Gallia docta? Bildung (begrenzen) im spätantiken Gallien

Ort
digital (Greifswald)
Veranstalter
Veronika Egetenmeyr, Universität Rostock; Tabea Meurer, Johannes Gutenberg-Universität Mainz; Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
Datum
17.03.2021 - 20.03.2021
Von
Nicolas Goldmann, Georg-August-Universität Göttingen; Ann-Kathrin Stähle, Universität Basel

Für moderne Gesellschaften ist das starke In- und Exklusionspotential von Bildung unbestreitbar, doch traten bereits in der (Spät-)Antike ähnliche Phänomene zutage. Die digitale internationale Fachtagung, die von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung sowie von der DFG gefördert wurde, versammelte Gelehrte der Gegenwart, um über nationale und disziplinäre Grenzen hinweg die Bedeutung von Bildung sowie darauf basierender In- und Exklusion zu untersuchen.

In ihrer Keynote zu Sidonius’ kunstsinnigen Musen beschäftigte sich SIGRID MRATSCHEK (Rostock) mit der Poetik des Schweigens im Werk des Sidonius Apollinaris. Dabei plädierte sie für eine positive Lesart von Sidonius’ schweigender Muse: Diese stelle weder einen generellen Niedergang der spätantiken Dichtung noch ein anhaltendes Schweigen des Dichters selbst dar. Stattdessen kreiere Sidonius durch die wechselnden Stimmen der Musen eine Serie von Selbstporträts (als Bittsteller, als Gastgeber und als Trauernder), um seine Vision von einer zerbrechenden römischen Welt zu erklären. Durch die Allegorie der schweigenden Muse könne der Dichter seine traumatischen Erfahrungen bewältigen, seine Leser:innen in Zuschauer verwandeln und darin inkludieren.

Die erste Sektion, die sich dem Thema Inklusion und Exklusion widmete, eröffneten die beiden Veranstalterinnen mit einem theoretisch-methodologischen Impulsvortrag. In zwei Schritten stellten VERONIKA EGETENMEYR (Rostock) und TABEA MEURER (Mainz) ein theoretisches Grundgerüst vor, auf dessen Basis In- und Exklusionsmechanismen vor allem auf dem Gebiet der Bildung analysiert werden könnten. Zunächst nahmen sie dabei Bildung in den Blick: Eine Person werde in ihrer Bildung neben institutionellen auch von sozialen Einflüssen und Erfahrungen aktiv wie auch passiv geprägt. Das Lernen trage so ein Leben lang zur individuellen wie kollektiven Identitätskonstruktion bei. Auf diese Weise entstünden „Bildungsgemeinschaften“ (educational communities), von denen zeitunabhängig und stets veränderbar eine Vielzahl parallel existierten und so eine „Bildungslandschaft“ (landscape of learning) bildeten. Die Teilhabe an diesen Gemeinschaften sei zentral durch Bildung bedingt, sodass diese einen Weg darstelle, um Inklusion und Exklusion im spätantiken Gallien zu untersuchen. Darauf aufbauend stellten Egetenmeyr und Meurer drei Konzeptualisierungen von In- und Exklusion vor: in Ungleichheitsstudien (inequality research), Devianztheorie (deviance theory) sowie Systemtheorie (system theory). Die Anwendbarkeit dieser Konzepte bzw. deren Synthese zeigten sie sodann anhand einer Fallstudie zu Ausonius auf, der seinen Aufstieg am Hof Gratians zuvorderst seinem kulturellen Kapital verdankte. Nach der Ermordung Gratians schuf Ausonius in den Professores eine exklusive Bildungsgemeinschaft gallo-römischer Rhetoriklehrer im Medium der Literatur. Sowohl die Ergebnisse dieser Fallstudie als auch das zugrundeliegende Modell stellten die Veranstalterinnen im Anschluss zur Diskussion.

Die ersten Denkanstöße dazu gab PETER GEMEINHARDT (Göttingen) in einer Response. Darin unterstrich er zunächst die Relevanz von In- und Exklusionsmechanismen für Bildungskomplexe und würdigte das Konzept der Bildungsgemeinschaften. Indes stellte Gemeinhardt die Frage nach der Anwendbarkeit moderner soziologischer Ansätze auf (spät-)antike Gesellschaften und äußerte Skepsis mit Blick auf die Systemtheorie von Luhmann. Von dieser methodologischen Perspektive ging er zu kritischen Diskussionspunkten über. Da das Schlaglicht auf literarische Bildungsdiskurse in sich selektiv und begrenzt sei, könne ein erweitertes Verständnis von Bildung im spätantiken Gallien auch eine repräsentativere Sicht auf die Bildungslandschaft jenseits sozialer und politischer Eliten ermöglichen. Zugleich stelle sich aber auch bei einzelnen Akteuren (z.B. Sidonius) die Frage, wie mit deren Mitgliedschaft in mehreren Bildungsgemeinschaften umzugehen sei. Gerade diese Frage werde zudem durch den Aspekt der Religion, vor allem des Christentums als „Bildungsreligion“ komplexer, da sich die entsprechenden Akteure zwischen verschiedenen Gemeinschaften bewegten, während sie sich und andere ein- und ausgrenzten.

CHRISTIAN STADERMANN (Mainz) leitete mit einem Paper zu Ideen und Perspektiven zum Umgang mit Migrierenden im 4. und 5. Jahrhundert durch (gallo-)römische Zeitgenossen zur praktischen Analyse von In- und Exklusion über. Ausgehend von der hochaktuellen Frage nach der Integration von Migrierenden und einer Leitkultur zeigte er anhand verschiedener literarischer Quellen, dass die Idee der Integration bereits in der Spätantike existiert habe: Einerseits werde den (Gallo-)Römern eine Rückbesinnung auf ursprüngliche Gesetze und mores im christlichen Sinne nahegelegt, um den Niedergang des Reiches aufzuhalten und die zugewanderten Gruppen einzugliedern. Andererseits gebe es den festen Glauben an die römischen Gesetze und ein Wiedererstarken des Reiches, während schließlich erneut aus christlicher Sicht die Vorstellung eines gemeinsamen Reiches mit Christus als vereinigendem Faktor zu finden sei.

NIKOLAS HÄCHLER (Zürich/Paris) legte das Augenmerk bei der Repräsentation klassischer Bildung auf materielle Gegenstände der Spätantike. Er stellte den großen Silberfund bei Kaiseraugst (Schweiz) vor und wies auf dessen Wert als Anlage, aber auch als soziale Statusrepräsentation hin. Anhand von Detailanalysen eines beeindruckenden Tabletts mit Achilles-Motiven sowie der Abbildung einer Villa arbeitete Hächler Bildungsideale heraus, die diese repräsentierten und zu deren Diskussion sie ihre Betrachter einlüden. Militärische Eliten könnten ihr Wissen und ihre gemeinsamen Ideale teilen und somit in einem exklusiven Kreis derer verweilen, die derartige Schätze besitzen und zugleich ihre Repräsentationen verstehen könnten.

In der zweiten Sektion über Exklusivität durch Bildung widmete sich JOOP VAN WAARDEN (Nijmegen/Amsterdam) einem wichtigen Ausdrucksmittel von In- und Exklusion: dem Gebrauch der ersten und zweiten Person Singular und Plural in der Interaktion zwischen Absender und Adressat unter Berücksichtigung ihres sozialen Status. Nach einer kurzen Einführung in die Höflichkeitstheorie stellte er Sidonius’ Verwendung der Pronomina ego/nos und tu/vos sowie vergleichend anderer Epistolographen (Faustus von Riez, Ruricius von Limoges, Avitus von Vienne und Ennodius von Pavia) vor. Der Vergleich der Briefschreiber zeige die Bedeutung des flexiblen Einsatzes dieser Pronomina für den sozialen Zusammenhalt und illustriere zudem ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten, unter denen sich Sidonius als virtuoser Stilist und Netzwerker auszeichne.

