UKRAINISCH-DEUTSCHE HISTORIKERKONFERENZ
Ukraine und Deutschland im Zweiten Weltkrieg: Deutungen und Auswirkungen auf den heutigen Diskussionsprozess
Zeit: 9. – 10. Juni 2005
Ort: Kiew, wul. Wolodymyrska 55,
Arbeitssprachen: Deutsch, Ukrainisch (simultan)
Teilnehmer: bis 60 - 80 Personen
VORLÄUFIGES PROGRAMM (Stand: 25.05.05)
Donnerstag, 9. Juni
Ankunft der Teilnehmer aus Deutschland
Unterbringung im Hotel “Ukraina“
wul. Institutska 4
Tel.: ++380 44 2782804
Freitag, 10. Juni
09.00 – 09.30 Registrierung der Teilnehmer
09.30 – 10.00
ERÖFFNUNG UND EINFÜHRUNG IN DIE ZENTRALE FRAGESTELLUNG UND DER BEDEUTUNG DER KONFERENZ FÜR DIE ZUKUNFT
Valeri Smolij, Institut für Geschichte, (Kiew)
Heorhyi Kasianov, Institut für Geschichte,(Kiew)
Helmut Kurth, FES,(Kiew)
Wilfried Jilge, GWZO,(Leipzig)
10.00 – 12.00
Block I: DIE EINSTELLUNG UND BEZIEHUNG DER UKRAINER ZU DEUTSCHLAND UND ZUM SOWJETISCHEN GESELLSCHAFTSMODELL WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGES
Moderation: Heorhyi Kasianov, (Kiew)
Referate(max.20 Min.):
Die Besatzungsverwaltung, ukrainische Kollaborationseinheiten und lokale Bevölkerung im Reichskommissariat Ukraine
Ivan Derejko, (Kiew)
Die Ermordung der Juden in der Ukraine – weiße Flecken in der historischen Betrachtung
Dieter Pohl, (München)
Aus der Sicht der Zeugen: Wahrnehmung des sowjetischen Lebensstils in der Westukraine (1939-1941)
Oleksandr Lysenko, (Kiew)
Alltagsleben von Ukrainern während der Besatzung (September 1941 – November 1943)
Oleksandr Udod, (Kiew)
Diskussion
12.00 – 12.15 Kaffeepause
12.15 – 14.00
Block II: NATIONALISTISCHE UNABHÄNGIGKEITSBESTREBUNGEN DER UKRAINER IM UND NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG
Moderation: Wilfried Jilge, (Leipzig)
Referate (max.20 Min.):
Die Organisation der Ukrainischen Nationalisten und die Ukrainische Aufstandsarmee während des Zweiten Weltkrieges in der ukrainischen Historiographie seit 1991
Heorhyi Kasianov, (Kiew)
Ukrainischer Nationalismus und das deutsche Militär - Kongruenz der Ziele und Realität
Frank Golczewski, (Berlin)
Die westukrainische Nationalbewegung und das Deutsche Reich 1938-1944 – eine asymetrische Waffenbrüderschaft
Frank Grelka, (Berlin)
Diskussion
14.15 – 15.30 Mittagessen
15.30 – 17.45
Block III: UNTERSCHIEDLICHE ERINNERUNGEN VON KRIEG UND KRIEGSENDE IN DEUTSCHLAND UND IN DER UKRAINE
Моderation: Alfred Eichhorn, (Berlin)
Referate (max.20 Min.):
Die Bedeutung des Zweiten Weltkrieges in der öffentlichen Symbol- und Geschichtspolitik der postkommunistischen Ukraine (1991-2004)
Wilfried Jilge, (Leipzig)
Der Zweite Weltkrieg im Gedaechtnis der Deutschen
Norbert Frei, (Jena)
Aus den unterschiedlichen Sichtweisen über die Frontlinie: Einstellungen der Bevölkerung und der lokalen Verwaltungen gegenüber den deutschen Militärgrabstätten in den Jahren 1943-1945: Einstellungen gegenüber dem Krieg unter den sowjetischen und deutschen Kriegsgefangenen
Olga Butsko, (Kiev)
Sowjetische Zwangsarbeiter in den deutschen Erinnerungsdebatten nach 1989
Andreas Heusler, (München)
Diskussion
17.45 – 18.15 Kaffeepause
18.15 – 19.15
Block IV: EMPFEHLUNGEN FÜR DIE ZUKÜNFTIGE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER VERGANGENHEIT ZUR VERBESSERTEN FORMULIERUNG VON ZUKÜNFTIGEN GEMEINSAMKEITEN
Podiumsdiskussion: Wilfried Jilge, Norbert Frei, Heorhyj Kasianov, Oleksandr Lysenko
Moderation: Helmut Kurth (Kiew)
19.30 Imbiss
Samstag, 11. Juni
10 - 13.00 Exkursion
Sonntag, 12. Juni
Abflug der Teilnehmer aus Deutschland