Vis omnia vincit? Neue Perspektiven zur Gewalt in der griechisch-römischen Antike

Ort
digital (Hamburg)
Veranstalter
Justine Diemke, Alte Geschichte, Universität Hamburg
Datum
15.02.2021 - 16.02.2021
Von
Jean-Pascal Sopha, Arbeitsbereich Alte Geschichte, Fachbereich Geschichte, Universität Hamburg

Gewalt ist in der Antike ein omnipräsentes Phänomen, aber bisher keineswegs erschöpfend erforscht worden. Tatsächlich zeichnet sich das Forschungsfeld durch eine große Dynamik neuer Ansätze, etwa im Zuge des Emotional Turn, und durch die zunehmende Betrachtung von Zeit und Raum von Gewaltakten aus. Die interdisziplinäre Nachwuchstagung, auf der vor allem Doktoranden von elf verschiedenen Universitäten und Instituten aus Deutschland, Italien, Russland und dem Vereinigten Königreich ihre Studien im digitalen Remote-Format präsentierten, widmete sich dieser aktuellen Forschung. Finanziert wurde die Tagung von der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Nach der Begrüßung und Einführung durch die Veranstalterin Justine Diemke (Hamburg) untersuchte JENS FISCHER (Halle) im ersten Vortrag die Rolle der cumaeischen Sibylle im Kontext der augusteischen Kultur. Hinsichtlich ihres scheinbaren Verstummens in augusteischer Zeit arbeitete Fischer heraus, dass diese zirkulierenden Orakelsprüche mit der Bürgerkriegszeit assoziiert wurden und aufgrund ihres unheilverkündenden Charakters von politischer Brisanz waren. Um Deutungshoheit zu erlangen und die Kontrolle über die Verbreitung dieser Sprüche auszuüben, ließ Augustus in seiner Position als Pontifex Maximus alle Sprüche ungewisser Herkunft sammeln und verbrennen und eine Auswahl sibyllinischer Bücher in unmittelbarer Nähe zu seinem eigenen Domizil im palatinischen Apollotempel sammeln.

KATHARINA ANGELBERGER (Heidelberg) analysierte die Dynamiken der Gewalt ausgehend von der Tötung des Turnus durch den Eposhelden am Ende der Aeneis vor dem Hintergrund der Ordnung setzenden, erhaltenden und transformierenden Macht, die sie in Anlehnung an Walter Burkert und René Girard beschrieb. Turnus verweise in seinem Flehen um Gnade auf die bestehende Ordnung der Dinge, die Aeneas aber mit dem Blick ins Wehrgehenk des Pallas überschreite, das nicht nur seinen Zorn wecke, sondern auch den Weg ins noch nicht sichtbare Neue eröffne. Grundsätzlich fuße die Kulturentstehung bei Vergil wesentlich auf Grenzziehung, die Schutz vor dem Ausgegrenzten biete, aber auch die Gefahr berge, dieses aus den Augen zu verlieren. Die Tötung des Turnus stelle einen Opferritus dar, der erst den Wert des Lebens zeige. Nicht grundlos ende das Epos ohne Bestattung offen und mit dem Wort umbras (Schatten). Archäologisch lasse sich die Verwobenheit dieser Gewaltdynamiken nachvollziehen, da die Nähe der Kybele- und Apollotempel Chaos und Ordnungssetzung in direkten Zusammenhang brächten.

LENNARD KAMISCHKE (Hamburg) untersuchte den Umgang mit Gewalt in der Aufführung des Carmen saeculare, einem Hymnus auf den augusteischen Frieden. Horaz‘ Wortwahl sei stark auf bona verba fokussiert, wohingegen die Erwähnung von Krankheit und anderem Übel nur in Form von Anspielungen stattfände. Hierin sieht Kamischke eine bewusste Wahl des Dichters, der sich von der Stilistik in Paianen und der Lieder der Ludi Tarentini absetze, die aufgrund ihres apotropäischen Charakters auch explizite Gewaltschilderungen enthielten. Die Kulisse beim Vortrag des Hymnus enthalte demgegenüber deutliche Anspielungen auf Gewaltakte: Der palatinische Apollotempel trage ein Relief, das Apollo bei der Tötung der Nachkommen der Niobe zeige, und in unmittelbarer Nähe zum Tempel sei dem Apollo Actius ein Votiv auf einem Podium mit den Schiffschnäbeln der in der Schlacht von Actium Besiegten aufgestellt worden.

