Qualitätsmessung: R. Krempkow: Die Rolle eines Bundeslandes bei der Forschernachwuchsförderung - Das Beispiel Sachsen im bundesweiten Vergleich

Von
René Krempkow, Universität Freiburg

Die Ausgangsfrage für diesen Kurzbeitrag[1] war: Wie effektiv ist die Forschernachwuchsförderung eines Bundeslandes? Hauptzielrichtung dieser Frage ist hier nicht die Messgenauigkeit, sondern ist auf die Veränderungsmöglichkeiten gerichtet, die sich aus der Analyse ergeben könnten. Die Beantwortung der Frage ist damit nicht nur bedeutsam für die Leistungsfähigkeit der Forschung, sondern auch für die Chancen, die sich den Nachwuchswissenschaftlern eröffnen (ließen). Zudem ist die wissenschaftliche Nachwuchsförderung besonders relevant im Rahmen der Exzellenzinitiative. Allerdings wurde die Rolle eines Bundeslandes bisher - trotz Föderalismusreform - eher selten thematisiert. In einigen Bundesländern, wie beispielsweise in Bayern, existieren bereits seit längerem systematische Untersuchungen zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses.[2] Insgesamt gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen, die die Situation der Forschernachwuchsförderung oder deren Effektivität in einem Bundesland flächendeckend und bis in fachliche Gliederungen hinein analysierten.[3] Demgegenüber fand die Promotionsphase bei Analysen zur Leistungsfähigkeit der Forschung in Deutschland insgesamt wie auch in anderen europäischen Ländern[4] und nicht zuletzt im Zuge des Bologna-Prozesses in der Bergen-Erklärung (2005)[5] durchaus starke Beachtung.

Zum Bundesland Sachsen wurden bis 2006 keine systematischen Untersuchungen zum wissenschaftlichen Nachwuchs veröffentlicht. Damit hängt es wohl auch zusammen, dass in einer Stellungnahme der drei sächsischen Technischen Universitäten[6] ausschließlich in Hinblick auf die Juniorprofessur von der Notwendigkeit der Schaffung rechtlicher Voraussetzungen zur adäquaten Umsetzung einer nachhaltigen wissenschaftlichen Nachwuchsförderung die Rede ist.[7] Aus dieser Diskrepanz ergab sich die Frage, wie sich die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses in Sachsen im Vergleich zu Deutschland insgesamt darstellt - und ob dies einer der möglichen Ansatzpunkte zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit Sachsens in diesem Bereich sein könnte. Dieser Frage konnte bisher aufgrund einer lückenhaften Datenlage nur exemplarisch für einzelne Hochschulen nachgegangen werden. Die einzigen für Sachsen flächendeckend verfügbaren bzw. veröffentlichten Daten hierzu stammten aus der amtlichen Prüfungsstatistik. Diese wurden im Rahmen der vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) finanzierten Erstellung des ersten sächsischen Hochschulberichtes unter Einbeziehung aller Qualifikationsphasen und der fachlichen Gliederungen umfassender analysiert, als dies hier darstellbar ist.[8] Hier erfolgt deshalb eine Beschränkung auf die Phase der Promotion, da diese als zentrale Qualifikationsphase eingeschätzt wird und die Datenlage günstiger ist als für die Post-doc-Phase.[9] Darüber hinaus erfolgt eine Fokussierung auf solche Aspekte, die innerhalb eines Bundeslandes potentiell veränderbar sind.

Bedeutung der Promotion für den Forschernachwuchs und Datenlage
Der Wissenschaftsrat hat bereits 1985 darauf hingewiesen, dass die Universitäten im Wettbewerb um ihren wissenschaftlichen Nachwuchs immer weniger konkurrenzfähig sind. Der Wettbewerb der Hochschulen untereinander und mit außeruniversitären Arbeitgebern um hervorragende Nachwuchswissenschaftler hat sich in den folgenden Jahren noch erheblich verschärft.[10] Gleichzeitig sind es nach wie vor neben jungen Professor/innen vor allem die Doktoranden und Post-docs, „die die wissenschaftlichen Leistungen erbringen und die die Masse der Drittmittel akquirieren“.[11] Nach Jürgen Enders und Uwe Schimank übernimmt der wissenschaftliche Nachwuchs in Deutschland etwa vier Fünftel der Forschung und zwei Drittel der Lehre.[12] Der Wissenschaftsrat sah daher schon vor einigen Jahren den Anlass, hierzu Empfehlungen auszusprechen, „weil sich gute Nachwuchswissenschaftler heute vielfach gegen eine Hochschullehrerkarriere bzw. gegen eine solche in Deutschland entscheiden“.[13] Insbesondere die Situation der Doktoranden ist nach den Worten des Wissenschaftsrates „von einer Reihe von Defiziten gekennzeichnet“. Dabei ist innerhalb der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung die Promotion besonders hervorzuheben: „Das Promotionsrecht ist das zentrale Alleinstellungsmerkmal der Universitäten gegenüber allen anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Universitäten sollten daher aus wohlverstandenem Eigeninteresse ihre Leistungsfähigkeit in diesem Bereich weiter verbessern“.[14]

