Revolution der Paarbeziehungen? Der Wandel des Beziehungslebens in Bundesrepublik und DDR

Ort
digital (Potsdam)
Veranstalter
Michael Homberg, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Christopher Neumaier, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Datum
11.03.2021 - 12.03.2021
Von
Tim Blankenburg / Ronny Grundig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Paarbeziehungen sind in der Öffentlichkeit ein allgegenwärtiges Thema, ob in Film und Fernsehen, in der Presse, in der Literatur oder in der Musik. In der kultur-, sozial- und gesellschaftshistorischen Forschung ist dieser gesellschaftliche Baustein allerdings bisher wenig betrachtet wurden. Dies wurde zum Anlass genommen, sich bei einer Tagung mit den Beziehungsdynamiken und dem Intimleben verheirateter und unverheirateter Paare sowie Singles in Ost- und Westdeutschland von den 1950er- bis 1990er-Jahren auseinanderzusetzen. In der Zeit des geteilten Deutschlands waren Paarbeziehungen sowohl in der BRD als auch in der DDR zentraler Bestandteil der zwischenmenschlichen Beziehungen, aber sie waren von starken Veränderungen geprägt. Dies betraf sowohl die Art des Kennenlernens und des Zusammenlebens als auch die der Trennung, gleichermaßen bei unverheirateten wie verheirateten Paaren.

Konzeptuell unterschieden CHRISTOPHER NEUMEIER (Potsdam/Hamburg) und MICHAEL HOMBERG (Potsdam) drei Phasen von Paarbeziehungen: das Kennenlernen, das Zusammenleben und die Trennung. Ziel der Tagung war es, den bisher starken Fokus auf die eheliche Paarbeziehung zu überwinden und auch auf nichteheliche Formen des Zusammenlebens oder das Beziehungsleben von Singles zu legen, das durch den Statuswechsel zwischen Phasen des Paar-Seins und des Alleinseins geprägt ist. Die Veränderung der Paarbeziehungen von den Fünfziger- bis zu den Neunzigerjahren, so die Ausgangsthese, sei eher eine „laute Evolution“ als eine „stille Revolution“ gewesen.

Ein Blick in die erste Jahrhunderthälfte half dabei, so zeigten die Vorträge des ersten Panels, Wandlungsprozesse in der Zeit der alten Bundesrepublik besser zu verorten. So basiere die Eheberatungspraxis in der Bundesrepublik, wie ISABEL HEINEMANN (Münster) zeigte, in den ersten Nachkriegsjahrzehnten auf eugenischen und biologisierenden Vorstellungen, die die Eheberatung bereits seit den 1920er-Jahren prägten. Deren wichtigster amerikanische Vertreter, Paul B. Popenoe, stand in regem Austausch mit Ottmar Freiherr von Verschuer, einem Humangenetiker und Rassenbiologen. Die seit den 1950er-Jahren von Verschuer durchgeführten Eheberatungsgutachten und Beratungen für die Beratungsstelle der Inneren Mission in Frankfurt am Main, die nach dem Vorbild des American Institute for Familiy Relations von Popenoe aufgebaut worden war, seien gekennzeichnet von eugenischen Denkfiguren, die mit christlichen Elementen kombiniert worden waren. Die Beratungen, so Heinemann, wiesen damit eine große Kontinuität zu Vorkriegszeiten auf: Die Ehe wurde als christliche Institution betrachtet, was auch die klassischen Geschlechterrollen und die Ablehnung der Scheidung beinhalte.

JENNIFER L. RODGERS (Pasadena) zeigte in ihrem Vortrag zu Geburts(hilfe)praktiken sogar Verbindungslinien bis ins 19. Jahrhundert auf, die bis ins letzte Drittel des 20. Jahrhunderts prägend blieben. Durch Verwissenschaftlichungsprozesse sei die Geburt von einem privaten Ereignis unter der Beteiligung zumeist weiblicher Helfer:innen und Vertrauenspersonen zu einem Ereignis geworden, bei denen Müttern (und Vätern) kaum Mitsprache zugestanden wurde, da alle Parameter von medizinischem Fachpersonal bestimmt wurden. Dies habe, so Rodgers, zu einem veränderten Blick auf die Geburt geführt, die als etwas Abstoßendes für die Väter deklariert wurde, welche aus diesem Grund aus den Kreissälen ferngehalten wurden. Dem Beisein des Mannes bei der Geburt wurde letztlich ein negativer Effekt auf die Ehe zugesprochen. Seit den 1970er-Jahren versuchten Aktivistinnen diese Zuschreibungen und Normen zu ändern und die Geburt als eine beziehungsstärkende Erfahrung zwischen Vater und Kind, aber auch zwischen den Partnern darzustellen. Ende der 1980er-Jahre waren bei 80 Prozent der Geburten in der Bundesrepublik die Väter anwesend.