DMITRY MERKIN (Moskau) analysierte das militärische Vorgehen Alexanders des Großen gegen Milet und das Priestergeschlecht der Branchiden, das einige Kilometer südlich von Milet den Apollondienst verrichtete, vor dem Hintergrund der Forschungsgeschichte, die oftmals das Ausmaß dieser Operation skandalisiert und als Genozid betitelt habe. Die ausführliche Beschreibung der Gewalttaten bei der nahezu vollständigen Zerstörung der Stadt der Branchiden in der Alexandergeschichte des Curtius erlaube in der Kontrastierung mit Verweisen späterer Quellen kein abschließendes Urteil über die Motive Alexanders. Nicht zuletzt legten die Beschriftungen zweier südbaktrischer Amphoren aus Dilberdžin die Zuschreibung zu migrierten Überlebenden der Zerstörung durch Alexander den Großen nahe.

FLORIAN WIENINGER (Passau) beschrieb Plünderungen besiegter Städte als strukturierte und institutionalisierte Form der Gewaltausübung, der militärische, politische und ökonomische Überlegungen zugrunde lägen. Er zeigte, dass Plünderungen von Städten und Schlachtfeldern nach einem festen Schema abliefen: Zunächst werde der Kampf in Formation fortgeführt, bis der Sieg durch den Feldherrn festgestellt würde, wodurch Plünderung und Versklavung oder Gefangennahme der Besiegten dann zum legitimen Kriegsakt werden. Die Gewaltexzesse im Zuge der Städteeroberung stellten wegen ihrer abschreckenden Wirkung auf andere Städte ein Kommunikationsmittel dar. Beispielsweise beugten sich die Siracer nach der Eroberung Uspes den Römern aus Angst vor einer ähnlichen Behandlung.

Auf einer Metaebene untersuchte MARIE ZÖCKLER (München) die Forschungsgeschichte der Mythen, in denen Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt eine Rolle spielen. Das Thema ist doppelt relevant, denn einerseits kennt die griechisch-römische Antike zahlreiche für diese Fragestellung relevante Mythen – mehr als 30 relevante Schilderungen finden sich allein in Ovids Metamorphosen –, andererseits werden diese zunehmend außerhalb der Sphäre der Altertumswissenschaften unter Berufung auf antikes Erbe und entsprechende Werte zur Rechtfertigung misogyner Ideologien instrumentalisiert. In der für den Vortrag ausgewerteten Stichprobe der Publikationen zum Lucretia-Mythos waren weniger als die Hälfte von Frauen verfasst. Das Verhältnis ändert sich jedoch grundlegend, wenn ausschließlich Aufsätze gezählt würden, die sexuelle Gewalt oder Vergewaltigung und damit verbundene (Gender-)Fragen explizit thematisieren – mehr als die drei Viertel der verbleibenden Texte hätten demnach Altertumswissenschaftlerinnen verfasst.

ANNEMARIE AMBÜHL (Mainz) führte im Abendvortrag in die Welt der Körperkonzepte in Lucans Epos über den Bürgerkrieg ein. Dessen Stil sei von einer außergewöhnlichen Verwendung medizinisch-analytischer Begriffe geprägt. Das Werk sei weit mehr als bloß ein makabres Horrorkabinett, da es die Körperkonzepte seiner Zeit durch überspitzte und die Ordnung der Dinge ins Gegenteil verdrehende Gewaltdarstellungen durchbreche. Dem Bild des am und im Bürgerkrieg krankenden Staatswesens folgend, werde der Körper selbst zum Schauplatz des Kriegs. Der männliche corpus werde geradezu seziert und sein Übergang in einen truncus oder cadaver in anatomischer Präzision nachverfolgt. Ein truncus trete vor allem im Kontext der Enthauptung auf, erscheine jedoch auch als posthumane Mensch-Waffe, die auch nach zahlreichen Verstümmelungen, etwa dem Abschlagen beider Arme, weiterkämpfe und selbst nach dem Tod durch die bloße Masse aktiv sei und in das Kampfgeschehen eingreife. Ein ähnliches Überschreiten der Grenzen machte Ambühl in Bezug auf den cadaver aus. Obwohl der Begriff bei Lucan einen enthumanisierten toten Körper beschreibe, trete ein solcher mehrfach als Agens in Erscheinung – etwa in einer Nekromantieszene oder landschaftsgestaltend durch das Rotfärben des Wassers und Aufstauen des Tibers. Die Bürgerkriegslandschaft Thessalien selbst bestehe aus den Körpern der getöteten römischen Soldaten und werde damit im doppelten Sinne Ort des Bürgerkriegs.