Die Datenlage zur Situation der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung ist demgegenüber in Deutschland und in Sachsen durch eine Reihe von Problemen gekennzeichnet. So ist es aufgrund des uneinheitlichen rechtlichen Status von Promovierenden in Deutschland im Unterschied zu anderen Staaten[15] nicht möglich festzustellen, wie viele Promovierende es gibt, und demzufolge auch nicht, wie viele ihre Promotion abbrechen oder den Betreuer bzw. die Hochschule wechseln.[16]

Ergebnisse und mögliche Ursachen
Immerhin werden die abgeschlossenen Promotionen erfasst und können - als Indiz für die Effektivität der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung – in Relation zur Anzahl der Professuren gesetzt werden: Nach Ausweis der amtlichen Statistik gab es in Sachsen innerhalb der drei Jahre (2002 bis 2004), die im ersten Sächsischen Hochschulbericht untersucht wurden, im Jahresschnitt nur etwas mehr als 500 abgeschlossene Promotionen (ohne Medizin) auf 953 Professuren. Damit wird im Durchschnitt gerade einmal alle zwei Jahre eine Promotion je Professur zum erfolgreichen Abschluss gebracht. Auch wenn man den Bezugszeitraum erweitert, indem zum Beispiel mit dem Jahr 2001 ein weiteres Jahr in die Untersuchungen einbezogen wird, ändern sich die Grundaussagen nicht.[17] Im Bundesdurchschnitt sind es nach Daten des Statistischen Bundesamtes jährlich circa 15.000 Promotionen auf knapp 19.000 Professuren (jeweils ohne Medizin) und damit deutlich mehr. Beim Vergleich der Daten muss man sich zunächst die Frage stellen, ob Differenzen auf eine unterschiedliche Fächerstruktur zurückgeführt werden können. Kann es also daran liegen, dass in den Ingenieurwissenschaften weniger promoviert wird und diese in Sachsen womöglich stärker vertreten sind?


Datenquelle: Karl Lenz / René Krempkow / Jacqueline Popp, Erster Sächsischer Hochschulbericht. Dauerbeobachtung der Studienbedingungen und Studienqualität im Freistaat Sachsen, 2006; Graphik: Eigene Darstellung.

Dies ist nicht der Fall, wie die nachstehende Graphik zeigt. Denn die Promotionsquoten des Landes liegen in allen Fächergruppen, auch in den Ingenieurwissenschaften, deutlich unter denen der Bundesrepublik. Dabei sind die Ausgangsbedingungen zur Schaffung von Doktorandenstellen bei den meisten ingenieurwissenschaftlichen Fächern in Sachsen aufgrund überdurchschnittlicher Drittmitteleinnahmen besser als bundesweit.[18] Hinzu kommt, dass Hochschulen in Sachsen wie die Technische Universität Dresden zwar zwischenzeitlich erste Erfolge in der Erhöhung der Familienfreundlichkeit aufweisen können. Bei der Chancengleichheit der Geschlechter gibt es jedoch noch Defizite.[19] Diese dürften angesichts des teilweise schon spürbaren Ingenieurnachwuchsmangels auch Einfluss auf die Promotionsquoten haben.[20]

