moving history – Festival des historischen Films

moving history – Festival des historischen Films

Veranstalter
moving history – Festival des historischen Films Potsdam e.V.
Ort
Potsdam
Land
Deutschland
Vom - Bis
20.09.2017 - 24.09.2017
Von
Vanessa Jasmin Lemke, Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

FESTIVALPROFIL

moving history – Festival des historischen Films

… ist das erste deutsche Festival, das dokumentarische und fiktionale Filme mit historischen Themen aus der aktuellen und vergangenen Kino- und Fernsehproduktion präsentiert.

… greift die anhaltende Popularität medialer Geschichtsbilder auf. Diese prägen nicht nur unsere Vorstellung der Vergangenheit, sondern beeinflussen auch unsere Wahrnehmung der Gegenwart und Erwartungen an die Zukunft.

… bietet ein Film- und ein Rahmenprogramm, wobei das Filmprogramm aus Formaten wie einem Wettbewerb bzw. einer Preisverleihung, einer thematischen Retrospektive, Premieren und Werkstattgesprächen besteht und das Rahmenprogramm aus einer Master Class, einem wissenschaftlichen Symposium, Education-Veranstaltungen und einer Party.

… hat zum Ziel, einen Raum zu öffnen, in dem Filmschaffende mit Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen sowie mit einem breiten Publikum ins Gespräch kommen. Daher sind die im Anschluss an jedes Screening stattfindenden Filmgespräche wesentlicher Bestandteil des Festivalformats.

… findet in Potsdam statt. Die brandenburgische Landeshaupt- und UNESCO-Weltkulturerbestadt bietet als Schauplatz der deutschen und europäischen Geschichte sowie als lebendiger Medienstandort mit über hundertjähriger Tradition ein ideales Umfeld für das Festival.

… steht unter der Schirmherrschaft der renommierten Regisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta. In ihren Filmen beschäftigt sie sich immer wieder mit Persönlichkeiten und Epochen deutscher Geschichte. Von Trotta hat zahlreiche in- und ausländische Filmpreise erhalten, darunter den Bundesfilmpreis und den Goldenen Löwen in Venedig.

SCHWERPUNKT

Keine Stille nach dem Schuss – 1967, der Deutsche Herbst und die RAF

Zwischen 1967 und 1977 liegt – mit den Worten des Historikers und Publizisten Gerd Koenen – »das rote Jahrzehnt«, das gerahmt ist von dem tödlichen Kopfschuss des Bereitschaftspolizisten Kurras auf den Studenten Ohnesorg am 2. Juni in Berlin sowie vom Deutschen Herbst, also von den Schüssen der GSG-9 auf die Geiselnehmer der Landshut, den Schüssen der RAF auf Schleyer und den Schüssen von Baader und Raspe auf sich selbst sowie der Suizide und Suizidversuche von Gudrun Ensslin und Irmgard Möller in der Nacht zum bzw. am 18. Oktober 1977.
Die auf den 2. Juni folgende Gewaltspirale, der lange Zeit kaum jemand mäßigend entgegentrat, prägte nicht nur das rote Jahrzehnt, sondern ist in ihren Auswirkungen bis heute spürbar. Sie ist ein wichtiger Teil der bundesdeutschen Erinnerungskultur, deren Quellen und Motor nicht zuletzt die audiovisuellen Dokumente, Dokumentationen und Fiktionalisierungen sind, die seit 1967 entstanden sind und noch immer entstehen. Sie sind Versuche der Verarbeitung und der Aufklärung genauso wie der Ausschlachtung und der Verklärung. Sie sind ganz einfach da und müssen in Kauf genommen werden, von denen die Terror produzieren, aber auch von denen, die ihn erleiden. Die öffentliche Auseinandersetzung mit ihnen und über sie kann nicht nur zu einem besseren Verständnis der Ereignisse von damals, sondern auch der Verhältnisse von heute führen.
Das Filmprogramm von moving history 2017 zeigt eine Auswahl dieser Filme, die im Spannungsverhältnis der Zeit von 1967 bis 1977, vom 2. Juni bis zum Deutschen Herbst stehen – zwei Ereignisse die sich dieses Jahr zum 50. bzw. 40. Mal jähren. Die Auswahl wurde von dem Wunsch geleitet, eine gewisse Breite abzubilden: dokumentarisch und fiktional, Fernsehen und Kino, verschiedene Epochen und verschiedene Perspektiven.

Programm

FILMPROGRAMM

Das Filmprogramm kann unter https://www.moving-history.de/programm/filmprogramm/ abgerufen und heruntergeladen werden.

RAHMENPROGRAMM

Das Rahmenprogramm kann unter https://www.moving-history.de/programm/rahmenprogramm/ eingesehen werden.

TICKETS | PREISE

Informationen zu Akkreditierung und Ticketpreisen erhalten Sie unter https://www.moving-history.de/service/tickets-preise/

Kontakt

moving history –
Festival des historischen Films Potsdam e.V.
Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum
Dortustraße 46, 14467 Potsdam

info@moving-history.de

https://www.moving-history.de/