Frei-Raum unter dem Berliner Fernsehturm. Historische Dimensionen eines Stadtraums der Moderne

Frei-Raum unter dem Berliner Fernsehturm. Historische Dimensionen eines Stadtraums der Moderne

Veranstalter
Center for Metropolitan Studies und Fachgebiet Kunstgeschichte, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik, Technische Universität Berlin
Veranstaltungsort
Technische Universität Berlin, Hauptgebäude, Senatssitzungssaal 3005 (3. Etage), Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
03.05.2013 -
Von
Sigel, Paul

Zur Deutung, Bewertung und Zukunft des Freiraums unter dem Berliner Fernsehturm existieren äußerst gegensätzliche Auffassungen, die Debatten um seine historische Einordnung und zukünftige Perspektive reflektieren das Ringen um neue Aneignungspotentiale eines aus der Zeit gefallenen zentralen Stadtbereichs. Ein geschichtsloser Ort ist er jedenfalls nicht. Ganz im Gegenteil, dieser Ort scheint eher mit einer zu komplexen historischen Dimension aufgeladen zu sein, denn unter dem Fernsehturm flankieren Marienkirche, Berliner Rathaus, Berliner Dom und Nikolaiviertel sowie die rahmenden Wohn- und Geschäftsbauten eine in Europa einmalige Freifläche, die in jüngerer Vergangenheit integraler Bereich des Zentrums der Hauptstadt der DDR war, unter ihren Treppen- und Kaskadenanlagen, Rasenflächen und Baumpflanzungen jedoch einen Kernbereich des vormodernen Berlins mit seinem mittelalterlichen Straßenraster der Altstadt birgt.

Nachdem nun in den letzten Jahren auf unterschiedlichen publizistischen und wissenschaftlichen Ebenen eine breite Auseinandersetzung mit der Geschichte der Berliner Altstadt begonnen und vertieft wurde, konzentriert sich das aktuelle Symposium auf die historischen Dimensionen des Stadtraums der späten Moderne. Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach den symbolisch-politischen Implikationen dieses Zentrumsbereichs der Hauptstadt der DDR, nach seiner Entwicklung, seinen Problemen sowie nach den Auflösungsprozessen und Transformationsetappen in den Jahren nach 1989. In welchen auf einander folgenden, oft widerspruchsvollen Schritten vollzog sich die Prägung dieses Areals, welche inhaltlichen Dimensionen sollte er haben, welche unterschiedlichen sozialen, politischen und kulturellen Aneignungsprozesse gab es und gibt es heute? Wie lässt sich dieser Stadtraum in den größeren Kontext des Diskurses um urbane Zentrumsbildungen und Repräsentationsräume der Moderne einordnen, welche problematischen Aspekte sind mit ihm verbunden und welche Potentiale zur Weiterentwicklung, Aneignung und Transformation könnte er heute und zukünftig haben?

Konzeption: Paul Sigel und Kerstin Wittmann-Englert

Programm

10.00 Paul Sigel und Kerstin Wittmann-Englert

Begrüßung

10.15 Benedikt Goebel

"Durfte und darf man die Berliner Mitte umbauen? Transformationen 1865–1965"

10.45 Christian Freigang

"Freiräume als staatliche Repräsentationsräume"

11.15 Diskussion

(Moderation: Kerstin Wittmann-Englert)

11.30 Kaffeepause

12.00 Roman Hillmann

"Die Repräsentation der Metropole 'im Festraum der Stadt'"

12.30 Harald Engler

"Vaterfiguren, Einkaufsparadies, Subkulturen und 'Alexverbot' - Der Freiraum als sozialer Aneignungsraum der Hauptstadt der DDR"

13.00 Einführung: Axel Zutz

"Zur Landschaftsarchitektur des 'Parks am Fernsehturm'". Filminterview mit Hubert Matthes

13.30 Diskussion

(Moderation: Celina Kress)

14.00 Mittagspause

15.00 Eckhart Gillen

"Das Marx-Engels-Denkmal: Von der Grablege der Gründer des Sozialismus zum heiligen Hain"

15.30 Martina Levin

"Sanierung der Freiflächen im Umfeld des Fernsehturms Berlin"

16.00 Diskussion

(Moderation: Anne Schmedding)

16.30 Kaffeepause

17.00 Paul Sigel

"Rezeption, Umwertungsprozesse, Planungen, Transformationen nach 1990"

17.30 Podiumsdiskussion

(Moderation: Arnold Bartetzky)

Gabi Dolff-Bonekämper, Thomas Flierl, Manfred Kühne, Florian Mausbach

19:00 Ende der Veranstaltung

Der Eintritt ist frei.

Kontakt

Paul Sigel

TU Berlin, Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik / Center for Metropolitan Studies

info@metropolitanstudies.de


Redaktion
Veröffentlicht am
22.04.2013
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