Wenn die Fächerstruktur die Differenzen der sächsischen Promotionsquoten zum Bundesdurchschnitt nicht erklärt, müssen andere Ursachen greifen. Nach den vorliegenden bundesweiten Untersuchungen arbeiten deutsche Doktoranden international gesehen in einem besonders starken Hierarchiegefälle und leben länger in beruflicher und sozialer Unsicherheit.[21] Häufig eher nebenbei müssen sie mit ihrer Dissertation eine eigenständige wissenschaftliche Leistung erbringen und ihr eigenes wissenschaftliches Profil schärfen. Der Wissenschaftsrat hat festgestellt, dass vielen letztlich neben der Arbeit an der Hochschule zu wenig Zeit für die Doktorarbeit bleibt und häufig auch die Betreuung der Doktorarbeit problematisch ist. Hinzu kommen lange Begutachtungszeiten, Probleme bei der Finanzierung des Lebensunterhalts und weitere Einschränkungen. Es existieren inzwischen mehrere Studien, die diese und weitere Probleme empirisch belegen.[22] Zwei bundesweite Netzwerke von Nachwuchswissenschaftlern, die Promovierenden-Initiative (PI) und THESIS haben dazu auch Forderungskataloge erstellt.[23] Wenn die Promotionsquoten in Sachsen deutlich anders ausfallen als bundesweit, sollte es aber über die genannten bundesweiten Probleme hinaus graduelle Unterschiede in den genannten Aspekten oder weitere Ursachen geben, die in bundesweiten Untersuchungen und Stellungnahmen noch nicht angesprochen wurden. Wie sieht also diesbezüglich die Situation in Sachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern aus?

Rechtliche Rahmenbedingungen: Status, Betreuung, Begutachtungsdauer…
In Sachsen werden die rechtlichen Rahmenbedingungen nach einer Synopse und einer bundesweit vergleichenden Bewertung der Landeshochschulgesetze als schwieriger eingeschätzt als in den anderen Bundesländern. An den landesgesetzlichen Regelungen zur Promotion in Sachsen hat sich seitdem nichts Wesentliches verändert. Daher dürfte die Grundaussage der Analyse, dass Sachsen hier eines der Schlusslichter ist, nach wie vor zutreffen. Bei der Bewertung ausschlaggebend waren unter anderem die Regelungen zu Status und Betreuung, fehlende Begrenzung der Begutachtungsdauer auf maximal sechs bzw. drei Monate, generelle Zulässigkeit externer (auch interdisziplinärer und internationaler) Gutachter, sowie die Forderung von Verteidigung und zusätzlichem Rigorosum. Hier sollte, so die Promovierenden-Initiative, der Gesetzgeber einen klaren Rahmen vorgeben, innerhalb dessen die Hochschulen dann autonom die Möglichkeit haben, um die besten Nachwuchskräfte zu konkurrieren.[24]

Arbeitsbedingungen: Gehalt, berufliche Autonomie und Zukunftsperspektiven
Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen spielen wohl noch weitere Aspekte eine Rolle, mit denen die Ergebnisdifferenzen von Sachsen zum Bundesvergleich möglicherweise ursächlich zusammenhängen. So wurde im Zusammenhang mit dem insgesamt unerfreulichen Abschneiden der sächsischen Universitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative gemutmaßt, dass deren Wettbewerbsfähigkeit dadurch leide, dass Sachsen bei der Festsetzung des Besoldungsdurchschnitts für die W2/W3-Professuren auf dem bundesweit letzten Platz liege. Dies hindere die sächsischen Hochschulen daran, Spitzenwissenschaftler zu gewinnen.[25] Inwieweit dies auch für Doktoranden und Wissenschaftliche Mitarbeiter gilt, wurde bisher in Sachsen nicht öffentlich thematisiert. Hinweise darauf, inwieweit das Gehalt die Motivation und Leistungsfähigkeit dieser Gruppe tangiert, könnten zum Beispiel Befragungen von Wissenschaftlichen Mitarbeitern ergeben, die im Rahmen von Lehrendenbefragungen an mehreren sächsischen Hochschulen durchgeführt wurden.[26]