In lateinischer Sprache analysierte GERARDO GUZMÁN RAMÍREZ (Rom) den griechischen Gewaltbegriff in den Werken der frühen griechischen Dichter. In Hesiods Theogonie sei unter den Kindern der Styx als Personifikation der entsprechenden Werte lediglich Nike eindeutig positiv konnotiert. Kratos, Bia und Zelos hingegen wirken in ihrer fehlgeleiteten oder übermäßigen Ausprägung ambivalent. Bei Aischylos sei eine große Ähnlichkeit zwischen Kratos und Bia festzustellen, wenn sie beispielsweise Prometheus gemeinsam an den Felsen fesseln. Dieses Bild fände sich auch bei Solon, der bildhaft gesprochen das Unrecht in ruhigen Zeiten fesseln möchte, um eine Eunomie zu sichern.

JUSTINE DIEMKE (Hamburg) untersuchte nächtliche Gewalt in der griechisch-römischen Antike und verschränkte dezidiert archäologisch-ikonographisches Material mit literarischen Quellen. Grundsätzlich stehe nicht die zeitliche Komponente im Vordergrund, sondern vielmehr eine emotionale Ebene, da der natürliche Zustand von Ruhe und Erholung durch eine Tötung auf grausamste Weise unterbrochen werde. Die Schutzlosigkeit der Opfer und der Ort der Schlaftötung implizierten häufig eine Unterlegenheit des Täters, die auch auf die Bewertung nächtlicher Gewalt in militärischen Kontexten ausstrahle. Nächtliche Angriffe dienten als Topos für die amoralische Kriegsführung von Barbaren. In der griechischen Literatur würden nächtliche Angriffe konsequent als List oder Verrat betitelt, wohingegen die Bewertung in römischen Quellen ambivalent ausfiele. Die Römer hätten den Nachtangriff auffallend oft genutzt, um Rache an ihren Feinden zu üben.

KONRAD LÖBCKE (Mainz) kehrte zur Lucretia-Erzählung zurück und betrachtete sie im Kontext der sexuellen Gewalt in Petrons Satyrica. Der Stoff der Vergewaltigung Gitons sei vor dem literarischen Hintergrund der griechischen und römischen Komödie zu sehen, in der eine Vergewaltigung im Vorfeld und als Ausgangspunkt der Bühnenhandlung ein wiederkehrendes Motiv sei. Eine Ausnahme von diesem Muster liege im Eunuchus des Terenz vor, der die Vergewaltigung im Bühnenstück selbst platziert. In beiden Werken identifizierte Löbcke dieselben Verharmlosungstechniken. Die Übergriffe werden von allen Akteuren, die von ihnen erfahren, nicht ernst genommen und als Spiel abgetan. Das Thema werde außerdem durch gattungsübergreifende und mythologische Parodien entschärft: Giton erscheine durch die wörtliche Adaption der bekannten Livius-Episode wie eine Lucretia. Chaerea, der Vergewaltiger im Eunuchus, steige durch die Gleichsetzung seines Opfers Pamphila mit Danaë in die Fußstapfen des Göttervaters.

