Vortragsreihe: Stalinismus – Fragen an ein europäisches Thema

Vortragsreihe: Stalinismus – Fragen an ein europäisches Thema

Veranstalter
Zentrum fuer Zeithistorische Forschung, Institut fuer Geschichte der Humboldt-Universitaet zu Berlin, Deutsches Historisches Museum
Veranstaltungsort
Ort
Berlin / Potsdam
Land
Deutschland
Vom - Bis
18.01.2005 - 07.07.2005
Von
Hertle, Hans-Hermann

Einladung zur Vortragsreihe
„Stalinismus“

Das Zentrum fuer Zeithistorische Forschung, das Institut fuer Geschichte der Humboldt-Universitaet zu Berlin und das Deutsche Historische Museum laden sehr herzlich zu einer Vortragsreihe zum Thema „Stalinismus – Fragen an ein europäisches Thema“ ein.

Programm

Der sechsteilige Zyklus beginnt

am Dienstag, dem 18. Januar 2005, 18.00 Uhr,
im Kinosaal des Deutschen Historischen Museums, Berlin, Unter den Linden 2

mit einer Veranstaltung zum Thema:

Stalinismus im Zweiten Weltkrieg. Das Belagerte Leningrad 1941-1944

Vortrag:Dr. Joerg Ganzenmueller (Universitaet Jena)
Kommentar: Dr. Lars Karl (ZZF Potsdam)

Zum Thema der Vortragsreihe:

Was war und bedeutete „Stalinismus“? Gab es einen Stalinismus ohne Stalin? Bis heute streiten Historiker über die Frage, ob mit diesem Begriff die Herrschaft Stalins in der Sowjetunion sinnvoll historisch erfasst werden kann oder ob sich dahinter nicht vielmehr eine begriffliche Selbsttaeuschung verbirgt, die die Ausrichtung der sowjetischen Gesellschaft auf die Person Stalins beständig wiederholt. Darüber hinaus besitzt dieser Begriff unzweifelhaft auch eine entschuldigende Dimension, weil er eine Interpretation des Massenterrors gegen die sowjetische Bevoelkerung und der exzessiven Formen des Personenkultes in den dreißiger und vierziger Jahren als Bruch mit den urspruenglichen Zielen der kommunistischen Bewegung, der wesentlich der Person Stalins zugeschrieben werden muß, zulaesst.
Ausgehend von diesen und weiteren Ueberlegungen werden die Vortraege der Veranstaltungsreihe „Stalinismus. Fragen an ein europaeisches Thema“ einzelne Probleme der Historisierung des Stalinismus als Herrschaftskultur und Erfahrungswelt behandeln und dabei eine ueber die Sowjetunion hinaus gehende Perspektive einnehmen. Mit den sechs Vortraegen werden neuere Forschungsergebnisse zur sowjetischen Geschichte und zur Geschichte der kommunistischen Diktaturen in Ostmitteleuropa einer breiteren Oeffentlichkeit vorgestellt.

Die weiteren Veranstaltungen
(Bitte die wechselnden Veranstaltungsorte beachten)

2. Februar 2005, 18.00 Uhr
Dr. Jan Plamper (Universitaet Tuebingen)
Der Stalinkult. Alchemie der Macht
Kommentar: Dr. Benno Ennker (Universität Tuebingen)
Deutsches Historisches Museum, Kinosaal, Berlin, Unter den Linden 2

28. April 2005, 18.00 Uhr
Prof. Dr. Joerg Baberowski (Humboldt-Universitaet zu Berlin)
Stalinismus und Imperium
Kommentar: Dr. Sebastian Conrad (Freie Universitaet Berlin)
Humboldt-Universitaet zu Berlin, Hoersaal 2097, Unter den Linden 6

16. Juni 2005, 18.00 Uhr
Prof. Dr. Jochen Hellbeck (Rutgers University/N.J.)
Der Neue Mensch als stalinistisches Projekt
Kommentar: Prof. Dr. Brigitte Studer (Universitaet Bern)
Humboldt-Universität zu Berlin, Hoersaal 2097, Unter den Linden 6

23. Juni 2005, 18.00 Uhr
Dr. Martin Sabrow (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
Gab es eine stalinistische DDR?
Kommentar: Dr. Jan Foitzik (Institut für Zeitgeschichte Berlin)
Altes Rathaus Potsdam, Alter Markt 1, 14467 Potsdam

7. Juli 2005, 18.00 Uhr
Dr. Gerd Koenen (Frankfurt/M.)
„Die Sonne der Voelker“ - Stalins westliche Bewunderer und ihre Motive
Kommentar: Jan C. Behrends (Wissenschaftszentrum Berlin)
Altes Rathaus Potsdam, Alter Markt 1, 14467 Potsdam

Kontakt

Kontakt:
ZZF Potsdam
Hans-Hermann Hertle
Tel.: 0331/28991-31

http://www.zzf-pdm.de
Redaktion
Veröffentlicht am
Klassifikation
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Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung