50 Jahre Revolution und Freiheitskampf in Ungarn

50 Jahre Revolution und Freiheitskampf in Ungarn

Veranstalter
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Collegium Hungaricum Berlin; Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur
Veranstaltungsort
Ort
Potsdam/Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
19.01.2006 -
Website
Von
Hertle, Hans-Hermann

50 Jahre Revolution und Freiheitskampf in Ungarn
Internetauftritt „www.ungarn1956.de“ -
Veranstaltungen – internationale wissenschaftliche Konferenz

Im Herbst 2006 jährt sich der ungarische Volksaufstand zum 50. Mal. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, das Collegium Hungaricum in Berlin und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur werden mit einer Reihe von Veranstaltungen und Informationsangeboten an dieses Ereignis erinnern. Ab Januar 2006 bietet deren gemeinsame Website www.ungarn1956.de Bildungs- und Gedenkstätten, Museen, wissenschaftlichen Einrichtungen und kulturellen Initiativen eine Plattform, um bundesweit auf eigene Vorhaben hinzuweisen. In Kooperation mit dem Fachportal „Zeitgeschichte-online“ (http://www.zeitgeschichte-online.de) werden auf der Website darüber hinaus Materialien zur Geschichte der ungarischen Revolution, ihrer Niederschlagung und der Folgen bereitgestellt, u.a. eine Chronik, digitale Reprints von wichtigen Publikationen, Pressematerialien, Bibliografien und Filmografien sowie Hinweise auf Internetangebote zum Thema.
Die Website soll zeithistorisch Interessierten, der Fachöffentlichkeit wie auch insbesondere den Medien einen ersten inhaltlichen Zugang und einen Überblick über die vielfältigen Veranstaltungsangebote zum Thema bieten.

Die drei Partner richten darüber hinaus eine ganze Reihe gemeinsamer Veranstaltungen u.a. gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museums und dem Forschungsverbund SED-Staat an der FU Berlin aus. Diese werden sich dem zeitgeschichtlichen Kontext, der Wirkungsgeschichte der ungarischen Revolution und den mit ihr verbundenen Mythenbildungen widmen. Sie finden zwischen dem 10. September 2006, dem Jahrestag der Grenzöffnung von 1989, und dem 23. Oktober 2006, dem ungarischen Nationalfeiertag, in Berlin statt und sind ein Beitrag zum ungarischen Kulturjahr „Ungarischer Akzent“, das vom 9. März 2006 bis Frühjahr 2007 stattfinden wird.
Eine Filmreihe mit ausgewählten ostmitteleuropäischen Spiel- und Dokumentarfilmen wird dokumentieren, wie der ungarische Aufstand künstlerisch verarbeitet und von verschiedenen Generationen unterschiedlich erinnert wurde. Künstler und Schriftsteller reflektieren im Rahmen einer Podiumsdiskussion ihre persönliche Auseinandersetzung mit den Ereignissen, ihren Umgang mit den sich widersprechenden Deutungen und der nach 1989 zurückkehrenden Geschichte. Eine zweitägige wissenschaftliche Konferenz stellt unter dem Thema „Die ungarische Revolution 1956: Kontext - Wirkung - Mythen“ neuere Forschungsergebnisse zur Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der ungarischen Revolution vor. In einer transnationalen Perspektive wird nach den Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Krisensituationen bzw. der Entwicklung im Ostblock gefragt. Besonderes Augenmerk gilt darüber hinaus den innergesellschaftlichen Konflikten in der DDR, die durch die ungarische Revolution ausgelöst wurden, sowie der Frage, welche Rolle die Erinnerung an die Ereignisse von 1956 in den unterschiedlichen politischen und sozialen Milieus in den Jahrzehnten vor 1989 und nach dem Zusammenbruch des Kommunismus gespielt hat und noch heute spielt.

Alle Bildungs- und Gedenkstätten, Museen, wissenschaftlichen Einrichtungen und kulturellen Initiativen sind herzlich dazu eingeladen, ab sofort eigene Konferenzen, Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen, Filme etc. via E-Mail ungarn1956@zeitgeschichte-online.de und ab dem 19. Januar 2006 direkt auf der Website wwww.ungarn1956.de anzumelden.

Am Donnerstag, dem 19. Januar 2006, 11.00 Uhr, wird auf Einladung des ungarischen Botschafters S.E. Dr. Sándor Peisch, ein Pressegespräch in der Botschaft der Republik Ungarn (Unter den Linden 76, 10117 Berlin) stattfinden, bei dem neben den Berliner Veranstaltungsplänen auch über weitere Projekte zu Ungarn 1956 in ganz Deutschland informiert und die Stiftung Aufarbeitung ihr zweisprachiges „Vademecum – Contemporary History Hungary“ vorstellen wird.
Für die Teilnahme am Pressegespräch ist eine Rückmeldung erforderlich unter: collegium@hungaricum.de

Dr. Hans-Hermann Hertle und Dr. Jürgen Danyel, ZZF Potsdam
Dr. Ulrich Mählert, Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin
Dr. Márton Méhes, Collegium Hungaricum Berlin

Programm

Kontakt

Hans-Hermann Hertle
hertle@zzf-pdm.de


Redaktion
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Deutsch
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