Provenienzforschung zur SBZ und DDR. Möglichkeiten und Praxis in den Museen

Provenienzforschung zur SBZ und DDR. Möglichkeiten und Praxis in den Museen

Veranstalter
Deutsches Historisches Museum
Veranstaltungsort
Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino
Ort
Berlin
Land
Deutschland
Vom - Bis
27.11.2017 -
Deadline
20.11.2017
Von
Deutsches Historisches Museum

Das Symposium „Provenienzforschung zur SBZ und DDR“ lenkt den Blick auf einen bislang wenig erforschten Komplex der Provenienzforschung, der inzwischen aber immer mehr Beachtung findet. Die Recherchen zum Entzug von Kulturgut in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR haben im Deutschen Historischen Museum seit Übernahme der Sammlungen des Museums für Deutsche Geschichte (MfDG) bereits zu zahlreichen Nachforschungen und auch Restitutionen, aber noch zu keiner systematischen Erforschung der Sammlungsbestände geführt.

In diesem Jahr hat das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Anerkennung der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion Richtlinien für die Grundlagenforschung zur Provenienzforschung hinsichtlich SBZ und DDR entwickelt. Im Kontext dessen will das Symposium die realen Möglichkeiten der Forschung wie auch den aktuellen Stand der bisherigen Provenienzrecherchen zu diesem Themenkomplex praxisnah beleuchten und Perspektiven für den weiteren Umgang mit dem Thema aufzeigen.

Weitere Infos zum Programm und Anmeldung unter: events.dhm.de

Programm

10.00

Begrüßung

Prof. Dr. Raphael Gross (Präsident, Deutsches Historisches Museum, Berlin)

Grußwort

Prof. Dr. Gilbert Lupfer (ehrenamtlicher Vorstand, Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg)

Einführung
Dr. Brigitte Reineke (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

PANEL I

Objektwege in SBZ und DDR – Sammlungsgut aus Erwerbungen, Enteignungen, Übergaben und Rückführungen
Moderation: Dr. Dieter Vorsteher-Seiler (Kunsthistoriker, Berlin)

10.30

Was geschah mit dem enteigneten Kulturgut aus sächsischen Schlössern und Herrenhäusern? Die Staatlichen Kunstsammlun gen Dresden und die sogenannte Schlossbergung 1945-1950
Dr. Thomas Rudert (Staatliche Kunstsammlungen Dresden)

11.00

Zwischen Bodenreform und Museumsreform. Legislative Grundlagen und Praxis der musealen Aneignung von Kunst und Kulturgut in der SBZ und frühen DDR
Dr. Jan Scheunemann (Historiker, Leipzig)

11.30

Ausreise eines Bildes: Warthmüllers „Der König überall“ von Magdeburg nach Hamburg

Dr. Sabine Beneke (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

12.00–13.30

Mittagspause

PANEL II

Praxis der Provenienzforschung – Möglichkeiten und Realität in den Museen

13.30

„Enteignen, da zu den Junkern gehörig!“. Zur Frage des Umgangs mit Museumserwerbungen nach 1945

Dr. Ulf Bischof (Rechtsanwalt, Berlin)

14.00

Der Erbfall ist eingetreten. Praxisbericht aus der (Textil-)Sammlung des Deutschen Historischen Museums

Dr. Regine Falkenberg (Deutsches Historisches Museum, Berlin)

14.30

Aus der Praxis eines kulturhistorischen Museums: Ansätze zur Aufarbeitung der Sammlungsgeschichte 1945–1989

Dr. Gabriele Köster (Magdeburger Museen)

15.00–15.30

Kaffeepause

PANEL III

Zum Stand der Ermittlungen – Zukünftige Forschung und Projekte

15.30

Kritische Provenienzen nach 1945 in brandenburgischen Museen – ein Werkstattbericht

Alexander Sachse M.A. (Museumsverband des Landes Brandenburg, Potsdam)

16.00

Entziehungen von Kunst- und Kulturgut in der SBZ und in der DDR: Forschungsstand und Perspektiven

Dr. Uwe Hartmann (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg)

16.30

Museen und Devisen – Die Aktivitäten der Kunst & Antiquitäten GmbH am Beispiel des Museums für Deutsche Geschichte

Christopher Jütte (Historiker, Berlin)

17.00

Abschlussdiskussion

Moderation: Prof. Dr. Gilbert Lupfer (Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Magdeburg)

Kontakt

Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
E-Mail: tagungsbuero@dhm.de

http://www.dhm.de/
Redaktion
Veröffentlicht am
02.10.2017
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
Region(en)
Weitere Informationen
Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
Sprache der Ankündigung