Demnach wird die berufliche Zufriedenheit von Lehrenden nicht allein vom Gehalt determiniert. Die Höhe des Gehalts ist Wissenschaftlichen Mitarbeitern wie auch Hochschulabsolventen insgesamt deutlich weniger wichtig als zum Beispiel eine interessante Tätigkeit und das Arbeitsklima. Dies zeigen die Dresdner und ebenso bundesweite Mitarbeiterbefragungen sowie Absolventenstudien.[27] Danach zählen für die Mitarbeiter die berufliche Autonomie – das heißt die Möglichkeit, eigene Ideen zu verwirklichen - zusammen mit der Arbeitsplatzsicherheit und der innerbetrieblichen Anerkennung zu den wichtigsten Determinante beruflicher Zufriedenheit. Der Anteil befristet Beschäftigter ist aber überall hoch und die Befristungsregelungen sind deutschlandweit gleich. Daher liegt die Vermutung nahe, dass an den sächsischen Universitäten das Hierarchiegefälle noch ausgeprägter ist als an anderen Hochschulen. Dies muss angesichts der Perspektiven, die gute Nachwuchswissenschaftler vieler Fächer in der Privatwirtschaft und im Ausland haben, zusammen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen als deutlicher Wettbewerbsnachteil angesehen werden, der die Effektivität der Nachwuchsförderung beeinträchtigen dürfte.

Geschlechts- und herkunftsspezifische (Selbst-)Selektionen zur Promotion
Eine geschlechtsspezifische Auswertung der Promotionsquoten zeigte darüber hinaus eine weitere relevante Dimension für die Nachwuchsförderung: Denn es zeigte sich, dass ein großer Teil des „Schwundes“ an Nachwuchswissenschaftler/innen im Promotionsprozess, aber auch bereits in der Phase des Zugangs zur Promotion weiblich ist, weshalb die Genderthematik einzubeziehen ist.[28] Dazu legte 2007 das Institut für Hochschulforschung - HoF Wittenberg in Kooperation mit der TU Dresden eine Analyse vor.[29] Interessant für die Analyse potentieller Ursachen ist insbesondere das Ergebnis, dass die Chancen von Frauen sich innerhalb derselben Fächerkultur und innerhalb derselben rechtlichen Rahmenbedingungen nach Hochschulart sowie auch innerhalb derselben Hochschulart je nach Hochschule sehr unterscheiden. Offensichtlich gelingt es einigen Hochschulen bei gleichen oder ähnlichen Ausgangsbedingungen besser als anderen, die vorhandenen Potentiale auszuschöpfen.

Darüber hinaus ergaben weiterführende Analysen anhand von bundesweiten Absolventenstudien Hinweise darauf, dass in etwa ähnlicher Größenordnung neben der geschlechtsspezifischen Selektivität auch eine herkunftsspezifische (Selbst-)Selektion existiert.[30] Speziell für Sachsen gibt es bislang keine Analysen zu dieser Thematik; daher ist hier keine landesspezifische Diskussion potentieller Ursachen möglich.

Veränderungsmöglichkeiten
Als Veränderungsmöglichkeiten bzw. als mögliche Schlussfolgerungen für Sachsen kann aufgegriffen werden, was der Wissenschaftsrat bereits 2001 als Leitlinien formuliert hat, um die „besten Köpfe“ zu gewinnen: Demnach ist es unbedingt notwendig, dass die Attraktivität einer Hochschullaufbahn durch frühere Selbständigkeit und die frühzeitige Eröffnung einer belastbaren Karriereperspektive nachhaltig erhöht wird und die Chancen von Frauen und Eltern in der Wissenschaft weiter verbessert werden. Die Möglichkeiten für eine Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen waren mit Novellierungen des Sächsischen Hochschulgesetzes gegeben. Die Chance, neben der Schaffung der Juniorprofessur in größerer Breite die rechtlichen Rahmenbedingungen zu verbessern, wurden bislang aber kaum genutzt. Grundsätzlich hat Sachsen im Wettbewerb der Hochschulen und Regionen jedoch großes Potential. Denn eigentlich muss es bei seiner vielfältigen Hochschullandschaft nicht erst die „besten Köpfe“ gewinnen, sondern sie nur in Land und Wissenschaft halten.

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René Krempkow studierte Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Psychologie an der TU Dresden und Universidad de Salamanca. Zwischen 1998 und 2007 war er an verschiedenen Studien im Bereich der Bildungs- und Hochschulforschung, der Hochschulabsolventen-, der Studierenden- und Evaluationsforschung in Dresden, Wittenberg und Berlin beteiligt. Seit Anfang 2008 ist er stellvertretender Leiter der Abteilung Qualitätssicherung in Studium und Lehre, Akkreditierung und Projektleiter für Absolventenstudien an der Universität Freiburg.

