DDR-Geschichte im Museum

DDR-Geschichte im Museum

Veranstalter
Museumsverband Brandenburg e.V.
Veranstaltungsort
Ort
Rathenow
Land
Deutschland
Vom - Bis
18.09.2017 - 19.09.2017
Website
Von
Museumsverband Brandenburg e.V.

Überregionale Tagung des brandenburgischen Museumsverbandes zum Thema "DDR-Geschichte im Museum - neue Fragen, neue Ansätze"

Ausgangspunkt der Tagung ist die Beobachtung, dass die Erforschung und Darstellung der DDR-Geschichte in den letzten zehn Jahren in Museen verschiedener Sparten deutlich mehr Raum gewonnen hat. Zwischen der Aufarbeitung von Unrecht und Repression und der Erforschung und Darstellung der Alltagskultur hat sich eine große Spannbreite an Themen entfaltet. Insbesondere im Bereich der Vermittlung sind vielfältige Projekte und Angebote entstanden, die auch partizipatorische Zugänge eröffnen und unterschiedlichen Sichtweisen Raum geben. In Bezug auf die Erforschung der DDR-Geschichte eröffnen sich neue Möglichkeiten, sei es im Zuge der Provenienzforschung oder des internationalen Wissensaustauschs. Grundsätzliche Fragen betreffen die Konzeptionen des Sammelns von DDR-Alltagsgeschichte. Wie soll in Gegenwart und Zukunft gesammelt werden? Ziel der Tagung ist es, im Vorfeld des 30. Jahrestages der "Wende" eine Standortbestimmung vorzunehmen, neue Projektideen zu entwickeln und Kooperationen vorzubereiten. ReferentInnen aus Polen und der Slowakei tragen ihre Erfahrungen bei.

Die Tagung ist für alle Interessierten offen.

Programm

Sonntag, 17.09.2017

19.00 Uhr Get together im Restaurant Harlekin im Kulturzentrum Rathenow

Montag, 18.09.2017

10.00 Uhr Begrüßung
Bettina Götze, Geschäftsführerin Kulturzentrum Rathenow
Silke Siebrecht-Grabig, Vorsitzende Museumsverband Brandenburg
Reiner Walleser, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Sabine Kuder, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

10.45 Uhr Susanne Köstering, Geschäftsführerin Museumsverband Brandenburg:
Wozu diese Tagung?

11.00 Uhr Kerstin Langwagen, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig: Erinnerungskulturelle
Transformationen – Die museale Aufarbeitung des Alltags in der DDR

11.30 Uhr Kaffeepause

12.00 Uhr Mark Keck-Szajbel, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder: 1989 im Museum – Von
the Wende zu Terror Háza – Ein internationaler Vergleich aus der Sicht eines Lehrenden

12.30 Uhr Matthias Barelkowski, Universität Siegen: Zwischen Verdammung, Verschweigen und Kult – Die „Volksrepublik Polen“ im Museum

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Florentine Nadolni, Bildungs-, Kultur- und Ausstellungszentrum Landkreis Oder-Spree: Kunst und Alltag in der DDR – Das Kunstarchiv Beeskow und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR im Verbund

14.30 Uhr Axel Drieschner, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt: DDR-Alltagskultur sammeln und ausstellen – Probleme und Perspektiven

15.00 Uhr Johanna Sänger, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig: Konkurrierende Erinnerungen – Sammeln und Ausstellen zur DDR-Geschichte im Stadtmuseum

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Renate Flagmeier, Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin: Die DDR im Kontext des Museums der Dinge

16.30 Uhr Klára Prešnajderová, Designmuseum Bratislava: Unterschätzt, vergessen, wiederentdeckt – Slowakisches Design aus der ČSSR als Sammlungsobjekt
des Slowakischen Designmuseums

17.00 Uhr Diskussion mit Sabine Kuder, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur; Sören Marotz, DDR Museum, Berlin; Dominik Pick, Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Warschau/Danzig

18.00 Uhr Stadtrundgang mit Bettina Götze, Kulturzentrum Rathenow

19.00 Uhr Abendessen

Dienstag, 19.09.2017

9.00 Uhr Museumsrundgang

10.00 Uhr Reinhard Zabka, Lügenmuseum, Radebeul: Interieur Underground – Kunst der
Subkultur in der DDR der 1980er Jahre

10.30 Uhr Frédéric Bußmann, Museum der bildenden Künste, Leipzig: Die DDR im Blickwechsel – Zu einem Ausstellungsprojekt von Leipziger Jugendlichen über Kunst in der DDR im Museum der bildenden Künste Leipzig

11.00 Uhr Kaffeepause

11.30 Uhr Jochen Voit, Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, Erfurt: Das Konzept Andreasstraße – Aufbau und Entwicklung eines besucherorientierten Erinnerungsortes zur DDR-Geschichte

12.00 Uhr Jeanette Toussaint, Rochow-Museum, Reckahn: Maxl ist viel cooler als BUMMI – Lernen wir aus Besucherreaktionen etwas für zukünftige Präsentationen von DDR-Geschichte?

12.30 Uhr Diskussion mit Sandra Brenner, Landesjugendring Brandenburg e.V.; Hana Hlásková, Politisch-historische Jugendbildung bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Kai Drewes, Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner: Am Puls der Forschung – Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS Erkner zur Bau- und
Planungsgeschichte der DDR als Dienstleister für Wissenschaft und Öffentlichkeit

14.30 Uhr Mathias Deinert, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg: Die Forschung zu Kulturgutentziehungen in SBZ und DDR – Aufgaben und Möglichkeiten des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste

15.00 Uhr Abschlussdiskussion und Verabschiedung

16.00 Uhr Tagungsende

Kontakt

Susanne Koestering

Am Bassin 3
14467 Potsdam

koestering@museen-brandenburg.de


Redaktion
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