterin des DHMD, eröffnete die Tagung und begrüßte die Teilnehmer/innen aus dem überarbeiteten und neueröffneten Ausstellungsraum „Sexualitäten“ in der Dauerausstellung des Museums. Sie gab eine Einführung in die Sammlungsarbeit und stellte das Verbundprojekt vor.

Anschließend reflektierte ANINA FALASCA (Dresden) die Herangehensweise bei der Neukonzeption dieses Raumes. Sie gab Einblicke in ihre Arbeit als wissenschaftlich-kuratorische Mitarbeiterin, ging auf die Ansprüche des Hauses an die neue Präsentation, auf dabei aufgetretene Herausforderungen sowie auf die Strategien ein, mithilfe derer diesen begegnet werden konnte.

Im ersten Panel zu Potenzialen und Grenzen von Sammlungen referierte JANA WITTENZELLNER (Berlin) über den Umgang mit Pin-up-Kalendern im Museum Europäischer Kulturen Berlin. Sie berichtete von ihren Gefühlen zu diesen Objekten und darüber, wie sie ihre Emotionen beim Sammeln produktiv nutzen kann. Zwei Pin-up-Kalender lösten in ihr bei der Inventarisierung negative Gefühle aus und regten eine Debatte über ihre Bedeutung und Aufnahme in die Sammlung an. Sie fragte sich: „Darf ich mich als Kuratorin von einem Objekt so aus der Fassung bringen lassen?“ Um darauf eine Antwort zu finden, recherchierte sie zu Gefühlen im Museum und zum Umgang mit sensiblen und schwierigen Objekten, fand aber in der Literatur keine Lösung. Der emotionale Diskurs über die Pin-up-Kalender regte jedoch dazu an, die Sammlung des Museums zu reflektieren und mit Kalendern zu erweitern, die andere als die klassischen, auf einen männlichen heterosexuellen Blick ausgerichteten Darstellungen zeigen. Es ergab sich die Frage, wie mit solchen Objekten umzugehen sei und wer überhaupt darüber entscheidet, was als Kulturerbe aufbewahrt werden soll und was nicht. Sie konkludierte, dass das Hinterfragen der eigenen Emotionen beim Betrachten ethisch fragwürdiger Objekte dazu beitragen kann, deren Zwiespältigkeit offen zu begegnen und Sensibilität für ihre problematischen Kontexte zu entwickeln.

Ethischen Fragestellungen des Sammelns widmete sich auch BIRGA MEYER (Berlin) im Panel zu Partizipation und Teilhabe in der Sammlungsarbeit. Anhand der von ihr kuratierten Ausstellung Proudly Perverted im Schwulen Museum Berlin erörterte sie den Umgang mit marginalisierten Perspektiven in Archiven und Museen. Sie diskutierte die Bedeutung von Teilhabe in Sammlungen, die Verantwortung, die Museen gegenüber den repräsentierten Objekten und Narrativen haben, die Wertschätzung der Repräsentation in Ausstellungen sowie den Schutz vor Missbrauch, Übergriffen und Diskriminierung. Die Referentin beschrieb ihre Arbeit während der Kuration als Gatekeeping zwischen dem Museum und den Beteiligten, deren Objekte und Geschichten präsentiert wurden. Transparenz in der Ausstellungsarbeit, eine intensive Aushandlung der Nutzungsrechte und die Absprache mit den Involvierten über den gesamten Ausstellungszeitraum waren wesentliche Merkmale der Herangehensweise. Gleichzeitig kritisierte sie die fehlende Verantwortungsübernahme der Institution und die hohe Belastung der Gatekeeper. Sie forderte neue Konzepte des Sammelns, die von denjenigen debattiert und mitgestaltet werden, die ihre Objekte und ihre Geschichte an die Institution übergeben, und schlussfolgerte: „Wenn das Archiv diese Autorität und Macht teilt, und wenn es auch, wo das möglich ist, Schutz gewährt, dann bleibt das Archiv zwar ein gefährlicher Ort […], aber […] mehr Menschen können gleichberechtigt daran teilhaben.“