Anmerkungen:
[1] Dieser Kurzbeitrag basiert auf Vorarbeiten für den ersten Sächsischen Hochschulbericht (2006), die auch im zweiten Hochschulbericht (2008) Anwendung fanden und die hierfür gekürzt sowie z.T. aktualisiert wurden.
[2]Vgl. Ewald Berning / Susanne Falk, Das Promotionswesen im Umbruch, in: Beiträge zur Hochschulforschung 1/2005, S. 48-72.
[3] Zu einer Übersicht verfügbarer Studien vgl. BMBF (Hrsg.), Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses, Berlin 2008, vgl. <http://www.buwin.de> (15.06.2009), zu aktuellen Studien vgl. Anke Burkhardt / Karsten König / René Krempkow, Dr. Unsichtbar im Visier – Erwartungen an die Forschung zum Wissenschaftlichen Nachwuchs, in: die hochschule 1/2008, S.74-90, vgl. <http://www.diehochschule.de/> (15.06.2009).
[4] Vgl. Jürgen Enders / Uwe Schimank, Faule Professoren und vergreiste Nachwuchswissenschaftler?, in: Die Krise der Universitäten. Leviathan Sonderheft 20/2001, S. 159-178, und Vgl. Hans-Dieter Daniel, Wissenschaftsevaluation. Neuere Forschungen und heutiger Stand der Forschungs- und Hochschulevaluation in ausgewählten Ländern, Bern 2001.
[5] Communiqué of the Conference of European Ministers Responsible for Higher Education, Bergen, 19-20 May 2005, vgl. <http://www.bologna-bergen2005.no/Docs/00-Main_doc/050520_Bergen_Communique.pdf> (15.06.2009).
[6] Ingenieurland Sachsen in Gefahr, in: Dresdner Universitätsjournal 2/2006, S. 1.
[7] Bei der Exzellenzinitiative der Bundesregierung wurde innerhalb Sachsens erwartet, dass aufgrund des guten Rufs der sächsischen Hochschulen, der überdurchschnittlichen Drittmitteleinwerbungen und der großen Reformanstrengungen der letzten Jahre zumindest eine sächsische Universität mit ihrem Zukunftskonzept als zukünftige „Elitehochschule“ in die engere Auswahl gelangt. Entgegen den Erwartungen schaffte es jedoch keine Hochschule mit ihrer Antragsskizze in die Endrunde. Auch in der zweiten Antragsrunde sah es kaum anders aus. Ein wesentliches Kriterium der Entwicklungskonzeptionen stellten die Pläne der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung dar.
[8] Vgl. Karl Lenz / René Krempkow / Jacqueline Popp, Erster Sächsischer Hochschulbericht. Dauerbeobachtung der Studienbedingungen und Studienqualität im Freistaat Sachsen, 2006, S. 456f., vgl. <http://ids.hof.uni-halle.de/documents/t1780.pdf> (15.06.2009).
[9] Burkhardt / König / Krempkow, Dr. Unsichtbar im Visier, wie Anm. 3.
[10] Personalstruktur und Qualifizierung: Empfehlungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftsrat-Drs. 4756/01.
[11] Gerhard Roth, Wir bräuchten 20 Indianer zwischen uns (Interview), in: DUZ 12/2005, S. 20-24.
[12] Enders / Schimank, Faule Professoren, wie Anm. 4, S. 171.
[13] Personalstruktur und Qualifizierung: Empfehlungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftsrat-Drs. 4756/2001, S. 7.
[14] Empfehlungen zur Doktorandenausbildung. Wissenschaftsrat-Drs. 5459/2002, S. 3f.
[15] Vgl. Daniel, Wissenschaftsevaluation, wie Anm. 4, S. 39, 41.
[16] Für erste Ansätze zur Schätzung von Promotions-Erfolgsquoten vgl. Anke Burkhardt (Hrsg.), Wagnis Wissenschaft – Akademische Karrierewege und das Fördersystem in Deutschland, Leipzig 2008.
[17] Kürzlich wurde der zweite Sächsische Hochschulbericht veröffentlicht, der die Jahre 2003 bis 2005 betrachtete. Das Ergebnis zur landesweiten Promotionsquote weicht nur um drei Hundertstel (nach unten) ab und bestätigt damit o.g. Aussagen (vgl. Zweiter Sächsischer Hochschulbericht. Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Dresden 2008, S. 1558).
