History Takes Place - Urban Change in Europe. Sommerakademie

History Takes Place - Urban Change in Europe. Sommerakademie

Veranstalter
ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Veranstaltungsort
Deutsches Forum für Kunstgeschichte
Ort
Paris
Land
France
Vom - Bis
06.09.2010 - 18.09.2010
Deadline
10.05.2010
Von
Anna Hofmann

Die Sommerakademie in Paris richtet sich an junge Historiker, Kunsthistoriker, Kultur-und Sozialwissenschaftler sowie Architekten und Stadtplaner (vorrangig Doktoranden).

Voraussetzung für eine Bewerbung ist das Interesse an einem interdisziplinären Austausch im Themenbereich Stadtgeschichte und Stadtentwicklung. Die Teilnehmer müssen nicht notwendigerweise über Paris forschen, sondern vor allem thematisches und methodisches Interesse an Stadtforschung mitbringen. Veranstaltungssprachen sind Französisch, Deutsch und Englisch. Lektürefähigkeit in zwei Sprachen ist Voraussetzung für die Bewerbung, Kenntnisse in allen drei Sprachen von Vorteil. Die eingehende Vorbereitung anhand von Kursmaterialien, Lektüreempfehlungen sowie die Übernahme eines Referats werden erwartet. Hierbei werden die jeweiligen Forschungsinteressen und Kompetenzen berücksichtigt.

Die ZEIT-Stiftung trägt die Reise- und Unterbringungskosten

Seit 2003 lädt die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius jeweils bis zu zwanzig junge Historiker und Kulturwissenschaftler (vorrangig Doktoranden) zu Studienkursen ein, um an wechselnden Orten historische Spuren in der Topografie, in der Architektur und in Denkmälern zu verfolgen. Die Stadt selbst wird als Quelle gelesen – 'History Takes Place'.

Die diesjährige Sommerakademie zielt auf eine Internationalisierung und Vernetzung der Geschichts-, der Kultur- und Sozialwissenschaften sowie der Architektur und Stadtplanung, um den gegenwärtigen urbanen Wandel in Europa am Beispiel der französischen Metropole zu untersuchen.

Prof. Dr. Thomas Kirchner (Goethe-Universität Frankfurt am Main) übernimmt die wissenschaftliche Leitung der Sommerakademie, die in Kooperation mit dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte und mit freundlicher Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung realisiert wird.

Bewerbungen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und Referatsvorschlag (max. 2 Seiten) richten Sie bitte per Post an:

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Dr. Anna Hofmann
Feldbrunnenstraße 56
20148 Hamburg

weitere Informationen: www.history-takes-place.de

Programm

Paris ist nicht nur eine der lebendigsten europäischen Metropolen, sondern auch eine der geschichtsträchtigsten. Seit 987 Hauptstadt Frankreichs, gewinnt die Stadt in der Frühen Neuzeit an weltpolitischer Bedeutung. Sie ist ein Ort, an dem europäische Geschichte gemacht wird, und ein Ort der politischen Auseinandersetzungen. Paris hat immer wieder innere Kämpfe und Revolutionen erlebt, die auch die politische Entwicklung in anderen Ländern beeinflussten. Mehrfach wurde die Stadt im 19. und 20. Jahrhundert insbesondere von deutschen Truppen belagert, besetzt und bedroht.

Einen Aufschwung erlebte Paris mit dem Versprechen Heinrichs IV., die Stadt zu seiner Residenz zu bestimmen. Obwohl sein Enkel Ludwig XIV. die Residenz nach Versailles verlegte, blieb Paris doch die Hauptstadt, deren Bedeutung durch den sich entwickelnden Zentralismus kontinuierlich stieg. Mit dem politischen Erstarken Frankreichs gewann Paris europäisches Gewicht, wurde zur politischen Metropole der westlichen Welt und löste in dieser Rolle Rom ab.

Von Rom sollte Paris in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts auch die kulturelle Führung in der westlichen Hemisphäre übernehmen, eine Position, die es mit politischer Unterstützung erwerben und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts behaupten konnte. Von den Wissenschaften über die Künste bis hin zur Alltagskultur gab Paris über Jahrhunderte den Ton an.

Der Mythos der Weltstadt bewahrt Paris nicht davor, Austragungsort gesellschaftlicher Konflikte zu sein. Die Stadt scheint gefangen in ihren räumlichen Grenzen des 19. Jahrhunderts und hat Schwierigkeiten, die in ihrer Banlieue lebende Bevölkerung zu integrieren. Die historisch gewachsene städtebauliche Trennung zwischen dem urbanen Zentrum und der Peripherie zählt, ebenso wie die soziale Segregation und die wachsende Wohnraumnot, seit Jahren zu den augenfälligen Problemen des „Großraums Paris“. Dessen Neugestaltung soll Paris zu einer modernen Metropole wachsen lassen – so das Ziel des Ideenwettbewerbs „Le grand Pari(s)“, den Staatspräsident Nicolas Sarkozy 2009 initiierte.

Kontakt

ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Dr. Anna Hofmann
Projektleiterin
Förderbereich Wissenschaft
und Forschung
Tel. 040-41336-785
Fax 040-41336-777
hofmann@zeit-stiftung.de

www.zeit-stiftung.de
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Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Englisch, Französisch, Deutsch
Sprache der Ankündigung