JEAN COERT (Bremen) beschrieb den kaiserlichen Freundschaftsentzug als politisches Instrument zur Bestrafung politischen Fehlverhaltens. Der erste Präfekt der bedeutenden Provinz Ägypten, Cornelius Gallus, verliere durch sein selbstbewusstes Auftreten in der Peripherie des Reichs das kaiserliche Vertrauen, da er sich nicht als Präfekt in den Diensten des Kaisers geriere, sondern gleichsam als Herrscher über Ägypten auftrete. Nach Rom abkommandiert, wird ihm öffentlich die Freundschaft gekündigt. Der gewaltsame Charakter dieser Handlung offenbare sich durch die Konsequenzen für Gallus: Politisch angreifbar gemacht, begeht er schließlich Suizid. Coert schloss, dass das Schicksal des Gallus kein Einzelfall sei, und umriss, dass spätere Kaiser ähnlich mit in Missgunst Geratenen verfuhren.

Mit dem Thema des Genozids befasste sich auch CHRISTINA KECHT (Passau), die sich dem modernen Begriff mithilfe der von den Vereinten Nationen aufgestellten Definition näherte. Entscheidend sei, dass die Schädigung, die einen Genozid ausmache, intendiert und gezielt gegen Mitglieder einer perzipierten Gruppe gerichtet sei und von einer Zentralmacht angeordnet werde. Die Art der Schädigung reiche von psychischer Gewalt bis zu physischer in Form des Tötens. Herausfordernd sei, tatsächlichen Genozid von reiner Kriegsrhetorik zu unterscheiden und Kampfhandlungen zu identifizieren, die nicht im Zusammenhang mit einer Schlacht stattfanden. Kecht grenzte den Genozid in seiner blutigen Form als Massenmord von anderen Formen der Schädigung einer Gruppe ab. Systematischer Massenmord mit dem Ziel der Auslöschung einer Gruppe habe in der römischen Antike zwar stattgefunden, jedoch sei ein solches Vorgehen eher die Ausnahme, da nicht zuletzt ökonomische Gründe gegen die Auslöschung einer Gruppe sprächen.

CHRISTOPH APPEL (Mainz) beschrieb die römische Liebeselegie als eine strukturell von Gewalt geprägte Gattung, da die Elegiker ihr Schaffen selbst im Einflussbereich der Gottheiten Venus und Amor verorteten und keineswegs selbstbestimmt agieren, sondern einer gewaltsamen göttlichen Inspiration folgten. Die Grundkonstellation der Liebesbeziehungen in den Elegien basierten nicht auf Ausgleich, sondern auf einer vertikalen Struktur der Unterwerfung und Abhängigkeit: Der exclusus amator erleide durch die Nicht-Verfügbarkeit der Geliebten psychische Gewalt, die sich in der Tür manifestiere, die ihn von der Geliebten trenne. Gleichzeitig sei ein männliches Gewaltpotenzial impliziert, das zunächst verurteilt werde, da es das Abhängigkeitsverhältnis der beiden Personen umkehre, sodass die domina zur puella werde, die der amator gewaltsam vereinnahmt. Appel identifizierte in den Elegien auch Entfremdungstechniken, die die Schreckmomente der Zeichen der Gewalt durch ästhetische Glättung minderten. Beispielweise würden männliche Gewaltakte in den Kontext militärischen Heldentums eingebunden und die Zeichen der Gewalt zu Siegesmalen umgedeutet.

TROY WILKINSON (Lampeter) wandte sich dem Gewaltschauplatz der Arabischen Wüste zu, die eine besondere Stellung unter den Grenzregionen des Römischen Reichs eingenommen habe. Zunächst erscheine die Zahl der dort stationierten Truppen von etwa 1.000 angesichts der großen wirtschaftlichen Bedeutung als Tor zum Indischen Ozean überraschend gering. Wilkinson zeigte jedoch, dass nicht zuletzt aufgrund der spezifischen Anforderungen der Wüste ein außergewöhnliches Grenzsicherungssystem angelegt wurde, um den Handel vor Übergriffen von Banditen, Nomaden und Piraten zu schützen. Dabei sei der Einsatz der Spezialtruppen aus Infanteristen, Kamelreitern und Marine von privaten Truppen unterstützt worden, wie Vertragspapyri belegen.

