Initiative ergreifen – Antisemitismus bekämpfen

Initiative ergreifen – Antisemitismus bekämpfen

Veranstalter
Deutsche Gesellschaft e.V.
Veranstaltungsort
Jüdisches Museum Berlin, Michael W. Blumenthal Akademie
Gefördert durch
Bundesministerium des Innern und für Heimat
PLZ
10969
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
12.10.2022 - 12.10.2022
Von
Rüdiger Traxler, Deutsche Gesellschaft e. V.

Die Veranstaltung behandelt Antisemitismus im Bildungskontext und richtet sich an (angehende) Lehrkräfte und deren Ausbildenen.

Initiative ergreifen – Antisemitismus bekämpfen

Kostenfreie, ganztägige Fortbildungen in Berlin und Frankfurt am Main

anerkannte Bildungsveranstaltung gemäß Berliner Bildungszeitgesetz

Der deutsche Bildungsföderalismus vereint unterschiedliche Handlungsansätze im Kampf gegen Antisemitismus. Gemeinsam sind ihnen die schulart- und fächerübergreifenden Fort- und Weiterbildungen für alle Lehrkräfte. Eine solche Möglichkeit biete auch die Deutsche Gesellschaft e. V. mit ihrer diesjährigen Fortbildungsveranstaltung in Berlin und Frankfurt am Main.

Hierbei geht es um Sensibilisierung und Empowerment derjenigen Personen, die für betroffene Jugendliche oftmals Vertrauenspersonen oder erste Ansprechpartner:innen sind, aber auch selbst Zeug:innen antisemitischer Vorfälle werden. Die Dringlichkeit dieses Fortbildungsansatzes ist angesichts des auf Schulhöfen und in sozialen Medien offen zutage tretenden Antisemitismus ungebrochen. Doch werden Lernende und Lehrende mit ihren Diskriminierungserfahrungen oftmals alleingelassen, wenn Vorfälle nicht erkannt oder gar ignoriert werden.

Nutzen Sie daher die Möglichkeit zur Fortbildung!
Teilnahme kostenfrei!
Anmeldung erforderlich wegen begrenzter Plätze.
Anmeldefrist bis 05. Oktober

https://antisemitismus-in-deutschland.de/lehrkraeftefortbildung/

Programm

08:00 – 09:00 Akkreditierung

09:00 – 09:15 Begrüßung durch Vertreter:in des Veranstaltungsortes und des Veranstalters

09:15 – 10:00 Einführungsvortrag „Antisemitismus in der Schule“

Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment

10:00 – 10:30 Impulsvorträge

1. Antisemitismus in der Jugendkultur
Jakob Baier, Universität Bielefeld

2. Antisemitismus im Spiegel der pluralen Gesellschaft
Désirée Galert, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. V.

3. Antisemitismus in Bildungsmaterialien
Dr. Dirk Sadowski, Georg-Eckert-Institut

Im Einführungsvortrag sowie den Impulsvorträgen vermitteln Expert:innen einen Zugang zu den Themenschwerpunkten der Fortbildung. Die Expert:innen stehen den Teilnehmenden bei inhaltlichen Fragen auch in den anschließenden Workshops zur Seite.

10:30 – 11:00 Kaffeepause

11:00 – 12:30 Workshoprunde I

Jede:r Teilnehmende wählt zwei Themenworkshops aus, entsprechend der verfügbaren Plätze (20 Personen je Workshop) – ein Beispiel: Wählt Teilnehmer:in A die Workshops 1 und 3, steht von 11:00 bis 12:30 Uhr der Besuch des Workshops 3 an und von 13:30 bis 15:00 Uhr der des Workshops 1. Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt mit der Anmeldung zur Veranstaltung.

Workshop 1
Erkennen: Antisemitismus in der Jugendkultur

Angesichts der vielfältigen Ursachen und Erscheinungsformen sowie der Wirkungen von Antisemitismus, ist es nicht immer einfach, antisemitische Ressentiments zu erkennen. Dies gilt umso mehr, wenn unterschiedliche Generationen mit je eigenen Kommunikationsgepflogenheiten aufeinandertreffen und in einem engen Verhältnis zueinanderstehen, wie bspw. Lehrkräfte und Schüler:innen. Denn Antisemitismus äußert sich nicht nur in plumper judenfeindlicher Rhetorik, sondern häufig verdeckt in Chiffren, indirekten Aussagen, Andeutungen. Zudem erfordert die Bedeutung Sozialer Medien für die Verbreitung antisemitischer Äußerungen eine spezifische Aufmerksamkeit und Kompetenz. Die Teilnehmenden erarbeiten sich Methoden des Erkennens und Handelns, um sich mit den Schüler:innen präventiv und in Konfliktsituationen verständigen zu können.

Workshop 2
Reagieren: Judenfeindschaft in der Migrationsgesellschaft

Bei jedem antisemitischen Vorfall muss interveniert werden. Es darf nicht aus Unsicherheit, Zeitmangel oder Furcht vor Eskalation oder falsch verstandener Rücksichtnahme weggeschaut werden. Dies ist gerade im gesellschaftlichen Mikrokosmos Schule, wo verschiedene kulturelle und soziale Hintergründe aufeinandertreffen, für ein den demokratischen Grundregeln der Gesellschaft verpflichtendes Miteinander unerlässlich. Welche Konfliktlinien auszumachen sind und wie darauf reagiert werden kann, ist Lernziel dieses Themenschwerpunkts.

Workshop 3
Jüdisches Leben und Antisemitismus in Bildungsmaterialien

Wissensvermittlung über jüdisches Leben erfolgt für viele Jugendliche oftmals nur indirekt durch Unterrichtsmaterialien und ohne Gegenwartsbezug. Zudem finden sich in Schulbüchern immer wieder antisemitische Darstellungen, die dann unwissentlich oder unreflektiert übernommen werden. Die Teilnehmenden erarbeiten sich, wie solchen Gefahren begegnet und wie die Vielfalt jüdischen Lebens angemessen berücksichtigt werden kann.

12:30 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 15:00 Workshoprunde II

siehe Zeitraum 11:00 – 12:30 Uhr
15:00 – 15:30 Kaffeepause

15:30 – 17:00 Ergebnispräsentation, Abschlussdiskussion, Feedbackrunde

Die Ergebnisse der Workshops werden von Teilnehmer:innen (freiwillig 1 Person je Workshopgruppe à 5 Minuten) vorgetragen. Da jede Lehrkraft an zwei Themenworkshops teilgenommen hat, bedarf es der nachträglichen inhaltlichen Vermittlung für jede:n Teilnehmende:n lediglich bei einem Thema. Da die moderierte Abschlussdiskussion als Resümee des gesamten Tages auch mit Blick auf die Impulsreferate erfolgt, nehmen hierfür die Workshopreferent:innen auf dem Podium Platz. Nachfragen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

17:00 Schlusswort und Verabschiedung der Gäste

Kontakt

Deutsche Gesellschaft e. V.
Rüdiger Traxler
Projektleiter „Antisemitismus in Deutschland“
Mauerstraße 83/84
10117 Berlin
Tel.: 030 8841 2201
E-Mail: regionalforen@deutsche-gesellschaft-ev.de

https://antisemitismus-in-deutschland.de/lehrkraeftefortbildung/
Redaktion
Veröffentlicht am
03.08.2022
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung