Remigration: Rückkehr in historischer Perspektive

Remigration: Rückkehr in historischer Perspektive

Veranstalter
Universität Stuttgart Stuttgarter Arbeitskreis für Historische Migrationsforschung e. V. Alexander Schunka/Eckart Olshausen
Veranstaltungsort
Universität Stuttgart, Historisches Institut, Heilbronner Str. 7, D-70174 Stuttgart, Raum M 7.003
Ort
Stuttgart
Land
Deutschland
Vom - Bis
31.10.2008 - 01.11.2008
Website
Von
Alexander Schunka

Die Auswirkungen der Globalisierung haben den Blick geschärft für die historische Dimension grenzüberschreitender Kontakte. Die Geschichte von Wanderungsbewegungen gehört in diesen Rahmen. Migrationen sind allerdings vorwiegend als lineare Prozesse interpretiert worden, an deren Ende die Integration im Aufnahmegebiet stand.

Das Kolloquium „Remigration“ versucht erstmals in epochenübergreifender Perspektive, die Verbindungen von Migranten in ihre ‚alte Heimat’ in den Blick zu nehmen, die von Kontaktpflege und Transfers zu Rückwanderungen und neuen Herausforderungen bei der Wiedereingliederung an den Herkunftsorten führen konnten.

Programm

Freitag, 31. Oktober 2008
bis 13:00 Uhr Anreise

13.00-13.15
Eckart Olshausen/Alexander Schunka
Begrüßung, Einleitung, Technisches

13.15-14.00
Marita Krauss (Augsburg)
Einleitungsreferat: Rückkehr in historischer Perspektive

14.00-14.15
Pause

14.15-15.00
Leif Scheuermann (Hamburg/Stuttgart)
Odysseus’ Heimkehr

15.00-15.45
Frank Stini (Stuttgart)
Perspektiven begnadigter Exulanten der römischen Kaiserzeit

15.45-16.15
Kaffeepause

16.15-17.00
Margit Stolberg-Vowinckel (Stuttgart)
Rückkehr und Statusgewinn: Funktionen von Abwesenheit und Abenteuer bei der Wiedereingliederung von Jerusalempilgern im späten Mittelalter

17.00-17.45
Justus Nipperdey (Mainz/München)
Temporäre Migration und Rückkehr in Bevölkerungsdiskurs und -politik im 17. Jahrhundert

17.45-18.30
Alexander Schunka (Stuttgart)
Arme Pfälzer: Aufnahme und Rückkehrplanung im London des frühen 18. Jahrhunderts

18.30-19.30
Kleiner Empfang

19.30-20.15
Jochen Oltmer (Osnabrück)
Abendvortrag: Förderung von Remigration als politisches Konzept und Projekt im 19. und 20. Jahrhundert

Samstag, 1. November 2008

9.00-9.45
Daniel Kirn (Stuttgart)
Enttäuschte Hoffnungen. Die Rückkehr südwestdeutscher Auswanderer aus Amerika

9.45-10.30
Johannes H. Voigt (Marbach)
Zwangsremigration von Australien nach Deutschland nach dem 1. Weltkrieg

10.30-11.00
Kaffeepause

11.00-11.45
Mathias Beer (Tübingen)
Remigration als Mythos. Das Beispiel der deutschen Flüchtlinge und Vertriebenen

11.45-12.30
Michael Schönhuth (Trier)
Rückkehr in die Heimat? Remigration von Rußlanddeutschen aus ethnologischer Perspektive

12.30-13.00
Abschlußdiskussion/Schlußwort der Organisatoren

ca. 13.00
Mitgliederversammlung des Arbeitskreises

Das Kolloquium findet statt im Ausweichquartier der Geisteswissenschaftlichen Institute der Universität Stuttgart, Heilbronner Straße 7. Das Gebäude liegt gegenüber dem Stuttgarter Hauptbahnhof und ist durch die Fußgänger-Unterführung (Ausgang Heilbronner Str.) direkt zu erreichen. Der Tagungsraum M.7.003 befindet sich von der Eingangshalle aus links im Hochparterre.

Kontakt

Alexander Schunka

Universität Stuttgart, Historisches Institut
Heilbronner Str. 7, D-70174 Stuttgart
0711-685-82817
0711-685-82318
<Alexander.Schunka@po.hi.uni-stuttgart.de>