Zum Abschluss der Tagung stellte WERNER RIESS (Hamburg) das Hamburger Informationssystem ERIS vor, das den digitalen Zugriff auf Gewaltbeschreibungen in der antiken Literatur ermöglicht, um neue Möglichkeiten in der Forschung und Didaktik zu eröffnen. Durch diesen Zugang der New Visual Hermeneutics sei es möglich, Untersuchungen in kurzer Zeit auf einer große Quellenbasis aufzubauen. Die hermeneutische Herangehensweise der historisch-kritischen Methode in der Annotation der Belegstellen werde als Form des Close Reading mit einem Distant Reading der Quellen verschränkt. Rieß zeigte anschaulich die zahlreichen in ERIS bereitgestellten Filteroptionen, die es erlauben, eine Trefferliste aller Belegstellen von Gewaltakten in den griechischen oder lateinischen Quellen inklusive einer englischen Übersetzung zu erhalten.

Wenngleich der Ausgangspunkt der Untersuchungen oft die Analyse literarischer Gewaltbeschreibungen war, so hat die gelungene Verschränkung mit anderen Quellenarten – zu nennen sind hier vor allem bildliche Darstellungen und archäologische Evidenzen, aber auch Inschriften und Papyri – das große Potenzial der interdisziplinären Gewaltforschung aufzeigen können. Die Nachwuchstagung nahm interessante und fruchtbare Impulse auf, die sich beispielsweise in der mehrfachen Verwendung des modernen Genozidbegriffs, Fragen nach Genderaspekten, Legitimation von Gewalt und deren gesellschaftlicher Einhegung, aber auch im digital gestützten Quellenzugang zeigten.

Konferenzübersicht:

Jens Fischer (Halle): Dira carmina Cumanae. Über die grauenvollen Gesänge der cumaeischen Sibylle

Katharina Angelberger (Heidelberg): Die Aitiologie der Gewalt – zu einer Denkfigur der augusteischen Zeit

Lennard Kamischke (Hamburg): Bellante prior, iacentem lenis in hostem – Umgang mit Gewalt in Horaz‘ carmen saeculare

Dmitry Merkin (Moskau): The Massacre of the Branchidae in Historiae Alexandri Magni of Curtius Rufus: an act of genocide or an ordinary excess?

Florian Wieninger (Passau): Vi capta! Institutionalisierte Gewalt im Zuge von Plünderungsprozessen in der römischen Kaiserzeit

Marie Zöckler (München): Call it Rape – Vergewaltigungs-Mythen und ihre Rezeption im wissenschaftlichen Diskurs

Annemarie Ambühl (Mainz): Von der Kampfmaschine zum Kadaver. Bürgerkriegsgewalt und die (De-)Konstruktion von Körperkonzepten bei Lucan

Gerardo Guzmán Ramírez (Rom): Cratos, bia et dice inversibus epici satque tragoedia

Justine Diemke (Hamburg): Periculosae horae et sopor aeternus. Gewalthandlungen in der Nacht und ihre Verbindung zum Schlafmotiv

Konrad Löbcke (Mainz): „Si Lucretia es, Tarquinium invenisti.“ Sexuelle Gewalt in Petrons Satyrica und in der antiken Komödie

Jean Coert (Bremen): Renuntiatio amicitiae. Der kaiserliche Freundschaftsentzug als Instrument der Gewalt und Ordnung im Imperium Romanum

Christina Kecht (Passau): Ubique pavor et plurima mortis imago. Genozid in der römischen Antike

Christoph Appel (Mainz): Possessa ferus pectora versat Amor. Zur Ästhetizität der Gewalt in der römischen Liebeselegie

Troy Wilkinson (Lampeter): A Red Sea of Trade. A New Perspective on Violence in Rome’s Eastern Desert and the Indian Ocean

Werner Rieß (Hamburg): Das Hamburger Informationssystem ERIS zur Darstellung von Gewalt in der Antike

Zitation
Tagungsbericht: Vis omnia vincit? Neue Perspektiven zur Gewalt in der griechisch-römischen Antike, 15.02.2021 – 16.02.2021 digital (Hamburg), in: H-Soz-Kult, 23.04.2021, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8912>.
Redaktion
Veröffentlicht am
23.04.2021