In der zweiten Sektion ging es um das Kennenlernen und das frühe Stadium von Paarbeziehungen. CHRISTOPH LORKE (Münster) beleuchtete am Beispiel binationaler Ehen in der DDR gesellschaftliche Zuschreibungsmuster und Ordnungsvorstellungen. Bei der Analyse von Akten zu Eheschließungsverfahren zeigten sich, so Lorke, rassistische und kulturimperialistische Kategorisierungen. Dabei kam es beim Vorwurf der „Schein- oder Papierehe“ zu einer Verschränkung der privaten Liebesbeziehung mit dem aufenthaltsrechtlichen Status einer der beiden Partner. Dies galt nicht nur für die Migrant:innen in der DDR, sondern auch für DDR-Bürger:innen, die im Falle einer Ehe mit einer Person aus dem kapitalistischen Ausland das restriktive Ausreiserecht umgehen konnten. Lehnten DDR-Behörden eine solche Eheschließung ab, dann meist mit der Begründung, dass dem sozialistischen Bruderstaat damit eine wichtige Arbeitskraft verloren ginge. Es zeigte sich aber, dass Hartnäckigkeit der Betroffenen letztlich Erfolg bringen konnte und Ehen genehmigt wurden.

Um (geschlechtsbezogene) Zuschreibungen ging es auch ULRIKE SCHAPER (Berlin), die über die Vermittlung ausländischer Frauen an bundesdeutsche Männer sprach. Derartige Dienstleistungsangebote nahmen direkten Bezug auf die Frauenbewegung und behaupteten, emanzipierte deutsche Frauen seien unattraktiv. Ihnen wurden Frauen aus asiatischen Ländern gegenübergestellt, die nicht emanzipiert seien und traditionelle Geschlechterrollen daher auch nicht in Frage stellen würden. Diese Vermittlungsangebote seien von den Anbietern, so Schaper, als ein Akt männlicher Solidarität dargestellt worden. Der Aufenthaltsstatus der Frauen war an die Ehe gebunden, die Reise- und Hochzeitsmodalitäten wurden von den Agenturen erledigt, so dass den Frauen innerhalb des Systems nur wenig Spielraum blieb. Die Zahl thailändischer Frauen nahm in der Bundesrepublik seit Mitte der 1970er-Jahre stark zu. Etwa 40 Prozent aller Thai-Frauen in der BRD waren mit einem Deutschen verheiratet.

Im Vortrag von HENRIKE VOIGTLÄNDER (Potsdam) standen männliche alleinstehende Ausländer in der DDR im Mittelpunkt. Der Betrieb als sozialer Ort der Vergesellschaftung in der DDR sei für die Anbahnung privater Beziehungen von großer Bedeutung gewesen. Private Beziehungen zwischen DDR-Bürgerinnen und ausländischen Vertragsarbeitern wurden aber von politischer Seite nur ungern gesehen. Schwangerschaften seien aus Sicht sozialistischer Wirtschaftspolitiker ein ökonomisches Problem in einer Arbeitsgesellschaft, in der es durch massenweise Abwanderung an Arbeitskräften mangelte. Ausländische Arbeitskräfte wurden, so Voigtländer, mit pathologisierenden und rassistischen Zuschreibungen belegt, die es rechtfertigen sollten, sie nach Feierabend möglichst von der DDR-Bevölkerung zu separieren, indem sie etwa in separaten Wohnanlagen untergebracht waren. Kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Vertragsarbeitern und Männern aus der DDR, so habe es sich zumeist um private Auseinandersetzung in Bezug auf Frauen gehandelt.

