Deutsch-niederländische Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beziehungsgeschichte, Vergleich und Transfer

Deutsch-niederländische Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Beziehungsgeschichte, Vergleich und Transfer

Veranstalter
Christine Gundermann, Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin; Andreas Schneider, Zentrum für Medien und Interaktivität / Historisches Institut, Justus-Liebig-Universität Gießen
Veranstaltungsort
Friedrich-Meinecke-Institut, Freie Universität Berlin
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
19.02.2010 - 20.02.2010
Deadline
31.10.2009
Website
Von
Andreas Schneider

Die deutsch-niederländischen Beziehungen waren insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg von erheblichen Ambivalenzen geprägt. Im Zeichen des Kalten Krieges und der Europäischen Integration entwickelten sich die zwischen 1940 und 1945 verfeindeten Nationen notgedrungen zu Partnern. Obgleich die Erfahrungen der Besatzungszeit die stets asymmetrischen Beziehungen beider Länder noch lange überschatteten, vollzog sich in zunehmendem Maße – sowohl auf staatspolitischer wie auch zivilgesellschaftlicher Ebene – eine Normalisierung des Verhältnisses zwischen den Niederlanden und seinem östlichen Nachbarn. Zugleich ist spätestens seit den 1980er Jahren das Interesse von Öffentlichkeit und Wissenschaft an den bilateralen Beziehungen beider Gesellschaften deutlich gewachsen – eine Entwicklung, die sich nicht zuletzt in der Gründung des Zentrums für Niederlande-Studien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (1989) sowie dem Duitsland Instituut der Universiteit van Amsterdam (1996) spiegelt. Doch auch jenseits dieser beiden Forschungszentren beschäftigt sich angesichts der fortschreitenden Transnationalisierung der Geschichtswissenschaften eine wachsende Zahl von Forschern und Forscherinnen aus beiden Ländern mit der Geschichte des jeweiligen Nachbarn, der gemeinsamen Beziehungsgeschichte, mit dem Vergleich spezifischer Teilaspekte der niederländischen und deutschen Gesellschaft sowie den wechselseitigen Transfers und Wahrnehmungen.

Der CfP richtet sich an Historiker und Historikerinnen sowie Vertreter und Vertreterinnen benachbarter Disziplinen (Politik- und Sozialwissenschaften, Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie etc.), die sich vorrangig mit der Kultur- und Gesellschaftsgeschichte der Niederlande und Deutschland des „langen 20. Jahrhunderts“ in vergleichender, transfer- sowie beziehungsgeschichtlicher Perspektive befassen und dabei etwa Aspekte der Medien-, Sozial-, Geschlechter-, Religions-, Ideen-, Gedächtnis- oder politischen Kulturgeschichte behandeln. Auf dem Workshop werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Gelegenheit haben, ihre Projekte vorzustellen und über themenübergreifende theoretische und methodische Fragestellungen zur deutsch-niederländischen Geschichte zu diskutieren. Primäres Ziel des Workshops ist die stärkere Vernetzung geplanter bzw. laufender Forschungsprojekte.

Interessierte Forscher und Forscherinnen werden gebeten, eine Kurzbeschreibung ihres geplanten oder laufenden Projekts (1 Seite) bis zum 31.10.2009 per E-Mail an
christine.gundermann@fu-berlin.de oder andreas.schneider@zmi.uni-giessen.de zu senden.

Wir freuen uns auf die Beiträge und stehen jederzeit für Nachfragen zur Verfügung. Die Kosten für Reise und Unterkunft können nach derzeitigem Stand leider nicht übernommen werden.

Programm

Kontakt

Christine Gundermann:
christine.gundermann@fu-berlin.de

Andreas Schneider:
andreas.schneider@zmi.uni-giessen.de


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