MARTHA CLEWLOW (London) stellte im Panel zur Erschließung von Sammlungen ihre Arbeit als Katalogredakteurin in den London Metropolitan Archives und das Projekt Haringey Vanguard vor. Ziel des Projektes ist es, in Zusammenarbeit mit LGBTQ+-Communities die Geschichte von BAME- (Black, Asian and Minority Ethnic) LGBTQ+ im Londoner Stadtteil Haringey der 1970er bis 1990er Jahre zu sammeln und nicht nur über diese zu berichten. Die Referentin ging der Frage nach, wie die Queerness von kulturellem Gedächtnis in LGBTQ+-Archiven bewahrt werden kann, wenn das Material in die Archive aufgenommen und kategorisiert wird. Die Community in den Mittelpunkt zu rücken und sich für den Aufbau von Beziehungen und Machtteilung im Laufe des Projektes zu engagieren, bezeichnete sie als essentielle Prozesse, um institutionelles Wissen zu erschließen. Sie fordert von Archiven, dass sie kulturelle Wertvorstellungen erweitern, damit auch Materialien wertgeschätzt werden, die von zuvor ausgeschlossenen Communities geschaffen wurden. Außerdem sei anzuerkennen, dass Archive nicht nur Eigentum der Institutionen sind, sondern ihre Inhalte auch der Community zugänglich sein sollten. Somit dient das Projekt nicht nur dazu, einen Überblick über die Geschichte von BAME-LGBTQ+-Communities in London Haringey zu erarbeiten, sondern auch, um auf die Marginalisierung von LGBTQ+ in anderen Archiven hinzuweisen.

SARAH SCHEIDMANTEL (Zürich) betrachtete im Panel zu Optimierungsdingen die Kulturgeschichte des Vibrators. Sie gab Einblicke in die Medizinhistorie und Objektgeschichte von Vibrationsmassagegeräten um 1900 und fragte, inwiefern sich die sexuelle Gebrauchsdimension an frühen Vibratoren ablesen lässt. Dazu skizzierte sie zunächst deren vielschichtige Geschichte von der medizinisch eingesetzten gynäkologischen Massage bei Frauenleiden Ende des 19. Jahrhunderts bis hin zur Anwendung im eigenen Hausstand als Schönheitspflege für Frauen. Am Beispiel des Vibrators Sanax erörterte sie, wie Zeitungsanzeigen ein Schönheitsideal vermittelten, das nur durch die Verwendung der Geräte zu erreichen sei. Sie interpretierte die konsumorientierte Ausrichtung des Vibrators als Entfernung „von den Ängsten vor der Moderne, hin zu einem ökonomisierten Willen der Verschönerung weiblicher Körper“. Belege für eine Nutzung zur sexuellen Stimulation fänden sich nicht in den Quellen, doch ließe die Verwendung der Vibrationsmassagegeräte zur Verschönerung auch auf das Bedürfnis nach sexueller Attraktivität schließen. Dieser Beitrag zeigte, dass Objekte mit Sexualitätsbezug nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind. Der Vibrator im frühen 20. Jahrhundert exemplifiziert diese Erkenntnis als ein Objekt, das zwischen einem Schönheits- und Sexualitätsding changierte.

Im Panel zu Regulierungsdingen skizzierte FABIAN HENNIG (Mainz) die Entwicklung der Verhütungsunterhose für Männer, die die Hoden in den Leistenkanal hebt, um sie mit der Körpertemperatur zu erwärmen und so die Spermienbildung zu hemmen. Er vermutet, dass Verhütungsunterhosen Verstofflichungen prekärer Männlichkeitsexperimente am Rande der Wissenschaft darstellen. Um dieser These nachzugehen, erläuterte er zunächst die Entstehung und Entwicklung der thermischen Verhütung: Eine erste Erfindung war der „Rocks Strap“ von John Rock in den 1960er Jahren als Kritik an der Fokussierung der Reproduktionsmedizin auf den weiblichen Körper. Als Antwort auf feministische Kritik in den 1970er und 1980er Jahren wurde die Methode von einer französischen Gruppierung zum „Toulouser Eierheber“ weiterentwickelt. Zur Verbreitung der Methode engagieren sich Befürworter/innen aktuell mit Videotutorials zur Herstellung eigener Unterhosen. Der Referent sieht in dieser Methode einerseits das Potenzial der Teilhabe von Männern an der Verhütung, anderseits ein autonomes „Experiment mit dem eigenen Körper und [die] Transformation heterosexueller Männlichkeit“. Die thermische Verhütung sei jedoch ambivalent zu betrachten; die Verwendung der Unterhosen könne individuelle und gesellschaftliche Gründe haben. Dazu zählten Fürsorglichkeit und Verantwortungsübernahme, aber auch Kontrolle über die eigene Sexualität und Distanzierung zur Partnerin. Hennig verifizierte seine These mit der Überlegung, dass Männer mit der wissenschaftlich nicht bestätigten Methode der Stoffunterhose zur Verhütung an sich selbst experimentierten, als Testperson und Anwender zugleich.

