Ukraine und Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Deutungen und Auswirkungen auf den heutigen Diskussionsprozess

Ukraine und Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Deutungen und Auswirkungen auf den heutigen Diskussionsprozess

Veranstalter
Institut für Geschichte der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine; Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO); Friedrich-Ebert-Stiftung Regionalbüro für die Ukraine, Belarus und Moldau
Veranstaltungsort
Ort
Kiew
Land
Ukraine
Vom - Bis
09.06.2005 - 10.06.2005
Website
Von
Wilried Jilge

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Geisteswissenschaftliche Zentrum "Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig" (GWZO) führt gemeinsam mit der Friedrich Ebert Stiftung (Regionalbüro Kiew) und dem Institut für Geschichte der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiew eine ukrainisch-deutsche Historikerkonferenz zum Thema "Ukraine und Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Deutungen und Auswirkungen auf den heutigen Diskussionsprozess". Die Konferenz ist Teil eines Forschungsvorhabens zur Erinnerungskultur der Ukraine im 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart (Bearbeiter: Wilfried Jilge) im Rahmen des DFG-Projekts "Visuelle und historische Kulturen Ostmitteleuropas im Prozess staatlicher und gesellschaftlicher Modernisierung seit 1918" (Leiter: Stefan Troebst) am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO).

Koordination:
Institut für Geschichte der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine
Kiew, wul. Gruschewskogo 4,
Tel.: ++380 44 2296362
E-mail: instytut@history.org.ua
Kontaktperson: Heorhyi Kasianov

Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO)
Luppenstraße 1 B
04177 Leipzig
Tel.: 0341 9735575
E-mail: Wilfried.Jilge@web.de
Kontaktperson: Wilfried Jilge

Friedrich-Ebert-Stiftung
Regionalbüro für die Ukraine, Belarus und Moldau
01004, Kiew, wul. Puschkinska 34,
Tel.:++ 380 44 235 11 49, 235 52 77, Fax: ++380 44 4514031
E-mail: hkurth@fesukraine.ru.kiev.ua
Kontaktperson: Vasyl Andriyko

Programm

UKRAINISCH-DEUTSCHE HISTORIKERKONFERENZ

Ukraine und Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Deutungen und Auswirkungen auf den heutigen Diskussionsprozess

Zeit: 9. – 10. Juni 2005
Ort: Kiew, wul. Wolodymyrska 55,

Arbeitssprachen: Deutsch, Ukrainisch (simultan)

Teilnehmer: bis 60 - 80 Personen

VORLÄUFIGES PROGRAMM (Stand: 25.05.05)

Donnerstag, 9. Juni

Ankunft der Teilnehmer aus Deutschland
Unterbringung im Hotel “Ukraina“
wul. Institutska 4
Tel.: ++380 44 2782804

Freitag, 10. Juni

09.00 – 09.30 Registrierung der Teilnehmer

09.30 – 10.00
ERÖFFNUNG UND EINFÜHRUNG IN DIE ZENTRALE FRAGESTELLUNG UND DER BEDEUTUNG DER KONFERENZ FÜR DIE ZUKUNFT

Valeri Smolij, Institut für Geschichte, (Kiew)
Heorhyi Kasianov, Institut für Geschichte,(Kiew)
Helmut Kurth, FES,(Kiew)
Wilfried Jilge, GWZO,(Leipzig)

10.00 – 12.00
Block I: DIE EINSTELLUNG UND BEZIEHUNG DER UKRAINER ZU DEUTSCHLAND UND ZUM SOWJETISCHEN GESELLSCHAFTSMODELL WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGES
Moderation: Heorhyi Kasianov, (Kiew)

Referate(max.20 Min.):

Die Besatzungsverwaltung, ukrainische Kollaborationseinheiten und lokale Bevölkerung im Reichskommissariat Ukraine
Ivan Derejko, (Kiew)

Die Ermordung der Juden in der Ukraine – weiße Flecken in der historischen Betrachtung
Dieter Pohl, (München)

Aus der Sicht der Zeugen: Wahrnehmung des sowjetischen Lebensstils in der Westukraine (1939-1941)
Oleksandr Lysenko, (Kiew)

Alltagsleben von Ukrainern während der Besatzung (September 1941 – November 1943)
Oleksandr Udod, (Kiew)

Diskussion

12.00 – 12.15 Kaffeepause

12.15 – 14.00
Block II: NATIONALISTISCHE UNABHÄNGIGKEITSBESTREBUNGEN DER UKRAINER IM UND NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG

Moderation: Wilfried Jilge, (Leipzig)

Referate (max.20 Min.):

Die Organisation der Ukrainischen Nationalisten und die Ukrainische Aufstandsarmee während des Zweiten Weltkrieges in der ukrainischen Historiographie seit 1991
Heorhyi Kasianov, (Kiew)

Ukrainischer Nationalismus und das deutsche Militär - Kongruenz der Ziele und Realität
Frank Golczewski, (Berlin)

Die westukrainische Nationalbewegung und das Deutsche Reich 1938-1944 – eine asymetrische Waffenbrüderschaft
Frank Grelka, (Berlin)

Diskussion

14.15 – 15.30 Mittagessen

15.30 – 17.45
Block III: UNTERSCHIEDLICHE ERINNERUNGEN VON KRIEG UND KRIEGSENDE IN DEUTSCHLAND UND IN DER UKRAINE

Моderation: Alfred Eichhorn, (Berlin)

Referate (max.20 Min.):

Die Bedeutung des Zweiten Weltkrieges in der öffentlichen Symbol- und Geschichtspolitik der postkommunistischen Ukraine (1991-2004)
Wilfried Jilge, (Leipzig)

Der Zweite Weltkrieg im Gedaechtnis der Deutschen
Norbert Frei, (Jena)

Aus den unterschiedlichen Sichtweisen über die Frontlinie: Einstellungen der Bevölkerung und der lokalen Verwaltungen gegenüber den deutschen Militärgrabstätten in den Jahren 1943-1945: Einstellungen gegenüber dem Krieg unter den sowjetischen und deutschen Kriegsgefangenen
Olga Butsko, (Kiev)

Sowjetische Zwangsarbeiter in den deutschen Erinnerungsdebatten nach 1989
Andreas Heusler, (München)

Diskussion

17.45 – 18.15 Kaffeepause

18.15 – 19.15
Block IV: EMPFEHLUNGEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER VERGANGENHEIT ZUR VERBESSERTEN FORMULIERUNG VON ZUKÜNFTIGEN GEMEINSAMKEITEN

Podiumsdiskussion: Wilfried Jilge, Norbert Frei, Heorhyj Kasianov, Oleksandr Lysenko
Moderation: Helmut Kurth (Kiew)

19.30 Imbiss

Samstag, 11. Juni
10 - 13.00 Exkursion

Sonntag, 12. Juni
Abflug der Teilnehmer aus Deutschland

Kontakt

Wilfried Jilge

Luppenstr. 1b
04177 Leipzig
0341 9735575

Wilfried.Jilge@web.de


Redaktion
Veröffentlicht am
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Klassifikation
Region(en)
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch, Ukrainian
Sprache der Ankündigung