[18] Vgl. Empfehlungen zur Doktorandenausbildung. Wissenschaftsrat-Drs. 5459/2002, S. 14.
[19] Vgl. Lenz / Krempkow / Popp, Erster Sächsischer Hochschulbericht, wie Anm. 8, S. 456f.
[20] Vgl. Empfehlungen zur Doktorandenausbildung. Wissenschaftsrat-Drs. 5459/2002, S. 8.
[21] Vgl. Personalstruktur und Qualifizierung: Empfehlungen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wissenschaftsrat-Drs. 4756/2001, S. 7; Enders / Schimank, Faule Professoren (wie Anm. 4), S. 170.
[22] Berning / Falk, Das Promotionswesen im Umbruch, wie Anm. 2; Zur Situation Promovierender in Deutschland, DUZspezial 2004, S. 13-22.
[23] Promotionsreform in der Landesgesetzgebung. Synopse der Hochschulgesetze der Länder und ihrer Anpassung an die Novellen des Hochschulrahmengesetzes, 2003, vgl. <http://www.Promovierenden-Initiative.de> (15.06.2009); Gemeinsamer Brief der Promovierenden-Initiative und THESIS e.V. an Wissenschaftsministerien und -organisationen betr. „Bessere Betreuung von Promovierenden", 2005, vgl. <http://www-user.tu-chemnitz.de/~toste/pi/materialien/PI_THESIS_Bessere_Betreuung_von_Promovierenden-1.pdf> (15.06.2009).
[24] Vgl. auch Stellungnahme zu den Eckpunkten für die Novellierung des Sächsischen Hochschulgesetzes vom 10.05.2005. Centrum für Hochschulentwicklung Gütersloh, Arbeitspapier Nr. 72, 2006; Claudia Koepernik, Positionspapier der Projektgruppe DoktorandInnen der GEW zur Reform des Sächsischen Hochschulgesetztes, 2006, vgl. <http://www.gew.de/Binaries/Binary14209/PoPaSächsHG-Promotion.pdf> (15.06.2009).
[25] Vgl. Ingenieurland Sachsen in Gefahr, wie Anm. 6, S. 1.
[26] Vgl. zusammenfassend dazu René Krempkow, Leistungsbewertung und Leistungsanreize in der Hochschullehre. Eine Untersuchung von Konzepten, Kriterien und Bedingungen erfolgreicher Institutionalisierung. Dresden, (Dissertation), 2005, S. 299f. <http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:swb:14-1129208825969-55860> (15.06.2009).
[27] Vgl. René Krempkow, Arbeitszufriedenheit und Akzeptanz hochschulpolitischer Reformvorhaben an drei ostdeutschen Hochschulen, in: Das Hochschulwesen 3/2005, S. 102-108; René Krempkow / Jacqueline Popp / Lutz Heidemann, Tabellenband. Sonderauswertung der Dresdner Absolventenstudien 2000-2003. TU Dresden, Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Mikrosoziologie, 2004 (vorläufige Version) <http://www.kfbh.de/absolventenstudie/volltexte/index.htm>.
[28] Vgl. Karl Lenz / René Krempkow / Jacqueline Popp, Erster Sächsischer Hochschulbericht. Dauerbeobachtung der Studienbedingungen und Studienqualität im Freistaat Sachsen, 2006, S. 456f., vgl. <http://ids.hof.uni-halle.de/documents/t1780.pdf> (15.06.2009).
[29] Vgl. René Krempkow / Katrin Pittius, Welche Chancen haben Nachwuchswissenschaftlerinnen an sächsischen Hochschulen?, in: Beiträge zur Hochschulforschung 2/2007, S. 98-123, vgl. <http://www.ihf.bayern.de/?download=2-2007_gesamt.pdf> (15.06.2009).
[30] Vgl. René Krempkow, (Selbst-)Selektionen zur Promotion. Ansätze zur Schätzung der Selektivität bei Zugang und Verlauf mit Hilfe von Absolventenbefragungen und Hochschulstatistiken, in: Dokumentation der 3. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung am 15. und 16. Mai 2008 in Hamburg (im Druck).

Zitation
Qualitätsmessung: R. Krempkow: Die Rolle eines Bundeslandes bei der Forschernachwuchsförderung - Das Beispiel Sachsen im bundesweiten Vergleich, in: H-Soz-Kult, 23.06.2009, <www.hsozkult.de/debate/id/diskussionen-1125>.
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Veröffentlicht am
23.06.2009
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