KATERINA PIRO (Mannheim) gab im Panel zu Beziehungsdingen Einblicke in ihre Forschung zu Sexualität in Feldpostbriefen. Sie berichtete über Probleme bei der Erschließung von Egodokumenten und stellte die Frage, welche Rolle Dinge bei der Aushandlung einer Paarbeziehung spielen können. Anhand eines Briefwechsels eines heterosexuellen Paares analysierte sie Lust und Sinnlichkeit vor und im Zweiten Weltkrieg. Als wesentliche Themenfelder identifizierte sie Reproduktion und Verhütung. In ihrer Analyse der Briefe zeigten sich Verflechtungen von Kriegserlebnis, Konsum, Intimität und Familienplanung, aber auch NS-Gedankengut in Form von rassistischen und nationalistischen Denkmustern. Der Briefwechsel gebe somit Aufschluss über soziokulturelle Normen, genderspezifische Sprache und vorhandenes Wissen zu den verhandelten Objekten. In den Dokumenten zeige sich zudem deutlich, wie äußere Einflüsse wie die politischen und gesellschaftlichen Umstände die Ansichten und auch die Beziehung des Paares prägten. Alltägliche Objekte wie Gummimatten, Kinderwagen oder „Paketchen“ (Kondome) seien somit nicht nur Beziehungsdinge, sondern auch „dinggewordene Diskurse über Macht, Nationalismus und Politik“.

Im letzten Panel zu Lustdingen thematisierte BEATE ABSALON (Linz) sexualpädagogische Materialien und präsentierte Plüschmodelle als neue Ansätze sexualpädagogischer Vermittlungsarbeit. Sie hinterfragte, was die Objekte progressiver Sexualaufklärung aufgrund ihrer Gestaltung, ihres Designs und Materials, ihrer Farben und Formen über Sexualität erzählen. Zudem erörterte sie, welche didaktischen Prinzipien dahinter stehen und welches Sexualverständnis die ästhetischen Objekte erzeugen. Zunächst betrachtete sie, wie sich Lehrobjekte historisch gewandelt haben: von künstlerischen, gleichzeitig belehrend und ästhetisch ansprechenden Wachsmodellen des 18. Jahrhunderts, über nüchterne, einfache, abstrahierte Anschauungsobjekte aus Holz hin zu taktilen, verspielten, vielfältig bunten und kissenähnlichen anatomischen Modellen, die sexuelle Vielfalt und Selbstbestimmung auf einfache, verständliche Art sichtbar machen und über die Haptik einen Bezug zur eigenen Sexualität und zum eigenen Körper herstellen lassen. In ihrem Beitrag illustrierte sie das Potenzial dieser kunstvollen Materialien: Sie erklärte, wie die Modelle Berührungsängste abbauen können und wie ein spielerischer Zugang zu Sexualität in der Pädagogik ermöglicht werden kann. Anderseits diskutierte die Referentin die Ambivalenz der Objekte: Die plüschige Beschaffenheit, das bunte verspielte Design und deren Niedlichkeit der Repräsentationen von Geschlechtsorganen könnten eine fehlende Ernsthaftigkeit oder sogar Lächerlichkeit bewirken, die diese Objekte entmündigt, infantilisiert, als ahnungslos und verletzlich darstelle.

Abschließend raisonnierten Jana Wittenzellner, Birga Meyer, Heiko Stoff und Tino Heim über ihr Verständnis und die Bedeutung von Sexualität und sexualitätsbezogenen Objekten und hinterfragten Machtverhältnisse, Teilhabe und Diversifizierung in Sammlungen und Archiven. Die Tagung zeigte, dass Sexualitäten kein Randthema mehr darstellen. Verschiedene Fragen werden schon erforscht und analysiert; dennoch besteht großes Interesse und Gesprächsbedarf unter Museumspraktiker/innen und Wissenschaftler/innen. Auffallend war, dass es kaum Kontroversen gab, sondern zumeist Einigkeit unter den Beiträger/innen herrschte. Der Austausch über und die Forschung zu Sexualitäten sind interdisziplinär, was sich auch in den verschiedenen Ansätzen, im Umgang mit der Thematik in den Beiträgen und in den anschließenden Diskussionen widerspiegelte. Diese wurden nach jedem Panel vor allem in den Session-Räumen ausgetragen und hatten aufgrund der regen Beteiligung der Teilnehmer/innen einen besonders großen Mehrwert für die Tagung. Objekte mit Sexualitätsbezug sind vielschichtig, Unruhestifter, man muss sich ihnen multiperspektivisch annähern. Kritisiert wurde, dass nicht-weiße, außereuropäische Sichtweisen und Beiträge gefehlt haben. Insgesamt sprachen sich die Referent/innen über die dringende Überarbeitung von Verschlagwortungen und Sammlungsstrategien aus, um unterschiedliche Perspektiven, marginalisierte Gruppen und tabuisierte Praktiken als Kulturerbe zu bewahren und sichtbar zu machen.