In der Keynote präsentierten FRANZ X. EDER und STEFAN OSSMANN (Wien) die Ergebnisse einer österreichischen Studie zur Polyamorie als einer Form der Paarbeziehung, die „aus mehr als zwei Personen“ besteht. Polyamoröse Beziehungen sind unabhängig von der sexuellen Orientierung einer Person und gehen auf Liebes- und Freiheitsvorstellungen zurück, die von der monogamen Paarbeziehung abweichen. Ein Grundpfeiler polyamoröser Liebesbeziehungen sei die gegenseitige Offenheit, eine Transparenz gegenüber den anderen Beteiligten, und die Akzeptanz, sich auch mit anderen Personen zu treffen. Hierin liege ein entscheidendes Distinktionsmerkmal gegenüber Affären oder Seitensprüngen, bei denen Partner:innen nicht informiert sind. Inwieweit polyamorös lebende Personen ihr soziales Umfeld darüber informierten, hänge stark von sozialstrukturellen Faktoren ab, so Ossmann. Je höher das Einkommen und die soziale Stellung einer polyamorösen Person, desto unwahrscheinlicher sei ein Coming-out. Wenn sich Polyamoröse ihrem Umfeld anvertrauen, geschehe dies vor allem im engeren Freundeskreis.

Das dritte Panel befasste sich mit etablierten Paarbeziehungen und damit der Phase des Zusammenlebens. LISA DITTRICH (München) nahm Liebesvorstellungen von ost- und westdeutschen Ehepaaren in den Blick. Im bundesdeutschen Kontext seien Ehen zumeist im Zusammenhang mit der Idee der Liebesheirat und dem Wertewandel diskutiert worden. Wenn die Liebesehe auch das bestimmende Narrativ dargestellt habe, seien auch weiterhin traditionelle Rollenzuschreibungen wichtig gewesen, die sich aus einem christlichen Weltbild speisten und sich letztlich auch auf die ökonomische Position vor allem der Ehefrauen auswirkten. In der DDR seien Ehen dagegen häufiger als eine gegenseitige Ergänzung der Ehepartner gesehen worden. Die Ehe als gemeinsamer Entwicklungsraum sei geprägt gewesen vom Wunsch nach Stabilität einerseits und einer individuellen Liebeserfüllung andererseits. Aus über 3.000 ausgewerteten Briefen aus dem Fundus des Eheberaters Rudolf Neubert sei ersichtlich, dass bis in die 1960er-Jahre hinein vor allem praktische Erwägungen die Eheschließungen prägten. Erst danach wurde die individuelle Erfüllung emotionaler und sexueller Bedürfnisse wichtiger.

EVA SCHÄFFLER (München) nahm nichteheliche Paarbeziehungen in der DDR in den Blick. Die SED sah die eheliche Paarbeziehung als Teil der sozialistischen Gesellschaftsordnung und habe daher eine ehe- und geburtsfördernde Sozialpolitik etabliert. Allerdings haben die zunehmende Säkularisierung der ostdeutschen Gesellschaft, die hohe Frauenerwerbsquote und die Erosion traditioneller Familien- und Wertvorstellungen vermehrt zu nichtehelichen Lebensgemeinschaften geführt. Zusammen mit häufigen Scheidungen führte dies zur Notwendigkeit, auch für Alleinerziehende sozialpolitische Sicherungsmaßnahmen zu etablieren, was wiederum zu verzögerten Eheschließungen geführt habe, so Schäffler. Da die sozialstaatliche Position Alleinerziehender in der DDR gut war, war diese Gruppe von der Wiedervereinigung negativ betroffen, da das bundesdeutsche Recht Alleinerziehende gegenüber Ehepaaren schlechter stellte.

Dass die Paarbeziehung auch ein exkludierender Topos sein kann, da innerhalb öffentlicher und medial vermittelter Debatten (teils bis in die Gegenwart) vor allem die heterosexuelle Paarbeziehung gemeint ist, machte VERONIKA SPRINGMANN (Berlin) am Beispiel des Films „Coming Out“ deutlich. Der DEFA-Film war der einzige Spielfilm der DDR, der Homosexualität zum Thema gemacht hat. Regisseur Heiner Karow musste Wege finden, homosexuelle Lust als eine von der gesellschaftlich vorherrschenden Norm abweichende Form sozialer Interaktion im Film darzustellen. Es sei notwendig, so Springmann, den Blick in Zukunft stärker auf die Rezeptionsgeschichte des Films in der Spätphase der DDR zu legen, da die mediale Vermittlung nicht heterosexueller Inhalte für homosexuelle Personen aufgrund des Identifikationspotentials von besonderer Bedeutung gewesen sei, sich die ostdeutsche Gesellschaft in dieser Phase aber gleichzeitig gegenüber westlichen Medienerzeugnissen und Informationsquellen öffnete.

