Klären, Streiten, Argumentieren - Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung

Klären, Streiten, Argumentieren - Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung

Veranstalter
AG Sprechwissenschaft / Institut für Germanistische Sprachwissenschaft Philipps-Universität Marburg
PLZ
35037
Ort
Marburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
05.10.2023 - 07.10.2023
Deadline
28.02.2023
Von
Eva Maria Gauß, Sprechwissenschaft, Philipps-Universtiät Marburg

Für die Tagung "Klären, Streiten, Argumentieren - Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung" vom 05.-07.10.2023 können bis zum 28.2.23 Beiträge eingereicht werden.
Die Tagung setzt Theorie und Praxis des Argumentierens und der Argumentation in den Fokus und fragt nach neuen Perspektiven in Forschung und Anwendung.
Alle Infos unter: www.uni-marburg.de/fb09/argumentationsforschung2023

Klären, Streiten, Argumentieren - Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung

Tagung "Klären, Streiten, Argumentieren - Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung" 05.-07.10.2023

Die Tagung setzt Theorie und Praxis des Argumentierens und der Argumentation in den Fokus und fragt nach neuen Perspektiven in Forschung und Anwendung. Argumentieren dient der Herstellung von Gemeinsamkeit, der Verständigung über strittige Sachverhalte, der wissensbasierten und rationalen Bearbeitung von Konflikten. Individuelle Argumentationskompetenz ermöglicht den Umgang mit Perspektivendivergenz und die Teilhabe am gesellschaftlich-politischen Leben sowie an Bildungsprozessen. Sie ist damit nicht nur Voraussetzung, sondern zugleich ein wesentliches Ziel von Bildung. Argumentiert wird in verschiedenen Handlungskontexten und unterschiedlichen Domänen. Diese Kontexte – der naturwissenschaftliche Unterricht, die politische Podiumsdebatte, das medizinische Gespräch usw. – bestimmen die Formen des Argumentierens ebenso wie Medialität; so weist mündliches Argumentieren andere Bedingungen und Charakteristika auf als Argumentieren in anderen Medialitäten. Diese verschiedenen Dimensionen wollen wir in Marburg auf der Tagung „Klären I Streiten I Argumentieren – Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung“ aus verschiedenen disziplinären Perspektiven thematisieren und diskutieren.

Call for Contributions

Ausgehend von einem multidisziplinären Konzept von Argumentation und Argumentieren freuen wir uns über Beiträge aus Sprechwissenschaft, Linguistik, Rhetorik, Politikwissenschaft, Psychologie, Philosophie, Bildungswissenschaft, Phonetik usw. Willkommen sind Beiträge, die einen oder mehrere der folgenden Fragen und Aspekte aus aktueller Perspektive adressieren:

- Wie ist Argumentieren und speziell mündliches Argumentieren in verschiedenen Domänen gestaltet? Wie formt der domänenspezifische Kontext das Argumentieren und wie das Argumentieren den Kontext? Welche spezifischen Funktionen sind mit Argumentation in verschiedenen Domänen verbunden?

- Wie kann das Verhältnis von Argumentieren zu anderen komplexen Sprachhandlungen wie Erklären, Begründen oder Erzählen beschrieben werden und welche systematischen Verbindungen zeigen sich?

- Wie ist Argumentieren in größere Formate der mündlichen Rhetorik und ihrer Praxis eingebettet (z.B. Debatte, Gesprächsführung, Wissensdarstellung in Referaten)?

- Wie wird Argumentationskompetenz erworben? Wie ist Erwerb beschreibbar?

- Wie wird fachlich-fachbezogenes Argumentieren erlernt? Welche empirischen Befunde gibt es und welche didaktischen Konzepte?

- Welche bildungssprachlichen Anforderungen und Charakteristika gelten für mündliches Argumentieren in verschiedenen Unterrichtsfächern?

- Wie ist das Verhältnis von explizit ausgerichteter Argumentationsdidaktik und konkreter Argumentationspraxis? Inwiefern leistet Argumentieren einen Beitrag zur gelingenden Teilhabe an Unterrichtsprozessen und kann dahingehend gefördert werden?

- Wie kann Argumentieren beurteilt werden?

- Wie kann Argumentationskompetenz im Kontext der Erwachsenenbildung gelingend gefördert und entwickelt werden? Welche didaktischen Konzepte haben sich bewährt, wie sind sie zu erneuern?

- Welche Veränderungen und spezifische Ausprägungen erfahren Argumentation und ihre Praxis durch Medialisierungs- und Digitalisierungsprozesse?

- Wie verändern sich klassische rhetorisch-argumentationsbezogene Konzepte wie beispielsweise Topik, Topos, Glaubwürdigkeit, Authentizität, Persuasion, Plausibilität durch Medialisierungs- und Digitalisierungsprozesse?

Formate für Beitragsvorschläge

Wir begrüßen sowohl empirisch orientierte und theoretische Beiträge, methodisch-didaktische Beiträge sowie Praxisberichte in angewandter Perspektive. Folgende Formate sind möglich:

- Vortrag mit anschließender Diskussion (30 Minuten)

- Workshop als interaktives Arbeitsformat (90 Minuten)

- Datensitzung (90 Minuten)

- Poster inklusive Kurzpräsentation als Work-in-Progress-Vortrag

- Panel mit 4-5 Einzelvorträgen zu einem gemeinsamen Thema (180 Minuten)

Interessent:innen bitten wir um die Zusendung von Abstracts (max. 400 Wörter, inkl. max. 5 Literaturangaben). Bitte formulieren Sie in dem Abstract, welchem Format Sie Ihren Vorschlag zuordnen möchten. Beiträge können in deutscher oder englischer Sprache eingereicht werden.

Einreichfrist: bis zum 28.02.2023

Die Einreichung Ihrer Beitragsvorschläge erfolgt über conftool:

https://www.conftool.net/argumentationsforschung2023/

Veranstaltet von der AG Sprechwissenschaft (Institut für Germanistische Sprachwissenschaft) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS)

Programm

Wir freuen uns, die folgenden Plenarsprecher:innen ankündigen zu können:

- Prof. Dr. Manfred Kienpointner (Universität Innsbruck)
- Prof. Dr. Constanze Spieß (Universität Marburg)
- Prof. Dr. Lisa S. Villadsen (Universität Kopenhagen)
- Prof. Dr. Dietmar Till (Universität Tübingen)

Kontakt

sprechwissenschaft@uni-marburg.de

https://www.uni-marburg.de/fb09/argumentationsforschung2023
Redaktion
Veröffentlicht am
25.01.2023
Klassifikation
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Englisch, Deutsch
Sprache der Ankündigung