Konferenzübersicht:

Einführung

Moderation: Rebekka Rinner (Dresden)

Susanne Roeßiger (Dresden): Einführung in die Tagung und das Forschungsprojekt „Dinge und Sexualität“

Anina Falasca (Dresden): Sexualitäten ausstellen: Neukonzeption des Raumes „Sexualitäten“ der Dauerausstellung Abenteuer Mensch im Deutschen Hygiene-Museum Dresden

Sammlungsarbeit I: Potenziale und Grenzen von Sammlungen

Moderation: Katja Töpfer (Dresden)

Sophie Gerber (Wien): Pink, Queer, Körpernah – Sexualitäten im Technischen Museum

Jana Wittenzellner (Berlin): Endlich ein sexistisches Objekt!? Über zwiespältige Gefühle beim Sammeln

Peter Rehberg (Berlin): Queere Affekte und Sammlungspraxis. Die Porno-Alben von Sigmar Piske in der Sammlung des Schwulen Museums

Sammlungsarbeit II: Partizipation und Teilhabe in der Sammlungsarbeit

Moderation: Maria Bühner (Leipzig)

Pia Singer (München): „München sucht seine LGBTI+ Geschichte“ – Einblicke in das Sammeln queerer Stadtgeschichte

Birga Meyer (Berlin): Sammlungen brauchen echte Teilhabe! Marginalisierte Perspektiven ethisch sammeln – das Beispiel der Ausstellung Proudly Perverted im Schwulen Museum

Kollektiv Objects of Desire (Berlin): Archiving desire – telling sex workers‘ stories through objects and art. Interjecting material anthropology with activism in the work of the sex worker led collective Objects of Desire

Sammlungsarbeit III: Sammlungen erschließen

Moderation: Birgit Bosold (Berlin)

Martha Clewlow (London): Preserving Queerness of Community LGBTQ+ Archives

Hannes Hacke (Berlin): Schlagwörter, Normdaten, Tags – sexualitätsbezogenes Vokabular in Sammlungsdatenbanken

Optimierungsdinge

Moderation: Heiko Stoff (Hannover)

Tino Heim (Dresden): Zwischen optimierender Reproduktionskontrolle und Luststeigerung – Sexualobjekte als Medien der Transformation von Produktionsverhältnissen, Wissensordnungen und Beziehungsformen

Sarah Scheidmantel (Zürich): Der Vibrator zwischen Lebensreform und Schönheitspflege um 1900 – ein frühes Sex Toy?

Ulrike Langbein (Basel): Gefährliches Darunter – Unterwäsche, tabuisierte Körper und Fährnisse ihrer Erforschung

Myriam Raboldt (Berlin): „… aber danach fand ich es interessant, diese ‚Prothese‘ anzulegen.“ – Wie cis-Männer mit einem Verlust von Penis, Hoden und Potenz umgehen

Regulierungsdinge

Moderation: Pascal Eitler (Hannover)

Sophia Wagemann (Leipzig): „Nebenwirkung: Veränderungen des Geschlechtstriebs“ – unerwünschte Wirkungen in Packungsbeilagen der Antibabypille und deren Einfluss auf körperliches Wissen

Fabian Hennig (Mainz): Von „Rocks heißen Höschen“ und „Toulouser Eierhebern“ – Verhütungsunterhosen als Dinge und Verdinglichungen prekärer Männlichkeitsexperimente

Beziehungsdinge

Moderation: Tino Heim (Dresden)

Katerina Piro (Mannheim): Von erbeuteten Gummimatten, übergroßen Feuerwehrspritzen und kleinen flachen französischen Paketchen – die Materialität von Sexualität, Macht und Familienplanung in Feldpostbriefen des Zweiten Weltkriegs

Mark Bibbert (Kassel): Die Puppe als Beziehungsobjekt – Dingkonstitution in Subjektivierungsverhältnissen

Lustdinge

Moderation: Peter Rehberg (Berlin)

Beate Absalon (Linz): Anschauungsmaterial – Anfassmaterial – kunstvolle Formen sexualpädagogischer Materialsammlungen

Tanja Kubes (Berlin): Let‘s talk about Sexrobots – Sexroboter als Bettgefährt/innen?

Synthese und Abschlussdiskussion

Moderation: Teresa Tammer (Dresden)

Jana Wittenzellner (Berlin), Birga Meyer (Berlin), Heiko Stoff (Hannover), Tino Heim (Dresden)

Zitation
Tagungsbericht: Sexualitäten sammeln. Von Körperpraktiken, Beziehungen und grenzüberschreitenden Objekten, 24.02.2021 – 25.02.2021 digital (Dresden), in: H-Soz-Kult, 17.04.2021, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8908>.