Im vierten Panel standen Krisen- und Trennungsphasen im Mittelpunkt. PIA SCHMÜSER und RAPHAEL RÖSSEL (Kiel) beschrieben den Alltag von Familien mit behinderten Kindern in Ost- und Westdeutschland. In beiden Staaten habe es gesellschaftliche Vorbehalte gegenüber behinderten Kinder gegeben. In der frühen Bundesrepublik sei ein Bezug auf eugenische Vorstellungen auszumachen gewesen, der zu einer Stigmatisierung führte. Dies veränderte sich schrittweise erst im Verlauf der 1960er-Jahre. Auch in der DDR habe es Formen der Stigmatisierung gegeben, die mit einer unzureichenden staatlichen Versorgung mit Betreuungsangeboten einherging. Dies führte zu einem verstärkten Aktivismus betroffener Paare, die sich für bessere Versorgung einsetzten und diese aktiv einforderten. Dies sei, so Schmüser und Rössel, als eine Politisierung des Alltags zu deuten.
Gewalterfahrungen in westdeutschen Paarbeziehungen thematisierte JANE FREELAND (London). In einer von fünf bundesdeutschen Ehen habe es in den 1970er-Jahren Vergewaltigungen gegeben. Berichteten Frauen über diesen Umstand, fürchteten sozialkonservative Kräfte, Diskussion über häusliche Gewalt könnten zu einem Ende der traditionellen Ehe oder zu mehr lesbischen Beziehungen führen. Die Aktivistinnen gegen Gewalt in der Ehe, so Freeland, seien vor allem jung und gut gebildet gewesen und hätten die Ehe im Hinblick auf die Stellung der Frau als Gefängnis wahrgenommen. Sie agitierten nicht nur für einen gesellschaftlichen Wandel im Hinblick auf die Geschlechterrollen, sondern gestalteten diesen auch aktiv mit, indem sie Frauenhäuser gründeten, in denen von Gewalt betroffene Frauen Schutz und Unterstützung fanden.

Auch JULIA SPOHR (Kassel) thematisierte Gewalt in der Ehe, aber aus Sicht der bundesdeutschen Ratgeberliteratur zum Thema Partnerschaft. Die Analyse einschlägiger Ratgeber habe zunächst die weitgehende Abwesenheit des Themas bis in die 1960er-Jahre deutlich gemacht. Erst in den 1970er-Jahren spielte es vereinzelt eine randständige Rolle, und es habe bis in die 1990er-Jahre gedauert, ehe sich Autor:innen explizit gegen Gewalt aussprachen. Wenn Gewalt thematisiert wurde, dann geschah dies meist im Zusammenhang mit der Rede von ausgelebter Sexualität. Sexuelle Gewalt sei indirekt etwa durch Formulierungen wie „eheliche Pflichten“ ausgedrückt worden. Insgesamt, so Spohrs Urteil, war Gewalt aber nur ein sehr randständiges Thema im Bereich der Partnerschaftsberatung.

