Aus ganz Europa nach Neuengamme

Aus ganz Europa nach Neuengamme

Veranstalter
Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, Kronprinzenstr. 15 45128 Essen, Tel. 0201 227982, Fax 0201 235505, buero@hu-bildungswerk.de in Kooperation mit dem Studienzentrum der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Ort
Hamburg
Land
Deutschland
Vom - Bis
29.11.2007 - 01.12.2007
Deadline
08.11.2007
Von
Norbert Reichling

Das Konzentrationslager Neuengamme mit seinen mehr als 80 Außenlagern war von 1940 bis 1945 für deutsche Staatsangehörige und für Männer und Frauen aus mehr als 30 Nationen Haft- und Leidensort. Seine Geschichte wirft durch den Aufbau eines großen Klinkerwerks und den Häftlingseinsatz in der Rüstungsindustrie nicht nur ein Licht auf den Nationalsozialismus in Hamburg und Norddeutschland. Dieses große Konzentrationslager steht in der Geschichtsschreibung darüber hinaus für Chaos, Todesmärsche und Rettungsaktionen am Ende des Zweiten Weltkrieges.
Neuengamme ist auch ein Beispiel für den Umgang mit der NS-Geschichte nach 1945, da auf dem ehemaligen Lagergelände zwei Justizvollzugsanstalten eingerichtet wurden. Nach jahrelangen heftigen Auseinandersetzungen über die Zukunft der Gedenkstätte hat diese sich seit 2003 in vielfältiger Weise weiter entwickelt: Historisches Gelände und Gebäude – darunter das Klinkerwerk und die SS-Garagen - wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 2005 konnte ein dezentrales Ausstellungskonzept verwirklicht werden, das Modellcharakter für die Umgestaltung anderer Gedenkstätten haben könnte, und ein Begegnungs- und Studienzentrum entwickelt die pädagogische Arbeit weiter, greift aktuelle Fragen der Vermittlung auf und reflektiert Formen des Gedenkens.

Programm

Donnerstag, 29.11.2007
Bis 18.00 Uhr Ankunft im Tagungshotel Hamburg-Nettelnburg
18.30 bis 19.30 Uhr: Abendessen im Hotel
19.30 bis 21.00 Uhr: Vorstellung und Einführung durch die Veranstalter (u.a. zur Geschichte der KZ-Gedenkstätte Neuengamme)

Freitag, 30.11.2007
9.00 Uhr: Bustransfer zur KZ-Gedenkstätte
9.30 bis 13.00 Uhr: Rundgang über das frühere Lagergelände und durch die Ausstellungen: Kennenlernen der Topographie und einiger Funktionen (vor allem der Produktionsstätten) wie auch unterschiedlicher Zeitschichten
14.00 bis 15.30 Uhr: Was wird in Neuengamme vermittelt?
Einige Schwerpunkte der Lagergeschichte und der Ausstellungen (Wahlmöglichkeiten)
· Haftgründe und Häftlingsgesellschaft
· Alltag und Arbeit
· Lagerleitung und Aufseher/innen
· Neuengamme Anfang 1945
16.00 bis 18.00 Uhr: Fortsetzung der Beschäftigung mit den Themenschwerpunkten unter ausstellungsdidaktischen Gesichtspunkten (Multiperspektivität, Biographieorientierung u.a.)

b.w.
Samstag, 1.12.2007
8.15 Uhr: Mit ÖPNV in die Hamburger Innenstadt (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg)
9.00 bis 10.30 Uhr: Der „Retter von Hamburg“ und andere Mythen - neuere Forschungen zum
Nationalsozialismus in Hamburg
Referent: Dr. Frank Bajohr, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
11.15 bis 13.00 Uhr: Spuren vergangenen und gegenwärtigen jüdischen Lebens im Stadtteil Grindel (angeleiteter Rundgang)
14.30 bis 16.30 Uhr: Ein bedeutender Gedächtnisort: Die Schule am Bullenhuser Damm (Information und Diskussion)
17.00 bis 18.30 Uhr: Auswertendes Rundgespräch, anschl. gemeinsames Abendessen in Hamburg

Sonntag, 2.12.2007
9.00 Uhr: Bustransfer (mit Gepäck) in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme
9.30 bis 12.30 Uhr: Einblicke in die Bildungsarbeit der KZ-Gedenkstätte (Beispiele, Materialien, Zeitzeugen, offenes Archiv)
13.30 bis 15.00 Uhr: Abschlussrunde: Ergebnisse – Eindrücke - pädagogische Perspektiven

Kontakt

Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, Kronprinzenstr. 15
45128 Essen, Tel. 0201 227982, Fax 0201 235505, buero@hu-bildungswerk.de
(Heidi Behrens/Norbert Reichling)

www.hu-bildungswerk.de
Redaktion
Veröffentlicht am
16.09.2007
Beiträger
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