GERNOT M. MÜLLER (Bonn) interpretierte anhand dreier Gedichte aus Sidonius’ Carmina minora (C. 9, C. 24, C. 12) den spätantiken Stil als Ausdruck einer abgegrenzten Bildungskultur. Die Gedichte seien als Medien intellektueller Selbstvergewisserung der spätantiken Bildungselite zu verstehen. Das Widmungsgedicht C. 9 beweise durch die lange recusatio die gelehrte Kunstfertigkeit und intellektuelle Genialität des Dichters. In C. 24 werde das Werk an einen gelehrten Zirkel von Freunden und Verwandten geschickt. Die Satire auf die Burgunder in C. 12 verdeutliche, dass Sidonius’ Dichtung auch einer intellektuellen Überlebensstrategie diene und eine literarische Realität von Bildung konstruiere, die jeder sozialen Veränderung standhalte.

ULRIKE EGELHAAF-GAISER (Göttingen) nahm das Thema der Inklusion und Exklusion anhand von Sidonius’ Epistula 1.11 in den Blick, in der Inklusion und Exklusion durch eine Kombination von sozialen und literarischen Aspekten deutlich werde: Sidonius sei als Neuankömmling in der Stadt Arles und als möglicher Satiriker ein Außenseiter, während die Teilnehmer des convivium den Platz der Insider einnähmen. Das grundsätzlich integrative convivium sei durch Konkurrenz und Selbstprofilierung auch ein Ort der Ausgrenzung. Der Brief werde für Sidonius zum literarischen Experiment, insofern er dessen Gattungsgrenzen überschreitet, wenn er darin Panegyrik und Satire integriere. So verwandele Sidonius Ep. 1.11 in intertextueller Auseinandersetzung mit Horaz zu einer Briefsatire.

Zu Beginn des dritten Abschnitts richtete RAPHAEL SCHWITTER (Zürich/Bonn) den Blick auf die höheren Bildungseinrichtungen Galliens und beleuchtete die wenig beachtete bzw. oftmals geringgeschätzte Verbindung zwischen Schulausbildung und Dichtung. Die Texte, die in den höheren Schulen erarbeitet wurden, seien tief in der literarischen Gesellschaft und Kultur ihrer Zeit verwurzelt und hätten diese zugleich beeinflusst. Besonders performative Kontexte, wie etwa die kompetitive Rezitation von Dichtung durch Lehrer und Schüler, seien ein prominentes Merkmal des literarischen und kulturellen Lebens gewesen. Trotz spärlicher Quellenlage lasse sich eine rege literarische Kultur annehmen, in der vor allem die Lehrer höherer Schulen eine sehr aktive Rolle spielten.

Von der Dichtung leitete WILLUM WESTENHOLZ (Wien) zur Prosa über, indem er feindselige Empfehlungsbriefe in den Blick nahm. So fänden sich etwa in den Briefen des Sidonius solche, in denen er eine Person „empfehle“, die er offenbar nicht kenne und zuweilen sogar geringschätze. Anhand verschiedener Fallbeispiele zeigte Westenholz auf, wie durch kodierte Kommunikation eine vermeintliche Empfehlung – und damit Inklusion – zur Exklusion des Empfohlenen gedreht werde, wenn dieser etwa nicht den aristokratischen Verhaltenserwartungen und Standards entspreche. Darüber hinaus gebe es aber auch einen Fall, in dem (konträr zur bisherigen Forschungsmeinung) der Adressat selbst subtil dem Empfohlenen nachgeordnet werde. So würden in derartigen Briefen bestimmte Wertvorstellungen ausgedrückt, die subtil platziert, aber doch erkennbar seien.

