"Junge Hochschulen" – wissenschafts- und hochschulpolitische Herausforderungen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

"Junge Hochschulen" – wissenschafts- und hochschulpolitische Herausforderungen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Veranstalter
Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Paderborn
PLZ
33098
Ort
Paderborn
Land
Deutschland
Vom - Bis
22.10.2021 -
Deadline
30.11.2021
Von
Rainer Pöppinghege, Historisches Institut, Universität Paderborn

Die Tagung findet vom 22. bis 24. Juni 2022 in Paderborn statt. Sie wird ausgerichtet vom Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Paderborn (Prof. Dr. Peter Fäßler/Prof. Dr. Rainer Pöppinghege) anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Gesamthochschule/Universität Paderborn. Reise- und Übernachtungskosten für Referierende werden vollständig (Inland: DB 2. Kl.) bzw. ggf. anteilig (Ausland) übernommen.

"Junge Hochschulen" – wissenschafts- und hochschulpolitische Herausforderungen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts standen Hochschulen – nicht nur in der BRD – vor erheblichen Herausforderungen. Es galt, den tertiären Bildungssektor an die Erfordernisse einer wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Modernisierung anzupassen. Inwiefern die Hochschulen sich dabei an die Spitze der „Modernisierungsbewegung“ setzten, ist strittig. Jedenfalls wurde auch die Politik spätestens in den 1960er Jahren aktiv, indem sie neue Studienkonzepte und Forschungsförderstrategien diskutierte. Erhebliche Investitionen brachten neue Institutionen wie z.B. Fach- und Gesamthochschulen hervor, die das Hochschulsystem nicht nur quantitativ ergänzen, sondern mit neuen – eher praxisorientierten – Schwerpunkten versehen sollten. Die im wahrsten Sinne größte Herausforderung stand dem Hochschulsystem jedoch in Gestalt der Massenuniversität in den 1980er Jahren bevor.

Der auf der Tagung zu verhandelnde Themenkatalog zielt auf folgende Aspekte ab:
- Staatliche bzw. private Reformkonzepte im Bereich der tertiären Bildung
- Institutionelle Neugründungen
- Traditionsuniversitäten und „junge“ Hochschulen
- Reaktionen verschiedener Statusgruppen (Studierende/Lehrende) auf hochschulreformerische Konzepte und deren Umsetzung
- Positionen und Handeln hochschulpolitischer Akteure bzw. Akteursgruppen
- Die Entwicklung des Hochschulsystems in weiteren europäischen Staaten
- Hochschulen im multiplen Wettbewerb: Ost-West-Konflikt; Drittmittelforschung, Anwendungs- bzw. Marktorientierung; Fächerrivalität
- Zwischen Humboldt und Markt: akademisches Selbstverständnis/Identitätskonzepte

Programm

In Einzelfällen ist auch eine rein digitale Teilnahme möglich. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch.

Erwünscht sind Vorschläge für 30minütige Vorträge, die anschließend in einem Tagungsband publiziert werden. Bitte senden Sie ein Exposé von max. 2.000 Zeichen bis zum 30. November 2021 an:
Prof. Dr. Rainer Pöppinghege, rainer.poeppinghege@upb.de
Eine Rückmeldung wird es bis spätestens zum 20. Dezember geben.

Kontakt

Prof. Dr. Rainer Pöppinghege
E-Mail: rainer.poeppinghege@upb.de

Redaktion
Veröffentlicht am
25.10.2021