Russland in Bildern. Photographiegeschichte vom Zarenreich bis zur Sowjetunion

Russland in Bildern. Photographiegeschichte vom Zarenreich bis zur Sowjetunion

Veranstalter
Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk / Lenka Fehrenbach / Laura Elias, Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte, Universität Basel
Veranstaltungsort
Universität Basel, Kollegienhaus, Petersplatz 1, Raum 035
Ort
Basel
Land
Switzerland
Vom - Bis
07.12.2012 -
Von
Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte, Universität Basel

Die Neuigkeiten von der Erfindung der Photographie verbreiteten sich in Russland wie ein Lauffeuer. Diesem geheimnisvollen Wunder der modernen Technik wurde bereits kurz nach dessen Entdeckung im Jahr 1839 die faszinierte Aufmerksamkeit der russischen Presse und Wissenschaft zuteil. Mit zunehmender Beweglichkeit von Kamera und Ausrüstung begannen im Verlauf der 1860er-Jahre viele Zeitgenossen den Wunsch zu hegen, die ethnische, landschaftliche und architektonische Vielfalt des Vielvölkerimperiums zu dokumentieren. Plötzlich schien der Gedanke realisierbar, sich mithilfe der Photographie ein vermeintlich „wahres“ Bild von Raum und Mensch zu verschaffen. Neue Drucktechniken und Publikationsmittel sorgten Ende des Jahrhunderts dafür, dass immer mehr Menschen Zugriff auf das neue Medium erhielten und sich mithilfe der Photographie ihr Bild von ethnischer Vielfalt, geographischen Gegebenheiten, Architektur oder Industrialisierung konstruierten. Wie sich die neue Technik der Photographie und die dadurch entstandenen Repräsentationen von peripherem Raum und industrieller Modernisierung auf die Wahrnehmung vom Imperium ausgewirkt und inwiefern sie den kulturellen und politischen Wandel beeinflusst haben, ist bisher kaum erforscht.

Im Rahmen des Workshops stellen junge Nachwuchswissenschaftler und etablierte Historiker ihre Projekte vor und diskutieren anhand ausgewählter Texte Fachinhalte und v.a. methodische Probleme und Herangehensweisen. Wie sich das Forschungsfeld Photographiegeschichte in den letzten Jahren entwickelt hat, welche Fragen man an die Quellen stellen kann, welche Probleme die Arbeit mit dieser speziellen Quellengattung aufwirft und wie man das gesichtete Archivmaterial zum Sprechen bringt – das sind Fragen, die im Rahmen des Workshops diskutiert werden sollen.

Programm

9.30 – 9.50 Uhr: Lenka Fehrenbach & Laura Elias (Basel): Begrüßung und Vorstellung

9.50 – 11.05 Uhr: Heather S. Sonntag (Wisconsin): Mapping Central Asia: Russian Military Photography, Albums and Exhibitions: 1855-1876
Kommentar: Laura Elias (Basel)

11.05 – 11.20 Uhr: Kaffeepause

11.20 – 12.35 Uhr: Christopher Stolarski (Baltimore): Russian Press Photography: Archives, Sources, Methods
Kommentar: Lenka Fehrenbach (Basel)

12.35 – 14.05 Uhr: Mittagspause

14.05 – 15.20 Uhr: Dr. PD Andreas Renner (Heidelberg): Photographs from the Russian-Japanese War
Kommentar: Nadine Freiermuth (Basel)

15.20 – 15.50 Uhr: Kaffeepause

15.50 – 17.20 Uhr: Dr. Oxana Sarkisova (Budapest): Family portraits in the Soviet Union
Kommentar: Aglaia Wespe (Basel)

17.20 – 18.05 Uhr: Abschlussdiskussion
Moderation: Prof. Dr. Frithjof Benjamin Schenk (Basel)

19.00 Uhr gemeinsames Abendessen

Kontakt

Laura Elias

Uni Basel, Departement Geschichte, Lehrstuhl für osteuropäische Geschichte
Hirschgässlein 21
4051 Basel
004161-2702238

laura.elias@unibas.ch

http://dg.philhist.unibas.ch/bereiche/osteuropaeische-geschichte/projekte-konferenzen-initiativen/konferenzen/photographiegeschichte/