In der vierten Sektion zur Frauenbildung sprach HENDRIK HESS (Bonn) über die Rolle von Frauen in den gallischen Briefsammlungen von Sidonius Apollinaris, Ruricius von Limoges und Avitus von Vienne. Diese Briefsammlungen stellten durch den kunstvollen Stil sowie durch ihren Anspruch auf Bildung Medien der Inklusion dar. Ungebildete könnten an der Korrespondenz nicht teilhaben und seien aus der Gemeinschaft der Bildungselite ausgeschlossen gewesen. Hess stellte die Frage nach der Teilhabe von Frauen und verdeutlichte, dass aristokratische Frauen Bildung besessen hätten, die Voraussetzung für die Teilnahme an Briefzirkeln gewesen sei. So seien Frauen nicht gänzlich ausgeschlossen gewesen, spielten aber eine kleinere, eher indirekte Rolle, die als rhetorisches Mittel genutzt worden sei, um dem Adressaten zu schmeicheln.

MAIK PATZELT (Osnabrück) befasste sich mit Frauen und ihrem religiösen Wissen in gallischen Klöstern. Frauen seien im Kloster ausgeschlossen von Gesellschaft, Familie und Männern gewesen; darin fand auch die Idee von Reinheit und Keuschheit ihren Ausdruck. An Caesarius’ Regula ad virgines zeigte Patzelt, dass Klosterfrauen Bildung verwehrt und über ihre Besitzverhältnisse bestimmt worden sei. Zudem sei es ihnen verboten gewesen, convivia für Bischöfe und Priester abzuhalten. So sollte verhindert werden, dass Frauen religiöse Macht und Autorität erlangten.

JUDITH HINDERMANN (Basel) referierte anhand von Sidonius’ Epistula 2.10 und Carmen 9 über Listen und deren Funktion als Wissens- und Bildungsspeicher. In Ep. 2.10 werde eine Liste von Autoren mit ihren Ehefrauen präsentiert, wodurch Sidonius den Adressaten Hesperius auffordere, auch als Ehemann seine Studien fortzusetzen. Ferner bringe die listenartige recusatio von Dichtern in C. 9 das Verständnis des Dichters von Bildung zum Ausdruck. Sidonius konzentriere darin das überwältigende tradierte Wissen und verleihe seiner didaktischen Absicht Gewicht. Die Tatsache, dass Sidonius die Dichterpersonen in verschiedener Funktion in die Listen integrierte, zeige, dass er die Beispiele sorgfältig auswählte und für seine Argumentation passend einsetzte.

Den letzten Tagungsabschnitt leitete ALISON JOHN (Gent) mit einem Blick auf Bilingualismus, d.h. Latein- und Griechischkenntnisse in den literarischen Kreisen Galliens, ein. Anhand einschlägiger Stellen in den Briefen des Sidonius illustrierte sie zunächst ihre These, dass dieser mit griechischen Texten habe umgehen können und dass sich Ähnliches auch für seine Standesgenossen annehmen lasse. Ausgehend davon blickte John – wie zuvor Hindermann – auf kanonische Autorenlisten in den Briefen und legte dar, dass die genannten griechischen Autoren überwiegend aus der entfernten Vergangenheit stammten, was dafürspreche, dass Griechisch bei Sidonius in Verbindung mit dessen klassischer Ausbildung und/oder kanonisierten Handbüchern stehe. So stelle es hier eher einen Teil der literarischen Tradition als ein alltägliches Hilfsmittel dar. Dies gelte aber nicht unbedingt für nicht-elitäre Kreise, die die zukünftige Forschung entsprechend miteinbeziehen solle.

Abschließend warf DANUTA SHANZER (Wien) einen Blick auf die Wahrnehmung der romanitas und die Zugehörigkeit eines Aristokraten „barbarischer“ Herkunft, nämlich des comes Arbogast. Ausgehend von einem Brief des Sidonius und einer an ihn gerichteten Versepistel des Auspicius von Toul untersuchte sie, wie Arbogasts Zugehörigkeit jeweils repräsentiert und ausgehandelt wurde: Während der Brief des Sidonius an der Oberfläche Lobesworte enthalte, durchziehe ihn ein herablassender und ironischer Ton, wodurch Arbogast subtil exkludiert werde. Auspicius hingegen schlage in seiner Versepistel einen positiveren, inklusiven Ton an und lade Arbogast in die römisch-christliche Welt ein.