Die Tagung brachte neuere Forschungsprojekte zur Geschichte der Paarbeziehung in Deutschland zusammen und konnte der (meist heteronormativen) Zweisamkeit anhand der drei Phasen des Beziehungslebens – Kennenlernen, Zusammenleben, Trennung – interessante Perspektiven abgewinnen, die zu fruchtbaren Diskussionen führten. Allerdings wurden auch Leerstellen deutlich. Da sich die meisten Vorträge mit Paarbeziehungen junger Erwachsener sowie Personen mittleren Alters befassten, blieben Aspekte des Zusammenlebens in späteren Lebensphasen außen vor, deren Betrachtung auch Aufschlüsse über Geschlechterrollen und Agency geben könnte. So ist aufgrund demographischer Faktoren anzunehmen, dass Frauen mit fortschreitendem Alter zunehmend einen Großteil der beziehungsbezogenen Pflichten übernahmen. Ein großer Teil der (Ehe-)Paarbeziehungen endet mit dem Tod eines der beiden Partner. Daraus ergeben sich nicht nur hinsichtlich der Vererbung und Erinnerung an langjährige Lebenspartner:innen weiterzuverfolgende Forschungsperspektiven, sondern auch der Status als Witwe oder Witwer selbst müsste stärker in den Blick genommen werden. Die Fragen, ob Verwitwete in einer späten Lebensphase erneut eine Paarbeziehung eingingen oder (teils ungewollt) allein blieben und welche Vorstellungen und Erwartungshaltungen dabei eine Rolle spielten, gilt es einzubeziehen und den Blick auf die Paarbeziehung damit zu weiten.

Konferenzübersicht:

Frank Bösch (Potsdam): Begrüßung

Michael Homberg (Potsdam) / Christopher Neumaier (Potsdam/Hamburg): Revolution der Paarbeziehungen? Paar werden, Paar sein und Paar bleiben in Bundesrepublik und DDR

Sektion I: Paarbeziehungen zwischen Ideal und Alltag: Geschlechterrollen und Familienleitbilder

Moderation: Michael Homberg / Christopher Neumaier

Isabel Heinemann (Münster): Das Paar als Reproduktionsinstanz: (Ehe-)Paare im Fokus von Familienplanung und Eheberatung in der BRD und den USA, 1950–1990

Jennifer L. Rodgers (Pasadena): Der Geburtspartner: Revolutionäre Beziehungen und Beziehungsrevolutionäre in Deutschland und den Vereinigten Staaten, 1968–1990

Sektion II: Paar werden: Partnerwahl und Partnermärkte. Orte, Medien und Techniken des Kennenlernens

Moderation: Rüdiger Graf (Potsdam)

Christoph Lorke (Münster): Erweiterte Partnermärkte und neue (alte) Einschränkungen: Interkulturelle Paarbeziehungen im geteilten Deutschland

Ulrike Schaper (Berlin): „Deutsche Männer haben doch die Schnauze voll von Frauen wie Ihnen.“ Vermittlung ausländischer Ehefrauen als Antwort auf den Feminismus

Henrike Voigtländer (Potsdam): Zwischen Fließband und Fete: Migrantische Alleistehende in DDR-Betrieben

-Keynote_

Franz X. Eder / Stefan Ossmann (Wien): Das neue Paar sind mehr als zwei. Ergebnisse einer Medienanalyse und Interviewstudie zu polyamoren Beziehungen, 2007–2017

Moderation: Michael Homberg / Christopher Neumaier

Sektion III: Paar Sein: Ehen und außereheliche Verbindungen

Moderation: Winfried Süß (Potsdam)

Lisa Dittrich (†) (München): Liebes- und Ehevorstellungen in Ost- und Westdeutschland

Eva Schäffler (München): Ein „eigener“ Weg der Paarbeziehungen: Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland

Veronika Springmann (Berlin): Queere Partner:innenschaften: Verschattet von heterosexuellen Beziehungen?

Sektion IV: Paar bleiben: Krisen, Brüche und Trennungen

Moderation: Jürgen Danyel (Potsdam)

Pia Schmüser / Raphael Rössel (Kiel): Ausgebliebene Revolutionen? Unifizierung und Pluralisierung in west- und ostdeutschen Familienalltagen mit behinderten Kindern (1960er – 1980er-Jahre)

Jane Freeland (London): „Die gewöhnliche Gewalt in der Ehe“: Häusliche Gewalt und der Wandel von Ehe-Praxis und -Idealen in der Bundesrepublik der 1970er-Jahre

Julia Spohr (Kassel): „Ein bißchen Gewalt dürfen Sie schon anwenden.“ Zum Umgang mit Gewalt in Paarbeziehungen in deutschen Ehe- und Partnerschaftsratgebern (1950er – 1990er-Jahre)

Zitation
Tagungsbericht: Revolution der Paarbeziehungen? Der Wandel des Beziehungslebens in Bundesrepublik und DDR, 11.03.2021 – 12.03.2021 digital (Potsdam), in: H-Soz-Kult, 14.06.2021, <www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8968>.