Das Klassische – Ästhetik und Politik

Das Klassische – Ästhetik und Politik

Veranstalter
Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung; Konzept und Moderation: Prof. Dr. Elisabeth Décultot, Dr. Martin Dönike, Prof. Dr. Daniel Fulda (Halle)
Ort
Halle an der Saale
Land
Deutschland
Vom - Bis
25.04.2016 - 05.07.2016
Von
Dr. Ricarda Matheus

Mit dem Begriff des Klassischen wird seit dem 18. Jahrhundert nicht nur Antikes oder ein dominanter Antikebezug neuzeitlicher (Sprach-)Kunstwerke bezeichnet, sondern zunehmend auch ein von der Antike sich absetzender Kunstanspruch. Der Begriff des Klassischen kann damit sowohl der Rückversicherung in der maßgeblichen Tradition als auch der Selbstbestimmung und -gestaltung der Moderne dienen, die eine den ‚Alten‘ (mindestens) gleichrangige Geltung gewinnen könne bzw. möchte. Auch wenn der Begriff des Klassischen stets mit einem universalen Geltungsanspruch verbunden ist, so lässt sich gleichwohl von einer partikularistischen ‚Politik des Klassischen‘ sprechen, die den Begriff im Kontext kultureller und nationaler Konkurrenzen zu instrumentalisieren versucht. Mit der Spannung zwischen beanspruchter Normativität und tatsächlicher Historizität unterliegt der Diskurs über das Klassische derselben Ambivalenz, die für die Geltungsansprüche der Aufklärung insgesamt charakteristisch ist. Diese komplexe Konstellation sucht die Vortragsreihe auszumessen.

Programm

25.04.2016
Podiumsdiskussion – 'Politik des Klassischen'
mit Prof. Dr. Stefan Matuschek (Jena), Prof. Dr. Wilhelm Voßkamp (Köln), Prof. Dr. Daniel Fulda (Halle)

18.05.2016
Zwischen Konstruktion und Inflation. Das ‚Klassische‘ in der Musik
Prof. Dr. Laurenz Lütteken (Bern)

28.06.2016
Wie wird man zu einem Klassiker im Frankreich des 19. Jahrhunderts?
Prof. Dr. Stéphane Zékian (Centre National de la Recherche Scientifique, Lyon)

05.07.2016
Winckelmann: Ästhetik, Politik, Religion
Prof. Dr. Suzanne Marchand (Louisiana State University, USA)

Die Veranstaltungen finden jeweils um 18 Uhr c.t. in den ausgewiesenen Räumen des IZEA statt.

Kontakt

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (IZEA)
Franckeplatz 1, Haus 54
D-06110 Halle

E-Mail: izea@izea.uni-halle.de
Tel: +49 (0) 345 5521781

http://www2.izea.uni-halle.de/fileadmin/content/Veranstaltungen/2016/Plakat_KlassikPolitik.pdf