Chewruta: Zerheilen. Gedächtnis/Ort

Chewruta: Zerheilen. Gedächtnis/Ort

Veranstalter
Jüdisches Museum Berlin
Veranstaltungsort
Altbau EG, Glashof Lindenstraße 9–14
PLZ
10969
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
06.10.2021 -
Von
Sascha Perkins, Stiftung Jüdisches Museum Berlin

Im Zentrum des Begleitprogramms zur Ausstellung von Frédéric Brenner steht die jüdische Praxis der „Chewruta“ („Freundschaft“), ein Sich-Gesellen zum Zwecke des gemeinsamen Lernens. Wir laden die Protagonist*innen der Ausstellung und das Publikum ein, sich um einen Text zu gesellen, zu lesen, zu diskutieren.

Chewruta: Zerheilen. Gedächtnis/Ort

Im Zentrum des Begleitprogramms zur Ausstellung von Frédéric Brenner steht die jüdische Praxis der „Chewruta“ („Freundschaft“), ein Sich-Gesellen zum Zwecke des gemeinsamen Lernens. Wir laden die Protagonist:innen der Ausstellung und das Publikum ein, sich um einen Text zu gesellen, zu lesen, zu diskutieren. Das gemeinsame Lernen folgt keinem Programm, führt zu keinem Fazit; es hat sich selbst als Ziel. So wird „Chewruta: Zerheilen“ sowohl zur Ausübung als auch Darstellung einer jüdischen Praxis, die gleichzeitig eine offene Einladung zur Teilnahme ist.

Das Begleitprogramm „Chewruta: Zerheilen“ besteht aus vier Abenden: Drei Runden von „Chewruta“ und ein Artist-Talk mit Frédéric Brenner. Der Runde Tisch der „Chewruta“ steht auf keiner Bühne, sondern im Zentrum des Raumes, umgeben von den Reihen der Besucher:innen der Veranstaltung. Am Tisch stehen freie Stühle für jede:n, die/der sich aktiv an der „Chewruta“ beteiligen möchte. Der Text (oder die Texte), der im Zentrum dieser konzentrischen Kreise steht, wird in Absprache mit den Teilnehmenden ausgewählt und dem Publikum vorab zur Verfügung gestellt. Er bildet das Fundament für die thematische Diskussion und einen Treffpunkt für die Diversität der Biografien und Disziplinen der Panelist:innen.

Programm

Die erste Veranstaltung der Reihe „Chewruta“ („Freundschaft“) beschäftigt sich mit dem Thema „Gedächtnis/Ort“. Anhand von Gedichten und kurzen Aufsätzen, unter anderen von Paul Celan und Pierre Nora, diskutieren Yemima Hadad, Netanel Olhoeft, Dekel Peretz und Barbara Steiner zusammen mit Teilnehmenden aus dem Publikum darüber, was ein Ortsgedächtnis ist, wie Orte durch das Gedächtnis geprägt sind, und wie das Gedächtnis der Orte die in ihnen lebenden Menschen in seinen Bann zieht. Moderiert wird die „Chewruta“ von Daniel Schönpflug.

Panelist:innen:

Yemima Hadad ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin an der School for Jewish Theology der Universität Potsdam.

Netanel Olhoeft ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich für Jüdische Religions- und Geistesgeschichte an der School of Jewish Theology der Universität Potsdam. Er wurde im Jahr 2020 vom Zacharias Frankel College Berlin/Potsdam zum Rabbiner ordiniert.

Dekel Peretz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg und Gastforscher am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften. Zudem ist er Vorsitzender des Vereins Jüdisches Zentrum Synagoge Fraenkelufer.

Daniel Schönpflug ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin und Wissenschaftlicher Koordinator des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

Barbara Steiner arbeitet als Therapeutin und wissenschaftliche Autorin in Berlin.

https://www.jmberlin.de/chewruta-zerheilen-gedaechtnis-ort
Redaktion
Veröffentlicht am
24.09.2021
Beiträger
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Land Veranstaltung
Sprache Veranstaltung