Die abschließende Diskussion führte eine Vielzahl verschiedener Ideen und Impulse zusammen. So wurde zunächst die grundlegende Fragestellung nach Mechanismen der In- und Exklusion in der Bildungslandschaft kritisch reflektiert, dann die Dynamik und Liminalität von Bildungsgemeinschaften unterstrichen. Zudem wurden die Entwicklung der Bildungskultur zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert sowie die Bildung jenseits der klassisch-elitären Kreise – wie etwa praktische oder handbuchgebundene – als Analysepunkte hervorgehoben. Daneben wurden die Betrachtungswinkel hinterfragt, vor allem mit Blick auf das Verhältnis zwischen Bildung und In-/Exklusion sowie auf die retrospektive Konstruktion von „Wissen über Bildung“ auf der Basis stark selektiver Textquellen. Die vielen unterschiedlichen Impulse spiegelten das breite Spektrum der Beiträge wider, und es ist zu erwarten, dass aus der Tagung ein facettenreicher, transdisziplinärer und vor allem innovativer Publikationsband hervorgehen wird.

Konferenzübersicht:

Public Key Note Lecture

Sigrid Mratschek (Rostock): Sidonius’ kunstsinnige Musen

Welcome and Opening: Christian Suhm (Greifswald)

Session 1: Inclusion and exclusion – towards a framework

Moderation: Jakob Riemenschneider (Innsbruck)

Tabea L. Meurer (Mainz), Veronika Egetenmeyr (Rostock): Theoretical approaches to inclusion and exclusion through education

Peter Gemeinhardt (Göttingen): Response

Christian Stadermann (Mainz): Barbarians within the gates. Integration and separation in late Roman Gaul

Nikolas Hächler (Zürich/Paris): The value of classical education (paideia) reflected in the material culture of the later Roman Empire

Session 2: Sidonius and his circle – exclusiveness through education

Moderation: Martin Bauer (Innsbruck)

Joop van Waarden (Nijmegen/Amsterdam): The consummate gentleman weighs his “You” and “I”

Gernot M. Müller (Bonn): Gemeinschaftsbildung und Selbstvergewisserung. Zu Stil und Komposition der Carmina minora des Sidonius Apollinaris

Ulrike Egelhaaf-Gaiser (Göttingen): „Bei solchem Zank öffnet sich der Satire ein weites Feld”. Schlagfertigkeit und briefliches Selbstbewusstsein in Sidonius‘ Brief 1,11

Session 3: Schools, monasteries, and books – educational disparities in Gaul?

Moderation: Immanuel Musäus (Greifswald)

Raphael Schwitter (Bonn): Writing poetry in the schools of Gaul. Educational practice and means of self-promotion

Willum Westenholz (Wien): When you have nothing nice to say ...: Hostile letters of recommendation in late antique Gaul

Session 4: Feminae litteratae – women and education in late antique Gaul

Moderation: Bernard van Wickevoort Crommelin (Greifswald)

Hendrik Hess (Bonn): The role of women in Gallic letter collections in the second half of the 5th century

Maik Patzelt (Osnabrück): Widows, nuns and religious knowledge in Gallic cloisters

Judith Hindermann (Basel): Lists as a means of education in Sidonius Apollinaris’ letters and poems

Session 5: Social structures and education in Gaul

Moderation: Roland Steinacher (Innsbruck)

Alison John (Gent): Bilingualism in literary circles of Gaul

Danuta Shanzer (Wien): Count Arbogast addressed by Sidonius and Auspicius of Toul – an episcopal eye for a barbarian guy?

Résumé and final discussion

Zitation
Tagungsbericht: Gallia docta? Bildung (begrenzen) im spätantiken Gallien, 17.03.2021 – 20.03.2021 digital (Greifswald), in: H-Soz-Kult, 30.04.2021, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8918>.